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Hundeforum Der Hund
Caro73

Lebhafter Hund, Vögel, Rückruf - Frust

Empfohlene Beiträge

“Der Berger des Pyrénées ist ein Hund, der bei einem Minimum an Größe und Gewicht ein Maximum an Energie besitzt.“

Bei Wikipedia sehr schön und treffend beschrieben...

 

Also darfst du auch keine Wunder erwarten.

Wenn du einen ruhigeren Hund wolltest, hättest du einen anderen Typ wählen müssen...

 

Jetzt würde ich an deiner Stelle versuchen selbst so ruhig und zuversichtlich wie nur möglich zu werden, dem Hund 1x täglich die Gelegenheit zum Dampf ablassen geben (ein Hund, dem die Energie schier das Schädeldach sprengt, kann einfach nicht klar denken) und ansonsten eher Ruhe und kurze,konzentrierte Arbeitseinheiten (ohne Gerenne) einfordern.

Das wird schon -früher oder später

 

Meine 14jährige Hündin löst heute noch bei einem Blatt im Wind aus, wenn sie nicht regelmässig die Gelegenheit zum Rennen erhält.

Das ist sicher extrem und erklärt vmtl. auch die vielen Besitzerwechsel in jungen Jahren...

Bei hochaktiven Hunden bleibt es häufig ein schmaler Grat zwischen Ruhe und Auslastung...kann aber, wenn man das richtige Mass gefunden hat, ganz wunderbar funktionieren.

 

Also dranbleiben und nicht aufgeben !!!

Und dir wünsch ich gaaanz viel Ruhe und Geduld

 

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Meine darf auch Krähen jagen. Die sehen den Hund auf dem Feld ja eh auf mehrere Hundert Meter heran stürmen und können sehr gemächlich auffliegen und den Bauern freuts auch, wenn die nicht die ganze Saat fressen. Ihr geht's auch scheinbar mehr ums laufen als um die Vögel. Wenn die einmal weg sind, dreht sie noch 10 Minuten Runden übers Feld. Fürs Rennen nutzt sie eh jede Freifläche. 

 

Wieviel Auslauf hat sie denn mit geeigneten Spielpartnern? Unsere wird richtig quengelig, hysterisch und übergeschnappt wenn die 2 Tage keinen Hund hat, der mit ihr tobt. Dann ist die beim Spazierengehen nur noch dabei auf und ab zu springen um irgendwelche Insekten zu fangen oder probiert  Flugzeuge zu jagen. 

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vor 43 Minuten schrieb Caro73:

@Nebelfrei..  ja so im Nachhinein sicher die bessere Idee. Wir haben sie aus dem Tierschutz und ich kenne viele Welpen, die von haus aus viel ruhiger sind als sie es nunmal ist.. aber mei.. da muss ich durch.

Märchen.....die Leute erfinden damit überhaupt Hunde vor dem Erwachsenenalter ein Zuhause finden 😅.

Grüße von  der Bodenlenkrakete...Feivel. 

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@gatil ja.. wahrscheinlich. Ich bin ein sehr kontrollierter Mensch und möchte um Himmels willen nie unangenehm auffallen. Das ist anerzogen und mit Mitte 40 schwer wieder loszuwerden.. deshalb kann ich auch das Hundeverhalten so schwer lockernehmen... 

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@Caro73 

Dann ist es doch wunderbar, dass du so einen Hund bekommen hast.

Wie heißt es doch immer:

"Man bekommt genau den Hund, den man braucht".

 

Er kann dir zeigen, wie man das Leben auch sehen/ nehmen kann.

Im Moment verkrampfst du noch, wenn du dich mehr auf ihn einlässt, wirst du es schaffen, nicht nur deinen Hund lockerer zu sehen.

Viel Spass dabei.

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Nun ja.. wie gesagt - trotz ländlicher Gegend sind hier viele Menschen und regelmäßig Aufschreie wg. schlecht erzogener, jagender und überhaupt freilaufender Hunde... hätte sie hier jemand gesehen - wäre bestimmt "der böse Vögel jagende, blutrünstige Hund" dabei rausgekommen...

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@Caro73 

Das ist dein Kopfkino, dass muss nicht so sein.

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vor einer Stunde schrieb Caro73:

Das ist anerzogen und mit Mitte 40 schwer wieder loszuwerden.. 

 

In deinem 'höheren' Alter musst du nicht mehr so auf die Meinung von anderen achten :D

 

(ich weiss das, ich bin einiges älter :P)

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Was mir im Eingangspost aufgefallen ist:

 

vor 5 Stunden schrieb Caro73:

ich muss mich heute einfach mal nur ausheulen. Unsere Wilde (Pyri-Mischling) wird nun bald 1 Jahr alt. Wir haben bereits eine wirklich harte Zeit hinter uns. Sie war als Welpe schon sehr anstrengend, d.h. wie unser Tierarzt es formuliert - "lebhaft". Sie ist immer auf Vollgas, immer angespannt, bereit sofort loszulegen, auch beim "Training" bebt sich richtig (sie will ja wohl alles richtig machen). Inzwischen ist sie etwas ruhiger geworden, vor allem zu Hause. Autofahren ist immer noch eine Katastrophe und Hundebegegnungen - sie will immer hin zum Spielen und auch wenn ich denke, wow heute klappts, dann springt sie in der letzten Sekunde doch noch in die Leine.

 

Im Freilauf achte ich sehr darauf, keine anderen Hunde zu sehen.

Warum? Daß andere Hunde toll sind, finde ich in dem Alter ganz normal. Madame von mir aus zu jedem Hund zu dem sie wollte, und das war  so ziemlich jeder Hund. Mittlerweile findet sie nur noch manche Hunde interessant.

 

 

vor 5 Stunden schrieb Caro73:

Unsere Wilde (Pyri-Mischling) wird nun bald 1 Jahr alt. Wir haben bereits eine wirklich harte Zeit hinter uns. Sie war als Welpe schon sehr anstrengend, d.h. wie unser Tierarzt es formuliert - "lebhaft". Sie ist immer auf Vollgas, immer angespannt, bereit sofort loszulegen, auch beim "Training" bebt sich richtig (sie will ja wohl alles richtig machen). Inzwischen ist sie etwas ruhiger geworden, vor allem zu Hause. Autofahren ist immer noch eine Katastrophe und Hundebegegnungen - sie will immer hin zum Spielen und auch wenn ich denke, wow heute klappts, dann springt sie in der letzten Sekunde doch noch in die Leine.

 

Spazieren sieht meistens so aus, dass wir an der Leine aus dem Ort rausgehen und sobald ich auf der Wiese gute Sicht habe, lasse ich sie laufen und gehe dabei einfach weiter. Sie fetzt dann wie eine bekloppte rum, mit einem recht weiten Radius und Affenzahn. Nun passierte es am Wochenende, dass Vögel auf der Wiese waren. Sie jagte auf einmal - natürlich nicht abrufbar - hinter den Vögeln her, die auch noch lustig immer wieder im Tiefflug über sie drüber flogen. Sie lief sehr weit weg - über einen ganzen Acker. Rufen machte keinen Sinn mehr. Ich ging einfach weiter in die entgegengesetzte Richtung und irgendwann kann sie wieder in Sichtweite.. Ich rief sie und sie kam her - bekam ein Leckerli und wurde angeleint. Wortlos. Ich war sauer, aber versuchte es nicht so zu zeigen.

 

vor 5 Stunden schrieb Caro73:

Ich habe solche Panik, dass dieser Hund niemals ein ruhiger Gefährte werden wird, der unbeeindruckt und ruhig neben mir - ohne Leine - spazieren gehen kann... Bitte versteht mich nicht falsch, ich bemühe mich sehr um sie - versuche zu spielen, zu erziehen, zu kuscheln, viel Auslauf zu ermöglichen - aber sie treibt mich immer wieder an den Rand des Wahnsinns.

 

Ich weiß, man soll nicht vergleichen, aber trotzdem ist meine Idealvorstellung ein ruhiger Geselle, der sich durch nichts aus der Ruhe bringen lässt und auch ohne Leine gemütlich mit einem Spazieren trottet. Den nichts anderes interessiert als seine Familie.

 

Momentan sieht es nicht so aus, als würde dieser Zustand jemals eintreten.

 

Da klaffen Vorstellung und Realität sehr weit auseinander. Durchaus möglich, daß so ein lebhafter Hund nie ein ruhiger Gefährte wird. Ein Hund, den nichts anderes interessiert als seine Familie fände ich übrigens sehr mies für den Hund, jeder Hund sollte noch eigene Interessen neben seiner Familie haben.

Du solltest dir Gedanken darüber machen, ob du deinen Hund so akzeptieren kannst wie er ist. Sollte das nicht der Fall sein, wäre es dem Hund gegenüber unter Umständen fairer, ihm ein anderes Zuhause zu suchen. Manchmal passen Mensch und Hund einfach nicht zueinander.

 

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vor einer Stunde schrieb Caro73:

wahrscheinlich. Ich bin ein sehr kontrollierter Mensch und möchte um Himmels willen nie unangenehm auffallen.

Genau hier sehe ich auch das Problem.

Das haben meiner Meinung nach aber ganz viele Hundehalter, nur vielleicht nicht so extrem. Man muss lernen auch mal los lassen zu können und nicht gleich die Krise bekommen obwohl garnichts ist. Freilauf ist so ein gutes Beispiel. Wie viele Hunde werden angeleint bloß damit der Halter das sichere Gefühl der Kontrolle hat obwohl es eigentlich garnicht nötig wäre und Hund zuverlässig bei Fuß laufen würde...?

Wie oft greifen Hundehalter vorschnell ein wenn zwei oder mehrere Hunde miteinander kommunizieren bloß weil einer mal knurrt oder schnappt...?

Gibt noch mehr Beispiele...

Du siehst aber, Du bist nicht allein mit dem Problem - ist bei Dir vermutlich nur etwas stärker ausgeprägt.

Weiterhin muss der Hund seinem Halter vertrauen können (Durch so Sachen wie mit dem wortlos anleinen geht das natürlich auch ein Stück weit verloren - Hund vertraut Dir in der nächsten, ähnlichen Situation vermutlich weniger - macht dann lieber ehr sein Ding anstatt zu kommen). Vertrauen kann man aber nur erlangen wenn man auch bereit ist dem Hund selber Vertrauen zu geben.

 

Ist vielleicht kein Patentrezept aber ich hatte mit Zorax ein ähnliches "Problem" und unsere Lösung hilft Dir vielleicht etwas weiter.

Nun kann man Zorax nicht mit Deinem aufgeregtem Energiebündel vergleichen aber es geht mir hier mehr ums gegenseitige Vertrauen.

Also Zorax hatte da so eine wilde Phase in der er wie bekloppt Spuren hinterher jagen musste. Hat nix mehr mitbekommen und ist einfach los und durch nichts zu bremsen gewesen. Lösung war: Ihn einfach auf einer groooßen Wiese machen lassen, zuschauen und nach einiger Zeit rufen. Wenn er kam, hochwertig belohnt und dann ist er gleich wieder abgedampft - weiter gings. So nach und nach klappte das rufen immer besser bis es zuverlässig wurde. Somit darf er auch heute noch Spuren auf der Wiese hinterher jagen, macht er aber kaum noch.

Vorteil: zum einen Desensibilisierung (also der Drang danach wurde deutlich abgeschwächt) und zum anderen kann Dein Hund dir vertrauen - sich an Deiner Ruhe und/oder Dir selber orientieren (weil er merkt das Du ihm vertraust), worauf Du ihm dann auch wirklich mehr und mehr vertrauen kannst - je besser der Rückruf von mal zu mal wird.

Also das war unsere Lösung...

Hilft vielleicht etwas bei Eurer Vogelproblematik...

Das schwierigste ist mit Sicherheit den "Vorschuss" an Vertrauen zu geben und den Hund einfach mal machen zu lassen.

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