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Hundeforum Der Hund
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Können Hunde auf taub stellen?

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vor 3 Stunden schrieb gatil:

Einige Menschen - oft aus dem autistischen Spektrum bzw. mit ADS oder ADHS - können es nicht oder nicht so gut. Ihr Filter funktioniert nicht "normal". Dadurch werden sie überfordert und setzen dies in Hyperaktivität oder völliges Abschalten um.

 

Ich bin hochsensibel, nicht nur sind meine Sinne wesentlich geschärfter als beim Durchschnitt (vor allem Gehör- und Geschmack/Geruchsinn, auch bin ich enorm berührungsempfindlich), was meist ein Nachteil ist – auch funktionieren bei mir die Filter nicht, allerdings ganz anders als bei „Leuten aus dem autistischen Spektrum oder AD(H)S“. Ich bemerke kleinste Details, kann sie aber emotional/mental besser zuordnen.

 

Dennoch ist es für mich enorm anstrengend und irgendwann überfordern mich die Reize. Ich kann sie nicht abstellen/ausblenden, ich kann sie nicht nicht wahrnehmen.

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Während meiner Stimmausbildung hatte unsere Gesangslehrerin ihren Hund immer dabei. Wir wurden im Sopran ausgebildet und oft haben die Lampen vibriert. Dieser Hund Tat mir Leid, die sah immer sehr verstört aus. 

Meiner findet nen "Normalen" Stimmumfang schon gruselig, wenns in die richtig hohen Töne geht, jault er. 

Das tue ich ihm nicht unnötig an. 

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vor 21 Stunden schrieb Hoellenhunde:

 

Ich bin hochsensibel, nicht nur sind meine Sinne wesentlich geschärfter als beim Durchschnitt (vor allem Gehör- und Geschmack/Geruchsinn, auch bin ich enorm berührungsempfindlich), was meist ein Nachteil ist – auch funktionieren bei mir die Filter nicht, allerdings ganz anders als bei „Leuten aus dem autistischen Spektrum oder AD(H)S“. Ich bemerke kleinste Details, kann sie aber emotional/mental besser zuordnen.

 

Dennoch ist es für mich enorm anstrengend und irgendwann überfordern mich die Reize. Ich kann sie nicht abstellen/ausblenden, ich kann sie nicht nicht wahrnehmen.

 

Ist bei mir genau so. Schon als ich ein Baby war, fiel das auf, ich kann zum Beispiel Berührungen nur bedingt/begrenzt ertragen, es ist tatsächlich ein „ertragen“ und strengt mich sehr an. Oder Dinge wie „angeatmet werden“, da halten dich andere schnell mal für bekloppt. Ich meide soweit möglich Menschenmengen, die ganzen Eindrücke, Geräusche, Gerüche, ... das ist purer Stress. Ich kann bestimmte Geräusche „ausblenden“, das sind dann gleichmäßige Geräusche, größtenteils Naturgeräusche, Wellenrauschen, Wind (kein Sturm), Vogelgezwitscher, aber auch gleichmäßige verkehrsgeräusche. Nicht ausblenden kann ich stimmen, klappern, Musik, schnarchen, und tatsächlich hörbares atmen (durch die unterschiedlichen Atemzüge schließe ich dann auf Emotionen, wach-/Schlafphasen,... - bindet meine komplette Aufmerksamkeit). 

 

Als ich ein Kind war, bestand erst die Vermutung, dass ich ins autistische Spektrum gehöre, was sich dann aber letztlich nicht bestätigt hat. 

 

Ich glaube dass es bei Hunden auch sehr unterschiedlich sein kann, ob/was sie ausblenden können und was nicht.

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Nein, so ist das bei mir eben nicht.

„Genauso“ gibt es bei Hochsensiblen eben gar nicht. 

Auch Naturgeräusche blende ich nicht aus. 

 

Bei mir stand sowas wie Autistin auch nie im Raum. 

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vor 52 Minuten schrieb Hoellenhunde:

Nein, so ist das bei mir eben nicht.

„Genauso“ gibt es bei Hochsensiblen eben gar nicht. 

Auch Naturgeräusche blende ich nicht aus. 

 

Bei mir stand sowas wie Autistin auch nie im Raum. 

 

Ja, entschuldige bitte - ich ziehe das „genauso“ zurück, war wohl zu unbedacht und eigentlich auch nicht wörtlich gemeint.

 

Ich bin ein bissl älter als du, ich glaube die Diagnostik und allgemein das Verständnis haben sich geändert.

 

Bei mir war es übrigens so, dass ich mit Mitte 20 mit Hilfe von autogenem Training überhaupt erst in der Lage war bzw. „gelernt habe“ länger als 20 Minuten am Stück zu schlafen. 

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Bist du nicht ~40? 

 

Was ich sagen wollte: mein Verhalten war zu „normal“, als das irgendjemand eine solche Vermutung aufstellen würde. 

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Am 13.4.2019 um 23:51 schrieb Hoellenhunde:

Dennoch ist es für mich enorm anstrengend und irgendwann überfordern mich die Reize. Ich kann sie nicht abstellen/ausblenden, ich kann sie nicht nicht wahrnehmen.

 

Und diese Überforderung führt dann schnell zur körperlichen Syptomen wie Schwindel, Kopfschmerz, Herzrasen ect.

Bei mir zumindest.

 

Trotzdem - wir sprechen ja hier eigentlich von Hunden - denke, ich, dass diese je nach Gewöhnung sehr gut auf

Durchzug stellen können. Aber ich denke das kommt auf den Hund an, das wird nicht jeder so können.

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vor 1 Minute schrieb Wilde Meute:

 

Und diese Überforderung führt dann schnell zur körperlichen Syptomen wie Schwindel, Kopfschmerz, Herzrasen ect.

Bei mir zumindest.

 

Trotzdem - wir sprechen ja hier eigentlich von Hunden - denke, ich, dass diese je nach Gewöhnung sehr gut auf

Durchzug stellen können. Aber ich denke das kommt auf den Hund an, das wird nicht jeder so können.

 

Über Hochsensibilität kann ich auch mitreden - leider, aber manchmal ist es auch ein Segen (man nimmt einfach mehr wahr, in der Natur ein Pluspunkt).

 

Ich denke auch, dass es bei Hunden individuell unterschiedlich ist. Emma mag keine lauten Geräusche und würde Operngesang garantiert sehr schlimm empfinden. Sie mag auch keine lauten Motorgeräusche. Dann wird sie unruhig, wenn sie sich nicht in eine stille Ecke flüchten kann. 

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Gerade eben schrieb Hoellenhunde:

Bist du nicht ~40? 

 

Was ich sagen wollte: mein Verhalten war zu „normal“, als das irgendjemand eine solche Vermutung aufstellen würde. 

 

Ja, bzw. ja fast, ich bin jetzt Mitte 40.

 

Ich war extrem - hmm, zurückgezogen nenne ich es jetzt mal, ein bissl in meiner eigenen Welt. Wollte nicht angefasst werden und - wie schon gesagt - nicht angeatmet. Wenn es irgendwo hin gehen sollte, wo größerer Trubel zu erwarten war (eine normale Familienfeier bei Oma konnte da schon ausreichen) wurde ich teilweise krank, also ich habe dann richtig hohes Fieber bekommen. Ich wurde dann schlagartig wieder gesund, wenn klar war, dass ich daheim bleiben darf. Bei mir ist dieses Bedürfnis nach körperlichem Abstand aber auch krass ausgeprägt.

 

Was dann bei mir gegen den Autismus sprach, war meine sehr ausgeprägte Fähigkeit "andere Menschen zu lesen", also z.B. Stimmungen in der Mimik abzulesen, Körpersprache. Tue ich gar nicht mal bewusst, aber konnte ich irgendwie schon immer, dadurch fällt es mir auch vergleichsweise leicht andere zu manipulieren (ist im Berufsleben durchaus hilfreich). Das ist für Menschen aus dem autistischen Spektrum ja gerade eher schwierig. Darum wurde ich dann letztlich einfach als eigenbrötlerischer Sonderling abgestempelt (mit "ungewöhnlichen Gehirnströmen", die wurden mal vermessen). Als hochsensibel diagnostiziert wurde ich erst im Erwachsenenalter, als meine Schlaflosigkeit so krasse Züge annahm, dass ich irgendwann einen Komplettzusammenbruch hatte. Heute habe ich gelernt damit umzugehen, gelte aber bei vielen immer noch als Sonderling... :ph34r:

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Sam kommt mit auf gemäßigte Partys ( also da, wie die Musik noch erträglich ist) und scheint in keinster Weise drunter zu leiden. Irgendwann pennt sie halt in einer ruhigeren Ecke. Lärm und viele Leute kann sie gut ausblenden, nur Buffets leider nicht... 

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