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Hundeforum Der Hund
Fiona01

Kopfkino - was macht ihr, wenn das Gedankenkarussell kreist!

Empfohlene Beiträge

Hallo ihr Lieben,

 

vielleicht kennen das hier auch so einige, wenn man unterwegs ist und auf einmal kommen negative Gedanken hoch, z. B. 

 

- was ist, wenn jetzt Hund xy um die Ecke kommt, den ich durch schlechte Sichtverhältnisse gerade nicht sehen kann und es Stunk geben könnte?

- Wild aus dem Wald bricht und mein Hund geht dem nach?

- ein Jogger, Fahrrad o.ä. von hinten naht, der Hund im Freilauf ist und den Jogger o.ä. stellt?

 

oder oder oder!

Logisch übt man solche Baustellen, so sie denn zu üben sind, oder leint halt an, aber das sind auch wirklich nur fiktive Beispiele, die mir gerade so eingefallen sind.

 

Was macht ihr dann, um negative Gedanken zur Seite zu stellen?

 

Darauf komme ich, weil meine Gassibekannte oft solches Kopfkino im Kopf hat, was sie zum Teil natürlich auch hemmt, denn so kommen ja auch Ängste hoch. Zudem "scannt" sie auch die Umgebung permanent. 

 

Ich weiß noch, als meine Hunde frisch bei mir waren und ich noch unsicher war, wie sie reagieren könnten, dass ich manchmal auch diese Gedanken im Kopf hatte. Ich habe dann versucht, innerlich ein Lied zu trällern, Spiele mit meinem Hund zu spielen oder wir trainierten dann eine Sache, um uns abzulenken.

Insgesamt bin ich aber auch eher ein zuversichtlicher Typ Mensch. :)

 

Meiner Bekannten versuche ich natürlich auch zu helfen, indem ich ihr gut zurede, ihr einige Dinge auch ausrede, oder indem wir, der Minos und ich, ihr durch unsere Anwesenheit auch Sicherheit geben. Zudem hilft es auch, das sie über die Zeit und gleiche Erfahrungen sicherer wird.

 

Wie geht ihr so etwas an? :) 

 

 

 

 

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Übersichtliche Orte auswählen und rechtzeitig ankündigen/austauschen im Zweifelsfall anleinen. Die Gedanken sind beim Hund- die können gar nicht negativ sein.

Bei plötzlichen Situationen verfolge ich einfach nur den Plan: Hund beruhigen , Alternativverhalten, fertig. An der Leine gar kein Problem, beim Freilauf im Dunkeln darf man einfach nicht aus der Übung kommen, dann baut man auch keine Hemmungen auf.

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Ein schönes Thema, aber ich möchte hierzu nicht der erste sein.

 

so viel jetzt, ist es denn nicht das Ziel diese innere Ruhe und Verlässlichkeit für sich zu finden?

 

Ich habe diese Gedanken nicht, oder vielleicht auch nicht mehr, ich sehe alles immer positiv, ist aber auch eine lange Entwicklung denke ich die durch ganz viele kleine Erfolge so entsteht.

Ich bin mir heute halt sicher, das mein Hund in der Nähe ist, ich muss mich nicht umdrehen. Ich warte aber mal noch auf andere Statements, denn das ist ja so oft mein Thema, dass der Mensch den Hund oft verunsichert, dadurch Eindeutigkeit und Selbstsicherheit fehlt. Hier muss ich ja dann in keinster Weise mit dem Hund arbeiten, sondern mit dem Menschen eher.

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- Ich versuche, mich darauf zu konzentrieren, dass der Hund eigentlich ja gerne mit mir lebt und auch selbst den Wunsch hat, bei mir zu sein bzw. schlimmstenfalls wiederzukommen (Thema Wild)

 

- Bei Hundebegegnungen war ich früher unsicher, da hab ich mich darauf konzentriert, wie viele es schon gab, die positiv bzw. neutral verliefen. Und darauf, dass es selbst bei Stunk eine weite Skala gibt, auf der Mord & Totschlag nur das obere Ende ist.

 

Also im Prinzip Faktencheck.

 

Müsste ich befürchten, dass mein Hund im Freilauf zB Jogger stellt, gäbe es bei mir keinen Freilauf. 

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Ich höre in der Regel auf mein Bauchgefühl, denn oft genug hat es Recht. Im Zweifelsfall halt an die 5m Schlepp, stört sie deutlich weniger, als wenn ich nervös bin und ggf falsche Signale aussende. Positiv überraschen lasse ich mich doch gerne :)

 

Heute, stand sie in einer uneinsichtigen Kurve ich fummelte an der Kamera rum, natüürlich kam ein MTB Fahrer angebraust (der einzige Mensch, der und auf der 6km Tour begegnete), und bretterte mit Gruß 1m neben Lotti vorbei, und was war ? Sie hat ihn komplett ignoriert.

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Schönes Thema.

 

Ich scanne auch permanent. Das muss ich. Aber mittlerweile bin ich nicht mehr so gestresst. Ich scanne nicht mehr aus Angst, sondern damit ich ihn vorbereiten kann. Ist er im Freilauf und werde ich unsicher wegen anderer Hunde, leine ich sofort an. Denn er merkt den Stress und ist dann selbst unentspannt und weitet seinen “Aktionsradius“ aus.

Bei Wild bin ich da nicht so, wenn keine Straße in der Nähe ist. Ich bin zwar vorsichtig, aber ich weiß, dass er nie “weg“ wäre. Also ist mein Stresslevel niedrig.

 

Wo ich mich mittlerweile in den Griff kriege, sind Hundebegegnungen, die ich voraussehe. Mir hilft das Umklipsen von Geschirr auf Halsband. Ich lasse schon die doofen Gedanken kurz zu und schalte dann bewusst um. Gelingt mir das nicht (selten), drehe ich um. Ansonsten sehe ich die Situation als eine gute Übung an, die wir auf jeden Fall schaffen. :)

 

Wo ich mich nicht im Griff habe, sind aufgedrängte Hundekontakte, weil wir da dank Kinderwagen nicht schnell wegkommen. Achja und in der Bahn ist auch doof. 

 

Der schlimmste Gedanke war früher immer “Oh Gott, was mögen die Leute denken?“ 

Das habe ich jetzt noch manchmal. Aber ich lebe mit Femos Macken. Die zeigt er bevorzugt bei Forentreffen: Phoebe fressen wollen, Sunny erschrecken, Tito auf den Sack gehen, Suhnas Plüschpopo traktieren. Ganz neu: Femo, ein Hund mit dem man Pferde stellen kann. 

 

Es härtet irgendwie für den Alltag ab. 

 

 

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Wenn man das Innere nicht ändern kann, kann man vielleicht das Äussere ändern.

 

Zum Beispiel an anderen Orten spazieren, zu anderen Zeiten, so dass sie auf diesen Runden nicht mehr denen begegnet, vor denen sie Angst hat. Wenn sich die Nerven etwas erholt haben, wieder in den gewohnten Gebieten spazieren.

 

Falls der Hund andere Hunde anbellt, könnte man jene Halter auch fragen, ob es sie oder deren Hund wirklich stört. Wenn die einen gelassenen Hund haben ist es vielleicht egal, aber der andere HH weiss, dass man sich darum kümmert.

 

Immer daran denken, auch andere haben mal Probleme, man sieht es vielleicht nicht, aber sie wissen es 

 

Sorgen was die anderen denken? Ich glaube, die meisten sind gnädiger als man denkt. Ich habe oft etwas Mitleid oder bin froh, dass es in diesem Moment nicht meine ist, die kläfft :D

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vor 44 Minuten schrieb Lique:

- Ich versuche, mich darauf zu konzentrieren, dass der Hund eigentlich ja gerne mit mir lebt und auch selbst den Wunsch hat, bei mir zu sein bzw. schlimmstenfalls wiederzukommen (Thema Wild)

 

- Bei Hundebegegnungen war ich früher unsicher, da hab ich mich darauf konzentriert, wie viele es schon gab, die positiv bzw. neutral verliefen. Und darauf, dass es selbst bei Stunk eine weite Skala gibt, auf der Mord & Totschlag nur das obere Ende ist.

 

Also im Prinzip Faktencheck.

 

Müsste ich befürchten, dass mein Hund im Freilauf zB Jogger stellt, gäbe es bei mir keinen Freilauf. 

🤨Dabei ist das Gefährdungspotential eines jagenden Hundes ausser Sichtweite doch größer als das eines bellenden  im Einwirkradius? Weil du meinst dass sich Befürchtungen und Unsicherheit ungut verstärkend auswirken könnten?

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Ich habe mir von anderen Hundehaltern abgeschaut, mich und meinen Hund immer lautstark kommentierend in eine vermeintliche Opferrolle zu bringen.

Mein Hund stellt Fahrradfahrer?- du arme Maus, hat der dir Angst gemacht? 

Hund hetzt Katzen? - Das arme Tier hat ein Trauma! Wer hat denn die Katze hier freigelassen! 

Hund springt Leute an? Die kommt von der Straße! Die musste zusehen, wie sie an Futter kommt! 

 

Das ist natürlich überspitzt ( und der Hund ist bei weitem nicht so schlimm) aber ich habe das so ähnlich tatsächlich bei anderen Hundehaltern beobachtet und habe für mich mitgenommen, dass ich auch einen wütend kläffenden oder jagdgeheul anstimmenden Hund mit "na du musst doch keine Angst haben, ist doch alles gut!" Kommentiere. Der Hund hört eh nicht zu, aber man tut dann was und alle anderen Menschen sind froh darüber, dass man was tut.

 

Generell kann ich mich gut beruhigen, wenn ich mir das schlimmstmögliche Szenario vorstelle und dann einen Plan entwickle, damit umzugehen (der Hund läuft weg und kommt nicht wieder! > Hund bei Polizei als entlaufen melden -> tasso anrufen -> andere Leute in der Umgebung befragen -> bekannte Hundebesitzer um Hilfe bei der Suche bitten, X zuerst, weil X arbeitet ja eh nur am Wochenende und hat unter der Woche Zeit...) 

 

 

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vor 16 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

🤨Dabei ist das Gefährdungspotential eines jagenden Hundes ausser Sichtweite doch größer als das eines bellenden  im Einwirkradius? Weil du meinst dass sich Befürchtungen und Unsicherheit ungut verstärkend auswirken könnten?

Kommt drauf an für wen oder was und auf den Hund. Mein jagender Hund würde auch ohne mich nie zu Menschen gehen. Ich weiß halt noch, wie sich das als Nicht-Hundemensch anfühlt, gestellt oder aus nächster Nähe angebellt zu werden. Das ist einfach nicht meins, ich für mich persönlich (!) werde auch nie einen Hund mit entsprechenden rassebedingten Tendenzen haben. Ich räume also ein, bei dem Thema bin ich nicht so ganz neutral. 😉

 

Am Ende gilt es aber für die Jagd auch, kommt das öfter vor, bleibt er an der Leine. 

Also leine ich nur in den Szenarien ab, in denen ich mir rational sagen kann, dass normalerweise nichts passiert. Es geht ja hier um Befürchtungen. 

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