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Hundeforum Der Hund
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2nd Hand Hund mit Menschenproblem

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Ich brauche Anregungen, neue Ideen, Tipps, Erfahrungsberichte, ..

 

Ausgangssituation ist ein Hund (ca 4-5 Jahre alt) aus zweiter Hand, möglicherweise depriviert, mit starker Unsicherheit fremden Menschen gegenüber.

Hund geht nach vorne, nicht mit Beschädigungsabsicht aber er schnappte auch schon (nie so stark, dass es ernsthafte Verletzungen gab, aber er hat durchaus Menschen Schrammen zugefügt).

 

Verbesserung und leichteres Handling dank Markertraining, doch irgendwann kommen Hund und Halter nicht mehr weiter - heißt, es ist irgendwie Stillstand, fremde sind immer noch ein großes Problem, wenn der Halter nicht rechtzeitig markert und Abstand vergrößert.

 

Gesundheitlich ist alles durch mehrere Tierärzte abgeklärt, der Hund ist gesund.

 

Bezugspersonen gegenüber ist der Hund völlig friedlich, verhält sich absolut normal. 

 

 

Wie können die beiden weiter kommen? Selbstverständlich ausschließlich netter Umgang mit dem Hund, alles andere würde die Problematik nur verschlimmern.

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Wielange ist denn der Hund schon bei dir und wie lange trainierst du schon mit Ihm?

Welches Geschlecht?

Kastriert?

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Der Hund ist seit 3 Jahren beim Halter, kastrierter Rüde (Frühkastration). 

Markertraining unter professioneller Anleitung seit 2 Jahren. 

 

Anfangs etwas holprig, dann immer wieder größere Fortschritte, hin und wieder ein Rückschritt und nun Stagnation.

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In was für Situationen geht der Hund denn nach vorne?

Wurden diese nachgestellt, fürs Training?

 

Warnt er, bevor er zuschnappt?

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Hauptsächlich, wenn fremde ihm zu nah kommen. Er hat eine große Individualdistanz. 

Er warnt vor, doch ist ab dem Zeitpunkt nicht mehr ansprechbar. Er geht direkt nach vorne, wenn der Halter nicht rechtzeitig markert (wenn also der Abstand bereits zu gering ist) oder wenn die fremde Person plötzlich wie aus dem Nichts auftaucht.

 

Im Freilauf (der nur stattfindet, wenn weit und breit kein Mensch zu sehen ist) hat er keine Probleme mit anderen Hundehaltern (mit Hunden sowieso nicht, außer sie sind deutlich größer), taucht doch mal unverhofft ein Mensch ohne Hund auf, und er wird nicht rechtzeitig angeleint, stellt er die Person. Er rast direkt und ohne zu zögern los.

 

 

Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass nach dem Marker ausschließlich Futter oder verbaler Lob erfolgt, der Halter schafft es nicht, eine andere Belohnung einzusetzen und auch wurde nie ein richtiges Alternativverhalten zum Auslösen etabliert, irgendwie gelingt es nicht.

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Meine Lösung wäre da ganz einfach: fremde Leute nicht nah dran lassen 🤷‍♀️

 

Wenn der Hund so ein riesen Thema damit hat, MUSS er doch nicht lernen, das zu ertragen.

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vor einer Stunde schrieb hitzefrei:

Marker ausschließlich Futter oder verbaler Lob erfolgt, der Halter schafft es nicht, eine andere Belohnung einzusetzen

Würde hier auch nicht funktionieren, finde ich auch nicht schlimm! Wie kommen gut miT Futter und Lobwort als positive Verstärkung klar! 

 

vor einer Stunde schrieb hitzefrei:

Alternativverhalten zum Auslösen etabliert, irgendwie gelingt es nicht.

Das wäre aber wichtig/ sehr hilfreich für beide!

Alternativverhalten beginnen zu Hause - wenn der Halterin nichT ins der Lage ist in der Situation schnell genug auf Kleinigkeiten einzugehen uns diese stückchenweise auszubauen!

 

Zusätzlich habe ich mit Mantrailing angefangen. Zum einen eine tolle Verbesserung des Teamwork und die der gegenseitigen Verlässlichkeit, des weiteren eine tolle Beschäftigung MIT seinem Hund und zum Anderen eine super Möglichkeit Menschen neutral bis positiv zu verknüpfen! War bei uns eine tolle Ergänzung! 

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Er hat doch aber schon ein Alternativverhalten, wenn die Distanz vergrößert wird: Ausweichen. Das ist doch auch völlig naheliegend.

Das hört sich eigentlich doch ganz gut an- er bleibt ja noch maßvoll und eskaliert nicht völlig. Wie schnell läßt sich der Hund denn umlenken, wie leicht kann man ihn davon abbringen? Löst er bei jedem aus?

Es ist eben seine Strategie auf die er sich im Zweifel immer verlassen kann, "Buh!" und die Leute entfernen sich. Macht er das aus Selbstschutz oder beschützt er die Familie (oder beides)?

Ich würde weiter mit Ausweichen / Abwarten/Passieren Lassen (jeweils mit verbalem Signal) arbeiten.

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vor 9 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

Ich würde weiter mit Ausweichen / Abwarten/Passieren Lassen (jeweils mit verbalem Signal) arbeiten.

Hatte ich auch so gedacht.... finde das ich gut.

Nur kommt es für mich irgendwie so rüber als dass definitiv HH das nicht allein umsetzten kann in der Situation und die eine vorgefertigte Lösung her soll. !?

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Wo lebt der Hund? Ich hoffe, eher auf dem Land. Sonst ist er ja unter Dauerstress und das ist keine gute Basis.  

Ich finde eigentlich auch, dass der Ansatz gut ist. 

 

Wir haben ein anderes Thema hier (mit Hunden), aber bei plötzlichem Auftauchen des Triggers vor unserer Nase geht er erstmal nach Vorne. Ich hab gute Erfahrungen damit gemacht, dann unseren Notfallruf zu nutzen, der sehr stark aufgebaut ist mit seinem Ball. Er löst aus (oder ich bin schneller ;) ), ich schreie Hier! Er wendet sich mir zu, kriegt den Ball in die Schnauze und gleichzeitig bauen wir Distanz auf, ich lobe verbal, wir kommen kurz in eine Art Spielmodus. Das so für unkalkulierbare Situationen. 

 

Zusätzlich üben wir im Freilauf ein “Warte“ und “Zurück“ bei Hundesichtung. Er hat jetzt begonnen, das von selbst zu zeigen. Gerade das Warten ist für uns wichtig. 

So etwas, an die individuelle Situation angepasst, würde ich üben, erstmal mit Leine.

Und viel auf einem sehr geringen Stresslevel üben. Wir machen das z.B. so, dass wir Hunden, die wir passiert haben, oft nach ein paar Metern hinterherschauen und ich kommentiere “schau, der wollte gar nicht zu uns. Der geht nach Hause“ o.ä. Bei meinem Hund lässt der Stress schnell nach, wenn wir vorbei sind. Manchmal komme ich mit dem anderen Halter auf ein paar Meter Entfernung noch ins Gespräch und dabei legt mein Hund sich oft ab. So etwas würde ich suchen. 

 

Ansonsten... ich kenne einen Hund, der auch so ist. Er stellt Menschen ohne Hund. Menschen mit Hund ignoriert er oder ist freundlich, wenn er sie länger kennt. Es ist ein Collie und wenn ich das richtig verstanden habe, wird da jetzt erstmal der Grundgehorsam richtig aufgebaut, weil der quasi nicht vorhanden war. Wenn ich was Hilfreiches höre, schreibe ich es hier rein. 

 

 

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