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Belohnungen im Markertraining

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vor 2 Stunden schrieb Renesis:

Oder mal ein anderes Beispiel: Man entwickelt einen Roboter mit dem man sich ganz vortrefflich unterhalten kann und zusammen sein kann, der Roboter arbeitet lernpsychologisch perfekt, man bekommt durchweg positive Bestätigung bei allem was man richtig macht und es gibt ebenfalls ein positiv besetztes Geräusch bei dem man sich freuen kann wenn man es hört. Das leben mit dem Teil läuft perfekt. Schenkt man so einem Roboter vertrauen? Unterhält man sich mit so einem lieber als mit echten Menschen, bei denen echte Gefühle mitschwingen? 

 

Ja, kann durchaus sein.

https://replika.ai/

 

Ein bißchen zu den Hintergründen:

 

https://cakechat.replika.ai/

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Also ich hab das jetzt nicht alles haarklein mitverfolgt, aber verstehe ich richtig? Mit Marker/Clickertraining bekommt man mechanisierte Roboterhunde? Warum das denn bitte? Gleichzeitig wird aber doch immer behauptet, dass die "Clickertanten und Wattebauschwerfer" die Hunde vermenschlichen - ja, was denn nu? 
Warum schließen sich Clicker und ehrliche Emotionen denn aus? Als ob man mit seinem Hund nicht mehr redet, nur weil man clickert.....nun, vielleicht mache ich das ja seit Jahren tooootal falsch, aber bei mir und meinen Hunden geht das alles wunderbar Hand in Hand...? *grübel*

Oft auch in Kombi: Hund bekommt den Click/Markerwort und zusätzlich verbales (ehrlich gemeintes) Lob und die Belohnung. Ich spreche sehr viel mit meinen Hunden und dennoch vermittelt ihnen der Marker als zusätzliche Hilfe, sehr klar, was sie richtig und gut machen. Wohingegen bei "natürlicher" Kommunikation, was immer das jeweils bedeuten mag, denn das ist ja meilenweit auslegbar, gern mal Missverständnisse einschleichen können. 

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Am 15.6.2019 um 13:15 schrieb Siobhan:

Mir käme das zu mechanisch vor, und ich hätte das Gefühl, den Hund zu reduzieren. Und unsere Kommunikation.

 

Magst du erläutern, was dir das Gefühl gibt, den Hund durchs Clickern zu reduzieren? Ich kann diesen Gedankengang

nicht wirklich nachvollziehen. - Clickern schliesst ja nichts aus; weder verbales Lob noch andere pos. Formen der Zuwendung

oder Bestätigung. Es ist ist doch vielmehr ein zusätzliches Hilfsmittel, um den Hund exakt (bei was auch immer) bestätigen

zu können und eine Belohnung in Aussicht zu stellen.

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vor 2 Stunden schrieb Nasefux:

 

Oft auch in Kombi: Hund bekommt den Click/Markerwort und zusätzlich verbales (ehrlich gemeintes) Lob und die Belohnung. Ich spreche sehr viel mit meinen Hunden und dennoch vermittelt ihnen der Marker als zusätzliche Hilfe, sehr klar, was sie richtig und gut machen.

 

Danke! Genau so ist es bei uns. Wir reden viel und "erklären" Motte vieles (Radfahrer, Kinder, Straßenbahn,etc sind harmlos)

Ich habe auch den Eindruck das der Clicker für Motte viel besser verständlich ist als mein Gequatsche. 

Und was bei uns wichtig ist ist die Tatsache das der Clicker neutral ist. Es bringt bei uns viel mehr Ruhe rein da ich meine Nervosität /Anspannung nicht auch noch durch meine Stimme verbreite. Und ich mich dann aber in für Motte anspruchsvollen Situationen ganz ehrlich freuen kann und nicht erst meine Anspannung "wegatmen" muss. 

 

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Sooo, muss nochmal berichten. Ich als Clicker-Skeptikerin werde laangsam doch immer mehr begeistert davon. Emma findet ihn eh super cool. Das ist schon witzig, wie oft sie sich nun hinstellt und mir ein Tier anzeigt. Mittlerweile macht sie das auch bei kleinen Vögeln, die sonst für sie eher uninteressant sind. Sie sieht das wohl als neue Aufgabe an: Der Ollen alles zeigen - schließlich sieht sie ja nicht so gut :D 

 

Aber, ich wollte etwas anderes berichten. Emma ist ja wieder gebissen worden und hat eine Ohrwunde an der Ohrmuschel, die sich entzündet hatte. Nun muss sie täglich 2 x Antibiotika nehmen, davor jeweils ein Magenmittel. Und ich muss ihr jeden Abend das Ohr reinigen, mit Jod bestreichen und anschließend eine antibiotische Salbe auftragen.

Für Emma wieder mal Drama. Sie hasst so was, seitdem sie diese Beinbruch-Geschichte hinter sich hat. Sie lässt das zwar über sich ergehen, verkriecht sich aber anschließend - und auch, wenn sie schon die Packung oder Salbentube sieht. 

 

Nun geht die Prozedur sieben Tage lang und ich dachte mir: Probiere es mal mit dem Clicker. Das ist schon echt klasse  und ich denke, es kann noch besser werden.

So habe ich also heute Abend neben den ganzen Medikamentenkram einen getrockneten Hühnerstreifen hingelegt - das frisst Emma sehr gerne. Sie war natürlich wieder halbwegs auf der Flucht Richtung Bett (unter das sie sich verkriechen wollte), als sie Tube, Tablettenpackung und Co. erblickte. Ich rief sie zu mir und sagte ihr, dass sie sich hinlegen soll. Da ich bereits den Clicker in der Hand hielt, kam sie zu mir und legte sich hin - Click und sie durfte ein Stück vom Hühnerstreifen abbeißen (findet sie immer spitze, wenn sie ein Stück abbeißen kann). 

Sie blieb dann liegen und ich konnte meine Aufgabe erledigen. Den Clicker habe ich nach jeder Behandlung erneut betätigt. Danach gabs natürlich immer ein Stück Huhn.

 

Als endlich alles erledigt war, stand sie fröhlich auf, setzte sich nochmal hin, schaute mich an - Click, Belohnung. Und anschließend kein Verstecken, sondern sie ging mit mir zusammen gut gelaunt in den Garten.

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