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Hundeforum Der Hund
Planlos

Hund aus Tierheim mit aggressivem verhalten

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Ja stimmt, das merkt sie sicher. Versuche mal, sie nicht als Gegner oder als Gefahr  zu sehen, sie lebt bei Dir und sie braucht Dich. Gibt es denn gar keine Situationen, wo Du sie einfach nur als ganz normalen Hund ansiehst? Bestimmt liegt sie doch auch manchmal einfach nur so da, oder? Solche Momente kannst Du nutzen, um Dich als ihr Freund und Verbündeter zu etablieren. Geh in einigem Abstand an ihr vorbei, lass einen Keks fallen und sag dabei ein bestimmtes, kurzes Wort Deiner Wahl. 

 

Wahrscheinlich musst Du das einige viele Male wiederholen, bevor sie es positiv verknüpft, Deiner Beschreibung nach ist sie sehr unsicher. Aber so hast Du die Chance, dass sie Dich als Freund kennenlernt und auf das von Dir gewählte Wort reagiert, welches Du dann als Abbruchsignal nutzen kannst. 

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vor 10 Minuten schrieb Planlos:

@Dog es ist für mich sehr schwer so etwas umzusetzen da ich das Gefühl habe, dass sie mich nicht als “rudelführer“ akzeptiert. 

Vergiss das. Du bist kein Hund. 

Ich habe das Gefühl, dass du an etwas veralteten Vorstellungen zur Hundehaltung festhängst, nicht böse gemeint. :-)

Versuche sie doch weniger als etwas zu sehen, dass du "bezwingen" musst und mehr als etwas, dass deine Hilfe braucht.Ich sehe das wie @Bimbam, suche nach einem guten Trainer, der positiv arbeitet. Für mich liest es sich, als sei dein Hund sehr unsicher, darauf mit Gewalt (und wenn es nur verbale ist) zu reagieren, macht alles schlimmer, das entwickelt dann eine sehr unangenehme Eigendynamik. Und nicht nur für dich, deiner Hündin geht es so auch nicht gut. 

 

 

 

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Dieses Rudelführerding vergiss bitte schnell wieder. 

Sie soll dir vertrauen, das erreichst du nicht über autorutäres Rudelführergedöns. 

 

Wenn ihr Sozialkompetenzen fehlen, dann ist es deine Aufgabe, ihr die nahezubringen. 

 

Wenn sie eh schon Angst hat und du noch bedrohliches Verhalten zeigst, durch lautes Schreien und Stampfen, machst du die Situation nur schlimmer und wenn sie dann schnappt, als letzte Konsequenz ist nur natürliches Verhalten. 

 

Fahr' dein eigenes Verhalten runter, werde rugiher, zeige ihr, dass die Situation nicht gefährlich ist. Sie macht das nicht, weil sie dich nicht respektiert, sondern weil sie Angst hat. 

Wenn du die Situationen kennst, in denen sie "austickt" reagiere vorher, indem du sie ablenkst, zu dir rufst und belohnst. Lerne, deinen Hund zu lesen, sie zeigt sicher Anzeichen von Stress, bevor sie "austickt" 

Reagiere dann gleich, bevor es eskaliert, mit super Leckerchen, oder tollem Spielzeug, was auch immer sie gut findet. Erst langsam, wenn es gut klappt, dann können die Situationen länger werden oder intensiver. 

 

Verfestigtes Verhalten ist oft schwer rauszubekommen. Das bedeutet viel Arbeit und Konsequenz, Achtsamkeit und Empathie für den Hund. 

 

Viel Kraft und Glück auf eurem Weg. 

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Dein Hund warnt dich vor einer vermeintlichen Gefahr und kommuniziert dieser sich fern zu halten,

Und was machst du?

Unberechenbar und tobsüchtig werden. Dein Hund hält dich dann für verrückt. Sei froh, dass sie sich davon nicht beeindrucken lässt und weiter kommuniziert- nichts Anderes ist Knurren/Fletschen.

Andere Hunde stellen durch solche bedrohlich wirken sollenden Anfälle nämlich das Knurren ein und wissen sich dann nur noch mit Schnappen und wenn das auch noch verboten wird nur noch mit Beissen zu helfen.

Also- steh' deiner Hündin bei, bleib ruhig, kommuniziere ihr ruhig, dass du verstehst, was ihr Sorge bereitet, dass du das für ungefährllich hältst und sag' ihr wie ihr zusammen damit umgehen könnt ("ah, ein Mann - danke, der arbeitet da nur -alles gut, komm' wir gehen mal an die Seite") und belohne sie davor , währenddessen und danach dabei. Mit steigender positiver Erfahrung kannst du irgendwann die Belohnung auf "danach" reduzieren.

Nimm' bitte einen Trainer, der mit positiven Methoden  wie dieser arbeitet und plane Zeit dafür ein.

Das funktioniert erst mit vielen positiven Erfahrungen besser, dafür lernt dein Hund dann nachhaltig, dass bestimmte Anlässe nicht bedrohlich sind- es nimmt nachhaltig den Stress, was den Hund wiederum weniger oft bei anderen Anlässen auslösen lässt und steigert euer Vertrauensverhältnis.

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Warum ist es so schlimm, dass dein Hund in die Leine beißt? Das macht meiner auch, ich spiele dann ein bisschen mit ihm und gut ist.

Wenn sie nach dir schnappt, könnte es sein, dass sie spielen will? Ein Spitz wird dich nicht gleich schwerst verletzten, wenn er dich einmal grob erwischt.

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@Planlos Hallo und willkommen hier im Forum.

 

du bist noch sehr jung und benötigst etwas Unterstützung, das liest man so aus deinen Zeilen.

 

Einige User haben es ja schon geschrieben, Dominanz und Rudel Führer hört man oft, führt aber nicht zum Ziel, auch wenn du als Teampartner evtl. Die Führung übernehmen kannst, besser gesagt, deinem Hund die Welt zeigen und ihm Partnerschaftlich zeigen was gewünscht ist und was eher nicht.

 

Das Ganze geht nur mit etwas Zeit, Lockerheit und dadurch baut ihr Vertrauen gegenseitig auf.

 

Vielleicht kannst du dir jemanden suchen, der etwas Erfahrung mitbringt, sowohl HH als auch Hund. Somit könnt ihr euch beide etwas orientieren und step by step lernen und zusammen finden.

 

Vielleicht ein Grundsatz, alles was mit Strenge, laut seit, schimpfen etc. Zu tun hat, führt nicht zum Ziel. Du hast bestimmt auch auf Durchzug geschaltet, wenn deine Eltern früher evtl. Mal gemeckert haben. Dein Hund benötigt Eindeutigkeit, Verlässlichkeit und Vertrauen. Zeig ihm alles, benenne es auch, wenn er was falsch gemacht hat, nimm es nicht so ernst, ist passiert, arbeitet weiter, wenn etwas klappt, auch wenn es nur etwas ganz kleines oder einfaches ist, Lob ihn. Also bestärkst du deinen Hund in allem positiven, bestrafst nicht das Negative, so werdet ihr zusammen wachsen.

 

Und immer positiv sein, nicht genervt sein oder negativ eingestellt sein, dass hilft nie.

 

Vielleicht konnte ich dir etwas helfen, bei Fragen, trau dich einfach, hier werden dir viele weiter helfen, sofern es so auf die Entfernung halt geht.

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Am 13.4.2019 um 22:36 schrieb Planlos:

@Lique es ist schwierig zu sagen, vielleicht ist etwas falsch machen auch nicht der richtige ausdruck, beispiel, ein lautes geräusch sie tickt aus, ein fahrrad fahrer oder jogger sie tickt aus, sie soll vom schoß runter sie tickt aus, wir wollen gassie gehen und sie beißt in die leine ich lass die leine los sie beruhigt sich, ich nehme die leine wieder aber so kurz dass sie nicht wieder rein beißen kann (trägt Geschirr) sie tickt aus, fremde leute kommen zu Besuch und stehen nur vor der verschlossenen haustür im hof sie tickt aus

 

Meine Hündin (Kosmi) ist aus Griechenland. Ich brauchte z.B. nur eine Tasche im Flur stehen zu lassen und schon ging die Post ab! Ich versuchte ihr dann zu zeigen das die Tasche Harmlos ist, durch anfassen der Tasche (in Ihrem beisein) etc.

Du hattest geschrieben das sie bei dir liegt... nutze diesen Moment um sie zu streicheln um sie so zu entspannen.

Ich denke sie hat einfach extrem Panik wenn sie Radfahrer und Jogger sieht.

Du darfst auch nicht vergessen, du weisst ja nicht was Ihr alles wiederfahren ist.

Äusserst wichtig ist das du ruhig und ausgeglichen bleibst, sonst gerät dein Hund wahrscheinlich noch mehr in Panik. Ich weiss das das nicht immer einfach ist.

Was du brauchst ist seeeeeeeehr viel Geduld und viiiiiiiiiel Liebe und dann wirst du sehen, dein Hund dankt es dir.

 

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Dieses "sie tickt aus", erinnert mich an meinen DSH Rammstein.

Er kannte in seinem vierten Lebensjahr nur das agressive Knurren,Verbellen und nach vorne gehen als Strategie .

Er setzt dieses konditionierte Verhalten immer ein, wenn er auf sich gestellt war und nicht wußte, wie er sonst handeln könnte.

Panik war das nicht!

 

Da hilft nur eine Umkonditionierung. Rammstein musste lernen, sich an mich zu wenden.

Ich als HH musste lernen, meinen Hund eine neue Verhaltensweise an zu bieten.

Ein Komm zu mir, nehme das Leckerli, mache Fuss/sitz usw.

Egal was, aber ich als HH mußte VOR dem Eintreten des "er tickt aus", die Situation erkennen und ihm eine andere Verhaltensweise anbieten.

Da habe ich erst mal einen Trainer suchen müssen, der passt .

Vom Geld will ich gar nicht erst reden.

Aber so konnte ich dem Hund und mir echt helfen.

Und diese Ruhe, Selbstsicherheit, wie @Buerste beschreibt, aus zu strahlen, ich musste mich sehr ändern.

 

Bedenkt, ein Hund, der sein Zuhause verliert, verliert Vertrauen zur Menschheit.

Irgend wann will  und kann er nicht mehr vertrauen.

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