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Hundeforum Der Hund
laraderdackel

Mit welchen Mitteln erzieht ihr?

Empfohlene Beiträge

vor einer Stunde schrieb Bable:

 Aversive Erziehung nach dem Lehrbuch schließt Belohnung aus, geht über reinen negativen Strafreiz und genau das passiert bei uns nicht.

Auch negative Strafe (Ausbleiben der Belohnung/Abbruch) ist aversiv  im Sinne von "Widerwillen erzeugen" und funktioniert über Frust, der je nach Ausführung aber auch als Herausforderung wirken kann, wie sich trotzdem noch an Belohnung gelangen lässt. Diese Möglichkeit zu geben finde ich bei negativer Strafe (nutze ich auch im Training) absolut wichtig. Der Frust darf dabei nicht die Erfahrung sein, die übrigbleibt.

Selbstverständlich darf man die Übungen nicht zu anspruchsvoll planen und muss sie der Reizlage anpassen- wenn der Hund zu überreizt ist kann man auch mit einem Sitz positiv auflösen, man muss in solchen Situationen nicht auf korrekte Ausführung der eigentlich geforderten Anweisung bestehen.

 

Allerdings finde ich das Heckklappenbeispiel eher nicht so repräsentativ. Da würde ich einfach "Warte" sagen  und das Warten belohnen. Im Alltag nutze ich negative Strafe nicht häufig bewusst, eigentlich brauche ich das nur zum Einüben - Apportieren zum Beispiel.

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Ich richte mich bei den Belohnungen im Training danach was beim Hund am besten ankommt.

"DOG"-matische Aussagen halte ich für komplett realitätsfremd, da alle meine Hunde

auf völlig unterschiedliche Motivationen angesprungen sind.

Wenn ein Hund, wie mein Spock, total auf Fressalien anspringt,

wäre man doch mit dem Hammer gekämmt, das nicht auszunutzen.

 

Niedlich, dieses Bild vom idealen Hund der 50 Tricks beherrscht,

in jeder Situation und unter jeder Ablenkung zuverlässig auf seinen Menschen hört,

selbstverständlich auch für ein Fürzchen in den Garten geht, und das alles für ein gehauchtes "Guter Hund".

 

Und an diesem Wettstreit, wer am super-allerwenigsten je aversive Signale einsetzt,

mag ich mich nicht so gern beteiligen.

 

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Mit quietschen (authentisch, freue mich ja),Lekkerlie .

Mit dem Auto  mach ich es im Grunde wie Babel. 

Die Bodenlenkrakete hat 1x gebraucht um zu verstehen das die Tür sich wieder schliesst. 

Ich mach keinen Wettbewerb mit 😎.

 

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Die Autoklappe haben wir genauso geübt, ging ratzfatz. Einiges anderes auch ähnlich. Schließt ja nicht aus, daß es dann Lob/Futter/was auch immer gibt. Mir egal ob das nun zu aversiv ist oder nicht. 

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vor 8 Stunden schrieb Bable:

Frage mich gerade nur, warum nie aufgeschrien wurde, wenn hier geschrieben wurde, dass bei Leinenzug stehen geblieben wird bis die Leine wieder locker ist ...

 

Wurde nicht? Dann wird es mal Zeit. Hiermit schreie ich auf.

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vor einer Stunde schrieb HansMueller:

Wurde nicht? Dann wird es mal Zeit. Hiermit schreie ich auf.

 

Wie würdest du es denn nicht-aversiv beibringen, wie der Hund aus dem Auto steigen soll?

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Nun verfolge ich meinen Beitrag schon einige Zeit.

 

Ich bin prinzipiell nicht darüber erfreut, wenn ich einen Wiederwillen erzeugen muss. Aber darum ging es mir auch gar nicht, Aversive Methoden würden nun hier schon zu genüge durchgekaut. Das wollte ich mit meinem Beitrag nicht wieder neu entfachen.

 

Manchmal ist ein Sitz oder Platz eben nötig in gewissen Situationen. Dies wurde positiv mit Leckereien aufgebaut.

 

Also man kann behaupten unsere erste Wahl ist immer positiv zu konditionieren.

 

Ein Beispiel wo es nicht anders ging, als es ihm konsequent aus dem Maul zu nehmen, war als er letztens ein skellet von einem größeren Tier angeschleppt hat. Da half nichtmal mehr Katzenfutter. Da hab ich ihn geschnappt und das Ding entfernt.

 

Manchmal geht es nicht immer nur freundlich zu bleiben. Ich bin auch nur ein Mensch mit Emotionen. Die ich gut im Griff habe, aber manchmal koche auch ich hoch und werde wütend. 

 

Ich war letztens auf auf einem Seminar, dort wurde mit der Leine nach dem Hund geworfen um „Druck“ aufzubauen. 

Der 1 Jährige Rüde war total verunsichert. Nicht meiner der war nicht dabei.

 

Da bin ich überhaupt auf das Thema gekommen.

 

Es ging um die Menschliche Körpersprache gegenüber dem Hund, es ging um Druckaufbau und das einladen des Hundes wieder zu kommen nach großem Druck. Als er dann den anderen Teilnehmern mit Hund dazu riet Hund auch am Fell festzuhalten, wars bei mir ganz vorbei, da musste ich dann was sagen.

 

Loki hasst es angefasst zu werden, es ist Stress für ihn und wäre auch kein Lob, eher Strafe. 

 

Jetzt bin ich doch abgeschweift. 

 

Hier ging es für mich konkret darum wie andere Mensch +Hund gespanne einzelne Kommandos aufgebaut haben. 

Eben weil es jeder anders handhabt.

 

Um mal auf eine konkrete Frage bezüglich des Kofferraums zu antworten. 

 

Ich habe ihm das bleib beigebracht aufgebaut mit leckerlie. Er kennt es schon sehr gut und führt es sehr gut aus, selbst wenn ein Ball an ihm vorbeirollt. 

 

Wenn der kofferraum aufgeht sage ich schon bleib und mit einer Handbewegung lade ich ihn ein diesen gesittet zu verlassen.

 

 

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vor einer Stunde schrieb Laikas:

 

Wie würdest du es denn nicht-aversiv beibringen, wie der Hund aus dem Auto steigen soll?

 

Kommt diese Frage immer schon reflexiv?

 

Einfach mal kreativ sein und die Situation VORHER verhindern, in der der Hund den Fehler macht...

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vor 18 Minuten schrieb laraderdackel:

Um mal auf eine konkrete Frage bezüglich des Kofferraums zu antworten.

Ich habe ihm das bleib beigebracht aufgebaut mit leckerlie. Er kennt es schon sehr gut und führt es sehr gut aus, selbst wenn ein Ball an ihm vorbeirollt.

Wenn der kofferraum aufgeht sage ich schon bleib und mit einer Handbewegung lade ich ihn ein diesen gesittet zu verlassen.

 

Das Spazierengehen ist ja ein riesengroßer Reiz. Was machst du, wenn dein Hund das Kommando dann im Auto vergisst und einfach nur raus will und doch drängelt? Hinderst du ihn nicht daran? Oder fährt er nicht im Kofferraum mit, solange er das Bleib nicht absolut sicher beherrscht, also sehr, sehr langsam auftrainieren?

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Also ich hab nebenbei an der Leine “Warte“ geübt und das aufs Auto übertragen. 

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