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Hundeforum Der Hund
KleinEmma

Ist es unmoralisch Hunde zu halten?

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vor 7 Stunden schrieb gebemeinensenfdazu:

Sklaverei ist geschichtlich nicht an eine Hautfarbe gebunden- das war immer schon scheisse, egal welche Hautfarbe, du ziehst den Rassismus mit rein- falscher Fokus. Es geht im Vergleich nicht um Rassismus /Spezieszismus, sondern darum, dass Lebewesen (und sie schreiben Lebewesen!Beinhaltet somit natürlich auch alle Menschen) nicht Eigentum anderer Lebewesen sein dürfen, weil sie das der Ausbeutung und Willkür ausliefert. Und das tut es nunmal immer- bei jedem Lebewesen.

Vergleiche sind plakativ und sollen aufrütteln. Ich bezweifle , ob du so als Säugetier Mensch so leben möchtest, wie die meisten Nutztiere es müssen.

Im Gegensatz zu diesen Leuten fängst du an Vorschriften zu machen- ein weit verbreiteter Zug im Veganer*innenabwehrreflex . Veganer*innen sagen, warum sie etwas machen und dann spielt sich wieder jemand auf, was sie dann ihrer Meinung nach nicht tun dürften.

Und richtig peinlich wird dann der Nazi-Vergleich von wegen KKK und weisse Frau - nachsichtigerweise werde ich das als langjährige vegane  refugee-einquartierende Antifa/Antiratante weglächeln. Das kommt irgendwann immer und steht auf dem Niveau von "Hitler war auch Vegetarier".

 

Da liegt wohl der Unterschied- die einen machen Sachen, weil sie sie ethisch, moralisch und ökologisch für richtig halten und die anderen, weil sie identitär anderen nacheifern wollen.

 

 

 

Willst du mir ernsthaft erzählen, die Skalverei in den USA, auf die sich in diesem Fall explizit bezogen wurde, hatte nichts mit Ethnizität/"race" zu tun? (Übrigens nicht exakt dasselbe wie Hautfarbe. Es wurden teilweise auch extra hellhäutige schwarze Sklavinnen "gezüchtet". Das meine ich z.B. damit, dass sich über das Ganze oft ansonsten viel zu wenig informiert wird, aber in so Diskussionen wird dann darüber mit scheinbarer Autorität gesprochen.)

 

Ich glaube auch nicht, dass ich ernsthaft den Unterschied erklären muss dazwischen, einen Hund und einen Menschen als Eigentum zu besitzen. Es kann gute Hundehaltung geben - wer das nicht glaubt, von dem wäre ich überrascht, wenn er in diesem Forum ist. Diese Leute selbst sprechen von Hunden als "Flüchtlinge"... die sie besitzen. Es gibt keine gute Sklaverei. Sklaven sind keine Flüchtlinge, um die sich nun super gekümmert wird. Hunde rechtlich als Eigentum einzsutufen, öffnet schlechten und verantwortungslosen Menschen Haus und Tor, sie zu misshandeln oder zu vernachlässigen, aber Sklaverei ist in sich unmoralisch und wird immer Menschen extrem schaden.

 

Verstehe auch nicht, was du über einen Nazi-Vergleich schreibst. Wenn jemand ernsthaft(!) Hundehalter oder eine nicht-vegane Lebensweise mit weißen Sklavenhaltern vergleicht, und dieses Leid nicht nur als rhetorisches Mittel benutzt (wie ich es meistens einstufen würde), aber dann mit Nicht-Veganern/Hundehaltern befreundet ist, muss ich doch davon ausgehen, dass diese Person auch mit krassen Rassisten - wie weißen Sklavenhaltern - befreundet sein würde. Finde es sehr interessant, dass du mir jetzt vorwirfst, ich würde etwas tun wie Vegetarier mit Hitler in Verbindung bringen (war übrigens selbst lange Zeit Vegetarien und werde es vll. auch irgendwann wieder)... hier geht es doch um Leute, die MICH und andere Nicht-TH-Hundehalter/Nicht-Veganer unter anderem mit Rassisten vergleichen, die am Tod Millionen schwarzer Menschen und der Versklavung und Folter vieler mehr Schuld sind bzw. diese Folter selbst durchgeführt haben. Aber ja, stimme dir zu, ist ein absurder Vergleich.

 

Wo mache ich jemandem die Vorschriften, von denen du sprichst? Dieses Ehepaar findet die Hundehaltung unmoralisch und abstoßend. Ich finde die Vergleiche, die sie ziehen, unmoralisch und abstoßend.

 

Wenn jemand um die Frage zu beantworten, warum er vegan lebst, auf die Sklaverei in den USA oder die Vergewaltigung von Personen und sogar speziell Kindern verweisen musst (wie gesagt, Vergleiche, die explizit von diesen Leuten gebracht werden), dann weiß ich auch nicht. Übrigens ist mir durchaus bewusst, was der Vergleich "eigentlich" erzielen soll, ich habe selbst früher extrem viele Texte aus der Tierrechtsdebatte gelesen. Leider tun Leuten auf allen Seiten der Debatte haufenweise Sachen, die dazu geführt haben, dass ich irgendwann einfach Abstand davon genommen habe.

 

Aber weiß nicht, ob das hier irgendwas bringt, wir reden offensichtlich komplett aneinander vorbei.

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vor 1 Stunde schrieb MissWuff:

Willst du mir ernsthaft erzählen, die Skalverei in den USA, auf die sich in diesem Fall explizit bezogen wurde

Wo denn? Fnde ich in dem Interviewausschnitt einfach nicht und genau den und nicht den zahlpflichtigen Artikel werden die meisten Sich-angegriffen-Fühlenden wohl hier auch gelesen haben.

Aus dem verlinkten Interview

Zitat

 Schätzungen zufolge töten wir rund 60 Milliarden Tiere im Jahr für den Verzehr, dazu noch einmal mehr als eine Billion Fische und andere Wassertiere. Das heißt: Für unseren Genuss fügen wir Tieren Leid zu und bringen sie um.

Da steht sogar "wir" also: die Menschen. Nicht die "Nicht-Veganer" oder ähnliches und deine Vergleiche stehen da auch nicht.

Ich weiss wirklich nicht , woran du das festmachst. Die Professorin hat lediglich "kein Verständnis" dafür, wenn man Bio-Milch trinkt und sich Tierfreund nennt, weil auch bei der Bio-Milch Kälber ständig ihr Leben lassen müssen. Kein Zeigefinger und ein wie auch immer geartetes "Ihr" , das aus  Rassisten und Vergewaltigern bestehen soll. Das steht im Interviewausschnitt einfach nicht, das wird von dir unterstellt.

Und um genau diesen Ausschnitt ging es doch im Thread hier.

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vor 18 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

Wo denn? Fnde ich in dem Interviewausschnitt einfach nicht und genau den und nicht den zahlpflichtigen Artikel werden die meisten Sich-angegriffen-Fühlenden wohl hier auch gelesen haben.

Aus dem verlinkten Interview

Da steht sogar "wir" also: die Menschen. Nicht die "Nicht-Veganer" oder ähnliches und deine Vergleiche stehen da auch nicht.

Ich weiss wirklich nicht , woran du das festmachst. Die Professorin hat lediglich "kein Verständnis" dafür, wenn man Bio-Milch trinkt und sich Tierfreund nennt, weil auch bei der Bio-Milch Kälber ständig ihr Leben lassen müssen. Kein Zeigefinger und ein wie auch immer geartetes "Ihr" , das aus  Rassisten und Vergewaltigern bestehen soll. Das steht im Interviewausschnitt einfach nicht, das wird von dir unterstellt.

Und um genau diesen Ausschnitt ging es doch im Thread hier.

 

Hatte doch geschrieben, dass ich wegen der etwas kontextlosen Titelzeile des Interviews und der Annahme, sie wurden bestimmt falsch verstanden/zitiert, noch mal andere Texte der beiden gegooglet hatte, in meinem ersten Post hier glaube ich - und diese Vergleiche machen sie bzgl. Ausbeutung von Tieren. Auch in Bezug auf Hunde schreiben sie, entgegen was einige hier angenommen haben, konkret von Sklaverei  und gehen dabei auf rassistische Sklaverei ein - z.B. in "The Case Against Pets", wobei das jetzt ein längerer Artikel ist, den ich auf die Schnelle rausgesucht und nur kurz überflogen habe, weil ich den anderen, kürzeren spontan nicht finde. Der Vergleich wird aber auf jeden Fall gemacht. (Auch die Verwendung des spezifischen Begriffs "Abolutionismus" deutete schon sehr klar auf den Vergleich zu rassistischer Sklaverei hin.)

 

Sie vergleichen in dem hier diskutierten Artikel aber auch Nicht-Veganer mit krassen Tierquälern (Thema Hundekämpfe bis zum Tod), was ich schon bezeichnend finde, wenn wir allein bei dem Interview bleiben wollen. Und sie sagen, dass es keinen moralischen Unterschied gibt, ich also genauso gut meinen Hund totfoltern wie Milch trinken könnte. Hmm.

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Auch der Text gibt das nicht her- es geht darin um genau das, was ich bereits benannt habe- Leibeigenschaft liefert der Willkür des Eigentümers aus und ist damit die Grundlage für Ausbeutung. Primär geht es zuerst um Nutztiere und darum, dass  Tierschutzgesetze nur bedingt greifen, wenn Tiere nur Eigentum sind. Deshalb müsste folgerichtig, um wirklich Tierschutz betreiben zu können , Eigentümerschaft von Lebewesen abgeschafft werden. Sie sagen ja selber, dass es natürlich auch "gute" Eigentümer (we z.B. sie selber) gibt, die eben pflegen und sich im Sinne der Tiere kümmern, aber solange Tiere Eigentumstatus haben, sind sie eben auch den anderen Tierhaltern ausgeliefert.

Das Beispiel mit den Hundekämpfen ("Unterhaltungsgenuss") verweist darauf, dass es natürlich auch an Genussvorliebe liegt, wenn man sich ein Steak kauft, in beiden Fällen geht es um Genusskonsum.

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Die Ackergäule in Rumänien sind viel Näher am Sklavenvergleich und selbst da wollte ich ihn nicht ziehen. Der Verein Equiwent (dazu hätte ich Mal einen Thread) sucht immer Unterstützer (Sach- oder Geldspenden). Falls jemand Pferdezubehör hat oder Geld übrig hat, da wäre eine Organisation sehr dankbar. 

Sie arbeiten mit Belohnungsprinzip,je besser mit den Pferden und anderen Tieren umgegangen wird desto mehr Sachspenden bekommen sie. Das Geld wird für Wurmkuren oder dergleichen verwendet. (Wenn ich das alles noch richtig im Kopf habe.)

 

Zusatz: die haben auch ein Kastrationsprogramm für Hunde.

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vor 44 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

 Sie sagen ja selber, dass es natürlich auch "gute" Eigentümer (we z.B. sie selber) gibt, die eben pflegen und sich im Sinne der Tiere kümmern, aber solange Tiere Eigentumstatus haben, sind sie eben auch den anderen Tierhaltern ausgeliefert.

Das Beispiel mit den Hundekämpfen ("Unterhaltungsgenuss") verweist darauf, dass es natürlich auch an Genussvorliebe liegt, wenn man sich ein Steak kauft, in beiden Fällen geht es um Genusskonsum.

 

Aber das ist doch genau mein Punkt, dass ein Vergleich mit Sklaverei - und gerade einer spezifischen, auf Rassismus basierenden Sklaverei - schon da komplett ins Wasser fällt, wo es "gute Eigentümer" gibt. Ich habe ja kein Problem damit, wenn der Eigentumstatus von Haustieren als solcher kritisiert und angeprangert wird (auch wenn ich ab einem gewissen Punkt Vorbehalte hätte was die Umsetzung betrifft), aber der Vergleich zwischen Sklaven- und Hundehaltung z.B. muss einfach nicht sein.

 

Mir ist auch prinzipiell klar, worum es bei dem Hundekampf-Beispiel geht, ABER es wird explizit gesagt, dass es keinen - gar keinen - moralischen Unterschied gibt. Und damit werden dann doch Leute, die Milch trinken, mit extremen Tierquälern gleichgesetzt. Da finde ich es nicht verwunderlich, dass ich und andere sich spätestens ab diesem Punkt "angegriffen fühlen", es ist halt ein direkter, krasser Vorwurf - gegen den man sich natürlich wehren wird, wenn man ihn unzutreffend oder ungerecht findet.

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