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Miri91

Scheinträchtigkeit - Verhalten und Dauer

Empfohlene Beiträge

Hallo zusammen, der Titel sagt schon worum es geht aber gerne möchte ich noch ein bisschen ausholen 🙂

Und Achtung, ich habe Schwierigkeiten mich kurz zu fassen! 😛 


Was haltet ihr vom Verhalten für "normal" während einer Scheinträchtigkeit? Oder habt ihr ähnliche Erfahrungen? 
Unsere frühere Hündin hatte in der Zeit nie so ein extrem verändertes Verhalten. Die meisten mit denen ich spreche kennen so was auch nicht und finden es höchst merkwürdig... Da habe ich mich schon durch einige Kommentare echt verunsichern lassen (unter anderem auch von unserer Tierärztin... sie findet sie sehr misstrauisch). 

Unsere Hündin (Rhodesian Ridgeback) ist im März (ca. 10.03.) mit genau 12 Monaten, das erste mal Läufig geworden. 
Generell ist sie vom Wesen eine sehr ruhige und auch sensible. Ich würde auch sagen sehr feinfühlig. 

Seit Beginn bzw. schon 1-2 Wochen vor der Läufigkeit ist sie jedoch noch sensibler geworden. Klar, sie hat natürlich mit den ganzen Hormonen zu kämpfen gehabt. Wir haben auch trainigstechnisch nicht zu viel von ihr abverlangt. In der Zeit der Läufigkeit haben wir in der Hundeschule pausiert und sie, da wo sie eigentlich frei läuft, zur Sicherheit an der Schleppleine gehabt und fremde Rüdenbesitzer immer vorgewarnt. Grundsätzlich ist die Zeit auch recht problemlos verlaufen. 


Natürlich war sie etwas ruhiger und weniger verspielt. Von fremden oder nicht so gut bekannten Menschen wollte sie sich nicht mehr streicheln bzw. anfassen lassen - bei jedem Versuch, weicht sie aus und geht weg. Finde ich aber auch ok und erleichtern bei einem großen Hund natürlich auch einiges, da uns schon viele Menschen begegnen die Angst vor ihr haben und auch nur ein in die Richtung Schnüffeln oder schauen als sehr bedrohlich einschätzen und die Flucht ergreifen... 

Etwas Sorgen hat mir ihr "bääähh, fasst mich alle bloß nicht an und lasst mich in Ruhe" aber schon gemacht, gerade weil es sich so drastisch geändert hat. Im Dunkeln wurde sie auch wachsamer und hat den ein oder anderen Menschen der direkt auf uns zu lief auch mal angebellt - ebenso fand sie nicht mehr alle Hunde so super. 
Bei anderen Hunden wirkt es auf mich fast eher wie als würde sie vor irgendeinem Kontakt lieber mal von vornherein zeigen wollen, lass mich bloß in ruhe.

Äußert sich bei ihr durch Bellen oder auch Knurren. Aber auch hauptsächlich an der Leine, ich denke weil sie weis dass sie da nicht viel Platz zum ausweichen hat. 


Wir werden speziell bei dieser Thematik demnächst aber mal mit unserer Trainerin einen Termin haben. Einfach um besser einschätzen zu können, an was liegt es und wie sollten wir uns verhalten. Generell tut sie sich aber leichter, umso mehr ich sie in Hundebegegnungen anleite und sie auch gezielt hinter mich nehme. Ich denke es wird darauf hinaus laufen, ihr einfach gezielt Sicherheit zu geben und ihr zu zeigen, dass wir aufpassen und sie keinen Kontakt zum anderen Hund haben muss. 


Man merkt auch, dass sie nach der Läufigkeit in der Hundeschule kein großes Interesse mehr am spielen mit den anderen hat und es generell nicht mag, wenn sie zu sehr bedrängt wird. Da weicht sie immer aus und wenn die anderen aber ständig am Popo schnüffeln wollen und ihr noch nachgehen, dann zeigt sie auch deutlich ihre Grenzen. Das macht sie aber nicht übertrieben. 

Seit jetzt ca. einer Woche (ungefähr 2 Monate nach der Läufigkeit) ist ihr Gesäuge deutlich angeschwollen. Bisher schleckt sie nicht dran rum und es ist nichts gerötet, wir vermeiden es daran rum zu fassen, um die Milchproduktion nicht noch zusätzlich anzuregen. 
Heißt, ich weis jetzt sicher dass sie die ganze Zeit nach der Läufigkeit Scheinträchtig war - damit erklärt sich mir jetzt auch endlich, warum sich ihr Verhalten auch danach nicht wieder "normalisiert" hat und bei ihr immer noch Hormonchaos herrschte. 

Wie lange kann denn jetzt noch die Phase gehen, in der sie für ihre "Scheinwelpen" Milch produziert? 
Sie bemuttert jetzt daheim kein Spielzeug und baut auch kein Nest - liegt daheim einfach nur viel rum, wobei sie aber daheim eh schon immer sehr ruhig war. 

Unterwegs ist sie ganz normal, flitzt und mit ihrem besten Kumpel (ein Mini Australian Shepherd, den sie auch schon seit Welpe kennt) spielt sie total gerne. Irgwie mag sie generell kleine Hunde lieber als große, vielleicht weil sie sich von den kleinen momentan nicht so schnell bedrängt fühlt.

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Das kann noch so 4-6 Wochen dauern. Die erhöhte Reaktivität und Abwehrbereitschaft um die Scheinmutterschaft ist auch völlig normal bei Hunden mit Schutzmotivation.

Ausserdem trägt eine Läufigkeit zur geistigen Reife bei, die Hündin verhält sich immer ein bisschen erwachsener als zuvor, das kann auch seinen Anteil daran haben.

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Sie zeigt ein ganz normales Verhalten, denn sie wird Erwachsen und und muss darauf Achten das sie ihre "Welpen" sicher zur Welt bringt. Normal ist die ca 2 Monate (63 Tage) dauernde Scheinträchtigkeit ungefähr von den Stehtagen angefangen. Dann anschließend ca noch 4 Wochen die Scheinmutterschaft wo es eben auch sein kann das das Gesäuge anschwillt und Milch produziert wird.

Es gibt Hündinnen bei denen merkt man kaum etwas von allem aber auch welche die machen das alles komplett durch genau so als wenn sie tatsächlich Welpen bekommen würden. Meine eine Hündin ist auch so ein Fall.
Darauf Achten muss man nur das sich das Gesäuge nicht entzündet, gerade nach der ersten Läufigkeit kann das schon mal passieren, ansonsten hilft beschäftigen und das Futter einschränken. 
Was die anderen Verhaltensänderungen angeht sind diese auch normal einige werden wieder weniger aber im großen und ganzen wird sie nun Erwachsen und ernsthafter.

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