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Hundeforum Der Hund
Renesis

Ärger mit Jägern

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Hey,

so langsam bekommen wir hier ein Problem mit unseren Jägern. Und zwar ist es so das bei uns in Hessen im Wald keine generelle Leinenpflicht herrscht und Hessen hat die große Besonderheit das der Jäger nicht gleich schießen darf wenn ein Hund wildert sondern muss erst andere Maßnahmen ergreifen um den Hund davon ab zu halten. Das steht überall im Internet und ich habe bei mir auf der Gemeinde nachgefragt und bekam völlig unabhängig das gleiche erzählt: Keine generelle Leinenpflicht, Hund muss ca. über 500m vom Besitzer entfernt sein bevor ein Jäger einschreiten darf....

 

Soweit die Sachlage. Vor einigen Wochen waren wir mit Zorax ausreiten da kam von hinten ein Jäger mit seinem Jeep angefahren, hielt an und meinte "Der Hund muss an die Leine!" daraufhin hab ich ihm erklärt das ich extra am Ordnungsamt nachgefragt habe und es herrscht in Hessen und auch speziell in unserer Gemeinde keine generelle Leinenpflicht im Wald. Er daraufhin: "Es ist gerade Brut und Setzzeit. Der Hund muss an die Leine! Ich bitte sie ihren Hund an die Leine zu nehmen!" Dann ist er weiter gefahren und ist nach ein paar Metern stehen geblieben und hat uns Fotographiert oder gefilmt. Er ist dann extra nochmal eine Runde gefahren und kam nochmals von hinten angefahren um alles auf seinem Handy fest zu halten.

 

Gestern bin ich zu dem Jäger in meinem Ort und wollte mit ihm über die Thematik reden (in der Hoffnung er könnte was in den Stammtisch mit nehmen...). Totale Fehlanzeige. Er wollte mir erklären das nicht nur im Wald sondern überall Leinenpflicht herrsche und er auch sofort schießen dürfe wenn ein Hund wildert (was er bei meinem aber nicht machen würde). Er ist im Jagdvorstand und wenn er mir was sagt dann kann ich ihm glauben. Daraufhin fragte ich wo das denn bitte steht, ich habe da nichts gefunden. Dann behauptete er allen ernstes das stünde im Hessischen- und Bundesjagdgesetz.... Also wenn dann stehts im Wald- und Forstgesetz aber bestimmt nicht im Jagdgesetz. Außerdem habe ich auch in besagten Jagdgesetzen nichts gefunden (welch Überraschung). Ja er wolle mal mit dem Ordnungsbeamten reden, wie das sein kann das jemand der sich danach erkundigt solch eine falsche Aussage bekommen kann...

Dann wollte er mir erzählen das mein Hund ja überhaupt nicht hört (er sagte von einer Skala von 1 bis 10, wobei eins das beste ist, ist Zorax bei 7). Und auf meine Aussage hin das sich Zorax nie weiter als 150 m von mir entfernt meinte er, das ist viel zu weit, da hast Du keine Kontrolle mehr über deinen Hund... bla. Dann erklärte er mir das sein Hund besser als 1 ist und wenn er dies oder jenes sagt dann macht sie das ohne wenn und aber. Komisch das mir zu Ohren gekommen ist das seine Hündin schon andere angeleinte Hunde im Wald angefallen und verletzt hat. Total unsicher mit Gewalt erzogener Hund.

Am besten hätte ich gesagt das der Unterschied zwischen seinem ach so gehorsamen Hund zu meinem darin liegt das ich mich im Gegensatz zu ihm, auf Zorax verlassen kann, selbst wenn er allein im Dorf wäre und 10 Kinder um ihn rum springen - Das wäre mit seiner Hündin undenkbar das da nichts passiert. Hab ich aber besser nicht gesagt, man will sichs ja nicht verscheißen und schluckt lieber diesen Neunmal klugen Schwachsinn.

Dann kam die Stasimethode so nach dem Motto. Ich will Dir ja nichts böses, ich will nur nicht das Du mal zu mir kommst und sagst mein Hund ist im Wald verschwunden und dann gehen wir die Fährte nach und wir finden Zorax von einem Wildschwein getötet. Denn er hat schon viele Hunde gehab und er weis wie das ist, das ist wie wenn ein Familienmitglied stirbt. Und eins kann ich ihm glauben, er hat seinen Hund auf jeden Fall genauso lieb wie ich meinen. (Sagt der, der seinen Hund vor einiger Zeit erst selbst erschossen hat weil der die Freundin seines Sohnes geknafft hat). Aber ich soll mal drüber nachdenken, nicht das dem Hund noch was passiert....

Also so kumpelhaft von der Seite wollte er mir angst machen wegen den Wildschweinen...

 

Zugegeben, Zorax geht ins Unterholz und bei Wildsichtung macht er auch mal ein paar Sätze hinterher (das ist natürlich auch nicht in Ordnung), ist aber schnell wieder da und verlässt auch da nicht die 150m zu mir. Außerdem haben wir es letzten Montag geschafft das Zorax selbst bei Rehsichtung bei mir geblieben ist. Also ich bin da zuversichtlich das wir das bis er aus der Pubertät draußen ist in den Griff bekommen.

 

Weis halt nicht so recht was ich machen soll. Ich kann Zorax beim ausreiten nicht allein zurück lassen, das würde mir das Herz brechen, da er sich schon jedesmal wie Bolle freut und auch einen rießen Spaß dabei hat. Nur weil die Jäger total ignorant sind und nicht wissen was erlaubt ist + sich als Waldpolizei aufspielen? Also ich hab nichts falsches gemacht und sehs einfach nicht ein. Auf der anderen Seite hab ich so natürlich schon ein mulmiges Gefühl mit Zorax in den Wald zu gehen und das darf doch eigentlich nicht sein, das ich wegen den Jägern mit Angst in den Wald gehen muss. Weis aber nicht mehr was ich noch machen kann. Nach Ostern hab ich nen Termin mit dem Förster, da will ich das Problem auch nochmal ansprechen....

 

Hat wer ähnliche Erfahrungen? Oder Ratschläge....

 

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ich bin ausschließlich bei uns in dem Wald unterwegs, in dem viel mit Pferden ausgeritten wird.(auch meine Enkeltochter ist da auf Pferd an zu treffen)

Bisher war ich höfflich, habe meine zwei angeleint, bin in die Büsche gegangen, um Pferd und Reiter nicht zu stören auf seinen Weg.

Bekam auch immer ein nettes Danke.

Aber wenn uns da ein unangeleinter Hund begegnet, habe ich auch bald keine Lust mehr , meinen immer angeleint zu führen.

Da gibt  es dann ein wildes Treiben der Hunde zwischen den Pferdebeinen.

Finde ich nicht lustig .

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Bei uns trifft man weder Radfahrer noch andere Reiter noch Spaziergänger, also kein Problem. Außerdem Läuft Zorax in solchen Situationen auch am Pferd Beifuß (auch wenn der Abstand zu anderen Hunden noch recht groß sein muss - wenn man mal einem begegnet - andere Baustelle). Das ist aber auch nicht das Thema - hier gehts um die Jäger die psychischen Druck ausüben. Und höflich bin ich bis jetzt auch immer geblieben, auch wenns schwer war - aber das bringt mich leider auch nicht weiter.

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Anleinen .

 

Wir haben  das hier  schon rauf und runter diskutiert. 

Ich  hatte  auch  schon  eine  Hündin  die ich nicht mit zum ausreiten  nehmen  konnte.

Es war sehr schade für  sie  aber Wild hat für  mich im Wald  Hausrecht .

 

 

 

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Die Anleinpflicht in der Brut und Setzzeit regelt ja die jeweilige Gemeinde. Da musst du dich mal schlau machen, ob und wenn ja von wann bis wann die bei euch ist.

 

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vor 2 Minuten schrieb Renesis:

Bei uns trifft man weder Radfahrer noch andere Reiter noch Spaziergänger, also kein Problem. Außerdem Läuft Zorax in solchen Situationen auch am Pferd Beifuß (auch wenn der Abstand zu anderen Hunden noch recht groß sein muss - wenn man mal einem begegnet - andere Baustelle). Das ist aber auch nicht das Thema - hier gehts um die Jäger die psychischen Druck ausüben. Und höflich bin ich bis jetzt auch immer geblieben, auch wenns schwer war - aber das bringt mich leider auch nicht weiter.

Bitte nehme es mir jetzt nicht zu bös, aber genau diese Antwort habe ich erwartet.

"..auch wenn der Abstand zu anderen Hunden noch recht groß sein muss....".

Wer bitte springt ins Gebüsch, um Abstand groß genug zu halten?

Und wenn mein Hund unabgeleint diesen großen Abstand nicht einhält?

Und wie sicher ist dann der Hund wirklich bei Wildsichtung oder Geruchsspuren von abgelegten Jungtieren usw???

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vor 6 Minuten schrieb Ferun:

Die Anleinpflicht in der Brut und Setzzeit regelt ja die jeweilige Gemeinde. Da musst du dich mal schlau machen, ob und wenn ja von wann bis wann die bei euch ist.

Hab ich gemacht. Sowas gibts bei uns nicht.

 

vor 7 Minuten schrieb black jack:

Anleinen .

 

Wir haben  das hier  schon rauf und runter diskutiert. 

Ich  hatte  auch  schon  eine  Hündin  die ich nicht mit zum ausreiten  nehmen  konnte.

Es war sehr schade für  sie  aber Wild hat für  mich im Wald  Hausrecht

Verstehe den Einwand aber Zorax ist kein Hund den ich nicht mit zum Ausreiten mitnehmen kann. Er hat keinen starken Jagdtrieb. Klar er ist in der Pubertät und man muss hier und da noch übern aber alles im normalen, grünen Bereich (meine Einschätzung).

Anleinen geht meiner Meinung nach auf dem Pferd nicht - mir zu gefährlich, umständlich, kein Galopp möglich... funktioniert nicht.

 

@agatha Wie gesagt das ist nicht das Thema. Den Jägern ist es schlicht weg scheiß egal ob sich Zorax vorbildlich verhält oder nicht. "Der Hund muss an die Leine!"

 

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vor 3 Minuten schrieb Renesis:

Hab ich gemacht. Sowas gibts bei uns nicht.

 

Verstehe den Einwand aber Zorax ist kein Hund den ich nicht mit zum Ausreiten nehmen kann. Er hat keinen starken Jagdtrieb. Klar er ist in der Pubertät und man muss hier und da noch übern aber alles im normalen, grünen Bereich (meine Einschätzung).

Anleinen geht meiner Meinung nach auf dem Pferd nicht - mir zu gefährlich, umständlich, kein Galopp möglich... funktioniert nicht.

Kein Galopp möglich, das ist natürlich tragisch, am Ende macht das ausreiten dann gar nicht mehr so viel Spaß. 

 

Du kannst dich halt mit dem Jäger anlegen, der wohl am längeren Hebel sitzt (unabhängig davon, wer nun recht hat), oder du lässt es darauf ankommen, dass er sich zu Maßnahmen provoziert hat. 

 

Möglichkeit 3 wäre halt, da zu reiten und den Hund mitzunehmen wo er nicht mit seinem Jeep rum fährt. 

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Ich wurde gebeten Monat April komplett angeleint zu lassen wegen Brut und Setzzeit. Ich mach's dann halt, ab dem Waldrand anzuleinen. 

 

Hier gibt es einen Waldteil bei dem schon immer gewarnt wird das der Hund dort auf keinen Fall dem Wild hinterherrennen darf. Bleibt meine dann auch angeleint und das immer, auch wenn ich das Gebiet meide.

 

Vlt. redest du nochmal mit dem Jäger der dich angesprochen hat. Absteigen und deutlich zeigen du willst das klären. 

Die Infos sind manchmal einfach nicht korrekt weil irgendwer behauptet X und der nächste gibt es weiter, ... und dann hat man sich vlt im Bundesland vertan oder Änderungen nicht mitbekommen.

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Sorry, das ist wohl nicht das was du hören magst, aber meine ehrliche Meinung: Anleinen. 

 

Du schreibst ja selber, dass er auch ins Unterholz geht oder auch mal ein paar Sätze bei Wildsichtung hinterher macht. Bei Jungtieren reicht das oft schon, um sie so sehr aufzuschrecken, dass sie von den Elterntieren separiert werden und dann verenden. Auch im Unterholz nisten/brüten Tiere. Ich finde, gerade in der Brut- und Setzzeit haben die Wildtiere Vorrang und dürfen auch mal unbehelligt von den Hunden bleiben.

 

Zum rechtlichen: In der hessischen Gefahrenabwehrverordnung ist zwar keine generelle Leinenpflicht geregelt, für „gefährliche Hunde“ allerdings doch, und da gehört der Rottweiler dazu. Ausnahme wiederum wäre eine positive Wesensprüfung. Ich weiß nicht, ob Zorax die hat, darum dies nur als Hinweis, sonst stehst du rechtlich ggf. doch nicht so gut da.

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