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Hundeforum Der Hund
Renegade

"gewaltfrei" wird definiert wie?

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Verstehe ich das falsch oder wird da für Schnauzgriff beim Welpen argumentiert? Und als Gegenmodell wird davon geredet, das Beißen "nonaversiv zu ignorieren", sodass mit dem Welpen nicht mehr wirklich gespielt werden kann, weil er dann beißt, weil das Beißen so ja "bestärkt" wird... ich weiß nicht, denken manche Menschen wirklich, Leute, die Training ohne positive Strafen betreiben, spielen nicht mit ihren Welpen, weil sie sich in Anbetracht der spitzen Zähnchen nicht zu helfen wissen? Schräg.

 

Schräg fande ich auch den vergleich zwischen Hund anblöken ("ganz klare Botschaft", "mach das nie wieder") und einer heißen Herdplatte (oder Wespe)... also mein Hund soll mich nicht für ein Ding halten, das ihm automatisch "wehtut", wenn er sich so und so verhält. Zumal es ja wohl klar nicht gewaltfrei wäre, würde jemand sich absichtlich beim Bestrafen so verhalten, es es dem Griff auf eine heiße Herdplatte gleichkommt. Oder sein Kind bewusst eine solche anfassen lassen. Wieso wird es als erstaunlich behandelt, dass wir nicht glauben, ein lebloser Gegenstand oder Insekt - die keine bewussten/komplexen Entscheidungen treffen - hätte uns Gewalt angetan?

 

Habe das Ganze nur überflogen, weil ich für so was echt keinen Nerv habe, aber ich bin echt erstaunt, wie wenig sich manch einer informiert, bevor er ewig lange Kritiken schreibt. Wobei ich nicht erstaunt sein sollte... so was hab ich leider schon oft genug gesehen.

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Habs nur überflogen. Unmögliches, wenig intelligentes Geschwurbel, um Scheisse rechtfertigen zu können.

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Was den Schauzengriff betrifft. Also wenn Ajan zu wild mit mir spielt und sich für mich schmerzhaft in meinen Arm "verbeißt" greife ich schon über seine Schnauze, um seine Zähne aus meinem Arm zu bringen. Ihn irritiert das nicht wirklich. 

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vor einer Stunde schrieb Gusar:

Was den Schauzengriff betrifft. Also wenn Ajan zu wild mit mir spielt und sich für mich schmerzhaft in meinen Arm "verbeißt" greife ich schon über seine Schnauze, um seine Zähne aus meinem Arm zu bringen. Ihn irritiert das nicht wirklich. 

 

Ach bitte jetzt.

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So einen Schnauzgriff beim beissenden Welpen hat der Partner (im Vertrauen auf den "Züchterrat") irgendwann doch schnell sein lassen, weil der Welpe begeistert die nächsthärtere Runde eingeläutet sah.

Positive Strafgesten leuchten meinem Hund nicht ein- entweder sie verunsichern, demotivieren global (also nicht nur die unerwünschte Handlung) oder mein Hund ignoriert es nachsichtig. Fremde , die sich so aufführen, sind feindlich und werden nachhaltig vertrieben- sie merkt sich das sehr lange.

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vor einer Stunde schrieb Hoellenhunde:
vor 2 Stunden schrieb Gusar:

Was den Schauzengriff betrifft. Also wenn Ajan zu wild mit mir spielt und sich für mich schmerzhaft in meinen Arm "verbeißt" greife ich schon über seine Schnauze, um seine Zähne aus meinem Arm zu bringen. Ihn irritiert das nicht wirklich. 

 

Ach bitte jetzt.

 

Und sofort jegliche mögliche Diskussion im Keim ersticken.

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Das ist doch nur die übliche "Ein Hund braucht Grenzen"-Rechtfertigung verziert mit einer Menge sinnlosem Geschwafel. Grenzen kann man einem Hund selbstverständlich auch auf positive Weise vermitteln. Und dieser Herdplatten-, Wespe-, Löwe-Vergleich ist unsäglich dumm. Weder wünscht der Löwe eine nähere Beziehung zur Hyäne, noch der Mensch eine zur Wespe oder Herdplatte. Davon abgesehen würde es auch nicht viel bringen, die Herdplatte anzuschnauzen. :D

 

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Eigentlich war ich schon bei „Gewalt ist nicht Aggression.“ raus. 

(Ja. Regen ist nicht Wolke und Gestank ist nicht Pups. Eine Wolke kann aber unter sich lassen und ein Pups kann stinken.)

 

Der Versuch, dieser in jedem erdenklichen Zusammenhang irrelevanten Unterscheidung eine Relevanz beizubiegen, hat mich allerdings belustigt, also habe ich es noch ein wenig ausgehalten. 

(Letztendlich hat sich herausgestellt, dass die Unterscheidung im Rahmen dieses Artikels ‚noch irrelevanter‘ ist, geht es doch offensichtlich darum, bestimmte Formen der Gewalt ggü. Hunden nicht nur zu rechtfertigen sondern sogar zu fordern. Was in dem Zusammenhang das ganze Aggressionsgeschwurbel soll, hat sich mir nicht erschlossen.)

 

Dann kam:

Häufig kommt an einem Punkt, in dem zwischen Aggression und Gewalt unterschieden wird, das Argument, dass Hunde und Menschen nicht der gleichen Art angehören und man deswegen nicht von Aggression im natürlichen Sinne sprechen kann

 

Äh, häufig? Dafür müsste ja häufig diese sinnlose Unterscheidung gemacht werden. Ist mir in der Form aber gerade zum ersten Mal untergekommen...

 

Abgesehen davon: soll hier tatsächlich erklärt werden, dass es Formen menschlicher Aggression gibt, die für einen Hund von Bedeutung sein könnten/sollten?

 

Danach folgte soviel zusammenhangloses Geschwafel (ich verstehe sehr wohl die Gedankengänge dahinter aber stringente Argumentation geht halt anders), dass ich es nur noch bis zum Auto-Beispiel ausgehalten habe und dann ans Ende gesprungen bin (wow, kommt da noch viel Text!):

 

Selten habe ich mir so viele Gedanken um einen Text gemacht, den ich hier veröffentlicht habe.

 

Waren dann wohl mehr Gedanken, als er/sie in Worte zu fassen in der Lage war. 

 

Dieses Mal haben ihn sogar zwei Personen vorab gelesen und mir ihre Meinungen und Kritiken mitgeteilt

 

Mein Beileid an die beiden!

Vermutlich wussten sie nicht, wo sie anfangen sollen und haben sich mit ihrer Kritik behutsam zurückgehalten. 

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Natürlich muss man zwischen Aggression und Gewalt differenzieren. Ich kann Aggressionen gegen jemanden empfinden, aber von jeder Gewalt absehen. Ich kann verbal Abstand generieren- wie ein Knurrer "Lass mich, , halte Abstand"  völlig legitim. Der Punkt ist: Aggressionen gegen jemanden lassen sich nicht verhindern, das lässt sich nicht unterdrücken, aber bei Gewaltanwendung lässt sich das IMMER zumindest versuchen.(Abgesehen von Notfällen, wie Hund vorm Auto wegreissen)

Schlimmer noch, Training über positive Strafe bedeutet in den meisten Fällen, dass Aggression  völlig entkoppelt ist. Der Anwender ruckt, weil der Hund es ja angeblich so "besser kapiere", gar nicht, weil er Aggression gegen den Hund empfindet. Er macht das z.B. aus sportlichem Ehrgeiz oder weil er es nicht besser weiss.

Der Unterschied von Mensch zur Herdplatte ist, dass er VERHINDERN kann, dass sich jemand wehtut und dass er auf andere Weise mitteilen kann, dass sich jemand fernhalten.soll.

Und genau das soll man ggf. seinem Hund beibringen, wobei eigentlich meist der Mensch etwas  lernt, weil Hunde meisterhaft zu deeskalieren wissen.

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