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Hundeforum Der Hund
Annali

Plötzlich nachts unruhig/wachsam

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Hallo ihr Lieben,

 

ich brauche mal Forums-Brainstorming. Folgendes "Problem":

Linnie ist seit einigen Tagen spät abends/nachts unruhig/erhöht aufmerksam bzw. wachsam.

 

Das erste Mal in der Nacht von Sonntag auf Montag. Sie ist aufgestanden, hat uns geweckt, gewufft, die Tür und das Fenster angeknurrt und hatte das dringende Bedürfnis mich "abzuchecken". Wir hatten das eigentlich abehakt unter "was komisches geträumt". Sie kam zu mir ins Bett und hat dann durchgeschlafen. In dieser Nacht war es bei uns extrem heiß, windstill und echt unangenehm. Irgendwie hatten da alle unruhig geschlafen - Menschen und auch andere Hunde in der Nachbarschaft, darum haben wir uns keine weiteren Gedanken gemacht.

 

Das nächste Mal war vorletzte Nacht, also von Mittwoch auf Donnerstag. Linnie hat erst geschlafen und uns dann zwischen 12:00 Uhr und 12:30 Uhr geweckt, es schien "irgendwas zu sein". Sie war also nicht unruhig im Sinne von Schmerzen oder Unwohlsein, sondern eindeutig erhöht wachsam, wollte unbedingt den Garten abchecken (wir haben also mit ihr gemeinsam einen Gartenrundgang gemacht - da war nix) und weil sie sich trotzdem nicht beruhigt hatte, bin ich mit ihr dann auch noch einmal um den Block gegangen (hat einmal markiert und dann ne Katze entdeckt, die sie töten wollte - völlig normales Verhalten, kein Durchfall, kein Gras fressen, nix besonderes). Linnie blieb unruhig, wuffte, knurrte Fenster und Türen an - kurz: ein Verhalten, als wenn sie etwas/jemanden melden wollte oder als wäre was jagdbares (z.B. ein Igel) auf unserem Grundstück (oder auf dem Nachbargrundstück - das wird mit bewacht). Ca. nach einer Stunde war alles vorbei, sie hat sich eingerollt und dann durchgschlafen.

 

Am Donnerstag morgen erzählte mir eine andere Hundehalterin aus unserer Straße, dass mehrere Hunde aus unserem Baugebiet zur gleichen Zeit (ca. halb eins) angeschlagen hätten (hatte ich nicht gehört). Die Vermutung war also, dass ein Mensch oder - noch eher - ein Wildtier durch unsere Straßen gelaufen ist. Könnte ein Fuchs sein (wurde schon mal tagsüber in unserer Straße gesichtet, aber schon länger her). Könnte auch ein Wildschwein sein (am Sonntag Nachmittag war ein Wildschwein auf einem schmalen Streifen Wildwiese zwischen unserem Baugebiet und den angrenzenden Feldern, nur 5 Meter von den Häusern unserer Straße entfernt). Wir haben das also wiederum abgehakt unter "bestimmt ein Wildtier durch die Straße gelaufen und sie hat das gerochen".

 

In der letzten Nacht dann wieder das gleiche, diesmal ging es gegen 23:15 Uhr schon los. Gleiches Spiel, melden, aufgeregtes durch das Haus laufen, unbedingt in den Garten wollen. Nach 1-1,5 Stunden dann wieder gut, sie schläft ein und schläft durch. Heute am frühen morgen (ca. 6 Uhr) dann noch einmal, diesmal habe ich kurz bevor Linnie aufgeregt wurde, einen anderen Hund deutlich anschlagen hören. Linnie ist plötzlich aus dem Körbchen hochgeschossen und wieder aufgeregtes Wuffen, Knurren, Grummeln ("Da-ist-was-Verhalten") - aber nur ganz kurz, dann ist sie ins Wohnzimmer runter und hat dort sofort weitergeschlafen.

 

Aus meiner Sicht kommen zwei Ursachen in Betracht:

1. Es ist wirklich ein verdächtiger Mensch oder (eher) ein Wildtier in unserer Siedlung unterwegs und Linnie riecht/hört das.

2. Linnie reagiert auf die Unruhe der/des anderen Hunde/s - das tut sie manchmal, und zwar dann, wenn der andere Hund "alarmiert bellt" ("pöbeln" ignoriert sie komplett, bei einem "erschrockenen bellen" will sie dem anderen Hund dagegen zu Hilfe eilen/nach dem Rechten schauen).

 

Oder halt 3. - es ist was völlig anderes, was ich nicht bedacht habe.

 

Etwas gesundheitliches kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, ihr Verhalten ist am ehesten das, was sie zeigt, wenn z.B. eine Katze oder ein Igel oder ein anderer Hund auf unserem oder auf dem Nachbargrundstück unterwegs ist. Und sie ist außerhalb dieser Phasen komplett unauffällig. Ich halte es entweder für Territorialverhalten oder (das noch am ehesten, aber vielleicht interpretiere ich zuviel hinein) für "Jagdmodus".

 

Ach so eins noch: Unser Schlafzimmerfenster geht nicht zum Garten, sondern zur Straße. Trotzdem will Linnie immer unbedingt in den Garten. Da war bisher nix (wir gehen dann ja jeweils mit ihr raus) und der Garten ist auch eingezäunt (das hält eine Katze oder einen Igel nicht ab, ein Wildschwein oder einen Fuchs aber schon). Der Zaun ist auch unbeschädigt. Es ist auch nix im Garten vorgefallen - jedenfalls nicht da wir wüssten. Und da sie nicht unbeaufsichtigt im Garten ist, kann ich mir auch nicht vorstellen, was uns da entgangen sein könnte.

 

So, sorry schon mal für den langen Text. Habt ihr noch Ideen? Andere Ursachen? Oder würdet ihr doch mal zum Tierarzt gehen? Falls ja - was könnte das für gesundheitliche Ursachen haben?

 

Und: Wie verhalte ich mich am besten? Ist das überhaupt sinnvoll, nachts mit ihr den Garten abzuchecken und/oder um den Block zu gehen? Oder wäre vielleicht eher Ablenkung der richtige Weg? (Angenommen, es streift wirklich etwas "jagdbares" durch unsere Siedlung, dann würde ich ja normalerweise Jagdersatz anbieten und nicht mit ihr hinterhergehen...) Oder noch ganz andere Ideen?

 

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Ich bin mir ziemlich sicher, dass da nicht "Nichts" ist. 

Stellt doch mal eine Wildkamera auf, dann wisst ihr, ob sich Katze, Marder oder Ähnlichs bei euch rumtreiben.

 

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Fenster offen, dadurch ungewohnterweise Umgebungsgeräusche hörbar?

Zieht es?

Sowas stört Enya ungemein.

Ausserdem (oder auch deshalb ?) steht sie manchmal schon um 6:00 h auf der Matte und fordert unsere Aufmerksamkeit.

Wir finden das auch komisch und recht ungewöhnlich für sie.

Auch wufft sie während der Nacht manchmal. Wir schreiben dies den Geräuschen zu, die sie bei geschlossenen Fenstern nicht oder nur schwach hört.

Wir sitzen (oder eher liegen :D) das aus und warten ab, ob sich das wieder legt, wenn die sommerlichen Umstände sich wieder verändern.

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@Bimbam Wildkamera ist eine gute Idee - ich schau mal, ob ich irgendwo eine günstig bekomme oder leihen kann.

 

@Renegade Fenstertechnisch ist bei uns alles unverändert, wir sind überzeugte Frischluftschläfer, das Schlafzimmerfenster ist ganzjährig nachts angekippt. Ziehen tut es auch nicht bzw. hat noch nie gestört. Aber vielleicht sollten wir das auch wirklich mal aussitzen. Gut möglich, dass wir Ihre Aufregung nur fördern indem wir auch aufstehen (wie man das halt so tut als Helikopter-Halter  :ph34r:). Das ist auf jeden Fall einen Versuch wert, vielleicht beruhigt sie sich sehr schnell wieder und falls nicht, können wir ja immer noch reagieren und wissen dann zumindest, dass es aus Linnies Sicht was „Ernstes“ ist.

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Bei uns passiert meistens bei Igeln oder Katzen

 

Ich geh dann aber nicht raus, sonst würde sie die ganze Nachbarschaft wecken. Der Igeln würde sich zusammenrollen und die Katze wäre sowieso schon weg.

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Wenn mehrere Hunde anschlagen muss ja irgendwas gewesen sein. 

Natürlich können ein paar Hunde bellen weil sie einem Hund bellen hören. Aber ich würde mich eher wundern, wenn mehrere Hunde anschlagen und nichts ist. 

 

Meine Hündin bellt auch mit wenn sie den Nachbarshund bellen hört. Das der auch wegen jeden Blättchen im Wind und jeder Katze die er von der Terrassentür aus sieht Alarm schlägt kann sie ja nicht wissen. Besonders wenn er länger oder öfter hintereinander bellt macht sie auch Mal nachts mit. Zum Glück aber nicht mit der Ausdauer und Lautstärke vom anderen. :D

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Ich bin mir total sicher, dass Linnie irgendwas gewittert oder gehört hat, oder beides,

was für sie in die Kategorie "Alarm" fällt.

Ich hab so lange Hunde, und vor langer Zeit habe ich stets "schlaf weiter, da ist nix" gesagt,

wenn gebrummelt wurde

W as totaler Käse war. Denn es hatte IMMER seinen Grund, wenn einer meiner Hunde

nachts Alarm geschlagen hat. Seit vielen Jahren vertraue ich meinen Hunden,

wenn sie sich nachts aufregen. Als Spock zum ersten Mal nachts richtig sauer wurde,

bin ich mit ihm erst in den Garten gegangen, dann zur Vordertür und da waren tatsächlich jede Menge

Macken am Schloß. Hunde haben nun mal viel bessere Sinne als wir, die merken halt auch wenn

etliche Meter vom eigenen Haus entfernt was passiert. Mein Doggie hat mich mal nachts geweckt

und ich konnte keinen Grund dafür finden, aber am Morgen hat mir Petra, die 80 Meter die Straße runter wohnt, erzählt,

dass ihr nachts ein Fuchs 6 Hühner gekilled hat.

 

Viel Erfolg bei der Auslöser-Suche und ich finde Hunde die nicht selig schlummern,

während die Wohnung ausgeräumt wird, richtig gut.

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Regel Nr 1 bei uns: Wenn der Hund anschlägt, dann ist da was.

 

Eine Wildkamera ist sicher nicht verkehrt, aber ich fände es seltsam wenn bei euch erst seit einer Woche Igel und Katzen durch den Garten streifen.

 

Habt ihr mal nach Einbruchspuren geschaut? Stehen die Autos auf der Straße oder Garage? Vllt wollte da jemand dran?

Irgendwas auffälliges in der Zeitung aus eurer Nähe?

 

Ich wünsche euch dass es nur ein unheimlicher Schatten ist!

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Jetzt ist ja gerade Paarungszeit für Steinmarder (Juni-August).

https://www.marder-vertreiben.com/achtung-die-paarungszeit-der-marder-naht/

"In der Paarungszeit liegt also ein größeres Risiko für Marderschäden vor, da die Marder sich im Vergleich zum Rest des Jahres mehr und außerhalb des Reviers bewegen und besonders gereizt auf Eindringlinge reagieren. Deshalb treten viele Marderschäden im Sommer auf."

 

Vielleicht habt ihr dieses Jahr mehr Marder als sonst in der Gegend und die machen sich an euren Autos oder dem Dach zu schaffen? Das Gekreische von denen hört man ja häufiger nachts. Klingt wie Streit unter Katzen. Ich hab sie zur Paarungszeit mal zu zweit über den Bürgersteig im Ortszentrum rennen sehen. Da ist viel Unruhe.

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vor 4 Stunden schrieb KäptnKörk:

Ich hab so lange Hunde, und vor langer Zeit habe ich stets "schlaf weiter, da ist nix" gesagt,

wenn gebrummelt wurde

W as totaler Käse war. Denn es hatte IMMER seinen Grund, wenn einer meiner Hunde

nachts Alarm geschlagen hat. Seit vielen Jahren vertraue ich meinen Hunden,

wenn sie sich nachts aufregen

 

Glaube ich dir.

Aber es ist sicher ein Unterschied, ob man nun ländlich wohnt oder in einem städtischen Umfeld. Und die Reaktion des HH ist sicher auch davon abhängig, wieviel Rabbatz der Hund in der Nacht macht. Was soll es bringen, wenn ich mit Enya, weil sie wufft, nachts auf die Strasse gehe um bestenfalls festzustellen, dass eine Katze auf der Motorhaube eines Autos gesessen hatte und ihrem Liebesleid laut Ausdruck verliehen hatte - bis wir auftauchten. Fazit: der Hund kommt nicht mehr zur Ruhe, weil er eigentlich hinterher will, und unser Schlaf ist auch im Eimer. Ist es da nicht angebracht, dem Hund zu vermitteln: ja, wir haben dich gehört - ist (uns!) aber nicht so wichtig...?

Wenn nun wirklich jemand unser Türschloss knacken wollte... da gibt sich kein Hund zufrieden, wenn er beruhigt wird. Da bin ich mir sicher.

 

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