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Hundeforum Der Hund
Magi

Meine Hündin weint anderen hinterher

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Hallo Liebe Hundefreunde,

 

ich habe ein Problem und weiß nicht wirklich wie ich es lösen soll.

Da ich nicht weiß wie ich es beschreiben soll, erzähle ich was letzen Monat passiert ist.

 

Meine Mutter, Nils(Ihr Freund) , Ich und natürlich Anny meine Hündin waren eine Woche auf Juist .
Alles lief gut, die Fahrt war entspannt Anny hat sich benommen, außer und da fängt es an, dass sie sich nie nach mir orientiert wenn ich mit anderen unterwegs bin und das ist natürlich schon peinlich, wenn der eigene Hund weint und dich nicht beachtet , wenn die anderen  zum Beispiel auf die Toilette gegangen sind. Sie wollte auch mit mir alleine nirgendwo hin gehen, Hauptsache Mama und ihr Freund  sind da .

Wenn ich mit ihr alleine unterwegs bin ist es natürlich ganz anders sie hört auf mich, beachtet mich und ist entspannt. Als wir dann in unserer '' Wohnung '' waren haben wir gedacht das schlimmste ist jetzt hinter uns, die Hinfahrt haben wir überlebt, aber wir wussten in dem Moment nicht das es alles andere als entspannt wird mit Anny.
Als wir angekommen waren fing es auch direkt an, ich habe ausgepackt und Meine Mutter und Nils wollten mal eben raus und ans Meer. Schon ging das gespringe, geheule und gebelle los(das macht sie aber auch oft zuhause wenn sie das Geräusch einer Jacke hört oder wenn sie merkt da will jemand raus gehen) . Als die beiden aus der Tür gingen dachte ich, ich werde wahnsinnig, Anny konnte sich nicht mehr beruhigen und weinte soo laut und dramatisch , dass ich echt nicht wusste was ich tun soll, zuhause würde ich es ignorieren und warten bis sie sich beruhigt , aber dort waren wir nicht alleine, mir war das so unangenehm und ich war gleichzeitig sehr verletzt, dass mein eigener Hund es mit mir alleine nicht aushalten und entspannen will. Sie hörte erst auf als die beiden wieder zurück kamen.  Es ging den ganzen Urlaub so, wir konnten getrennt nirgendwo hin, sie wollte nicht einmal mit mir raus gehen und darauf habe ich mich die ganze zeit gefreut, mit meinem Hund alleine am Strand, die Zeit genießen, aber nichts da, ich konnte nichts tun, sogar leckerlies haben sie nicht interessiert,  weil sie ständig bei Nils sein wollte. Das lustige ist sie kannte Nils nicht mal, hatte auch kein Bezug zu ihm. Jede Situation war für mich und die anderen stress pur. Morgens fing es schon an, Mama und Nils gehen frühstück holen, weil Anny da nicht mit durfte, und zack sie rastet aus weint wie verrückt. Oder die Situation beim gassi gehen, wir gehen alle gemeinsam spazieren, aber sobald sich unsere Wege trennen, rührt sich Anny kein Stück bzw weint und zerrt um bloß bei ihnen zu sein.
So ähnliche Situation kenne ich natürlich im Alltag, wenn Anny auf meine beste Freundin oder meinen Kumpel trifft, da gibt es kein Halten mehr, als Übung mache ich sie dann immer an die Leine und sage zum Besuch das sie bitte ignoriert werden muss. Aber wenn man sich draußen trifft zerrt und weint sie fürchterlich, springt und beißt vor lauter Aufregung. Sie ist allgemein auf Menschen fokusiert. Wenn beim Gassi gehen an uns ein Hund und sein Halter vorbei gehen, will Anny sofort den Menschen anspringen bzw läuft direkt auf ihn zu, weshalb ich jetzt automatisch die Leine kurz mache,wenn ich sehe da kommt jemand. Meine Hündin  ist mir ein Rätsel, ich habe mit Hunden immer zutun gehabt, aber sowas hab ich noch nie erlebt das ein Hund sein Frauchen nicht beachtet, wenn andere dabei sind und das so stark das sie sogar weint wenn es zur Trennung kommt oder mit mir nicht mehr mitgehen will. Sie weint allgemein oft auch mal nach mir, wenn ich aus dem Haus gehe. Trennungs Angst kann es nicht sein, weil sie weg laufen würde wenn ich sie von der Leine lassen würde. Es hat bestimmt was mit Kontrolle zutun, aber mehr weiß ich auch nicht. Vorallem weiß ich nicht was ich tun soll. Sie weint aber nicht nur in den Situationen die ich beschrieben habe, sondern auch wenn jemand bei uns parkt oder klingelt. Sie kann auch vieles nicht aushalten und fängt bei Dingen wie auf essen warten an zu weinen. Ich kann mich nicht erinnern dass ich sie jemals falsch belohnt hätte oder auf dieses weinen reagiert hätte. Ich hab soo viel gelesen und versucht mein bestes zu geben bei ihr.  Sie ist auch eigentlich eine liebe Maus und ich bin froh sie zu haben, nur weiß ich nicht was ich machen soll damit sie vielleicht sicherer wird und auch sich mehr nach mir orientiert als anderen hinterher zu weinen, wenn es denn überhaupt geht. Ich möchte bald  von zuhause ausziehen und ich weiß jetzt schon die Nachbarn werden mich hassen. Aber ich hoffe ich habe es bis dahin geschafft dass sie entspannt ist wenn sie alleine zuhause bleibt. Da weiß ich auch wie ich üben muss, aber was ich tun soll wenn sie anderen hinterher weint, keine Ahnung... 
Puh das war vielleicht viel und ich hoffe es war verständlich und nicht zu durcheinander.
Ich habe zwei andere Beiträge zu Anny auf diesem forum falls ihr mehr wissen wollt.

 

Danke fürs durchlesen! 

Liebe Grüße 

Magda und Anny 👩🏻🐶
 

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Hallo 😀

 

Wie du schon vermutest, liest sich dein Text für mich (auch) nach einem Hund, der gern alles unter Kontrolle haben möchte. Im Grunde ist dein Hund sich permanent unsicher, was ihr, euch und da draussen alles so passiert und weil sie nicht nachschauen kann, die Kontrolle haben kann, sie ja sogar verliert, "sprudelt" sie vor Stress "über".

 

Ich kann dir nur raten, mal all die Situationen aufzuschreiben, die du gern ändern würdest. Schau auch unbedingt auf den gesamten Tagesablauf. Schläft sie genug, also wirkich Tief-Schlaf mit Träumen. Für deinen Hund scheint es auf den Tag gerechnet schon zuviele Stressoren zu geben, so dass sie sich gar nicht beruhigen könnte - selbst wenn sie wollte - wenn sie sich dann mal beruhigen muss. Schau auch auf das Futter, manche Sorten "begünstigen" Hyperaktivität. Beleuchte auch deinen Umgang mit ihr, manchmal "buhlt" man unbewusst um die Aufmerksamkeit des Hundes, der jedoch findet das doof und reagiert "erst recht" nicht...

 

Meiner Meinung nach, müsste die "Grundeinstellung" deines Hundes etwas entstresst werden, dann kann man auch leichter trainieren. 😃

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@Brummkreisel @Magi

 

Vielen Dank für deine Antwort und für das durchlesen! 

Zum Thema Tagesablauf, Schlaf und Essen:

Also ich bin viel mit ihr unterwegs, es ist mir auch sehr wichtig dass sie täglich viel auslauf hat und auch immer längere Spaziergänge. Als ich mit ihr damals in der Welpenschule war wurde mir empfohlen nur trocken Futter zu geben und da habe ich mich für Belcando entschieden . Ab und zu auch mal Nass Futter und koche auch gerne selber für sie. Schlafen tut sie auch seehr tief, gefühlt auch täglich  immer mit Träumen. Also in der Richtung ist mir nichts aufgefallen, nur halt das sie schnell wach wird wenn jemand kommt oder wenn sie merkt ich gehe raus aus dem Haus. So bewegen kann ich mich schon zuhause da entspannt sie auch, auch wenn besuch da ist, nach dem sie so unruhig war schläft sie dann auch mal ein, Hauptsache sie hat alles im Blick. 

Habe auch überlegt ein bestimmtes Öl zu holen was sie beruhigt,  aber das kann auch keine Lösung sein. Das mit dem aufschreiben ist eine gute Idee. Muss aufjedenfall noch viel mit ihr üben.  Aber es lohnt sich ja, und zum Glück gibt es hier so ein forum wo man sich Ratschläge holen kann. 

Danke! 

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vor 11 Stunden schrieb Magi:

Trennungs Angst kann es nicht sein, weil sie weg laufen würde wenn ich sie von der Leine lassen würde.

Natürlich kann sie das aus Trennungsstress- machen sehr wahrscheinlich sogar. Unterwegs hat sie einerseitts die Erfahrung gemacht, dass du dann nicht abhaust und andererseits riecht sie dich natürlich auch, da kann sie sich auch weit entfernen.

Sie will sich einfach absichern, dass keiner abhanden kommt und mag Geselligkeit würde ich sagen. Natürlich ist sie in fremder Umgebung noch verunsicherter, ob auch wirklich alle wiederkommen.

Ich würde ein Abschiedsritual einführen und versuchen, dass sie sich nicht so reinsteigert- also mit Spielen (Suchspiele!) und Futter erstmal aus dem Film herauskommt.

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In abgeschwächter Form hat unsere das auch. Sogar manchmal richtiges Wolfsgeheul. Ich denke, dass ist auch eine Art Verabschiedung, wenn jemand das "Rudel" verlässt. Sie mag einfach gern, wenn alle Beisammen sind - und mit dem Beachten hat sie es auch nicht so arg. Unsere ist generell recht selbständig und zieht - wenn wir es zulassen - auch gerne ihr eigenes Ding durch.

 

Ich - als absoluter Anfänger - würde sagen, es ist die Mischung zwischen gewünschter Eigenständigkeit und Anhänglichkeit ihrem Rudel gegenüber.

 

Leider habe ich auch keine Tipps dafür - wir ignorieren unsere dabei und es wird immer weniger...

 

und PS. - mein Gott ist die Zucker!

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@gebemeinensenfdazu 

Klingt logisch mit dem Trennungsstress,  hatte es immer anders gesehn wegen einer Folge Hundeprofi auf Vox, da hatte der Martin Rütter sowas ähnliches gesagt , aber dort war es eher harmlos und jeder Hund ist sowieso unterschiedlich. Danke für deine Antwort!  Das mit dem Suchspiel klingt auch nicht schlecht, das muss ich ausprobieren, zur Zeit übe ich das apportieren mit ihr. 

Lg

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mein ehemaliger DSH Lux war auch so ein jammernder Kandidat.

Sobald sich jemand aus unserer Familiengruppe entfernte, war er lautstark am Heulen/Jammern und an der Leine zerrend.

An einem Dampferausflug kann ich mich noch erinnern, puh, da  wollten nur Sohn und Vater auf die Toilette.

Er hat sich erst beruhigt, als alle wieder da waren.

 

Lucie, eine Griffon hündin, ähnliche Jagdanlagen wie ein Beagle,

also ein "im HUnderudel jagen wollen" stimmt immer dieses typische Geheule an. (beim Verlassen und wieder dazu kommen)

Ich habe nach der Erfahrung  mit Lux dieses Verlassen der Gruppe geübt.

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