Jump to content
Hundeforum Der Hund
Andreas8822

Hund rastet bei bestimmten Hunden völlig aus

Empfohlene Beiträge

Hallo,

wir haben seit gut einem Jahr eine (jetzt) 1,5 Jahre alten Mischlingshündin aus einem Rumänischen Tierheim. Genaue Rasse ist unbekannt.

Wir haben viel getan und sie ist mittlerweile ein sehr gutes Tier, ist aber mit unter auch Impulsiv. Auf mich hört sie zwar weitgehenst, wenn sie aber was "interessanteres" sieht, dann ist sie auch schon mal auf dem Weg dorthin, kommt dann aber auch wieder zurück, wenn sie "genug" hat (oder merkt, dass sie den Anschluss verliert). 

Also kurz gesagt; Noch viel Verbesserungsmöglichkeiten, aber im Prinzip schon gut. 

 

Wir haben ein eingezäuntes Grundstück auf dem sie frei laufen kann. Vorbeigehende Leute und Hund "begrüsst" sie meistens mit einem heulenden Kläffen. Das hört meistens auf, wenn sich der Besuch "nähert" oder eben auch nicht, bzw. wir dann nach draußen gehen und sie zur Ruhe ermahnen, oder die "Klapperkiste" nutzen. 

 

Es gibt allerdings auch drei oder vier Hunde in der Nachbarschaft, da dreht sie völlig ab, wenn diese vorbei kommen. Da jagt sie zum Zaun und wird richtig aggressiv. Einmal ist sie sogar "versehentlich" unter dem Zaun durchgebrochen und stand ziemlich belämmert vor dem Zaun und wollte wieder rein, drinnen hat sie dann weitergekläfft. 

Die anderen Hunde sind da ganz unterschiedlich. Da ist zum beispiel ein Golden Retriever, der macht überhaupt nichts. Interessiert sich gar nicht für unsere. Zwei Jack Russel Terrier sind meistens ebenfalls wenig interessiert. Manchmal kläfft einer der beiden zurück, hört aber auch Frauchen. Und dann ist da noch eine Terrierdame (keine Ahnung was für eine Art), die dann auch gerne ordentlich mit keift. 

 

Ich kann den Hund dann meistens ein wenig beruhigen. Ich habe auch letztens auch mal den Versuch unternommen nach draußen zu gehen und die anderen Hunde zu streicheln - die auch sehr zahm und lieb sind. Bei den Jack Russel hat sie doof geguckt, bei dem Terrier hat sie normal weiter gebellt. 

 

Meine Freundin hatte heute eine unangenehme Begegnung mit dem Terrier und dem Retriever und da konnte sie sie bald kaum noch halten und danach war sie auch mit der Leine nicht mehr zu führen, hat gezogen (was sie aber sowieso viel zu häufig macht - ist aber auch schon besser geworden) wie verrückt und es war sehr anstrengend. 

Meine Freundin hat Angst, dass sie sich mal irgendwann losreisst und was anstellt. Wir haben z.B. einen fiesen Schäferhund, der als Wachhund auch eine gewisse Aggressivität mit sich bringt - genau wie der Besitzer. Da möchte ich dann ungerne einen Konflikt (bzw. noch mehr als bisher). 

 

Wir überlegen jetzt, ob uns ein "Personal Trainer" mal helfen kann, bei dieser speziellen Sache, denn wir wissen ehrlich gesagt nicht mehr was wir machen können. 

Also solche Spirenzchen wie mit Leckerchen ablenken oder Spielzeug, Stöckchen und dergleichen, kann man in dem Moment vergessen. Auch das "treten in die Seite" hilft da nichts. Sie ist total auf den anderen Hund fixiert. Wir schauen häufig diese Hunde-Trainer-Sendungen im Fernsehen, wo auch hin und wieder mal solche Probleme beschrieben werden. Da braucht der Trainer meistens nur einmal leicht in die Seite zu stossen und schon gehorcht der Hund wieder. :D

Naja.. Hilft jedenfalls nichts. Vielleicht habt ihr hier ja noch ein paar Tipps was man mal versuchen könnte. 

 

Vielen Dank

20180616171755__MG_3620.JPG

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

AIAIAI.... ein guter Trainer ist sicherlich für viele Bereiche nicht verkehrt, und zwar einer der ohne Gewalt arbeitet, damit machst du es nämlich nur schlimmer. Auch das Geklapper mit der Dose wird eine! der Ursachen für das Verhalten sein, denn du verstärkst damit die negative Emotion, auch wenn sie dann "kuscht" erreichst du im Grunde genau das Gegenteil. Sieh das mal aus Hundesicht: Wenn Fremde Hunde am Zaun sind, ist das unangenehm, vielleicht brüllt der Mensch dann (AUCH) rum oder tut mir weh -also müssen die vertrieben werden! Hunde sind da sehr einfach gestrickt und wissen nicht, was "Gehorsam" ist, vor allem aufgeregt fühlen und handeln sie, ohne "nachzudenken". Wenn ihr dann Aggressiv ihr gegenüber seid, verbindet sie das nicht mit ihrem Verhalten, sondern mit dem Auslöser- in dem Fall dem anderen Hund, was langfristig das Verhalten verstärkt, der Hund da wird nch doofer. Werdet ihr laut, genau wie sie selber, wird sie das erstrecht darin bestärken, das Lautsein in der Situation das Richtige ist, denn ihr macht es ja vor/mit! "Dummerweise" gehen die Leute ja weiter, für sie macht es dann den Eindruck, als habe sie sie vertrieben, d.h. sie erreicht damit genau das was sie erreichen will, die sollen da weg.

 

Territoriale Aggression ist jetzt erstmal ein aus Hundesicht völlig richtiges Verhalten, je nach Rasse auch stärker genetisch verankert. Die Strafe wird sie also niemals damit verbinden können.

 

Wenn du das unterdrückst, kommt es an anderer Stelle wieder stärker durch -z.B. an der Leine. Ihr müsst im Grunde lernen, es zu lenken und nicht zu "unterbinden", und zwar dann, wenn sie noch nicht so aufgeregt ist, das "nichts" mehr ankommt, denn dieses Verhalten beginnt nicht erst, wenn sie am Zaun tobt, sondern im Grunde schon, wenn sie den Zaun beobachtet oder schon leise wufft (sog. melden) .

 

Aus Hundesicht ist ein Melden, eine Aufforderung an euch, die Situation zu beurteilen und zu handeln oder Entwarnung zu geben, wenn ihr sie dafür bestraft verspielt ihr sehr viel Vertrauen. Ich mache es z.B so, wenn meine ebenfalls sehr territoriale Hündin meldet, selbst wenn ich nichts höre, tue ich so also ob - also ich kümmere mich für sie gut sichtbar- und dann seuftze ich entspannt vom Ausdruck her ala "Ach so!, ach DAS ist aber harmlos, danke fürs Bescheid geben". Dazu sage ich immer: "Alles gut", oder Alles ok, oder eben den Namen der Person die sie gehört hat ( z.B.Nachts meine Kinder die zum Klo gehen etc) und dann beruhige ich sie durch streicheln. in 90% der Fälle ist sie damit dann zufrieden. 

Man kann negative Emotionen nicht mit positiven verstärken. Und hier geht es um Emotionen, nicht um dressiertes Verhalten.

 

Auch lasse ich meine Hündin nicht im Garten alleine (zumindest in dem Teil, wo der Zaun zum Wanderweg ist) wenn sie da hinlaufen wollen dann rufe ich sie sofort freundlich ab, bevor es da "spannender" als ich wird, sind sie bei mir, große Party. Klar drehen die dann auch schnell nochmal ab, um die Halloparty nochmal zu haben, aber dann ist der Hund schon weg :P

 

 

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Es sind immer die anderen Schuld.
Gewöhne doch einfach deinem Hund das Verhalten ab.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@Andreas8822 Ganz wichtig, vergiß sämtliche Hundetrainer, die du jemals im Fernsehen gesehen hast, die taugen zu 99% alle nicht. Es gab wohl mal eine britische Hundetrainerin auf Sixx, deren Methoden in Ordnung waren, Namen weiß ich leider nicht. Alle anderen sind nicht im Fernsehen, weil sie gut sind, sondern weil sie sich gut verkaufen lassen. Leinenrucke, Hund nieder ringen, treten ist nun mal spektakulärer als z.B. ein Hund, der genug Abstand zum auslösenden Objekt hat, Schritt für Schritt reicht dafür immer geringere Distanz und für Laien kaum eine sichtbare Reaktion zeigt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 13 Minuten schrieb Zurimor:

vergiß sämtliche Hundetrainer, die du jemals im Fernsehen gesehen hast,

 

Och, ich habe vorhin mal wieder „Der Welpentrainer“ gesehen. Abgesehen von dem „straffen Programm“, das den geneigten Welpenhalter etwas frustriert zurücklassen könnte, weil sein Hund nicht die (aus Zuschauersicht) vermeintlich schnellen Fortschritte macht, ein sehr angenehmer Kontrast zum Rest der Fersehtrainer-Zunft (und zu einem großen Teil der Hundetrainer im realen Leben).

 

Aber was diesen Thread angeht: Findet Ihr nicht, dass da etwas zu viele „Trigger“ drin sind...?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@KuK Ich schrieb ja 99%, den Welpentrainer kenn ich noch nicht. Einzige mir bekannte Ausnahme ist jene britische Hundetrainerin, falls jemand den Namen kennt immer her damit. ;)

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Wenn der Hund am Zaun bellt, reinrufen, Keks, Auszeit für10min oder so. Der Hund wird bald merken, dass auf Gekläffe rein müssen folgt.

Andere Hunde würde ich in so einer Situation nicht streicheln.

 

Beim spazieren schon gar nicht zulassen, dass der Hund fixiert. Früher reagieren. Falls das mal nicht geht, der Situation ausweichen.

 

Wie 9ft hat der Hund die Möglichkeit andere Hunde zu treffen, mit ihnen zu spazieren, ohne Leine?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@Andreas8822 habt ihr sonst Hundekontakte, oder nur so am Zaum und Grundstück?

 

Kennt euer Hund freies laufen mit Artgenossen?  Ohne das der Mensch hier so viel macht und eingreift, hündische Kommunikation halt!

 

Schon mal versucht oder daran gedacht?

vor 12 Stunden schrieb Andreas8822:

Da braucht der Trainer meistens nur einmal leicht in die Seite zu stossen und schon gehorcht der Hund wieder.

 

und das sieht leider nur im Fernsehen so aus, vergiss das mal, auch wenn ich nicht teile, dass 99 % da schlecht ist, aber einiges schon und das Problem ist, dass der normale Hundehalter, darunter zähle ich mich auch, das sehr schlecht einschätzen kann was hilft und was eher kontraproduktiv ist. Es gibt kein Patentrezept.

 

Zeigen und benenenn ist aber ein Stichwort. Meine Hundedame darf auch anzeigen, sie bellt allerdings eher weniger. Dann gehe ich hin, lob sie dafür und teile ihr mit, alles gut, ich übernehme jetzt die Situation, du brauchst nicht mehr aufzupassen etc.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Viele Hunde gebärden sich wie wild hinter einem Gartenzaun, wenn ein Hund vorbeigeht.

Begegnet man ihnen draussen, sind sie oft ganz ruhig.

 

Und ich glaube, jeder Hund hat ein paar Artgenossen, die er einfach nicht leiden kann.

War zumindest bei meinen so.

 

Ich glaube, da muss man einfach damit leben, mach dir nicht zuviele Gedanken.

Je ruhiger du bist, umso ruhiger ist der Hund!

Übrigens ein sehr Süsser! 😀

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 16 Stunden schrieb KuK:

 

Och, ich habe vorhin mal wieder „Der Welpentrainer“ gesehen. Abgesehen von dem „straffen Programm“, das den geneigten Welpenhalter etwas frustriert zurücklassen könnte, weil sein Hund nicht die (aus Zuschauersicht) vermeintlich schnellen Fortschritte macht, ein sehr angenehmer Kontrast zum Rest der Fersehtrainer-Zunft (und zu einem großen Teil der Hundetrainer im realen Leben.

 

Da mach ich mal einen eigenen Thread zu auf 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×
×
  • Neu erstellen...

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.