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Hundeforum Der Hund
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Belohnungen im Markertraining

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vor 3 Stunden schrieb gebemeinensenfdazu:

Beim Hundesport geht es da mehr um Suchtwirkung. Dopamin, Adrenalin und körpereigene Endorphine. Das kann man mittels Aversivreize künstlich verstärken, so dass der Hund die ganze Zeit hochangespannt ist und sich "freut", dass es immer noch nicht wehgetan hat und er nur positive Feedbacks gekriegt hat- es geht für diesen Hund dann um mehr als bei einem ohne positive Strafe und negative Verstärkung aufgebauten Hund, der auch einfach mal keine Lust oder andere Interessen haben darf und den es dann genausowenig interessiert, wenn die Belohnung ausbleibt. Diese künstliche Wichtigkeitsstiftung und der vermehrte Hormonausstoss kann auch süchtig machen.

Den Unterschied zwischen einem wirklich freudigen und einem künstlich verstärkten sieht man aber meines Erachtens deutlich im Gangbild, an der Kopfhaltung und an den Blicken, letzteres sieht verkrampfter aus. Der freudige positive verstärkte Hund fiddlet nicht, er ist aufgeregt, man sieht die Vorfreude.

 

Danke. Diese Erklärung finde ich sehr eingängig.

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Am 9.6.2020 um 22:16 schrieb Lennard:

Was mir aber tierisch aufstößt ist, das heute durch so viele Hundetrainer/-schulen propagiert wird zwangsfreie Ausbildung/Erziehung sei möglich und über die Schwächen und Grenzen der positiven Verstärkung aus Unkenntnis nicht gesprochen oder aus "Marketinggründen" bewusst geschwiegen wird.

 

Aufklärung über die Schwächen und Grenzen der eigenen "Methoden" habe ich noch auf keiner Seite gesehen. Hat mich auch geärgert, weil ich es so erst gar nicht mit negativer Verstärkung versucht und etwas weniger von der positiven Verstärkung erwartet hätte.

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Ach Mist, meinte natürlich "positive Strafe" und nicht "negative Verstärkung". 

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vor 7 Stunden schrieb gebemeinensenfdazu:

Beim Hundesport geht es da mehr um Suchtwirkung. Dopamin, Adrenalin und körpereigene Endorphine. Das kann man mittels Aversivreize künstlich verstärken, so dass der Hund die ganze Zeit hochangespannt ist und sich "freut", dass es immer noch nicht wehgetan hat und er nur positive Feedbacks gekriegt hat- es geht für diesen Hund dann um mehr als bei einem ohne positive Strafe und negative Verstärkung aufgebauten Hund, der auch einfach mal keine Lust oder andere Interessen haben darf und den es dann genausowenig interessiert, wenn die Belohnung ausbleibt. Diese künstliche Wichtigkeitsstiftung und der vermehrte Hormonausstoss kann auch süchtig machen.

Den Unterschied zwischen einem wirklich freudigen und einem künstlich verstärkten sieht man aber meines Erachtens deutlich im Gangbild, an der Kopfhaltung und an den Blicken, letzteres sieht verkrampfter aus. Der freudige positive verstärkte Hund fiddlet nicht, er ist aufgeregt, man sieht die Vorfreude.

 

Ich denke das ist eine Frage der Sichtweise, diese Hunde laufen ja auch nicht nur auf dem Hundeplatz rum. Du siehst da einen Hund, der sich freut, ich seh einen Hund, der bloß keinen Fehler machen will, anbiedert und durch übertriebene Fröhlichkeit versucht zu besänftigen. 

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Das verhalten ist untrennbar mit dem Ort verbunden, es wird auf dem Hundeplatz konditioniert und auch nur dort abgerufen. Im Alltag würde das so nicht verlangt, um es sich nicht "kaputtzumachen", was nicht heisst, dass man denHund nicht auch im Alltag fies behandeln kann. Und ich kann schon freudig von fiddlen unterscheiden- ganz besonders beim eigenen Hund. Die kann auch freudig Fuss laufen, wenn sie Lust dazu hat.

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