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Hundeforum Der Hund
Bebimaus

Einschläfern?

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Hallo Leute
Bei meinem kleinen münsterländer (10jahre) wurden vor ca. 2 Monaten ein milztumor und Lebertumore diagnostiziert. Er hat Appetit, trinkt viel und gassi gehen tut er noch gern (mehrer kleinere runden) weil ihm aufstehen und gehen etwas Schwierigkeiten bereiten. Vor 2 Tagen mussten wir mit ihm abends in die Notaufnahme, weil er nicht mehr stehen könnte und mit den hinterbeinchen zitterte. Er stand wie ein umgekehrtes U. Es waren Gott sei dank keine innerlichen Blutungen. Nach einer schmerzmittelspritze ging es zunächst er ist aber sehr sehr lahm hinten, kippt im hohen graß oder bei kleineren Schwierigkeiten draußen um wie ein Dominostein, weil er sich nicht halten kann. Bei einem Kontrolltermin vor 2 Tagen wurde erneut Ultraschall gemacht und die ta sagte sie rechnet nicht mehr in Wochen und würde ihn nach dem langen Wochenende erlösen bevor er anfängt zu leiden.

Jetzt meine schwere Frage: 
Er hat noch  Lebensfreude und nimmt m Leben Teil, hat aber nun immer mehr schwierigkeiten, kommt schwer hoch und liegt immer wo es kühl ist, wechselt ganz oft die Position. Es wären noch 4 Tage bis zum erlösen. Soll ich noch warten bis er nicht mehr isst und gassi gehen möchte? Oder soll ich ihn trotz Lebensfreude vorbeugend erlösen. Ich bin hin und hergerissen. Sie würde geplant zu uns nach hause kommen, ansonsten ginge es spontan dann nur in der Klinik

Grüße💗

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Erstmal mein Beileid zur Diagnose :(

Ich würde lieber zu früh als zu spät erlösen. Mein erster Hund hatte einen geplatzten Milztumor. Glaub mir, hätte ich gewusst dass er den Tumor hat, hätte ich nicht so lange gewartet. Die letzten Stunden waren das schlimmste was ich je erlebt habe.

In Eile einen Hund einzuschläfern weil er vor Schmerzen nicht mehr aufstehen kann ist nicht schön. Nicht für den Hund und auch nicht für einen selbst.

Mach dir einen schönen Tag mit deinem Hund und mit den guten Gefühlen lässt du ihn ohne Stress und Schmerzen gehen.

 

Ich wünsche dir für deine Entscheidung und die kommende Zeit viel Kraft

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Mein herzliches Beileid zu dieser schrecklichen Diagnose.

Ich würde die Tierärztin lieber zu früh als zu spät nach Hause kommen lassen. So könnt ihr in Ruhe voneinander Abschied nehmen ohne Stress und an seinem Lieblingsplatz.

Ich wünsche euch viel Kraft für alles was jetzt vor euch liegt und bin mir sicher dass du die richtige Entscheidung für euch triffst auch wenn es dir im ersten Moment nicht so vorkommen wird. Fühl dich unbekannter Weise gedrückt wenn du magst.

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Diese schwere und traurige Entscheidung musste ich schon häufig treffen. Aber sorry: Ein Tier lieber zu früh als zu spät einschläfern zu lassen. Ich schreibe besser nicht, was ich davon halte. Solange ein Tier noch Lebensfreude und Lebenswillen zeigt, sollte es nicht eingeschläfert werden. Egal ob ICH dabei leide. Ich halte es für überaus anmaßend, das Leben eines Familienmitglieds deshalb zu beenden, weil ich einen "schönen" Abschied will, ICH Probleme damit habe, mir das anzuschauen oder schlimmsten Falls, weil es Geld kostet. Ja, es ist eine Grauzone und ja, die Entscheidung wann, ist nicht immer einfach. Aber das gehört zur Tierhaltung dazu. Und wenn der Hund 4 Wochen nur noch herumliegt, dabei aber keine Schmerzen hat, (Was heute sehr gut medikamentös erreicht werden kann): Solange er Lebensfreude zeigt, würde ich jede Minute mit ihm geniessen und ihn geniessen lassen. Nach so vielen Jahren, die man mit dem Hund verbracht hat, fühlt man, wann es kippt. Genau dann ist es für mich Zeit, nicht vorher.

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ich Danke euch von Herzen für eure lieben Antworten. Es tut gut sich tief in meinem Innern bestätigt zu fühlen. Es wäre wahrscheinlich egoistisch zu warten bis nichts mehr geht.

 

sampower dir möchte ich auch mein größtes Beileid zusprechen! 💗

 

Bittersweet dich drücke ich ganz fest zurück💗

 

 

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Hallo herdifreund 

genau das ist mein Problem diese Spanne zwischen "noch ist alles gut und es ist Lebensfreude da" und "von jetzt auf gleich platzt die Milz und er verblutet innerlich"

 

einerseits erspare ich ihm alles und andererseits nehme ich ihm vielleicht noch schöne Tage! 

 

Ich will nur sagen um mich und Geld oder ähnliches geht es mir auf keinen Fall. Auch nicht dass er nur rumliegt und nichts macht. Es ist mein aller bester Freund und ich möchte einfach nur den richtigen Zeitpunkt finden und hatte mir hier Erfahrungen erhofft. Das ist alles weißt du

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@Bebimaus ich habe das gerade hinter mir. Mein Denny hat keinerlei Anzeichen für das Vorhandensein  eines solches Tumors gezeigt.

Er ist irgendwann  mit einem fürchterlichen Schrei zusammen gebrochen. Da war der Tumor geplatzt. 

 

Wenn ich an deiner Stelle wäre, würde ich den Hund auf der Stelle erlösen lassen. Der Schmerz, als der Tumor platzte, muss furchtbar gewesen sein.

Diesen Schrei möchtest du nicht hören.

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vor 8 Minuten schrieb Herdifreund:

Nach so vielen Jahren, die man mit dem Hund verbracht hat, fühlt man, wann es kippt. Genau dann ist es für mich Zeit, nicht vorher.

 

Sehe ich genau so. Ich musste vor knapp 2 Wochen eine meiner Hündinnen einschläfern lassen. Sie war schwer herzkrank und wäre irgendwann erstickt da sie bereits Wasser in der Lunge hatte. Ich war schon einige Tage vorher am Zweifeln, habe sie nochmals komplett untersuchen und behandeln lassen. An diesem Tag war es dann erstmals wieder sehr warm du sie war nicht mehr bereit irgendetwas, auch nicht ihre Tabletten, zu fressen. Am Nachmittag war mir dann plötzlich total klar, jetzt ist die Zeit gekommen. Solange du zweifelst und er nicht den Eindruck macht als hätte er große Schmerzen würde ich noch warten. Einen geplatzten Milztumor habe ich noch nicht erlebt, aber einen blutenden Herzbeuteltumor. Da wusste ich dass der Tag an dem dieser aufgeht bald kommt und bin dann als er Schmerzen zeigte sofort in die Klinik gefahren. Er hatte daher max 1/2 Std. Schmerzen bis er erlöst wurde. Auch dabei fühlte sich der Zeitpunkt im Nachhinein richtig an. Ich hätte ihn nicht vorher gehen lassen nur weil ich wusste dass der Abschied sehr nah ist. Das Einschläfern Tage im Voraus zu planen kann ich mir irgendwie nicht vorstellen.       

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Generell stimme ich herdifreund zu.

 

Bei einem Milztumor ist es aber ein sehr schmaler Grat zwischen "lieber einen Tag zu früh, als einen zu spät".

 

Manche Hunde haben enorme Schmerzen, wenn die Milz platzt, andere wiederum spazieren noch in die Tierarztpraxis.

 

Ich mag da nicht wirklich was zu raten, ehrlich gesagt...

 

Alles Gute für euch.

 

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Erstmal tut es mir sehr leid, das ist eine fürchterliche Situation.

Wenn du dir unsicher bist, dann warte noch.

 

Ein Tumor muss nicht zwingend plötzlich und sehr schmerzhaft rupturieren, die Gefahr ist aber natürlich gegeben.

Wir hatten zwei Fälle, da war noch Zeit die Hunde ohne große Qualen erlösen zu lassen. Vorraussetzung ist eine 24h-Bereitschaft des Tierarztes.

 

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