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Hundeforum Der Hund
Zurimor

Ausschließlich positiver Umgang mit Hunden - Warum nicht?

Empfohlene Beiträge

vor 9 Stunden schrieb Sockensucher:

Abwechslung inwiefern?

Abwechslung in allen Bereichen- wechselnde Orte ( andere Strecken , andere Reize)

wechselnde Begleitung, wechselnde Beschäftigung oder Nichtbeschäftigung (Bei Süchtigen mehr Such- und Nichtbeschäftigung), wechselnde Spielbelohnung, wechselnde Futterbelohnung in verschiedenen Abstufungen, wechselnde Rennbelohnung , wechselnde und vor allem neue Aufgabenstellungen usw.

Ich habe definitiv keinen Hund, der immer für dieselbe Strecken mit ausschliesslichem Nichtbeschäftigtwerden taugt, weil sie dann anfängt Kicks einzubauen, also einer Spur hinterher- oder auf Sicht hetzt.Allerdings mit dem Vorteil dass der Dobi weniger zur Stereotypie (wohl aber etwas zur Zwangshandlung) neigt. Sie sucht selber ständig nach neuen Kicks, diese Neugier ist glaube ich ein gutes Gegengewicht zur Suchtneigung.

Und ja- ich würde auch mit euch spazierengehen wollen:).

Stolz bin ich übrigens nicht (hab' da  nix zu beigetragen), aber schon erleichtert.

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@KleinEmmaDas ist ganz, ganz schwer, weil man meist in die nervige Besserwisser Ecke getrieben wird.

Man sollte ja auch nicht unbedingt immer meinen, dass man selbst alles richtig macht, allgemein gesprochen. Also kann Vorsicht geboten sein.

 

Wenn ich merke, dass ein Hund ängstlich auf das Verhalten seines Halters reagiert, versuche ich manchmal Parallelen zum menschlichen Empfinden auf selbst erfahrene Maßregelungen zu ziehen. Wie man sich als Mensch fühlen würde, wenn man so angefahren wird z.B.

Ob man weiß, dass Angst das Lernen behindert. Und eben nicht fördert, wie manche HH irrtümlich annehmen.

Und ich frage dann vlt. ob man einen glücklichen Hund haben möchte, ob man weiß, wie ein glücklicher Hund aussieht. Und wie einer aussieht, der ängstlich oder verunsichert ist.

Das kann man aber nicht bei jedem HH machen, eine gewisse  Vertrautheit sollte schon da sein.

 

Ich mache das selten, denn es weiß ja jeder genau, wie er seinen Hund zu erziehen hat und betrachtet Einmischungen von außen als Kritik an der eigenen Person und nicht als gut gemeinte Hilfestellung.

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vor 2 Minuten schrieb Renegade:

@KleinEmmaDas ist ganz, ganz schwer, weil man meist in die nervige Besserwisser Ecke getrieben wird.

Man sollte ja auch nicht unbedingt immer meinen, dass man selbst alles richtig macht, allgemein gesprochen. Also kann Vorsicht geboten sein.

 

Wenn ich merke, dass ein Hund ängstlich auf das Verhalten seines Halters reagiert, versuche ich manchmal Parallelen zum menschlichen Empfinden auf selbst erfahrene Maßregelungen zu ziehen. Wie man sich als Mensch fühlen würde, wenn man so angefahren wird z.B.

Ob man weiß, dass Angst das Lernen behindert. Und eben nicht fördert, wie manche HH irrtümlich annehmen.

Und ich frage dann vlt. ob man einen glücklichen Hund haben möchte, ob man weiß, wie ein glücklicher Hund aussieht. Und wie einer aussieht, der ängstlich oder verunsichert ist.

Das kann man aber nicht bei jedem HH machen, eine gewisse  Vertrautheit sollte schon da sein.

 

Ich mache das selten, denn es weiß ja jeder genau, wie er seinen Hund zu erziehen hat und betrachtet Einmischungen von außen als Kritik an der eigenen Person und nicht als gut gemeinte Hilfestellung.

 

Ich mache das auch selten, eben weil ich mich ungerne einmische. Und ich glaube übrigens nicht von mir, dass ich die Hundeflüsterin bin :D In diesem speziellen Fall würde ich gerne etwas für die Hündin tun, weil sie mir einfach total leid tut. Aber, unsere Vorstellungen  und Einstellungen klaffen sehr weit auseinander. Mh, vielleicht also wirklich sinnlos, da sich nichts ändern wird - egal ob ich etwas sage oder nicht.

 

 

 

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Was ich sehr häufig merke ist wie wenig Verständnis Aufgeregtheit entgegengebracht wird, bzw. dass es gar nicht als solches  erkannt wird, statt zu schimpfen müsste man den Hund einfach nur beruhigen.

Ganz schlimm habe ich das mal mit einem unsicheren Hund gesehen, der grundsätzlich  gemassregelt und mit Schreckreizen drangsaliert wurde. Dieser Hund ist permanent unter Strom , läuft meistens geduckt aus Angst vor seinem Halter und hat Herunterfahren nie lernen dürfen.

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vor 1 Minute schrieb gebemeinensenfdazu:

Was ich sehr häufig merke ist wie wenig Verständnis Aufgeregtheit entgegengebracht wird, bzw. dass es gar nicht als solches  erkannt wird, statt zu schimpfen müsste man den Hund einfach nur beruhigen.

Ganz schlimm habe ich das mal mit einem unsicheren Hund gesehen, der grundsätzlich  gemassregelt und mit Schreckreizen drangsaliert wurde. Dieser Hund ist permanent unter Strom , läuft meistens geduckt aus Angst vor seinem Halter und hat Herunterfahren nie lernen dürfen.

 

Genau das ist es ja. Diese Hündin wirkt stetig angespannter. Nun geht sie schon auf andere Hunde los, was sie sonst nicht machte. Oder haut vor anderen Hunden ab. Jedenfalls total verändert, seit dieser junge Hund dabei ist. 

Wenn die Hündin dann schreit oder dem Junghund die Meinung geigt, bekommt sie sofort einen auf den Deckel. Es wird also laut mit ihr geschimpft, Kommando für auf die Decke gehen und hinlegen folgt meistens auch noch. Dann liegt sie auf der Decke und der junge Hund springt auf ihr herum, beißt ihr ins Ohr usw. Und sie fühlt sich sichtbar sehr unwohl, darf aber nichts machen außer ruhig liegenbleiben. 

Ehrlich, da könnte ich kotzen.

Nun ist die Hündin so angespannt, dass sie überhaupt keinen Hundekontakt mehr ertragen kann (was vorher nicht so war). Knurrt sie einen Hund an: Schimpfen, Kommando zum Still sein, hinlegen. Läuft sie vor einem Hund weg, wird sie im Brüllton gerufen, schimpfen, Kommando zum Hinlegen.

 

Für mich ist das schwer anzusehen. Aber ich merke natürlich auch, dass ich da nichts bewirken kann. Damit stehe ich aber nicht alleine. Das fällt ja auch anderen auf, die auch schon versucht haben, mit ihnen zu reden.

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Ich kann meinen Hund nicht lesen. Und ich glaube, daß es die wenigsten können, weil sich die meisten Hunde nicht nur nicht deutlich genug für uns ausdrücken, sondern oft auch noch so missverständlich, daß die Halter darin bestärkt werden ihre Hunde schlecht zu behandeln. Daß die Leute ihre Hunde gut genug kennen würden, ist doch die beliebteste Rechtfertigung für ihren negativen Umgang. 

 

95% der Hundehalter, die wir hier zufällig treffen, erziehen ihre Hunde mit Schreck- oder Schmerzreizen. 

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vor einer Stunde schrieb HansMueller:

95% der Hundehalter, die wir hier zufällig treffen, erziehen ihre Hunde mit Schreck- oder Schmerzreizen. 

 

Umziehen

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vor 2 Stunden schrieb KleinEmma:

Für mich ist das schwer anzusehen. Aber ich merke natürlich auch, dass ich da nichts bewirken kann. Damit stehe ich aber nicht alleine. Das fällt ja auch anderen auf, die auch schon versucht haben, mit ihnen zu reden.

 

Das klingt schlimm. Ich kann mir schwer vorstellen, dass solche Leute auch im menschlichen Umgang lernbereit und angenehm sind, ehrlich gesagt.

So ein imkompetentes Macho Gehabe erstreckt sich ja meist nicht nur auf ein Gebiet.

So, wie du die Situation beschreibst, haben dies Leute überhaupt keinen blassen Schimmer von den Bedürfnissen ihrer Hündin. Und Null Interesse am Wohlergehen des Tieres.

Das ist verdammt traurig. Ich weiß ja nicht, inwiefern ihr befreundet seid.

Für mich gäbe es da nur noch Rückzug. Solches Verhalten löst bei mir konsequentes Meiden aus.

Umsomehr als vlt. auch noch dieses bedauernswerte Hundemädchen den durch "Belehrungen" ausgelösten Frust der HH ausbaden muß.

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vor 3 Minuten schrieb Renegade:

 

Das klingt schlimm. Ich kann mir schwer vorstellen, dass solche Leute auch im menschlichen Umgang lernbereit und angenehm sind, ehrlich gesagt.

So ein imkompetentes Macho Gehabe erstreckt sich ja meist nicht nur auf ein Gebiet.

So, wie du die Situation beschreibst, haben dies Leute überhaupt keinen blassen Schimmer von den Bedürfnissen ihrer Hündin. Und Null Interesse am Wohlergehen des Tieres.

Das ist verdammt traurig. Ich weiß ja nicht, inwiefern ihr befreundet seid.

Für mich gäbe es da nur noch Rückzug. Solches Verhalten löst bei mir konsequentes Meiden aus.

Umsomehr als vlt. auch noch dieses bedauernswerte Hundemädchen den durch "Belehrungen" ausgelösten Frust der HH ausbaden muß.

 

Gut erkannt :) Sie gehören nicht zu den beliebten Menschen und es sind nicht unsere Freunde. 

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vor einer Stunde schrieb KleinEmma:

Wie geht ihr vor, im realen Leben mit Hundehaltern dieser Art? Sagt ihr nichts? Oder versucht ihr es? Was, wenn in dem Fall die Welten auseinanderklaffen?

 

Ich sage nichts. Bringt nichts. Ich lass mir selbst ja auch nichts sagen... ;) (bzw. :) also halt ein freundliches Zwinkern). Es sei denn jemand schlägt seinen Hund etc. 

 

Selbst bei Freunden lass ich es inzwischen bleiben. Leine werfen etc. funktioniert zu effektiv und mein Hund ist zu „schlecht erzogen“ um als Gegenbeispiel zu dienen. 

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