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Belohnungen im Markertraining

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@KleinEmma Das hört sich doch schon mal vielversprechend an :)  Das freut mich, dass es so gut klappt.

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vor 11 Stunden schrieb Annali:

@KleinEmma Das hört sich doch schon mal vielversprechend an :)  Das freut mich, dass es so gut klappt.

 

Das ist so irre. Heute Abend nahm ich den Clicker in die Hand, als ich mit Emma zum Spaziergang aufbrach. Sie ist dann direkt freudig aufgeregt und wartet förmlich auf ein Kommando (Signal oder wie immer ihr das nennen möchtet). 

Oder sie schaut auf den "Click" wartend zu mir. Zum Beispiel am "Kaninchen-Hasen-Hügel". Das ist so ein Hügel, wo sich immer viele Kaninchen und seit diesem Jahr auch Hasen tummeln. Ich sag immer zu Emma: "Komm, wir gehen mal Kaninchen-TV gucken". Dann trabt sie schon fröhlich los und bleibt vorm Hügel stehen und guckt hoch. Also schon eine Art Routine, auch wenn wir da nicht so oft hingehen.

Heute stellte sie sich wieder vor den Hügel und schaute hoch, blickte dann mit gespitzten Ohren (ok, die sind immer gespitzt, aber dann noch anders gespitzt) zu mir, schaute wieder nach vorne zum Hügel und Click - dann kommt sie fröhlich zu mir, um sich eine Belohnung abzuholen.

 

Nu möchte ich aber trotzdem etwas ansprechen, denn irgendwie habe ich manchmal ein mulmiges Gefühl dabei. Wenn das mit dem Clicker so gut funktioniert, muss ja was im Gehirn passieren, oder? Irgendwie habe ich noch das Gefühl, ich ziehe mir damit eine Art Roboter an, der auf ein Click alles macht, was ich will - sozusagen. 

Versteht ihr, was ich meine oder sind meine Gedanken völlig absurd? Im Grunde macht der Hund das doch nur aufgrund des Geräuschs, das er mit Belohnung verbindet. Die Belohnung gabs aber doch sowieso. Ich hatte Leckerzeugs einfach just for fun dabei. Sie bekam es so oder so, nicht an eine Leistung gebunden.

Mmmh, ich gehe nochmal nachdenken...

 

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@KleinEmma Du hast halt einen Hund mit einem ausgeprägten Will to please!

Du musst ja nun nicht alles clickern, wenn du dir Sorgen machst, dass Emma damit eine Art Gehirnwäsche bekommt.

Variere mit und ohne Clicker, dann hast du den Vergleich.

Wenn sie eh schon zu dir schaut und auf den Click wartet, würde ich nicht mehr clicken. Warum denn? Sie guckt ja schon! :D

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vor 2 Minuten schrieb Renegade:

@KleinEmma Du hast halt einen Hund mit einem ausgeprägten Will to please!

Du musst ja nun nicht alles clickern, wenn du dir Sorgen machst, dass Emma damit eine Art Gehirnwäsche bekommt.

Variere mit und ohne Clicker, dann hast du den Vergleich.

Wenn sie eh schon zu dir schaut und auf den Click wartet, würde ich nicht mehr clicken. Warum denn? Sie guckt ja schon! :D

 

Alles clickere ich auch nicht, dann wäre ich ja den ganzen Tag beschäftigt :D 

 

Nicht clickern, wenn sie auf den Click wartet? Ist das richtig? Also für mich ist das Clickern neu. Es macht Emma großen Spaß und wenn sie Spaß hat, habe ich ihn auch - freut sich der Hund, freut sich der Mensch :D Trotzdem habe ich - noch - dieses  mulmige Gefühl. 

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vor 2 Stunden schrieb KleinEmma:

Nu möchte ich aber trotzdem etwas ansprechen, denn irgendwie habe ich manchmal ein mulmiges Gefühl dabei. Wenn das mit dem Clicker so gut funktioniert, muss ja was im Gehirn passieren, oder? Irgendwie habe ich noch das Gefühl, ich ziehe mir damit eine Art Roboter an, der auf ein Click alles macht, was ich will - sozusagen. 

Versteht ihr, was ich meine oder sind meine Gedanken völlig absurd? Im Grunde macht der Hund das doch nur aufgrund des Geräuschs, das er mit Belohnung verbindet. Die Belohnung gabs aber doch sowieso. Ich hatte Leckerzeugs einfach just for fun dabei. Sie bekam es so oder so, nicht an eine Leistung gebunden.

Mmmh, ich gehe nochmal nachdenken...

 

Bei Linnie ist das auch so - und ich habe nun wahrlich keinen Hund der mit (viel) Will to please gesegnet ist. Ich fahre da zweigleisig - manchmal mache ich die Clicker-Übungen ganz offensichtlich und habe dann einen Mega motivieren Hund (das Clickern ist einfach ein super tolles Spiel für sie) und wenn ich quasi unbemerkt die positiven Momente abclickern will, dann stecke ich mir das Ding klammheimlich in die Tasche und überrasche sie quasi mit dem Click wenn sie „zufällig“ das gewünschte Verhalten gezeigt hat. Über „Roboter heranziehen“ mache ich mir keine Gedanken, sie ist mega motiviert, ja. Aber irgendwann ist sie auch „erschöpft“, so wie ihr das Ball werfen auch irgendwann (so nach 5-19 Würfen üblicherweise) zu viel wird. Wenn du bei Emma ein anderes Gefühl hast, dann würde ich selbst frühzeitig regulieren, also immer nur ein paar Clicks und dann wieder aufhören. Ein suchtverhalten würde ich auch nicht wollen. Aber bei Linnie ist es halt so, dass die konzentration eh irgendwann nachlässt und die Gefahr darum letztlich gar nicht besteht. Vielleicht bei Emma zum Abschluss immer irgendeinen „neuen Trick“ anfangen/etablieren, der sie „mehr harausfordert“ und darum auch eher erschöpft? Bei Linnie ist es jedenfalls so, dass sie das dann erstmal sacken lassen muss und ganz oft hat es bei ihr über Nacht „Klick gemacht“

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@KleinEmma Das ist ein interessanter Aspekt des Clicker Trainings. Hatte ich in dieser Form bisher noch nicht: Einen Clicker Junkie...

An deiner Stelle würde ich den Clicker überhaupt nicht sichtbar tragen, wenn Emma so drauf abfährt.

Und beim Clickern sehr "unberechenbar" agieren, lieber 1x weniger als zu oft.

Und mal 'ne Weile den Clicker ganz weglassen, ggf. durch ein verbales Signal (Zungenschnalzen, ein Wort....o.ä.) ersetzen/ergänzen. Das ist eh gut, weil man den Clicker

sowieso nicht immer dabei hat.

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Nochmal versucht... die Action Queen belohnt sich lieber selber, wenn sie sich über mehrere Clicks ohne Belohnung hangeln muss. Macht sie nicht mit. Und ihr fallen Quadrillionen an Selbstbelohnungen ein. Ausserdem besitzt sie eine ähnliche Hartnäckigkeit wie ich - warum soll sie auch immer apportieren oder suchen (keine Sorge - ich lasse sie vielleicht dreimal was suchen oder bringen)? Ich kann das ja offensichtlich viel schlechter als sie und muss meine Nase besser schulen. Also versteckt sie mir fairerweise das Spielzeug und ich muss suchen (und das nicht nur dreimal, sondern deutlich öfter)...

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vor 12 Stunden schrieb KleinEmma:

Wenn das mit dem Clicker so gut funktioniert, muss ja was im Gehirn passieren, oder? Irgendwie habe ich noch das Gefühl, ich ziehe mir damit eine Art Roboter an, der auf ein Click alles macht, was ich will - sozusagen. 

Versteht ihr, was ich meine oder sind meine Gedanken völlig absurd? Im Grunde macht der Hund das doch nur aufgrund des Geräuschs, das er mit Belohnung verbindet. Die Belohnung gabs aber doch sowieso.

 

Du missverstehst das noch immer...?

Der Click sagt dem Hund nicht, was er machen soll. Der Click ist das Bestätigen des VORHER gezeigten Verhaltens!

Du ziehst dir damit keinen Roboter an, auch wenn, wie x Mal gepredigt, der Marker einem Lob bei WEITEM überlegen ist. Er ist das Versprechen auf die Belohnung. 

 

 

vor 9 Stunden schrieb Renegade:

@KleinEmma Das ist ein interessanter Aspekt des Clicker Trainings. Hatte ich in dieser Form bisher noch nicht: Einen Clicker Junkie...

An deiner Stelle würde ich den Clicker überhaupt nicht sichtbar tragen, wenn Emma so drauf abfährt.

Und beim Clickern sehr "unberechenbar" agieren, lieber 1x weniger als zu oft.

Und mal 'ne Weile den Clicker ganz weglassen, ggf. durch ein verbales Signal (Zungenschnalzen, ein Wort....o.ä.) ersetzen/ergänzen. Das ist eh gut, weil man den Clicker

sowieso nicht immer dabei hat.

 

Variables Belohnen verstärkt den Effekt sehr wahrscheinlich noch!

 

Also nicht machen!

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@KleinEmma Ich glaube mit Clicker kommuniziert man einfach nur klarer, als mit Worten, weil der Click so sehr anders klingt und aus all den Worten, die man so am Tag spricht, extrem heraussticht.

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vor 50 Minuten schrieb HansMueller:

@KleinEmma Ich glaube mit Clicker kommuniziert man einfach nur klarer, als mit Worten, weil der Click so sehr anders klingt und aus all den Worten, die man so am Tag spricht, extrem heraussticht.

 

Das ist natürlich möglich.

 

Beim Anzeigen von großen Vögeln ist ihr Verhalten interessant. Sie scheint abzufragen, obs ok ist oder nicht.

 

Heute wieder Seidenreiher. Zuerst ist sie hingelaufen und er flog weg. Sie schaut zu mir, Ohren gespitzt. Es folgten weder Worte und Click natürlich auch nicht.

 

Rückweg, Seidenreiher hatte wieder seinen Platz eingenommen. Emma blieb stehen, schaut mich mit gespitzten Ohren an - Click, freudiger Hund.

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