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Rückenmarksinfarkt nach Bandscheiben OP — Euthanasie

Empfohlene Beiträge

Liebe Hundefreunde,

ich habe bereits vor einer Weile einen Beitrag zu unserer Mopshündin verfasst. Damals ging es um einen Rückenmarksinfarkt und div. Medikamente die Laila nach der Bandscheiben OP erhalten hat. Nun wende ich mich nochmal an euch und würde gerne eure Erfahrungen bzw. Ratschläge hören. Es wird ein langer Text...

 

Laila ist 8 1/2 Jahre alt und wurde Anfang März an ihrem Bandscheibenvorfall operiert und hat zwei Tage nach der OP einen Rückenmarksinfarkt erlitten. Sie konnte nach dem Infarkt nicht mehr aufstehen und hat keinen Urin oder Kot abgesetzt. Wir sind sofort wieder zu unserem Arzt und nach stationärem Aufenthalt bekam sie eine Weile weitere Medikamente die wir langsam absetzten. (Cortison und Durchblutungstabletten - Karsivan). Kurz vor Ende der Medikamentengabe bekam sie eine Blasenentzündung. Sie musste sehr oft Urin absetzen und wurde zunehmend immer schwächer. Lief wieder gekrümmt und mit Katzenbuckel wie vor der OP. Wir erhielten daraufhin 10 Tage lang Antibiotika und Schmerzmittel und es ging ihr gegen Ende endlich besser. Der Gang blieb aber. Wir vermuten das sie während der Blasenentzündung wieder einen Infarkt erlitt, denn sie stand trotz ständigem Urinlassen abends nicht mehr auf und der Ablauf war sehr gleich wie beim ersten Mal nach der OP. Unterschied — sie stand morgens wieder auf, aber lief dann auch weiterhin schlechter. Sie wurde zunehmend schwächer. Wir waren öfters beim Arzt, der schon anfangs feststellte, nach dem ersten Infarkt, dass sie nicht nur hinten Probleme hätte (aufgrund des Bandscheibenvorfalls) sondern auch vorne an den Beinen, aufgrund des Infarkts. Wir sind dann nochmals zum TA da wir uns mit dieser Situation so nicht abfinden konnten. Physio wurde nicht für notwendig gesehen, weshalb wir nur ein paar Übungen Zuhause gemacht haben. Die Übungen haben wir eingestellt, als Laila auch noch an der Blasenentzündung erkrankt ist, außerdem war der Arzt in Bezug der OP zufrieden mit ihr und ordnete deshalb keine Physio an. Beim vorletzten Termin wurde uns gesagt, dass sie sich sehr schwer vom Infarkt erholt. Bandscheiben OP war hier nicht mehr das Thema, denn das wäre alles gut verheilt. Außer die Wunde. Die bekam bis heute keine Haare mehr, auf Grund das der Körper mit etwas anderem beschäftigt sei. Man müsste es weiter beobachten. Beim letzten Termin ging es ihr weiter immer schlechter und stand auch nur noch mittlerweile zum Urin lassen und Trinken auf. Essen nahm sie nur noch von der Hand. Sie war schon lange nicht mehr lebenslustig wenn ich so alles Revue passieren lasse... und sie war immer eine aktive, überall dabei, manchmal total überdrehte Maus. 

Unser TA sagte, dass es keine Lebensqualität für sie sei, sie hätte keine ersichtlichen Schmerzen, aber es sei so einfach nicht gut für sie. Am nächsten Tag hatten wir einen Termin bei unserem alten TA im alten Wohnort und ohne voreingenommen zu sein, haben wir ihm alles erzählt, den Behandlungsplan mitgeteilt usw., er sah es leider genauso und teilte uns mit, dass es besser sei sie bald zu erlösen, so traurig es sei.

 

Mit diesen beiden Informationen bzw. Feststellungen sind wir dann noch selber zu einer Physiotherapeutin gegangen, die sehr schlecht zu finden war, da es diese hier vor Ort kaum gibt. Sie wollte es mit Laila versuchen und sie versuchte die Gelenke zu mobilisieren und machte Matrix-Rhtymus-Massage bei ihr. An den Hinterläufern gab es leichte Reaktionen, vorne aber nicht wirklich. Am nächsten Tag nach dem 1. Mal Physio konnte sie nicht mehr aufstehen. Und so ist es bis heute geblieben. Das ist ca. eine Woche her. Sie setzt nun im Liegen Kot und Urin ab und kann nicht mehr selbstständig trinken, sowie essen (das ging davor ja auch schon nicht). Sie schläft die meiste Zeit und mittlerweile seitdem sie nicht mehr aufstehen kann, macht sie sich am Tag und Nachts mit hohem Bellen bemerkbar, dass wir ihr helfen. Wir legen sie dann um, säubern sie, wenn sie gemacht hat und sind bei ihr. Wir machen weiterhin das Mobilisieren der Gelenke daheim, versuchen sie aufzustellen und wir waren auch noch ein zweites Mal bei der Physio, die uns aber auch nicht wirklich mehr viel Hoffnung machen konnte. Manchmal versucht sie hinten hochzukommen, wenn sie Urin absetzen muss, aber nur manchmal und nur beim Urin absetzen, außerdem ist sie auch noch ganz klar im Kopf. Sie reagiert mit den Augen auf alles, fühlt sich angesprochen, wenn man mit ihr spricht,

kann den Kopf aber auch nicht mehr bewegen, weder heben noch drehen. Vorne ist alles schwach und kraftlos am Körper...

 

Wir haben nun einen Termin zur Erlösung — diese Woche. Aber wir wissen nicht ob es das richtige ist. Haben wir nicht alles versucht? Gibt es noch etwas? Gibt es jemanden mit solchen Erfahrungen? Gibt es jemanden mit einem Tipp? 

 

Bitte schreibt mir, falls ihr etwas dazu sagen könnt. Danke!

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Gibt es berechtigte Hoffnung auf ein fröhliches Leben für deinen Hund?  

 

Wenn nicht würde ich dem Ratschlag des TA folgen. Leiden ist sinnlos.

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Berechtigte Hoffnung? Hoffnung habe ich immer gehabt. Ich habe es gehofft. Bisher jeden einzelnen Tag. Aber berechtigt... man klammert sich halt an jeden einzelnen Halm. Besonders weil sie noch klar im Kopf ist und es vielleicht Möglichkeiten geben könnte... deshalb habe ich auch gehofft hier noch ein paar Erfahrungen/Ratschläge zu bekommen. Abschied nehmen tut man ja nicht einfach mal so, nebenbei... man setzt alles daran, das es noch einen Weg gibt. Aber mit deinem Satz bzw. der Frage hast du Recht.

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Ihr könnt euch wirklich nicht vorwerfen, ihr hättet nicht alles versucht, oder zu schnell entschieden. Ein Hund hat in diesem Zustand, wie du ihn beschreibst, meines Erachtens keinerlei Lebensqualität mehr, und nach der Krankengeschichte auch keine Aussicht auf das Wiedererlangen einer lebenswerten Situation. Der Schritt, selbst loszulassen und das Tier zu erlösen, benötigt meistens mehr Kraft und Stärke, als es immer weiter zu versuchen und somit das Leiden unnötig zu verlängern. Bitte erweist eurem Hund diesen letzten Dienst und begleitet ihn auf seinem letzten Weg! Alles Gute für euch 

 

Edit: gerade WEIL der Hund noch klar im Kopf ist, ist es für ihn umso schlimmer, in dieser Situation"gefangen"zu sein

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Das ist ganz furchtbar aber das ihr nicht alles versucht habt...ich denke rein faktisch weißt du, dass das Quark ist. Ihr habt die OP durchgeführt, euch eine zweite Meinung eingeholt, ihr habt sie gepflegt und gehegt...dennoch geht es der Maus nicht gut. So sehr wie man es manchmal will und so gut die medizinische Versorgung auch ist, so sehr man sich Wünscht, dass alles gut wird...manchmal ist die Antwort des Schicksals trotzdem einfach "Nein".

So hart und ungerecht das auch ist. Ihr habt alles getan was man mit Geld kaufen kann. Es tut mir unwahrscheinlich leid und ich wünsche euch viel kraft.

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Lass das Tier mit wenigstens noch Restwürde einschlafen.

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Wenn es keine Aussicht auf Besserung gibt - und so, wie Du schreibst, gibt es diese Aussicht nicht - würde ich selbst so nicht leben wollen und dies auch keinem meiner Tiere wünschen, sondern schweren Herzens Abschied nehmen. Wenn das Leben keine Lebensqualität mehr bietet, dürfen unsere Vierbeiner wenigstens in Würde einschlafen.

Ich wünsche Dir viel Kraft ❤️

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Es tut mir sehr leid....:( 

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Danke für alle eure Nachrichten! 

Wir haben nun schweren Herzens entschieden den Termin für heute Abend zu belassen und unsere kleine Maus über die Regenbogenbrücke gehen zu lassen. Ich habe die Hoffnung bis zum Schluss nicht aufgegeben, dass man ihr irgendwie helfen kann, aber das Schicksal meint es nicht gut mit uns. Ihr habt alle so Recht mit euren Kommentaren und vielleicht habe ich das auch gebraucht. Sie soll nicht länger leiden und es ist eh schon viel zu lang. Ich will ihr alles andere ersparen, auch wenn ich sie so schrecklich vermissen werde. 

 

Danke an alle!

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Ich wünsche dir für diesen Gang ganz viel Kraft. Deiner Maus erweist du damit den ultimativen Liebesbeweis. Ich denke an euch.

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