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Hundeforum Der Hund
Kanae

Hund von Fremden streicheln lassen

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Wenn wildfremde Menschen den Hund streicheln wollen, einfach mal mit abblocken und deren Köpfchen streicheln probieren. ;)

Wenn sie das widerspruchslos hinnehmen kann man mit einem "Fein, bist du ein feines Menschlein!" positiv verstärken. :D

 

 

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Wenn es dir so oft passiert, ist dein Hund besonders niedlich und/oder nimmt er Blickkontakt auf?

Ich würde als erstes versuchen meine Position zu ändern, so dass der hund nicht so einladend wirkt und du ihn besser schützen kannst. Wenn du ihn zwischen deinen Beinen einparkst kannst du schonmal besser eingreifen. Außerdem haben Menschen dann mehr Hemmung über dein Bein hinweg zu greifen. Auch eine große Einkaufstasche, so eine steife, wo nicht viel drin sein muss, dass sie steht, könntest du vor ihm platzieren.

Klassiker wäre dann auch Maulkorb, weil Menschen vor Maulkorbhunden mehr Angst haben, da wirds dann aber meistens mit warum trägt er einen Maulkorb? auch lästig. Und nicht jedem Hund ist so ein Ding völlig egal. Auch die Aufmerksamkeit vom Hund auf dich lenken, also dass er nicht in Richtung Menschen kuckt, sondern dich ankuckt, läd nicht so ein Kontakt aufzunehmen. Spontan vielleicht hilft auch ein Verband, irgendeine große Binde ... dann fragt dich zwar jeder, was hat er denn? Aber sie haben vielleicht weniger das Bedürfnis ihn anzugrabschen.

Vielleicht kann ja mal jemand mitfahren und euch unauffällig filmen um zu schauen, was denn der Auslöser ist, das euch das so oft passiert.

Und ja, gerade wenn man sagt, der hat angst, steigert das oft das bemühen, das er ja keine Angst haben muss. Ist ... dumm, aber doch die wesentlich liebenswürdigere Einstellung als: wäre dafür, dass Drecksköter nicht in die Öffis dürfen. Also sagt man lieber, er hat ein bisschen Bauchweh und heute keine Lust auf streicheln, geht uns ja auch so, wenn man krank ist, keine Lust auf neue Leute. und weiter Augenkontakt zum Menschen halten, wenn der ein Bedürfnis hat nach Kontakt, muss er dann nicht den Hund nehmen, sondern kann sich weiter mit einem unterhalten. Man kann fragen, haben sie auch einen Hund ect. Also freundliches Managment. Denn das man selber hochfährt und sich ärgert, hilft dem Hund in der Situation auch nicht und jegliche Erziehungsmaßnahmen, man sieht die Leute ja in der Regel nicht wieder und es ist ein Dienst an der Hundewelt an sich, denn ich persönlich bin froh, dass es noch Hundeliebhaber gibt. Die ich rege mich über Hundescheiße auf und die beißen eh nur Kinder Fraktion wird für mich gefühlt immer größer und die Anzahl der Giftköder immer mehr. Also, auch wenn sie lästig sind und nicht immer willkommen, wenigstens mögen sie Hunde.

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@Kanae Willkommen in meiner Welt :D

 

Leni hat einen derartig hohen Niedlichkeitsfaktor, dass ich mir damals etwas überlegen musste. Am schlimmsten fand ich die Situationen, in denen ich gerade mit den Kindern beschäftigt war und plötzlich merke, wie hinter mir jemand den Hund streichelt. Natürlich war ich dann gereizt und habe den Leuten etwas dazu gesagt. Ich habe dann aber gemerkt, dass meine "Zurechtweisung" der Leute Leni mehr verunsichert hat als das Streicheln selber und sie das dann auf fremde Menschen übertragen hat. Ich muss dazu sagen, dass sie prinzipiell kein großes Problem mit der Streichelei hatte.

In der Theorie wäre es für mich natürlich gewesen, den Hund zu schützen und Menschen abzublocken. Die Praxis sah dann eben anders aus. Da ich die ständige Kontaktaufnahme von Erwachsenen und Kindern (die meistens fragen) nicht verhindern kann, habe ich diese eben besonders positiv für Leni gestaltet. Kinder durften (mussten) ihr Leckerchen geben und sie "fragen", ob sie gestreichelt werden möchte.

Bei Erwachsenen habe ich ihr immer ein Leckerchen gegeben bei einer Kontaktaufnahme und sie gelobt. Wie gesagt, Leni lässt sich gerne streicheln und sucht mittlerweile selber Kontakt, wenn sie jemand freundlich anspricht. 

Letztlich haben wir "Streicheln/Kontakt zu Fremden" richtiggehend trainiert und positiv aufgebaut, weil sie durch unseren Alltag einfach so oft in Situationen mit vielen Menschen ist.

 

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Wie wäre es, wenn du das Selbstbewusstsein des Hundes stärken könntest- da er doch sehr ängstlich reagiert?

So dass er sich getraut, auch mal nein zu sagen, wenn du gerade überrumpelt wirst?

Also den Hund darin unterstützen auch mal selber zu warnen mit Knurren?

Das verstehen solche Leute meist am besten, auch wenn es schade ist, dass der Hund so deutlich werden muss.

Sicher wäre es am besten, wenn der Hund sich voll auf dich verlassen kann, aber da du das nicht sicher gewährleisten kannst, ist es besser, der Hund kommuniziert das in Notfällen selber, bevor er noch ängstlicher und ohnmächtiger wird und sich vielleicht irgendwann nicht mehr anders zu helfen weiss, als panisch zu schnappen.

Wenn mein Hund das nicht mag, würde ich nicht versuchen es für ihn erträglicher zu machen- es ist einfach komplett verzichtbar und es gibt soviel unverzichtbares Unangenehmes, dass ich ihm das ersparen würde wollen- stattdessen würde ich ihn in selbstbewusster Kommunikation unterstützen.

 

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Ohne zu fragen den Hund anfassen finde ich auch nicht in Ordnung. Gerade weil es meist Situationen sind, in denen der Hund auch etwas gestresst ist (weil viele Menschen, eng..). Aber Erfahrungsgemäß bringt es nichts den Leuten was zu sagen. Bei denen wurde es halt im Kindesalter verpasst beizubringen dass man nicht einfach fremde Hunde anfasst.

Als Nuka ein Zwerg von 10 Wochen war, war ich mit ihm auf einem Weihnachtsmarkt. Er hing in seinem Kängurubeutel und sogar meine Jacke war über ihm zugemacht. Da will mir doch allen Ernstes ein Typ in den Ausschnitt greifen um den Hund zu streicheln. Hab ihm die Hand reflexartig weg geschlagen und trotzdem stand er ganz unbeeindruckt da und hat mir gesagt was für einen süßen Hund ich da hab. Da ist mir echt alles entglitten 😂

 

Wenn die Situation es zulässt dass nimm dir deinen Hund einfach zwischen die Beine. In der Bahn beuge ich mich auch noch über den Hund. Dann kann ich alle Hände einfach abwehren. Mehr kann man meist nicht machen

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vor 4 Stunden schrieb Kanae:

...

Ich ignoriere es unter anderem deswegen, weil ich das Gefühl habe, Kostja geht souverän damit um, also er hat meistens keine Angst.

...

 

 

 

vor 5 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

Wie wäre es, wenn du das Selbstbewusstsein des Hundes stärken könntest- da er doch sehr ängstlich reagiert?

 

 

 

Normalerweise reagiert er ja nicht ängstlich.

 

Ich finde die Methode von  @NannyPlum    sehr gut, das mit den Keksem ist mir noch nicht eingefallen, werde ich in Zukunft auch machen.

Ungefragt wird Wega kaum mal gestreichelt, aber ich werde oft gefragt, ob sie gestreichelt werden darf. Kindern sage ich auch immer noch dazu, dass sie besser am Hals oder Rücken streicheln, das verstehen sie gut. Auch Pfötchen geben erfreut die Kinder sehr und ist sehr ok für Wega.

Wega selber zeigt, dann schon wenn es zuviel wird, sie wendet sich ab oder nimmt den Rückwärtsgang. Wenn kein Platz zum ausweichen ist, sage ich halt, dass es jetzt genug sei und sie nicht mehr möge.

Ich finde halt, dass jede positive Begegnung von Hund und Mensch, vor allem Kind, einen positiven Einfluss auf das allgemeine Klima gegenüber Hunden hat.

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Ich finde so etwas keine positive Begegnung, wenn einer der Beteiligten es einfach nicht will.

 Das schafft auch kein gtes Klima, wenn eine Erwartungshaltung aufgebaut wird, dass sich ein Hund anfassen lassen MUSS. Im Gegenteil- genau aus diesem Fehlverständnis , dass ein Hund das mögen müsse, wir die Hemmschwelle zum Anfassen herabgesetzt und dann entstehen die Probleme, entweder weil der Hund sich wehrt (potentiell für den Anfasser) oder weil er sich nicht mehr wehrt (für den Hund, der aus seiner Wehrlosigkeit nicht herausfindet).

 

Eine Begrüßung kann doch einfach ein freundliches Hinhocken und Handanbieten sein- das fände ich eine positive Begegnung.

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@gebemeinensenfdazu 

vor 50 Minuten schrieb Nebelfrei:

Kostja geht souverän damit um

 

das findest du nicht positiv? ich schon

 

Und nein, ich finde auch nicht, dass jeder einfach ohne zu fragen den Hund streicheln soll. Aber das habe ich oben schon gesagt. jede positive Begegnung ist eben positiv, auch für Hunde und deren Halter.

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Ich denke es ist schon Situations- und auch Hunde Abhängig.

 

Ich frage mich aber, warum muss ich dies regeln und mich hier in eine Defensive drücken lassen. Und warum soll mein Hund das lernen, nur damit externe zufrieden sind?

 

Ich habe es aber auch eher einfacher, da nicht jeder eine Ridge Dame streicheln möchte und ich wohl eher nicht den Eindruck erwecke, als wenn ich das möchte. Ein NEIN von mir ist den meisten wohl eindeutig genug. Kinder sind natürlich immer ein eigenes Thema, ich werde hier kein Kind anraunzen, es aber jedem Kind beibringen, obwohl es meist eher um die Eltern geht. 

 

Auf der. Wiese, bei Treffen, bei Hundekontakten auf geeigneten Flächen, am Strand, wo auch immer geht das alles ja, aber nicht so bei einer Gassi Runde an der Leine, in der Stadt oder in der Straßenbahn, etc.

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So unterschomiedlich sind eben auch Hindehalter. Draussen nervt es mich und Wega eher, wenn wir gefragt werden.

Aber in der Bahn oder beim warten auf den Budäs, finde ich es problemlos. Da haben wir ja nichts vor als rumzusitzen oder stehen.

 

Mir ist halt nicht klar, warum man es immer gleich als Angriff sieht

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