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Hundeforum Der Hund
Zurimor

Ausschließlich positiver Umgang mit Hunden - Warum nicht?

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Ich geb auf. Denke gerade zu abstrakt glaube ich ... sobald wir als Mensch natürliche Verhaltensweisen eines Tieres beeinflussen manipulieren wir - egal ob positiv oder negativ, egal warum genau das Tier sie ausführt.

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vor 1 Minute schrieb Bable:

Ich geb auf. Denke gerade zu abstrakt glaube ich ... sobald wir als Mensch natürliche Verhaltensweisen eines Tieres beeinflussen manipulieren wir - egal ob positiv oder negativ, egal warum genau das Tier sie ausführt.

 

Wenn es so einfach wäre. Erstmal ist es immer(!) eine bilaterale Sache. Du nimmst Einfluß auf deinen Hund, dein Hund nimmt Einfluß auf dich. Ergo veränderst du das Verhalten deines Hundes, dein Hund verändert das Verhalten von dir. Verhaltensänderung klingt weniger negativ als Manipulation.

Das interessante ist, daß dein Hund durchaus auch Aversivreize gegen dich verwenden kann - im übelsten Fall eben Beißen. Löblicherweise kommen die meisten Hunde ohne aus. (Wobei manchmal gewisse Halter durchaus mal einen Biß in den Allerwertesten vertragen könnten).

Hast du mehrere Hunde, so beeinflußen sich diese auch, je nach sozialer Nähe mehr oder weniger. 

 

Die Symbiose Mensch Hund ist ja deswegen auch so eine besondere, weil diese bilateralen Einflußnahmen höchst ausgeprägt sind. Da kommt weder Katz, noch Pferd oder Silberfischchen mit.

 

so weit

Maico

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@Bable Macht das irgendeinen Unterschied fürs Training? Irgendwie klingt das für mich nach Rechtfertigung. 

Ich leb mit meinem Hund zusammen, natürlich beeinflußt man sich da gegenseitig. So sollte es zumindest sein und keine Einbahnstraße Mensch-->Hund.

 

@mikesch0815 Unterschätz mal nicht die Einflußnahme von Silberfischchen, wenn du die mal in der Bude hattest, wirst du sehr darauf achten keine feuchten Ecken zu haben. ;)

 

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@Bable das ist doch im Grunde die Essenz von Beziehung und sozialem Miteinander, und das ist meist multifaktoral, und deutlich komplexer als reine Konditionierung.

Ein pöbelnder Hund hat ja auch mehr als einen Grund, Erfahrungen, soziale Interessen (z.B. sexuell und oder territorial), Emotionen, Stimmungsübertragung und Missverständnisse  (Halter wird bei Anblick nervös/ängstlich, evtl auch wütend und pöbelt "mit" /erhöht das Energielevel, beschränkt den Bewegungsraum usw), diverse Ängste, Traumata usw usw. Meistens kommen davon mehrere zusammen. 

 

Die "Kunst" besteht imho darin, diese Faktoren wertneutral zu erkennen und da zu modifizieren wo wir dazu in der Lage sind um eine Verhaltensänderung von der Basis aus zu erreichen, anstatt situativ und symptomatisch Kosmetik durch Dressur zu betreiben.

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vor 4 Stunden schrieb Bable:

Also der Folgetrieb war ich

 

vor 3 Stunden schrieb Michelle003:

Das mit der Sachebene war ich.

 

„Aber Pils seid Ihr beide!?“

 

(Stichwort: Imbissdeutsch)

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@KuK Erinnert mich an einen Jugendlichen am Handy, der sagte "Ich bin Leuchter", gemeint war "Ich bin an der Haltestelle Leuchterstraße".

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@mikesch0815 am Anfang steht für mich trotzdem die Manipulation durch den Menschen. Klar schließt sich dem eine komplexe Wechselbeziehung an. Natürlich kann der Hund auch aversiv gegenüber dem HH sein wie das Beispiel des beißens: der Welpe zwickt und wir bringen ihm beißhemmung bei - wir manipulieren den Hund. Ein erwachsener Hund ist bissig - Oft die Folge einer Manipulation und es wird wieder manipuliert, um es abzustellen. Manipulation ist nicht schön aber man kann sie so nett wie möglich gestalten und spätestens da kommt der gegenseitige Einfluss selbstverständlich ins Spiel.

 

@Zurimor Rechtfertigung wofür? Und ja, für mich macht dieses Bewusstsein einen Unterschied für das Training besser gesagt für den Umgang mit Hund.

 

 @pixelstall hat es für mich gut ausgedrückt. 

 

 

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Gast
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