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Hundeforum Der Hund
Zurimor

Ausschließlich positiver Umgang mit Hunden - Warum nicht?

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Zum Autobeispiel: inzwischen wäre es überhaupt kein Problem, mit einem "warte" oder "bleib" die Tür auf zu lassen, Hund bleibt drin.

Nun sind wir aber schon Auto gefahren als das noch nicht so machbar war. Ein kurzes Schließen der Tür (wir haben hinten am Auto keine Klappe, sondern Türen), war glaub ich sowohl bei Brienne als auch vorher bei Aragorn nur zweimal nötig, und schon war klar: hier wird nicht einfach rausgestürmt. Wenn das zu aversiv ist, dann ist das eben so. Für uns war es praktikabel.

Wochenlang würde ich das allerdings auch nicht machen.

 

 

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Die Frage ist leicht beantwortet. ....nicht möglich. 

 

 

 

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vor 55 Minuten schrieb BVBTom:

Akuma und HH ist für mich zwar ein sehr respektabeles Beispiel, dennoch glaube ich nicht, dass es stellvertretend für einen größeren Teil der Hundehalter ist. Hoellenhunde hat einen Weg gefunden, für sich und Ihren Hund, ob dies übertragbar ist, kann ich nicht einschätzen aus der Ferne. Ich persönlich wüsste nicht, wenn mich mein Hund angeht und beißt, ob ich diese Ruhe und Geduld hätte, dass ich das sehr schätze, habe ich schon oft genug schon geschrieben.

 

Akuma ist ja - Gott sei Dank - auch nicht stellvertretend für den größeren Teil der Hunde, er musste ja extrem schlimme Erfahrungen machen. Von daher stellt sich ja für den größeren Teil der Hundehalter auch gar nicht das Problem, vom eigenen Hund angegangen und gebissen zu werden. Wenn es aber so ist, und man nicht die Ruhe und Geduld hat, rein positiv mit dem Hund umzugehen, dann ist man einfach der falsche Mensch für diesen Hund - meine Meinung. 

 

Ich schließe mich ansonsten @Tyrshand an:

 

Zitat
vor 39 Minuten schrieb Tyrshand:

Deshalb ist es für mich absolut erstrebenswert mit meinem Hund ausschließlich positiv umzugehen. Also das, was man ihm bewusst antut! Dass das Leben niemals zulässt, dass es absolut positiv läuft und es nie zu Angst oder Strafe kommt, ist doch klar. Aber mir geht es um das, was ich als Mensch mir im Kopf ja selbst vorgeben kann.

 

 

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Völlig OT, aber: Schön, mal wieder von Dir zu lesen @Hova :D Ich hab mich gestern erst noch "beschwert", dass keiner von früher mehr da ist. ^^

 

Zum Thema will ich nicht viel schreiben, das würde ein Roman. Ich bemühe mich, aber ab und an hat auch meine Geduld ein Ende. Wobei mein Geduldsfaden seit ich die Sibse habe scbon sehr viel länger geworden ist ;)

 

Ich weiß jedenfalls, dass man  nicht Äpfel mit Birnen vergleichen kann und  wir alle zum Teil sehr unterschiedliche Ausgangssituationen und natürlich sehr unterschiedliche Hunde haben. Ich bin mir auch sehr sicher, wenn ich jemand völlig unvorbereitetem das Gemüse in die Hand drücke, gäbe es - je nach Charakter der Person - jede Menge Flüche oder jede Menge Tränen. Natürlich ist Bösartigkeit in jeder Form kein Erziehungsmittel. Ich habe aber durchaus Verständnis dafür, wenn jemand in Ausnahmesituationen mal schimpft. Bei uns wäre konkret die Wahl zwischen Arm ausgerissen bekommen oder zu Hause bleiben.. was dann so ein Teufelskreis ist, denn natürlich sperre ich meine Hunde nicht ein. Das Gemüschen hat hier leider so einige Fehlverdrahtungen im Kopf, die nicht mal eben mit normalem Leinentraining zu beheben sind. Ich kenn die Baustellen und weiß, dass im Grunde nur Zeit hilft. Hat man dann aber selber schon körperliche Probleme, weil der Hund einem permanent am Arm reißt (das geht auf Dauer eben nicht nur auf den Arm, sondern auf diverse andere Strukturen), kann es schon vorkommen, dass meine Geduld mal zu Ende ist und ich die Madame etwas lauter anspreche oder auch - mal - an der Leine ziehe, wenn sie gerad überhaupt nicht ansprechbar ist und mir gleichzeitig der Arm abfällt.

 

Hätte ich das freche Früchtchen mit weniger Fehlverdahtungen übernommen (also als Welpe), wär das gar nicht nötig. Deshalb finde ich, wir könnten alle etwas Verständnis dafür aufbringen, dass nicht jeder beim gleichen Startpunkt anfängt und nicht jeder mit den gleichen Mitteln das gleiche erreichen kann. Wenn man selbst oder der Hund oder andere Menschen/Hunde/andere Tiere gefährdet sind und sich das akut nicht mit  ausschließlich positiven Mitteln abschalten lässt, kann man halt nicht immer vermeiden, dass der Hund auch mal irgendetwas negatives abbekommt.

 

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@Amaterasu Natürlich wird sie auch belohnt, wobei die Belohnung auch einfach sein kann, daß ich mich freue, sie freut sich dann mit. Ist sie der Meinung, sie hat dafür jetzt wirklich mal ein Leckerli verdient zeigt sie das auch und bekommt es auch.

Das "als Spiel gestalten" finde ich interessant. Wenn man Spiel definiert als "mit Spaß und guter Laune unterwegs sein", dann wird hier wohl viel gespielt. Ich hab mir bisher gar nicht groß Gedanken darüber gemacht, aber ich denke wir machen hier viel free shaping ohne extra dafür ausgelegte Situation. Zumindest wird Verhalten, das ich gut finde, belohnt (und Madame ist schlau genug das zu merken :D).

 

Zitat

Und da muss ich mich auch nicht zusammenreißen oder mir oder meinem Hund etwas vormachen, ich bin niemals böse auf meinen Hund und mein Hund kann sich darauf auch immer verlassen. Das ist aus meiner Sicht auch ganz wichtig für das Vertrauen und für die Bindung. Und wenn das passt, dann passt auch ganz viel im Alltag und dann sind aversive Methoden eh überflüssig.

Was @Annali schreibt über Vertrauen und Bindung kann ich absolut bestätigen, ganz viel im Alltag läuft inzwischen "automatisch". 

 

Ein ganz allgemeiner Gedanke, Veränderungen fangen im Kleinen an. Nur weil der Großteil der Hundehalter das anders macht, ist das für mich kein Grund auch nur ein Mü von meiner Ansicht abzurücken.

 

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Ich bin der festen Überzeugung, dass  positive Strafe absolut verzichtbar , ja gar kontraproduktiv ist.

Bei einem Hund mit höherer Reizschwelle, mässig ausgesprägter Motivation,und wenig selbstbelohnenden Interessen kommt man glaube ich auch ohne negative Strafe aus- zumindest ohne Ausbildungsinteresse -vielleicht geht auch das noch bei solchen Hunden, wenn sie dazu noch eine gigantische Menge wtp besitzen . Bei allen anderen nicht.

 Angeleintsein weil der Hund nicht das Kaninchen jagen soll ist z.B. negative Strafe. Er würde lieber Kaninchen jagen, da kann ich noch soviel Alternativprogramm starten- ein Rest Frust bleibt.

Ein stark motivierter Hund wird immer genug selbstbelohnendes Verhalten finden, das er allein aud Gründen der Abwechslung und Abenteuerlust vorzieht. Ich gebe mir zwar Mühe, das ziemlich aufwändig umzulenken, gebe Abbrüche nur mit Verhaltensalternativen und habe auch einen Hund, bei dem das vergleichsweise besser klappt als bei anderen Rassen, aber ich mache mir nichts vor. Ohne Abbrüche oder Leineneinschränkung stünde zuviel selbstbelohnende Tätigkeit einem konfliktfreien Miteinander in menschlicher Umwelt entgegen. Auch Verdächtige vorsorglich zu verbellen ist selbstbelohnend- die Leute gehen sofort auf Distanz-Problem souverän gelöst-  auch wenn es nur ein Typ war, der deshalb seitlich auf uns zugerannt kam, weil er noch den Bus erwischen wollte.

Auch Katzen kann ich sie ausserhalb unseres Gartens nicht vertreiben lassen, sie würde sie zwar nicht verletzen, aber da ist Verkehr dazwischen. Auch das Kaninchenhetzen breche ich ab, das würde sie zwar nur aus Grobmotorik in verbindung mit hohem Tempo verletzen, aber das Kaninchen soll auch keinen Schock erleiden und auch da ist Verkehr dazwischen. Und die tobende Kindergartengruppe hätte sicher auch keine Lust zusammengetrieben zu werden und still stehenbleiben zu müssen, genauso wie die Fussballspieler im Park, die ihren Ball behalten wollen.

Das sind alles Gelegenheiten , wo ich meinen Hund frustrieren muss. Aber ich versuche wenigstens das angenehm zu gestalten und ein paar Alternativen anzubieten.

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Ich würde mich freuen, wenn man sich nicht an der Utopie aufhängen würde. Niemand behauptet, dass ein ausschließlich positives Leben möglich ist; es geht nun mal nicht um Ausnahmesituationen.

 

Training ist immer etwas, das man bewusst gestalten kann und dennoch gehen das viele nicht belohnungsbasiert an, weil sie nicht wollen oder können.

 

Dass das Zusammenleben wieder als nicht realistisch hingestellt wird... nunja, es ist sehr realistisch. Ich lebe es jeden Tag. Ich könnte es mir anders gar nicht vorstellen.

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Ich würde im übrigen  einenHund der als Strategie "beissen"wählt,einen Maulkorb anziehen. 

 

Vorrangig als Schutz für den Hund. 

 

 

So und jetzt schnell weg.....

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Ich glaube, dass Akuma gar nicht sooo schlimme Dinge widerfahren sind, oder hoellenhunde? 🤔

 

Also im Tierschutz kommt man ja an Hunde, die wurden angezündet, Rute oder Ohren bei vollem Bewusstsein abgeschnitten usw.

 

Rechtfertigt natürlich nicht, dem Hund eins auf die Birne zu kloppen, eh klar ;)

 

Aber es liest sich jetzt so, als hätte speziell Akuma ganz besonders schlimmes Leid ertragen müssen.

 

Er hat wohl Dinge erlebt, die Dutzende Hunde tagtäglich über sich ergehen lassen müssen.

 

Wenn ich hoellenhunde in den letzten Monaten und Jahren nicht völlig falsch verstanden habe, will sie doch sagen: bewusst aversives "Training" einzusetzen sorgt nicht zwangsläufig dafür, dass der Hund ein Killer wird, der nichts und niemanden in seiner Nähe duldet.

 

Aber: es ist möglich, dass der Hund zubeisst.

 

Ich hab ja mit Benny auch so ne kleine Kettensäge daheim hocken.

 

Und wenn der einen anstrengenden Tag hatte, bewegt man besser nicht die Decke, auf der er gerade pennt *g*

 

Da reicht es schon, ihn anzusprechen und dann kommt das böse knurren.

 

Sammy hat sicherlich in Summe mehr aversives erlebt als Benny.

Trotzdem ist Sammy der Hund, über den ich sagen kann: nö, der beißt nicht zu.

 

Das ist ja auch ne Charaktersache.

 

Ein Dackel, Shiba oder auch ein Terrier sind da einfach "anders".

Ein Rotti, Schäferhund usw. läßt einfach mehr über sich ergehen, bevor er (wenn überhaupt) mal andeutet: Hey, den Umgang find ich scheiße.

 

Ich hab nen wirklich netten Umgang mit meiner Gang.

Aber wenn Sammy zum 10. Mal auf einem Spaziergang in seinen" oh, ich rieche Katzenkacke 🤩🤩🤩" Schritt verfällt und mich ignoriert, dann bin ich eben auch nur ein Mensch 🤷‍♀️

 

Dann bölke ich da auch schon mal ein: verdammt nochmal, raus da jetzt!!! hinterher. Ich krieg dich doch nicht gesund in 13 Lebensjahre und dann verreckst du mir an Toxoplasmose. Vergiss es!

 

Dann kommt er angerannt, kassiert seinen Keks und lauert auf die Millisekunde, die ich ihn nicht im Blick habe, um mit vollem Speed zurück zu rennen 😜

Aber... Wir kennen uns ja nun lang genug. Ich lasse ihn dann einfach nicht hinter mich fallen (und ich kann euch sagen: dann juuuuuuuckt auf einmal der Pelz, dass man sich wirklich SEHR ausgiebig kratzen muss :D) und nnach 200m ist der Haufen vergessen, wird schon noch der nächste kommen 🙄🤪

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vor 15 Minuten schrieb Tina+Sammy:

Das ist ja auch ne Charaktersache.

 

Ein Dackel, Shiba oder auch ein Terrier sind da einfach "anders".

Ein Rotti, Schäferhund usw. läßt einfach mehr über sich ergehen, bevor er (wenn überhaupt) mal andeutet: Hey, den Umgang find ich scheiße.

Eigentlich würde ich sagen, dass die Retriever z.B. noch viel weniger dazu neigen. Rückwärtsgerichtete Aggression sehe ich blöder Leute geschuldet bei DSH leider häufiger.

Und dann ist das natürlich auch eine Grössenfrage. Ein Chihuahua wird eher beissen, weil er sonst nicht ernstgenommen wird. Ein grosser Hund erreicht mit Grollen schon eine Menge.

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