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Hundeforum Der Hund
derseb

Wo liegt der Fehler?

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vor 4 Minuten schrieb Juline:

 

Was heißt hier "nicht sinnvoll" genau?

Nicht mit ihren eigenen hündischen oder individuellen Interessen konform gehend?

 

Soll man denken, dass ein Hund, dem aus Entfernung ein "Platz" oder ein "geh auf die Seite" zugerufen wird, weil ein Auto kommt, vor das er nicht laufen soll, den Sinn hinter diesem Befehl erkennt?

So ungefähr: ah, ich soll mich legen, damit ich nicht mit dem Autro kollidiere?

Wäre er zu dieser Leistung fähig, würde er das dann nicht bei jedem herannahenden Auto auch ohne Befehl, also selbständig tun?

 

Dass ein Kommando "Sinn" für den Hund ergibt, würde voraussetzen, dass er die Zusammenhänge und Gründe versteht. Ich schwanke, ob ich Hunden diese Form von Intelligenz zusprechen will.

 

 

Ja, im Grunde schon. Wenn es nicht aus ihrem hündischen Blickwinkel Sinn ergibt (also mit ihren Bedürfnissen konform geht), dann hat es keinen Sinn und wird nicht gemacht. Und genau, ein Hund erkennt die Zusammenhänge im Straßenverkehr eben nicht (meiner jedenfalls nicht) und darum würde bei meinem ein Platz auf Distanz niemals zuverlässig funktionieren. (selbst wenn sie Platz auf Distanz könnte (was sie nicht kann), dann würde sie jedesmal, wenn das Kommando kommt überlegen, ob sie da jetzt Bock drauf hat oder nicht. Ist es eh gerade langweilig, dann würde sie es machen (gibt ja einen Keks dafür und der Keks ist dann der Sinn), hat sie gerade eine interessante Spur in der Nase, die für sie in dem Moment wichtiger ist als einen Trick für einen Keks zu machen, dann macht sie den Trick eben nicht. 

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vor 9 Minuten schrieb Zurimor:

@nyan Eigenständiges Handeln ja, aber in Zusammenarbeit mit dem Menschen. Eigenständige Rassen/Hunde scheißen auf die Zusammenarbeit mit dem Menschen, da liegt der Unterschied.

Man kann einen eigenständigen Hund durchaus zur Zusammenarbeit bewegen, aber das läuft vor allem über Wertschätzung, falls man das versteht. Die intrinsische Motivation ist wenig bis gar nicht vorhanden.

Wie viele Hunde  hast Du schon  begleitet  die  es mitbringen  mit  dem Mensch zu kooperieren ?

Ihr macht  euch  ein völlig  falsches Bild,weshalb auch immer. 

 

Für mich  haben diese  Rassen eine Grundveranlagung die ein Extra sind .

Um so verantwortungsvoller muss man mit  diesem  Geschenk umgehen. 

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vor 5 Minuten schrieb KäptnKörk:

 

Das willenlos Ausführen und nicht in Frage stellen, machen übrigens nicht viele Hunde.

ACDs sicher nicht, so wenig wie Kelpies, Harzer Füchse und auch die guten Border Collies nicht.

Deren Mitarbeit muss man sich erarbeiten.

 

Noch mal, das hier ist überprüfbar selbstständig und ganz ohne Kommandos:

 

 

 

 

 

 

Diese Hunde (Hüter, Treiber) wurden Jahrhunderte lang auf diese Arbeiten selektiert, es wurde bewusst Wert auf ganz bestimmte Eigenschaften und Fähigkeiten gelegt und man hat genau darauf hingearbeitet. Das wurden die eher wenig domestizierten Hunde aber nicht.

Das ist der Unterschied :)

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vor 8 Minuten schrieb Zurimor:

Sinn im Sinne von "es lohnt sich für den Hund". Hat er das aus Erfahrung gelernt, wird er ein Kommando eher befolgen und darin für sich einen Sinn sehen. Lohnt es sich für ihn nicht, wird es es eher nicht befolgen.

 

Das klingt mir nach den Gesetzen stinknormaler Konditionierung, die für alle Hunde gilt...!?

Auch ein Dobermann oder DSH wird sich nicht "gerne" ins Platz schmeißen, wenn es sich nicht irgendwie für ihn lohnt.

 

vor 8 Minuten schrieb Zurimor:

Find ich schon einen Unterschied zu Hunden, für die das Kommando befolgen an sich schon lohnt, weil es ihren Interessen entspricht.

 

Welches Kommando entspricht hündischen Interessen?

Steh ich auf dem Schlauch?

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@Juline Ich bezog mich da auf Hunde, die von sich aus gerne tricksen. @KleinEmmas Hund fällt mir da spontan ein. Bei solchen Hunden ist unter Umständen auch gar keine Belohnung nötig, vermute ich, weil das Verhalten an sich schon selbstbelohnend ist.

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vor 16 Minuten schrieb Juline:

So ungefähr: ah, ich soll mich legen, damit ich nicht mit dem Autro kollidiere?

 

Ja, deshalb machen es ja viele Hunde

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Vielleicht fällt es leichter zu verstehen, wenn man schreibt, dass einige der Primitive Dog Breeds auf nichts selektiert wurden. Einige von ihnen existieren schon seit Jahrtausenden und in der Zeit wurde da nicht gezielt und mit Plan herumgezüchtet wie bei den bekannten Arbeitshunderassen. Deshalb ist gerade das Verhalten der Hunde auf niedriger Domestikationsstufe (dem Shiba wird eine niedrige Domestikationsstufe zugeschrieben) ursprünglicher, wildhundnaher wenn man so will und nicht auf eine bestimmte spezialisierte Aufgabe/bestimmte Aufgaben jemals gezielt züchterisch geformt.

 

 

Mir ist aufgefallen, dass auf diesen Punkt selten jemand eingeht, der wird gerne überlesen.

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vor 2 Minuten schrieb Juline:

Welches Kommando entspricht hündischen Interessen?

 

 

Also, wir haben da unseren Weg gefunden:

Wenn Enya sichtlich unumkehrbar "stiften geht", ertappe ich mich bei entsprechender Stimmung manchmal dabei zu rufen: Ach ja, dann hau doch ab! :ph34r:

 

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vor 11 Minuten schrieb Annali:

Ich glaube, viele stören sich an dem Begriff „Dressur“, weil das irgendwie so negativ behaftet ist, man hat schnell die Assoziation zu einer willenlosen Marionette. Vielleicht kann man es Trick/tricksen nennen? Der Hund lernt Platz auf Distanz als Trick. Beherrscht er diesen Trick zuverlässig, dann kann man ihn als Erziehungsmittel nutzen. Vielleicht stellt der Hund sogar die Verknüpfung zur Situation her, wenn das abgerufen wird und legt sich irgendwann selbständig ab, wenn ihm Radfahrer entgegenkommen

 

Mir persönlich ist egal wie man es nennen will, Dressur ist für mich nur negativ im Zusammenhang mit "Tiere vorführen", also der eigentlichen Bedeutung wenn man Wikipedia glauben schenken mag. Ich nutze auch kein Platz auf Distanz, auch wenn es sich bei nem BC anbieten mag. Meiner kennt nur warte und kann sich aussuchen ob er steht, liegt, sitzt oder nen Handstand macht.

Gelernt hat er es ziemlich simpel dadurch, das ich das Wort gesagt habe, wenn er ohnehin stehen blieb um auf mich zu warten.

Wäre dann "warte" auch ein Trick/Dressur/wieauchimmer?

 

Ich finde nämlich Alltagserziehung weniger als gelernten Trick, sondern etwas was der Hund auch vollkommen autark von mir erfahren würde. Nur eben nicht durch mich, sondern durch die Umgebung mit Try & Error, wo hingegen niemand von Tricks/Dressur etc. reden würde.

Ein Löwe ist auch nicht dressiert, wenn er aus Erfahrung gelernt hat, das es sich lohnt am Wasserloch auf Beute zu warten. Gleiches verhält sich dann beim Hund, der aus Erfahrung mit mir gelernt hat, das es sich lohnt, auf das Wort "warte" stehen/liegen/sitzen/handstandmachend zu warten und dafür nen Keks zu kassieren.

 

Die Folge aus dem, wenn er den Zusammenhang versteht, ist noch etwas anderes.. wobei das ja eigenständig wäre....

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vor 54 Minuten schrieb Juline:

Wäre er zu dieser Leistung fähig, würde er das dann nicht bei jedem herannahenden Auto auch ohne Befehl, also selbständig tun?

Macht dein Hund das nicht? Das wundert mich. Wie erklärst du dir die ganzen nicht überfahrenen Strassenhunde?

Ich glaube dass, wenn es ein Hund nicht macht, er sich entweder zu sehr auf seinen Halter verlässt , wenig Sinn für Gefahr hat, oder bisher nur anhaltenden Autos begegnet ist. Ich gebe zur Sicherheit trotzdem noch die Anweisung und handle selber danach.

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