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Einschläfern?

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vor 2 Stunden schrieb Herdifreund:

Diese schwere und traurige Entscheidung musste ich schon häufig treffen. Aber sorry: Ein Tier lieber zu früh als zu spät einschläfern zu lassen. Ich schreibe besser nicht, was ich davon halte. Solange ein Tier noch Lebensfreude und Lebenswillen zeigt, sollte es nicht eingeschläfert werden. Egal ob ICH dabei leide. Ich halte es für überaus anmaßend, das Leben eines Familienmitglieds deshalb zu beenden, weil ich einen "schönen" Abschied will, ICH Probleme damit habe, mir das anzuschauen oder schlimmsten Falls, weil es Geld kostet. Ja, es ist eine Grauzone und ja, die Entscheidung wann, ist nicht immer einfach. Aber das gehört zur Tierhaltung dazu. Und wenn der Hund 4 Wochen nur noch herumliegt, dabei aber keine Schmerzen hat, (Was heute sehr gut medikamentös erreicht werden kann): Solange er Lebensfreude zeigt, würde ich jede Minute mit ihm geniessen und ihn geniessen lassen. Nach so vielen Jahren, die man mit dem Hund verbracht hat, fühlt man, wann es kippt. Genau dann ist es für mich Zeit, nicht vorher.

 

Ja genau, ich habe das nur geschrieben weil ich nicht an den Hund gedacht habe sondern an den leidenden Menschen 🤐

Ich wünsche dir dass du keinen Hund unter Schmerzen und Stress gehen lassen musst.

Es ist Wunschdenken dass man den genauen Zeitpunkt mitbekommt. Bei Sam muss der Tumor nachts rupturiert sein. Abends mit einem scheinbar gesunden Hund eingeschlafen, morgens mit einem apathischen Hund aufgewacht. Ich hätte gern die Chance gehabt in Ruhe von ihm Abschied nehmen zu können, ohne dass der Hund merkt wie man innerlich zusammenbricht weil man sich so plötzlich nicht auf den Tod vorbereiten kann. Ich kann mir nicht vorstellen dass das alles im Sinne des Hundes ist. Aber Hauptsache man hatte noch ein paar Tage Aufschub...

 

Es ist immer eine Abwägung im Einzelfall, aber ich finde es eher anmaßend jemanden zu unterstellen dass er aus egoistischen Gründen den Hund zu früh einschläfert. Genauso gut kann man den Hund nämlich aus egoistischen Gründen zu spät einschläfern

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Ich habe mich genau in der Situation befunden wie du mit einem Milz Lebertumor...

 

Ich kann nur sagen, ich bereue die letzten zwei Tage sehr.

Was hat es ihrem Leben hinzugefügt außer mehr Schmerzen, sie wusste nicht mehr wie sie sich hinlegen sollte, alles war schwer ... sie hatte noch Lebenswillen, sie wollte und konnte nicht mehr und verstand nicht wieso ... Gerade die starken Hunde, die Schmerzen hinnehmen und nicht jammern ... Aber die Zeit, die ich gebraucht habe, das klammern an die Momente, sie will ja noch fressen, sie will Gassi gehen, ihre Augen haben noch Glanz .. war eine schlimme Zeit für sie. Schlimmer als für mich. Ich wollte sie behalten, es nicht wahrhaben ... und dann, wo sie wieder mühsam aufstehen wollte, so müde ... sollte ich wirklich warten, bis der Tumor sie so mürbe gemacht hatte, das nichts mehr geht? Sollte sie das ertragen müssen, damit ich denke, jetzt muss es sein? Sollte ihr leben nur schlimm enden, so dass ihre Augen gebrochen sind und mich anflehen sie zu erlösen? Da konnte ich es endlich entscheiden ... das ich es soweit nicht kommen lassen werde. Das sie so einen Tag nicht erleben muss und erkannte, wie nahe dran es schon war die letzten Tage ...

 

Ich wünsche dir viel Kraft für diese Entscheidung, es ist die schlimmste ...

 

 

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Ich danke euch allen so sehr für eure ehrlichen, lieben und ausschlaggebenden Antworten. Es tut mir unendlich leid für euch, was ihr mit euren geliebten Schätzen erlebt habt und nur ganz ganz vielleicht hilft es euch 0,0000000001% einem fremden Menschen, wie mir, bei der schlimmsten Entscheidung geholfen zu haben! 

 

Viel kraft und alles gute für euch alle! 

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Vor ein paar Tagen habe ich "die Weisheit alter Hunde" von Elli Radinger zu Ende gelesen. Da gibt es ein sehr berührendes und gleichzeitig tröstendes Kapitel über ihren eigen Abschied von einem sehr geliebten Hund. Sie beschreibt, wie sie ganz bewusst den letzten Tag gestaltet hat.

Es ist immer unheimlich schwer. Wenn man zulange gewartet hat, aber genauso auch, wenn man sich hinterher Vorwürfe macht, weil man sich vom Gefühl her doch zu früh entschieden hat. 

Als wir unseren Hund gehen lassen mussten, hatten wir den Eindruck, dass er in dem Moment nicht mehr wollte. Sein Lebenswille war trotz einer schweren Erkrankung lange deutlich zu spüren. Und dann wurde es uns eines Morgens klar, dass es soweit war. Ich wünsche Dir und Deinem Hund von Herzen, dass sich die Entscheidung richtig anfühlt!! ❤️

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Da ich am samstag meinen kleinen paddy einschläfern musste, kann ich den schmerz den du fühlst absolut nachempfinden... mein paddy hatte lungenfibrose, allerdings lässt sich bei der krankheit das ende "besser einschätzen" und ich hätte ihn auf alle fälle noch zeit gegeben, nur unter den grausamen umständen die auftraten (s. Mein beitrag) war es das vernünftigste, auch wenn es für mich diverse unklarheiten gibt... ich bin so erschüttert von euren bzw die von euren hunden gemachten erfahrungen mit milztumoren etc zu lesen, scheint ja sehr häufig vorzukommen... ich stimme den anderen leuten hier voll und ganz zu, ich kann nur aus meiner gemachten erfahrung sagen das es sehr schlimm ist seinen hund leidend zu sehen, wie er sich quält... ich kann von von glück reden das ich relativ zentral lebe und mehrere kliniken um mich herum sind, die klinik die mir am nächsten liegt ist in 8 min mit dem auto zu erreichen, wenn wochenende bzw feiertag ist und halt dementsprechend wenig verkehr.. das sollte man auch berücksichtigen, ich glaube man braucht nicht drüber zu reden was wäre wenn man dann im schlimnsten moment überhaupt dann noch im stau steht.. ich wünsche dir von ganzem herzen alles gute und ganz viel kraft!!! Fühl dich gedrückt 

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