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Hundeforum Der Hund
Gast

Belohnungen im Markertraining

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Ich habe nun nur wegen Tyrshand den Beitrag anzeigen lassen....
 

Eigentlich habe ich es auch schon beantwortet. Man ist mit einem Markerwort genauer, Punkt. Wenn der Hund 30 Meter von einem steht, wird das punktgenaue Leckerligeben deutlich schwieriger, als das Markersignal zu nutzen und dem Hund zu zeigen: GENAU DAS war richtig. Das allein ist für mich ausschlaggebend genug, ein Markersignal als nützlich oder gar besser zu empfinden.

Dass alle anderen Halter eine schlechtere Bindung zu ihrem Hund hätten, weil sie kein Markersignal haben, ist leider schlicht aus der Luft gegriffen. Hab ich nie ausgesagt.

 

Die Studie beweist, dass es wohl doch bei jedem Hund funktioniert. ;) Waren es nicht nur Tricks, die geübt wurden? Also etwas, wo der Halter sowieso in der Nähe ist? Müsste nochmal nachlesen...

Wenn es nicht klappt, liegt es dann nicht vielleicht doch am Halter, der Probleme mit dem Timing hat, oder damit rauszufinden, was für seinen Hund in dieser konkreten Situation eine Belohnung darstellt?

 

Ich habe auch nie gesagt, dass es ohne Markersignal nicht funktionieren würde. (Finde es ein bisschen affig, das sagen zu müssen...?) Ich betone stets, dass man es sich mit einem Markersignal einfacher machen kann. Dass man genauer sein kann. Ist das kein Vorteil? In meinen Augen schon. 

Also ja, eigentlich sage ich nichts Neues....... nun denn.

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@Estray In der Studie wurde nur ein Trick trainiert. Vermutlich in einer völlig entspannten Umgebung. Die für uns meist relevanten Trainingssituationen sind aber nur selten völlig entspannt. 

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Ich finde den Marker gerade bei Verhaltensketten toll, wo es besonders wichtig ist, punktgenau zu sein, also ein exaktes Timing zu haben. 

 

Mal als Beispiel Linnie mit ihrer deutlichen Jagdmotivation. Sie soll zum Beispiel Rehe anzeigen, aber nicht hetzen. Sie zeigt auch durchaus die komplette verhaltenskette: orten, anzeigen, hetzen (wenn sie kann bis zum töten). Als wir sie bekamen war der Zeitraum des Anzeigens und auch der des Ortens minimal. Kurzes Zucken der Ohren, eine Pfote gehoben und direkt losgewetzt (bzw. Dann natürlich in der Leine gehangen). Also sind wir anfangs in jubelschreie mit Keksparty ausgebrochen, wenn sie irgendwann selbst die Spannung aus der Leine nahm und sich von der Beute wegwandte. Erfolg war da, absolut. Anfangs lockere 20-30 Minuten nicht ansprechbar und heute sagen wir schon, wenn es 2 Minuten dauert „Oh läuft aber schlecht heute“. Aber Ziel war ja eigentlich nicht, möglichst bald von der Jagd zurückzukommen, sondern gar nicht erst loszuziehen...

 

Ihr zu vermitteln, dass sie überhaupt nicht erst losstarten soll, war so aber nicht möglich. Ehrlich gesagt habe ich erstmal mehrere Monate gebraucht um überhaupt das Ohrzucken und die kurz schwebende Pfote als Orten/Vorstehen zu erkennen. Mit dem Marker konnte ich dann Sekundenbruchteil-genau diesen Augenblick des Innehaltens vor dem Losstürmen abklicken und damit Linnie klar machen, was es überhaupt ist, was ich so tolll finde und was die Keksparty und Renn-/Suchspiele auslöst. Anfangs ging das nur mit dem Knallfrosch, weil das mechanische Klick schneller war als mein gesprochenes Klick. Ausgesprochen dauerte mein Klick über den Moment Orten/Stellen hinaus bis zum Ansetzen zum losrennen - aber das losrennen durfte ja auf keinen Fall von mir noch mit als erwünschte Handlung markiert werden. Darum anfangs mit Knallfrosch. Und dann musste ich noch schnell genug reagieren, also den Augenblick erkennen und den Finger am Clicker haben - gar nicht so einfach. Nach ein paar Treffern hat es dann auch im Rabauken-Köpfchen Klick gemacht und die Vorsteh-Momente wurden länger (teilweise schon mit Blick zu mir „Haste nicht was vergessen? Wo bleibt die Party?“) Heute bleibt sie von sich aus locker mehrere Sekunden in der Phase des Anzeigens/Vorstehens und gibt mir viel Gelegenheit sie zu belohnen. Ich brauche den Marker hierfür nicht mehr, im Grunde auch das gesprochene Markerwort nicht mehr - loben und direkt das Jagdersatzspiel anbieten funktioniert mittlerweile auch. Aber ich glaube nicht, dass ich ohne den Clicker dahin gekommen wäre, vielleicht irgendwann, aber keinesfalls so schnell (wenn man denn 1-2 Jahre als Schnell bezeichnen will :ph34r:). 

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Mir fehlt in der Studie so ein bisschen die "Realität". Es sind gestellte Situationen. Es werden Methoden verglichen, die sehr ähnlich sind und auf einem gemeinsamen Nenner aufbauen.

Was ich oft lese ist halt dieses "Marker funktioniert bei uns nicht" - das hat die Studie widerlegt.

In diesem Thread geht um die Belohnungen bei dieser Methode. Diese wurden in der Studie aber nicht untersucht. Es geht nur um "Futter".

 

Und rein persönlich, subjektiv, sage ich: Markertraining ist effektiver als schlechtes/ungenaues Training. Leute fragen ja was man tun/ändern kann, wenn es eben nicht rund läuft im Training. Kommt halt drauf an, wie man die Frage formuliert, die mit einer Studie beantwortet werden soll: "Effektiver als was" ...

 

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Kann Linnie freilaufen, wenn Rehe in der Nähe sind?

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vor 1 Minute schrieb KleinEmma:

Kann Linnie freilaufen, wenn Rehe in der Nähe sind?

 

Nein, (noch) nicht. Die Versuchung doch loszurennen ist einfach noch zu groß, sie ist ansprechbar und reagiert auch auf mich (war früher nicht so), aber man merkt ihr deutlich dieses Hin- und Hergerissensein an. Solange die Rehe stehen bleiben läuft es schon sehr sehr gut, aber wenn die Rehe losrennen, dann löst das noch ganz oft das Hetzen bei Linnie aus. 

 

Darum ist ist sie im Wald immer an der Leine (Flexi oder Schlepp), weil sie im Wald schneller und besser ist, die Rehe zu sichten/orten. In der Feldmark kann ich sie frei laufen lassen, da habe ich die Umgebung gut im Blick und selbst wenn Rehe zu sehen sind, dann sind die weit genug weg und Linnie zeigt lang genug an, so dass ich reagieren und sie zur Not anleinen kann (meistens sehe ich sie eh vor ihr, Linnie jagd mehr auf Spur als auf Sicht). Die Entfernung spielt auf jeden Fall eine große Rolle - je näher das Wild, desto größer die Gefahr dass sie es hetzen will. Sie hat schon verstanden was ich von ihr will, aber die Umsetzung fällt halt manchmal noch zu schwer...  :D

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vor 4 Minuten schrieb Annali:

 

Nein, (noch) nicht. Die Versuchung doch loszurennen ist einfach noch zu groß, sie ist ansprechbar und reagiert auch auf mich (war früher nicht so), aber man merkt ihr deutlich dieses Hin- und Hergerissensein an. Solange die Rehe stehen bleiben läuft es schon sehr sehr gut, aber wenn die Rehe losrennen, dann löst das noch ganz oft das Hetzen bei Linnie aus. 

 

Darum ist ist sie im Wald immer an der Leine (Flexi oder Schlepp), weil sie im Wald schneller und besser ist, die Rehe zu sichten/orten. In der Feldmark kann ich sie frei laufen lassen, da habe ich die Umgebung gut im Blick und selbst wenn Rehe zu sehen sind, dann sind die weit genug weg und Linnie zeigt lang genug an, so dass ich reagieren und sie zur Not anleinen kann (meistens sehe ich sie eh vor ihr, Linnie jagd mehr auf Spur als auf Sicht). Die Entfernung spielt auf jeden Fall eine große Rolle - je näher das Wild, desto größer die Gefahr dass sie es hetzen will. Sie hat schon verstanden was ich von ihr will, aber die Umsetzung fällt halt manchmal noch zu schwer...  :D

 

Wir waren auch so wie du es beschreibst, auch im vorherigen Post von dir. Wir haben aber super viele Rehe und waren dann schnell so wie in meinem Video zu sehen. Also das klappt bei Rehen ziemlich zuverlässig.

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vor 2 Minuten schrieb Tyrshand:

Das ging super mit Marker: https://www.youtube.com/watch?v=jdc7YsJZFbw

(da steht nur ein paar Meter im Wald vor uns ein Reh)

 

Dieses Video hattest du schon mal irgendwo gepostet - da wollen wir auch hin :D

 

Außerhalb des Waldes mit viel größerer Entfernung zum Reh klappt das auch schon, im Wald üben wir das mit Flexi-/Schleppleine - bleibt das Reh stehen und guckt nur, dann klappt es in ca. 2 von 3 Fällen, rennt das Reh los, dann sinkt die Quote auf ca. 1 von 3 :ph34r:  Klingt erstmal seeeehr ausbaufähig, aber es ist wirklich überhaupt kein Vergleich mehr zur Situation vor 1,5-2 Jahren - da haben wir Linnie oft genug weggetragen, dabei hat sie regelrecht durch uns durch gesehen und ihre Atmung hat Darth Vader Konkurrenz gemacht.

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Bei passionierten Jägern ist das die absolute Königsdisziplin, da gehört jeder Fortschritt und Erfolg ordentlich gefeiert! Auch wenn noch kein Freilauf möglich ist, oder vielleicht nie sein wird, schmälert das in keinster Weise die Fortschritte.

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