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Hundeforum Der Hund
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Hund von Fremden streicheln lassen

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vor 12 Minuten schrieb Eifelkater:

Nö, verlassen nicht.

 

Aber mal folgendes Szenario angenommen:

 

jemand will deinen Hund streicheln, du schubst ihn ( sanft weg), er stolpert, knickt um und zeigt dich dann wegen Körperverletzung an und will Schadensersatz. Dann kannst du dich vorm dem BGB tatsächlich auf Selbsthilfe des Besitzers berufen, im STGB bist du aber dann automatisch bei Notwehr, weil du da ja quasi nur drei Ausnahmerechte hast. Schlimmstenfalls landest du dann bei §16 "Irrtum über Tatumstände". 

 

Aber das sind nur meine (un)juristischen 2 cents.....das mögen Anwälte und Richter eventuell anders sehen....

 

Ich seh`s anders, aber das ist ja Standard in dem Gebiet. :)

 

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Lara geht immer ganz offen auf Menschen zu, um so mehr Hände um so besser.

 

Loki ist Menschen gegenüber misstrauisch, zeigt das auch sehr deutlich. Nicht jeder darf ihn einfach so anfassen. Er ist aber groß und schwarz und somit haben zumindest hier die meisten Menschen Angst vor ihm. Dadurch komme ich meist gar nicht in die Situation das jemand streicheln will.

 

Wenn der Hund Kontakt möchte und es für den Menschen ok ist, dürfen beide gerne gestreichelt werden.

 

Kinder lasse ich an Loki gar nicht ran, da hat er einfach noch zu viel Angst davor.

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vor 12 Minuten schrieb Lique:

Ich seh`s anders, aber das ist ja Standard in dem Gebiet. :)

 

Wie würdest du es denn sehen? Nur weil ich es anders sehe, muss ich ja nicht auf dem richtigen Pferd sitzen?

 

BGB und Besitzwehr ist ja klar...

 

Aber was mache ich mit dem STGB? bzw. dann der Anzeige wegen Körperverletzung? 

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vor 10 Minuten schrieb Eifelkater:

Aber was mache ich mit dem STGB? bzw. dann der Anzeige wegen Körperverletzung? 

Also in dem von dir beschriebenen Szenarion wäre meine Antwort: dich entschuldigen.

Aaaaber ich hab mich seit 2 Jahren nicht mehr mit dem Kram beschäftigt und nicht so wirklich Lust das im Detail nachzurecherchieren. Also kann ich auch auf dem falschen Pferd sitzen.  

Das ist also nur mein juristisches Bauchgefühl, dass auch sagt, dass das kein § 16 StGB ist, sondern allenfalls ein Erlaubnistatbestandsirrtum.

 

Der Erlaubnistatbestandsirrtum (gesetzlich nicht geregelt) 1. Definition: Irrtum über das Vorliegen eines Umstandes, der, wenn er wirklich vorläge, die Voraussetzungen eines anerkannten Rechtfertigungsgrundes erfüllen würde. 2. Rechtsfolge: Die Behandlung ist umstritten (siehe Examinatorium AT – Arbeitsblatt Nr. 25). Die wohl h.M. (eingeschränkte Schuldtheorie, ähnlich die rechtsfolgenverweisende Schuldtheorie) wendet § 16 StGB analog an (Tatbestandsirrtum). Es entfällt jedoch nicht, wie beim Tatbestandsirrtum, der Tatbestandsvorsatz, sondern nur der Schuldvorsatz (= Vorsatz bezüglich der Rechtswidrigkeit). Daher auch hier lediglich Fahrlässigkeitsprüfung. 3. Einordnung: Prüfung innerhalb der Schuld im Rahmen der Schuldform (Schuldvorsatz ist ein Schuldelement!). 4. Beispiel: Der Täter erschießt einen Menschen, weil er irrig annimmt, dieser würde ihn angreifen und er daher glaubt, es läge eine Notwehrsituation vor (Putativnotwehr).

 

https://www.jura.uni-tuebingen.de/professoren_und_dozenten/heinrich/materialien/arbeitsblaetter-zur-vorlesung-strafrecht-at-pdf-dateien/26-irrtum-uebersicht.pdf

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vor 31 Minuten schrieb Lique:

Also in dem von dir beschriebenen Szenarion wäre meine Antwort: dich entschuldigen.

Aaaaber ich hab mich seit 2 Jahren nicht mehr mit dem Kram beschäftigt und nicht so wirklich Lust das im Detail nachzurecherchieren. Also kann ich auch auf dem falschen Pferd sitzen.  

Das ist also nur mein juristisches Bauchgefühl, dass auch sagt, dass das kein § 16 StGB ist, sondern allenfalls ein Erlaubnistatbestandsirrtum.

 

Der Erlaubnistatbestandsirrtum (gesetzlich nicht geregelt) 1. Definition: Irrtum über das Vorliegen eines Umstandes, der, wenn er wirklich vorläge, die Voraussetzungen eines anerkannten Rechtfertigungsgrundes erfüllen würde. 2. Rechtsfolge: Die Behandlung ist umstritten (siehe Examinatorium AT – Arbeitsblatt Nr. 25). Die wohl h.M. (eingeschränkte Schuldtheorie, ähnlich die rechtsfolgenverweisende Schuldtheorie) wendet § 16 StGB analog an (Tatbestandsirrtum). Es entfällt jedoch nicht, wie beim Tatbestandsirrtum, der Tatbestandsvorsatz, sondern nur der Schuldvorsatz (= Vorsatz bezüglich der Rechtswidrigkeit). Daher auch hier lediglich Fahrlässigkeitsprüfung. 3. Einordnung: Prüfung innerhalb der Schuld im Rahmen der Schuldform (Schuldvorsatz ist ein Schuldelement!). 4. Beispiel: Der Täter erschießt einen Menschen, weil er irrig annimmt, dieser würde ihn angreifen und er daher glaubt, es läge eine Notwehrsituation vor (Putativnotwehr).

 

https://www.jura.uni-tuebingen.de/professoren_und_dozenten/heinrich/materialien/arbeitsblaetter-zur-vorlesung-strafrecht-at-pdf-dateien/26-irrtum-uebersicht.pdf

😁 das ist unfair. " Dich entschuldigen" kam in keinem meiner Lehrunterlagen vor.

Vermutlich würden wir je nach Gewieftheit des gegnerischen Anwalts beide auf dem falschen Pferd sitzen. Solche Entscheidungen sind ja schon bei studierten Juristen immer sehr unterschiedlich in der Bewertung. 

 

Wie sagt unser ehemaliger Hauptkommisar der bei uns das Deeskalationstraining begleitet immer so schön: "Notwehr wird zu 90 % im Bauch und nicht im Kopf entschieden". Allerdings sagt er das nur zu uns und nicht zu den Schülern....Recht hat er....

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vor 27 Minuten schrieb Eifelkater:

😁 das ist unfair. " Dich entschuldigen" kam in keinem meiner Lehrunterlagen vor.

 

Doch, unter Strafmilderungsgründe. 😉

 

Ich bin studierter Jurist. 

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Zyra will nicht angefasst werden - basta.

Erst heute wieder meinem Mann beim Bäcker passiert. Fremder Mensch kommt, quatscht Hund an und will über den Kopf streicheln.

Zyra zieht die Leftzen und schnappt. Ganz schnell war die Hand wieder weg. Zyra schnappt allerdings immer vorbei und nicht zu. Collietypisch halt.

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vor 2 Stunden schrieb Lique:

 

 

Ich bin studierter Jurist. 

Ich und mein überragendes Talent garantiert jedes Fettnäpfchen zu erwischen....😁

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@Eifelkater

 

Wie gesagt, ich hab mich seit Jahren nicht mehr mit der konkreten Problematik befasst, ich laber hier nur vor mich hin. 

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habt ihr evtl. bei Menschen mehr Respekt NEIN zu sagen als bei einem Hund? 😅

 

Wir sind doch hier immer gut mit Körpersprache, sehen unseren Hunden vorher an, ui, das geht nicht gut mit dem Hund, sehen an der Schwanzspitze, oh, da ist doch ein Hase in der Nähe oder ein Eichhörnchen, aber bei einem Menschen könnt ihr das nicht? Menschen sind doch viel einfacher zu lesen 😉

 

Oder habt ihr Respekt vor einen Spruch von jemanden, oder geht es bei mir als mittealterlicher Mann evtl. einfacher?

 

Es ist doch fast immer ein vergleichbarer Vorgang, Mensch sieht HUnd, nimmt HH gar nicht war, starrt Hund an, breites grinsen wird intensiver, wenn der Gegenüber jetzt noch halbwegs nett ist, fragt er noch kurz darf ich den streicheln, ohne das ihn die Antwort irgendwie interessieren würde, also müssen wir doch reagieren.

 

Es genügt sich einfach vor den Hund zu stellen und nein zu sagen, wenn ihr noch höflicher sein wollt, sagt ihr, besser nicht, oder so. Die Blicke sind dann immer amüsant, meist kommt dann, oh, beisst der? Ich für meine Person, wenn ich gut drauf bin sage dann evtl. noch, möchten Sie das ausprobieren oder warum fragen Sie? Wenn ich schlechter drauf bin habe ich auch schon gesagt, ist das relevant, ein nein ist doch eindeutig genug, oder nicht.

 

Ich glaube aber, ich lasse es lieber jetzt mal, ich bin ganz sicher nicht stellvertretend für die meisten HH, ich hasse es wie denTeufel und ich habe überhaupt keine Lust, hier jetzt irgendwie meinen Hund zu trainieren, schon gar nicht belohne ich den Gegenüber mit einem Leckerchen was er vertreilen kann und trainieren ihn, es bei allen Hunden dann so zu handhaben.

 

Es können alle zu mir kommen, mit und ohne Hund, Ihre Ängste abbauen bei Hunden, die eigenen Ängste hier mit kleinen Kindern und Hund bearbeiten, mit 50 Hunden kommen, auf der Wiese spielen oder Übungen machen, bin ich überall dabei, aber nicht so im vorbeigehen, wo auch immer. no way.

 

Sorry, musste noch mal raus, bin eigentlich nicht so der Typ, aber hier bin ich mehr als konsequent.

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