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Hundeforum Der Hund
Kanae

Hund von Fremden streicheln lassen

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vor 1 Stunde schrieb BVBTom:

schon gar nicht belohne ich den Gegenüber mit einem Leckerchen was er vertreilen kann und trainieren ihn, es bei allen Hunden dann so zu handhaben.

 

 

 

Das unterbinde ich hier tatsächlich auch, weil es für Minos und damals auch für Fly der Freifahrtschein dafür wäre, das dann einfordern zu wollen. Und das geht nicht, dass sich meine Hunde dann verselbständigen um ein Leckerchen einzufordern und das würde Minos. 

Außerdem gibt es Hunde mit Futterallergien. 

Als Fly noch lebte, die ja wirklich für viele der niedliche kleine "Boomer-Hund" war, gab es Situationen, wo Menschen hier im Dorf , die mein Mann öfters mit den Hunden traf, Leckerchen für die Hunde kauften.

Das ging noch viel weniger, weil Fly eine hochgradige Futterallergie hatte. Und tatsächlich möchte ich auch nicht, dass da auch noch "irgendwas" in meine Hunde gefüttert wird, auch wenn es lieb gemeint ist.

Da haben wir viel erklärt, zwar freundlich, aber bestimmt, das so etwas so gar nicht geht. 

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vor 21 Stunden schrieb Kanae:

Eine Frage noch zu allen, die meinten, man solle den Leuten ein Leckerlie für den Hund in die Hand drücken, damit es für ihn positiv wird: Fängt der dann nicht an zu betteln? Wenn Kostja bei irgendwem Essen sieht, macht er schon sofort artig sitz und setzt den Hypnoseblick ein.. Ich hätte Angst, dass er dann irgendwann bei jedem Menschen was essbares vermutet... Eigentlich will ich ihm die Bettelei auch noch abgewöhnen, bei mir hat er das auch noch nie versucht.. 

 

Ich habe damit eigentlich keine Probleme gehabt.

Der Hund sieht ja, dass ich das Leckerchen der Person in die Hand gebe und die Leute nicht selbst die Taschen voll haben.

 

Ich würde das jetzt aber auch nicht jeden Tag machen ... ;) 

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Also Leni weiß ebenfalls ganz genau, dass die Kekse von mir kommen und fragt MICH nach mehr. In 90% der Kontakte verteile ich diese ja.

Ich glaube, wir haben hier sehr unterschiedliche Szenarien im Kopf :).

Also ich verteile auch keine Leckerchen an distanzlos grabschende Menschen, das ist ja klar. 

Die Ausgangspunkt der Diskussion war ja die Befürchtung, dass der Hund doch mal ungehalten reagieren könnte oder sogar schnappen, wenn er ungefragt gestreichelt wird.

So, und meine Idee (bzw meine Vorgehensweise) dazu war in meinem Kontext, Kontakt mit Menschen positiv zu verstärken, damit ein eventuell überraschendes Tätscheln, Anquatschen oder unwissendes in die Augen-Starren dem Hund weniger ausmacht, weil er insgesamt mit Menschen positive Erfahrungen gemacht hat. 

Also platt gesagt - 100 besondes nette und positive Begegnungen überlagern vielleicht 1 etwas weniger nette.

Um mal ein Beispiel für die Keks-Gabe eines Fremden zu liefern: Wir treffen jeden Tag viele alte Menschen, weil vor der Schule ein Seniorenheim ist. Als wir mal einen alten Herrn im Rollstuhl trafen, sprach der uns an. Leni reagierte freundlich und aufgeschlossen, hatte aber sichtbar Hemmungen vor dem Rollstuhl. Nach ein paar Keksen war der Rollstuhl gar nicht mehr gruselig. Und der Mann selig, weil er Leni füttern und streicheln konnte. 

Oder die Dame mit Alzheimer, die früher selbst einen Hund hatte, wie mir ihre Begleitung erzählt hat. Streicheln klappt nicht mehr richtig, deshalb lasse ich Leni an mir Hochspringen, füttere sie mit Keksen und die Betreuerin führt derweil die Hand der Dame über das Hundefell.

Oder mein Onkel, der richtig Angst vor Hunden hatte und deshalb den Hund immer beobachtet hat. Bis zu dem Zeitpunkt wo er gesehen hat, wie vorsichtig Leni die Kekse aus der Hand seiner Enkel genommen hat. Da hat er sich auch selber getraut und ist nun etwas entspannter.

Übrigens habe ich mit Leni nicht das Problem von aufdringlichem Betteln, weil sie insgesamt eher zurückhaltend ist und immer sehr dezent auf fremde Menschen zugeht.

Ist also auch wieder abhängig von der Persönlichkeit des Hundes.

 

 

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Am 25.5.2019 um 20:58 schrieb Eifelkater:

*klugscheiß modus an*

auch rechtlich gesehen ist kopfstreicheln bei einem Menschen sind ganz ohne, das kann nämlich durchaus bei dem Gegenüber eine berechtigte Notwehrsituation implizieren. Dazu reicht es, wenn das Gegenüber denkt, a) entweder der Streichler wolle ihn angreifen oder b) er einfach nicht angefasst werden möchte.

 

*klugscheiß modus aus*

 

Interessant, und ein Hund hat sich genau das selbe einfach gefallen zu lassen? Kein Recht auf Notwehr? Kein Recht einfach nicht angefaßt zu werden?

Zu was für verqueren Sichtweisen Menschen doch immer wieder fähig sind.

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vor 9 Minuten schrieb Zurimor:

 

Interessant, und ein Hund hat sich genau das selbe einfach gefallen zu lassen? Kein Recht auf Notwehr? Kein Recht einfach nicht angefaßt zu werden?

Zu was für verqueren Sichtweisen Menschen doch immer wieder fähig sind.

Nein ein Hund hat kein Recht, wohl aber du als sein Besitzer ( Stichwort Besitzwehr unter dem Ausnahmerecht "Selbsthilfe des Besitzers" zu finden). 

 

Und nein, ich kann auch nichts für unsere Gesetze.....ich muss sie nur erklären können.....

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@Eifelkater In meine Augen hat der Hund ganz genau das gleiche Recht wie ein Mensch, es wird ihm bloß nicht zugestanden. Warum sollte sich ein Hund nicht durch eine streichelnde Hand bedroht fühlen dürfen, wenn einem Menschen das zugestanden wird? Das ergibt überhaupt gar keinen Sinn, nulllkommanull!

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vor 1 Minute schrieb Zurimor:

@Eifelkater In meine Augen hat der Hund ganz genau das gleiche Recht wie ein Mensch, es wird ihm bloß nicht zugestanden. Warum sollte sich ein Hund nicht durch eine streichelnde Hand bedroht fühlen dürfen, wenn einem Menschen das zugestanden wird? Das ergibt überhaupt gar keinen Sinn, nulllkommanull!

In deinen (unseren) Augen ist aber nunmal nicht in den Augen des Staates.

 

Da ist der Hund nun mal eine Sache mit besonderen Rechten (Tierschutzgesetz), von der aber auch eine erhöhte Gefahr ausgeht ( Gefährdungshaftung). Und die menschliche Unversehrtheit ist nun mal eines der höchsten Rechtsgüter in Deutschland. 

 

Darüber werden wir ewig diskutieren können(was wir nicht brauchen, denn eigentlich sind wir derselben Meinung), wir werden es hier nicht ändern. 

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Kein Fremder tatscht unsere Hunde an. Punkt.


13 Jahre mit einem bissigen Hund haben mich geprägt und ich habe da flugs gelernt, darauf zu achten, dass keine Hand Baffo zu nahe kommt. Dank seines Niedlichkeitsfaktors haben besonders Mütter oft ihre Kinder aufgefordert, zu ihm zu gehen und ihn zu streicheln. Meine Ansage war dann entsprechend deutlich.

Und ganz ehrlich: Es gibt heutzutage so viele seltsame Menschen, woher weiß ich, dass die meinen Hund wirklich nur streicheln wollen.

Aber gut, ich muss auch nicht mit Hund in Bus oder Bahn unterwegs sein. Ist natürlich hilfreich.

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Am 25.5.2019 um 17:28 schrieb Ferun:

Keine Chance,  Ferun will es nicht und die wenigsten Menschen verstehen es.

 

Echt? Hatte ich in der Mini-Sequenz, in der wir uns mal getroffen hatten, ganz anders empfunden. Ich hatte das Gefühl, dass sie schon ziemlich neugierig war und gern mal näher gekommen wäre, aber dass sie Esmi total scheisse fand, die hinter mir gelegen hat :) Vermutlich hätte ich sie nicht streicheln können, aber sie hätte sehr gern mal gecheckt, wer sich da erdreistet, euch einfach so anzuquatschen und dann auch noch stehen zu bleiben und Piña was zu essen anzubieten. 

 

Von Piña war ich sehr begeistert, wie neugierig und offen sie auf mich zukam und direkt das olle Trockenfutter genommen hat. Der war das total egal, dass Esmi da lag. Wo genau war euer Wohnort ;) :P??? 

 

Aber vielleicht täuscht der Mini-Eindruck auch...

 

Esmi wird auch erschreckend oft von Menschen "angegangen". Sie findet Menschen aber total scheisse... also so richtig!!! Gott sei Dank duckt sie sich aber nur blitzschnell weg und schnappt nicht. Das führt dann aber dazu, dass Menschen mitunter schon sehr beleidigt auf ihre ablehnende Reaktion reagieren. Dann (und auch wirklich nur dann) ziehe ich tatsächlich die "Armer-rumänischer-Straßenhund-Mitleidskarte". Das beruhigt die Leute irgendwie, die ja selbst auch "schon immer Hunde - besonders Schäferhunde" hatten und es doch nur gut meinen. Aber wenn sie ja ein soooo schlimmes Leben hatte... dann ist das ja gar nicht die Schuld des Streichelnden :think: Es ist mir mittlerweile zu anstrengend, zu erklären, wie das auf einen Hund wirkt, wenn von oben eine große Hand den Kopf begrapscht... 

 

Kinder erlebe ich völlig anders. Natürlich gibt es auch die, die sich mit Radschlag, laut brüllend, dreimal um uns herum laufend nähern und dann den Hund drücken wollen... die halte ich notfalls auch mit Kraft davon ab. Aber in der Regel kommen Sie und fragen höflich, ob sie mal streicheln dürfen. Wenn ich Ihnen dann erkläre, dass Esmi es an der Seite oder am Hals ganz besonders mag und das Fell da auch gaaaaanz weich ist, läuft das wirklich gut. Esmi unterscheidet aber auch klar zwischen Kindern und erwachsenen Menschen. Kinder sind für sie völlig in Ordnung. Und für mich auch, einfach weil sie nie so distanz- und respektlos sind wie Erwachsene, die immer alles besser wissen und sowieso total die Erfahrung haben mit Hunden. 

 

 

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Am 25.5.2019 um 22:49 schrieb Gusar:

Dabei schnüffelt er die Leute gerne an und wenn sie ihn dann streicheln wollen, zuckt er zurück. 

 

Kasi weicht teilweise auch aus. Insbesondere bei Menschen, auf die er selbst zugegangen ist. Klingt paradox -hat aber einen ganz simplen Hintergrund:

Er geht hauptsächlich auf Menschen zu, die er des Futterbesitzes verdächtigt. Und wenn bei ihm der Futteralarm bimmelt, weicht er im ersten Moment sogar vor meiner Hand zurück. Da ist schließlich vollste Konzentration gefragt!

Ansonsten ist er bei streichelnden Fremden genau so stumpf wie bei allem anderen (außer eben Futter...). Den bringt so leicht nichts aus der Fassung. 

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