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Hundeforum Der Hund
Zenta

Plötzlich kurzfristig Schmerzen

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Da ich mir das Verhalten von meinem Anton am letzten Freitag nach wie vor nicht erklären kann versuche ich es mal hier zu schildern, evtl. hat jemand eine Idee.

 

Anton ist ca. 10 Jahre alt und seit ca. 8 Wochen bei mir. Außer eines Hautproblems welches sich inzwischen erledigt hat, konnte ich bisher keine gesundheitlichen Einschränkungen erkennen.

 

Letzten Freitag hat er morgens ganz normal gefressen und ist dann eine Runde in den Garten zum Pinkeln. Als ich ca. 1/2 Std. später wieder in das Zimmer komme, liegt er auf dem Sofa und schreit auf. Ich bin natürlich erschrocken denn dass ein Hund einfach so aufjault ist mir fremd. Ich kannte das bisher nur als sich z.B. einer der Hunde mit dem Bein massiv am Tor angeschlagen hat. Anton ist dann aber ganz normal aufgestanden, vom Sofa runter und wieder rausgegangen. 1 Std. später das Gleiche, er jault im Liegen auf. Ich habe dann meine befreundete TÄ angerufen und mit ihr besprochen was es sein könnte. Wir waren uns einig, dass es sich vermutlich um ein orthopädisches Problem handelt. Kurzfristig hatte ich auch Angst dass es so etwas wie ein geplatzter Tumor sein könnte, dafür sprach aber eigentlich nichts. Nach einem weiteren Telefonat mit der Klinik habe ich ihm Metacam gegeben und für Mittwoch einen Termin ausgemacht um ihn durchchecken zu lassen. Das Metacam sollte ich bei Bedarf bis dahin weiter geben. Im Lauf des Vormittags schrie er 5-6 x so auf, immer wenn er auf der Seite lag und sich in die Bauchlage drehte. Laufen konnte er normal, fressen wollte er auch immer. Ich hoffte dass dies aufhörte wenn das Metacam endlich wirkte. Statt dessen gab es am frühen Nachmittag einen (gefühlt) ewig langen Schrei. Es hörte sich absolut schlimm an. Die anderen Hunde waren danach extrem aufgeregt. Anton stand danach im Zimmer und ich hatte kurzfristig den Eindruck er kann sich nicht mehr bewegen. Er sah irgendwie steif aus. Daraufhin habe ich sofort in der Klinik angerufen und gesagt dass ich so schnell als möglich komme, sofern ich Anton in die Box bekommen. Das ist dann mit Futter erstaunlich gut gegangen und mit Hilfe des Nachbarn habe ich die Box ins Auto gehoben. In der Box dann keine Spur mehr von "sich nicht bewegen können". Er kreiste in der Box rum, scharrte usw. Er war total aufgeregt da er weder Box noch Autofahren kennt. Das Jaulen das er während der Fahrt von sich gab hörte sich eher nach Protest an, nicht mehr nach Schmerz.

 

Um es kurz zu machen, man hat weder in der Notaufnahme am Freitag eine wirkliche Erklärung für seine Schmerzen gefunden, noch bei der Untersuchung heute durch einen Chirurgen. Heute bekam ich die Diagnose dass er sicherlich links HD hat und die Muskulatur links schlechter ist. Ich bezweifle das nicht, aber kann das wirklich die Ursache für diese Schmerzschreie gewesen sein? Er hat am Freitag dann noch ein sehr starkes Schmerzmittel gespritzt bekommen, Samstag und Sonntag hat er von mir Metacam bekommen. Es gab noch einen einzigen Schrei das war kurz nachdem wir am Freitag wieder zuhause waren. Seit dem ist alles ok. Falls jemand eine Idee hat was dahinter stecken könnte, her damit.   

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Meine vorherige Hündin hatte das HWS Syndrom, also eine Verrenkung, Blockade, Bandscheibengeschichte, Zerrung oder ähnliches in der Halswirbelsäule. Sie schrie wie dein Anton ganz plötzlich auf, bewegte sich sonst aber normal.

Ich weiß nicht mehr wie es behandelt wurde, nur an den warmen Schal erinnere ich mich.

 

Was es auch ist, alles Gute dem armen Kerl :)

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Hallo,

seit 8 Wochen bei Dir. Wo kommt er her? Ist er in den 8 Wochen normal bis viel gelaufen? Sprich grosse tägliche Runden?

Dann könnte er einfach Muskelkater haben. Das kann sich so äussern. Hunde können tatsächlich Muskelkater haben.

 

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vor 7 Minuten schrieb Bobbie42:

Hallo,

seit 8 Wochen bei Dir. Wo kommt er her? Ist er in den 8 Wochen normal bis viel gelaufen? Sprich grosse tägliche Runden?

Dann könnte er einfach Muskelkater haben. Das kann sich so äussern. Hunde können tatsächlich Muskelkater haben.

 

Er kommt aus einem großen TH in Rumänien.  Anton bewegt sich seit er hier ist bestimmt deutlich mehr als in seinem TH-Zwinger in dem er 5 Jahre eingesperrt war aber da er eher der gemütlich Typ ist hält es sich trotzdem in Grenzen. Ich glaube schon dass Hunde Muskelkater haben können, aber nur eine Tag?

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Ich habe schon öfters Muskelkater bei Hunden gesehen, gerne nach Jagdausflügen <_< ...das äußerte sich eher in schwerem Aufstehen, schleppendem Gang, Lustlosigkeit zur Bewegung. Die wollten einfach nur in Ruhe gelassen werden und rumliegen, 1-3 Tage lang. Aber es gab nie plötzliche Schmerzattacken --> Aufschreien.

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vor 36 Minuten schrieb Juline:

Meine vorherige Hündin hatte das HWS Syndrom, also eine Verrenkung, Blockade, Bandscheibengeschichte, Zerrung oder ähnliches in der Halswirbelsäule. Sie schrie wie dein Anton ganz plötzlich auf, bewegte sich sonst aber normal.

Ich weiß nicht mehr wie es behandelt wurde, nur an den warmen Schal erinnere ich mich.

 

Was es auch ist, alles Gute dem armen Kerl :)

Ich hatte am Freitag auch den Eindruck es liegt am Hals. Was mir auch die letzten Tage aufgefallen ist, er streckt sich manchmal und dabei auch den Kopf extrem hoch. Als ob er die HWS dehnen möchte. Er war aber heute in der HWS bei der Untersuchung total beweglich und auch die Muskulatur dort war weich. Sonst hätten wir diese geröngt.

 

Das wichtigste ist, dass es ihm jetzt wieder gut geht, aber die Sorge bleibt, dass es wiederkommt und man dann auch nicht weiß was eigentlich schmerzt.  

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Gerade eben schrieb Juline:

Ich habe schon öfters Muskelkater bei Hunden gesehen, gerne nach Jagdausflügen <_< ...das äußerte sich eher in schwerem Aufstehen, schleppendem Gang, Lustlosigkeit zur Bewegung. Die wollten einfach nur in Ruhe gelassen werden und rumliegen, 1-3 Tage lang. Aber es gab nie plötzliche Schmerzattacken --> Aufschreien.

 

Ich kenne es halt von Nino. Damals war mein Partner eine Woche zu Hause wegen Streik und kam mich jeden Tag mit Hund von der Arbeit abholen . Ca. 5 Kilometer.

Freitag abend jammerte und schrie der Hund im liegen und beim streicheln, lief aber relativ normal. Sonntag mittag war der Spuk vorbei und Montags meinte die Tierärztin: " Keine Ahnung was das war!" Ich kam dann auf Muskelkater.

 

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Ich kenne das Aufschreien von Quinta auch, allerdings kannte ich mehr oder weniger die Hintergründe und bin bei beiden malen zu unserem privaten Masseur gefahren. Bzw beim ersten Mal war seine Frau da, die da erste Hilfe geleistet hat und die Idee hatte ihn zu fragen.

Bei uns war das beim ersten Mal ein im Rennen vertreten, quasi hündisches umknicken. Das war so schmerzhaft, den Schrei und das fünf Metter hinterherfliegen,durchs nicht auftreten können, vergesse ich nie wieder.

Das zweite Mal war, nachdem Quinta vom Verwandten meines Freundes, der leider sowohl schlecht sehen, als hören kann,sich aber für den absoluten Hundeguru hält, unbeholfen hochgehoben wurde. So dass der ganze Rücken und Unterkörper/Hintere Teil im Freifall hingen, so schnell konnte ich nicht reagieren, weil ich am anderen Ende des Tisches saß. Wieder der exakt selbe Schmerzensschrei, mit Folge das Quinta mit den Hinterbeinen nicht mehr stehen konnte und quasi nur noch Schlitten gefahren ist. Sonntags. 11 Uhr Nachts. Verheulter Notruf an befreundeten Masseur. Sind sofort hingefahren und er hat das mit nur einem Griff wieder richten können. Bin am nächsten Tag trotzdem zusätzlich zur TÄ, aber fannach war zum Glück nichts mehr. Auch jetzt zwei Jahre später hatten wir solche Vorfälle zum Glück nicht mehr.

 

Was ich damit sagen will: Ich würde auf Wirbel, Nerven und Sehnen tippen und ihn gründlichst durchfühlen lassen. Wie genau da der spezielle Beruf heißt weiß ich leider nicht. Quasi Knochenbrecher und Masseur. Vielleicht ist das wirklich "nur" eine Blockade. Gerade wenn ihr tierärztlich alles andere schon abgecheckt habt, habt ihr da ja eigentlich nicht wirklich etwas zu verlieren und bekommt vielleicht noch ein paar Tipps zur Hüfte.

 

Gute Besserung!

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@Bobbie42 aha, interessant, behalte ich mal im Hinterkopf :)

 

vor 6 Minuten schrieb Shyruka:

Was ich damit sagen will: Ich würde auf Wirbel, Nerven und Sehnen tippen und ihn gründlichst durchfühlen lassen. Wie genau da der spezielle Beruf heißt weiß ich leider nicht. Quasi Knochenbrecher und Masseur.

 

Meinst du Physiotherapeut? Chiropraktiker? Osteopath?

 

Auf Wirbelsäule würde ich auch zuerst tippen.

 

vor 24 Minuten schrieb Zenta:

Das wichtigste ist, dass es ihm jetzt wieder gut geht, aber die Sorge bleibt, dass es wiederkommt

 

Dann drücke ich mal feste die Daumen, dass es nicht wiederkommt. Manche Sachen verschwinden ja zum Glück von selbst und für immer.

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vor 2 Minuten schrieb Juline:

Chiropraktiker

Ich glaube das kommt dem am nächsten. Aber ich glaube man ist bei allen von denen gut aufgehoben, was diese Problematik angeht. Wichtig ist ja eigentlich immer nur, dass man jemanden bekommt, der sein Fach auch ernst nimmt.

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