Jump to content
Hundeforum Der Hund
Shyruka

Ball-Junkie (Link zu einem guten Text)

Empfohlene Beiträge

vor 14 Minuten schrieb Eifelkater:

Da beißt sich die Katze oder der Hund *ggg* aber ein Stück weit in den Schwanz. Würde man nämlich auf dem Hundeplatz nicht Schutzdienst, sondern z.B. Flyball trainieren, könnte man bei einem Hund der so reagiert durchaus ein Suchtverhalten interpretieren. 

 

Ich finde da eine konkrete Entscheidung dann tatsächlich Einzelfallabhängig. Generell finde ich es nicht gut, wenn ein Hund so komplett auf etwas fixiert ist, dass er nicht mehr ohne weiteres ansprechbar ist.

 

Finde ich eigentlich nicht, gerade weil das nur ein Ausschnitt von wenigen Minuten im Leben eines Hundes ist. Ein Hund der eine richtige Sucht hat, der zeigt sie nicht ortsabhängig sondern immer, oder nicht?

Aber dein Beispiel finde ich gut, ich persönlich bin nämlich durchaus der Meinung das nicht alle Hunde, die auf ihre 2 Minuten beim Flyball aufgeregt warten, ein Suchtproblem haben. Auch wenn manche das sicher sofort diagnostizieren würden (eben weil der Ball als Suchtmittel bekannt ist -  da ist viel schneller die "Diagnose"/Vermutung im Raum). Deshalb sage ich, genau auf was du glaube ich auch hinaus willst, das man den Einzelfall betrachten muss und das über einen längeren Zeitraum in einem ganzen Alltag. 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Finde ich eigentlich nicht, gerade weil das nur ein Ausschnitt von wenigen Minuten im Leben eines Hundes ist. Ein Hund der eine richtige Sucht hat, der zeigt sie nicht ortsabhängig sondern immer, oder nicht?

Aber dein Beispiel finde ich gut, ich persönlich bin nämlich durchaus der Meinung das nicht alle Hunde, die auf ihre 2 Minuten beim Flyball aufgeregt warten, ein Suchtproblem haben. Auch wenn manche das sicher sofort diagnostizieren würden (eben weil der Ball als Suchtmittel bekannt ist -  da ist viel schneller die "Diagnose"/Vermutung im Raum). Deshalb sage ich, genau auf was du glaube ich auch hinaus willst, das man den Einzelfall betrachten muss und das über einen längeren Zeitraum in einem ganzen Alltag. 

 

Und bei Flyball im Wettbewerbstil ist es auch das schlimme, das manche Halter die Sucht ihres Hundes vielleicht mutwillig haben möchten. Dann sind die Zeiten besser und auch wenn viel Trubel ist, der Hund wird dadurch nicht vom Ball "abgelenkt". 

Man sollte sicherlich solche Sportarten mit Vorsicht genießen, nicht das man am Ende tatsächlich einen Junkie aus dem Tier gemacht hat. Aber da würde ich auch speziell schauen, wie reagiert mein Hund im Alltag auf Bälle, oder in einem anderen Umfeld auf die Aufgabe beim Flyball. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Zu Bällchenwerfern und ihren ach so gut erzogenen und selbstverständlich ausgelasteten Hunden hab ich mich schon genug ausgelassen in diesem Forum. Deswegen jetzt zu uns.

Femo ist kein Balljunkie. Er zeigt kein Entzugsverhalten, er beschäftigt sich draußen auf viele verschiedene Weisen und der Ball kann ihn z.B. nicht davon abhalten, zu anderen Hunden zu rennen. Ist der Ball da, ist er schon sehr aufgeregt und auch sehr darauf fixiert, wenn gerade nichts zu beschützen oder zu jagen ist. Aber wenn ich den Ball wegpacke, ist Ende. Er sucht sich dann auch nix anderes.

Ich hab am Anfang vor allem klassisch mit ihm Ball gespielt, hab es dann aber schnell sein gelassen. Wir haben jetzt einen Mittelweg: er kriegt den Schnurball ausschließlich als Belohnung beim Notfallrückruf. Ja, ich benutze da seine Ball-Leidenschaft. Er kriegt ihn dann direkt ins Maul, wenn ich anleinen muss. Oft zergeln wir damit oder ich schließe Impulskontrollübungen an. Wir spielen immer gemeinsam mit dem Ball. Wir haben das viel geübt und mittlerweile gibt er den Ball zurück. 

 

Fremdbälle sind immer noch schwierig, wobei er drinnen eine unendliche Impulskontrolle besitzt. Nach zwei, drei Situationen war klar: Toms Spielzeug ist tabu. Ich kann das Bällebad neben ihm auskippen und er bleibt entspannt. 

Trotzdem sind Fremdbälle das einzige, von dem ich ihn draußen quasi überhaupt nicht abrufen kann. Er will aber eh alles haben, was andere Hunde haben. Bei Bällen ist das nur intensiver.

 

@Eifelkater

Ich fand das bei Jaro schon relativ auffällig. Wenn er Stöcke nimmt, ok. Aber er legt sich ja immer erwartungsvoll vor dir ab. Und das alle 2 Minuten. Vielleicht etablierst du ein Ritual, wann ihr damit spielt und wann nicht? Stöcke gibt es ja leider überall. 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 6 Stunden schrieb nyan:

Ein Hund der trotz hoher Motivation darauf gezüchtet wurde dennoch mit dem Menschen zu kooperieren (Hütehunde, diverse Jagdhunde, Gebrauchshunde, etc.) sollten ansprechbar bleiben.

Aber doch nur für den Einsatzzweck, das Verhaltenszuchtziel, z.b. Schutzhund. Wäre blöd, wenn ein Angreifer nur einen Ball auspacken müsste und der Hund korrumpiert wäre. Auch sind nicht alle "Gebrauchshunde" gleich einzordnen, ein Dobi ist z.B. weitaus eigenständiger/- sinniger unterwegs als ein Mali (und auf eigenständiges Beschützen ist er nunmal ursprünglich gezüchtet worden).

 

vor 6 Stunden schrieb nyan:

Der Mali im SD hört auf ein flüstern in jeglicher Erregungslage auf mit dem was er gerade tut.

Ja, wenn er fett mit dem Stachler dazu gezwungen wurde. Die wissen, dass es eigentlich um ein Spielzeug  und nicht um etwas Wichtiges geht. Dieses "Wichtige" wird oft genug künstlich per Starkzwang etabliert. Wenn man dagegen rein positiv aufbaut, dann ist die Chance, dass der Hund auf Weiterspielen und vor allem Abwechslung im Spielbetrieb besteht- also nicht auf Kommando aufhört, sondern selber Akzente setzen will - deutlich größer, weil es eben um ein SPIEL geht.

Sobald es um etwas wirklich Wichtiges geht (Beschützen z.B.), ist die Spielzeugressource aber nicht mehr annähernd von Bedeutung. Deshalb können sie sich trotzdem in ein Spiel hineinsteigern. Bedenklich finde ich eher, wennn Hunde nicht mehr zwischen Spiel und Ernstsituation unterscheiden können dürfen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Wenn ich mit Linnie unterwegs bin und einen Ball raushole, verhält sie sich auch wie ein Junkie. Ich hatte anfangs echt Angst, dass sie nach Bällen süchtig wird. Inzwischen nicht mehr, weil ihr Interesse von selbst wieder abflaut, manchmal erst nach 10 oder 15 Würfen, meistens schon deutlich früher. Dieses manische Verhalten zeigt sie ansonsten bei neuen Spielzeugen (egal was), da gibt es dann einfach minutenlang nix anderes - und dann ist es wieder vorbei. Ich nutze das auch und manipuliere/steuere sie damit, unterwegs im Freilauf habe ich immer einen nagelneuen Quietscheball in der Tasche, quasi als Notfall-Abruf. Ansonsten bekommt sie Spielzeuge, speziell Bälle, unterwegs nur sehr dosiert - so ganz ist meine Sorge, es könnte ein Junkie aus ihr werden, nicht verschwunden. Aber eigentlich glaube ich nicht, dass sie dazu neigt/besonders gefährdet ist. Irgendwann spuckt sie mir den Ball vor die Füße „So, und wenn du ihn jetzt noch mal wegwirfst, dann holst du ihn gefälligst selber!“

 

Ich verstehe aber was @Michelle003 meint mit der Momentaufnahme. Wenn uns einer beobachtet in den ersten Minuten nachdem ich den Ball rausgeholt habe, dann wird er überzeugt sein, dass ich mir da einen kleinen Balljunkie herangezogen habe. Würde ich auch denken. 

 

Ich weiß nicht, ob manche Rassen anfälliger sind für Junkieverhalten als andere, ist eine interessante Frage. Hier bei uns in der Gegend fällt mir kein einziger Balljunkie ein. Ist das vielleicht ein eher „städtisches Problem“? Weil hier auf dem Land sehe ich die Hunde eigentlich nur durch die Natur stromern, allein oder mit Hundekumpels, oder über die Stoppelfelder jagen. Bälle oder sonstiges Spielzeug seh ich super selten (mal abgesehen vom Notfall-Abruf-Ball in meiner Tasche - und der kam bisher auch nur einmal zu testzwecken zum Einsatz)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich fände es traurig, wenn ein Hund für nichts so zu begeistern wäre, dass er nicht wenigstens einige Minuten völlig darauf fokusiert ist. Auch wenn es süchtig aussieht.

Lieber so, als nur lustlos hinterher trotten

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Eine Freundin hat eine Hündin, die im Laufe ihres Erwachsenwerdens Jagdinteresse entwickelt hat.

Die Lösung war der Ball.

Ich habe sie mehrmals inständig gebeten den Hund nicht nur mit dem Ball "auszulasten", sondern Kopfarbeit mit ihr zu machen.

Sie fand es aber toll, weil der Hund nicht mehr jagen ging und es so bequem war.

Dieser Hund war irgendwann nur noch in seinem "Tunnel" und permanent total gestresst und hibbelig.

Ich konnte es nicht mehr mit ansehen und hab den Kontakt abgebrochen.

 

Nach einem Jahr oder so, haben wir uns zufällig wieder getroffen.

Ich hab den Hund gesehen und mir kullerten die Tränen über die Wangen.

Es war entsetzlich diesen tollen Hund total hysterisch, gestresst und kein Interesse an mir oder an meinem Hund zeigend, zu sehen.

Der Kontakt intensivierte sich wieder. Von Anfang an, habe ich aber klargestellt, wenn wir zusammen gehen, bleibt der Ball zu Hause.

Inzwischen ist das ca. 1 Jahr her. Die Hündin ist "trocken".

Die Hündin schnüffelt wieder, rennt mit meiner Hündin auch gerne mal wieder eine Runde, albert auch gerne mal wieder rum und ist vor allem sehr viel ruhiger geworden.

Einfach schön und ich freu mich immer, wenn ich sie so sehe...

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Es ist auf jeden Fall ein städtisches Problem. Als wir noch in den Grüngürtel in Köln gegangen sind, waren da teilweise zehn Hunde gleichzeitig und jeder rannte seinem Ball hinterher. Ich könnte ko****: Manche Herrchen kommen mit dem Rad angefahren, werfen dem aufgeregt kreiselnden Hund mit dieser Ballschleuder den Ball und gucken nebenbei aufs Handy. Das geht 20-30 Minuten und dann fahren sie wieder. 

Wo wir wohnen ist es nicht ganz so schlimm bzw nur zur Prime Time. Es sind übrigens fast ausschließlich Retriever. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

dann will ich doch auch mal meine Meinung dazu geben.

 

Kein Hund kommt  als Ball Junkie auf die Welt, er wird dazu gemacht, es wird ihm beigebracht, leider meinen es die Leute auch noch gut und sich der Folgen kaum bewusst.

 

Ich glaube auch, dass es eher so ein städtisches Thema ist, man fährt zur Wiese und dreht den Hund mal so richtig hoch, man meint sie würden dadurch ausgelastet.

 

Das Problem, man kommt zu Beginn kaum in eine Diskussion mit den HH. So viele Blicke kenne ich, die mit verschiedenen Themen mal auf der Wiese sind, die nicht nur skeptisch sind, wenn ich das mit dem hinterhechten zum Ball thematisiere, immer mehr, immer schneller, gib schon den Ball, los los los. immer weiter immer mehr, immer verrückter, und die HH sehen die Problematik nicht mal ansatzweise.

 

Wie schon geschrieben, arme Hunde und es dauert wirklich lange  dieses Verhalten umzulenken.

 

Dies nur so meine Meinung und Erfahrung hier in meinem Umfeld.

 

Wenn mal jemand einen Ball wirft, alles gut, auch nicht jeder Hund neigt jetzt dazu so ab - bzw. hochzudrehen, aber man sieht es schon überdurchschnittlich viel hier auf der Wiese.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Meine beste Freundin hat einen Stockjunkie. Der Stock war für sie die Möglichkeit, dass ihr Hund sich wieder fremden Menschen (vor allem Männern) nähern kann. Völliger Blödsinn natürlich, heute sucht er sich immer einen Stock, legt ihn einem vor die Füße und starrt ihn solange an bis ihn jemand wirft.

Er kann auch normal spazieren gehen, aber sobald man statisch wird fängt er an zu suchen.

Und es ist ehrlich schwer, anderen Leuten zu verbieten das Stöckchen zu werfen.

Kaum dreht man sich um tun sie es doch. Ich verbiete das auch grundsätzlich. Jedes mal sind es Männer die es total toll finden die Stöckchen möglichst oft und möglichst weit zu werfen. Ich werd allerdings zur Furie wenn jemand mein Verbot ignoriert :D

 

Nuka ist auch ziemlich beutegeil, das kenne ich so von den Huskys nicht. Da durfte man selbst den Ball wieder holen :D

Deswegen habe ich Regeln beim zusammen spielen aufgestellt.

1. Es wird nicht stumpf hinter etwas hergerannt. Nuka darf nur auf ein Okay los

2. Die Spiele sind immer Interaktionen zwischen uns, also kein ich werfe du holst

3. Auf "Schluss" bekommt Nuka noch ein Leckerchen und damit ist jegliches Spiel beendet und er muss überhaupt nicht mehr drauf warten dass ich das Spielzeug wieder auspacke

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Erstelle ganz einfach ein Benutzerkonto

Du musst ein Benutzerkonto haben, um Beiträge verfassen zu können

Registrieren

Deine Hunde Community

Benutzerkonto erstellen

Du hast ein Benutzerkonto?

Melde Dich an

Anmelden

×
×
  • Neu erstellen...