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Hundeforum Der Hund
stephan123

Alleinsein vs. Hundegarten

Empfohlene Beiträge

Hallo, ich bin neu hier und Hundeanfänger. Zum meiner Frage habe ich auch bereits die Suchfunktion und gelesen, dennoch:

 

Ich habe seit nunmehr 14 Tagen einen reinrassigen Labradorrüden, der jetzt Anfang 13. Woche ist. Insgesamt muss ich sagen, dass er schon sehr ausgeglichen ist, mal mehr mal weniger Lust auf das Üben, Gassigehen und Spielen hat und insgesamt sehr pflegeleicht ist, ein fantastischer Hund. Seite kurzem gehen wir auch in die Welpenschule. Grundkommandos wie Sitz, Hier, Aus/Nein! sitzen alle halbwegs, Beißhemmung ebenfalls positiv. Das einzige, was mir aber etwas Sorgen bereitet, ist das Alleinbleiben. Nun bin ich zwar Lehrer, so dass der Hund meist so um die 5 Stunden allein bleiben sollte, allerdings sind wir von derartigen Zeiten meilenweit weg. Wenn er müde ist, geht es mal eine Stunde ohne Problem, wenn nicht, fängt er im Schnitt nach 25min an zu jaulen und tigert in der Wohnung (Videoaufnahme) umher. Schäden richtet er keine an, allerdings verrichtet er dann sein Geschäft in der Wohnung. Ich weiß, dass die erreichten Zeiten nicht so schlecht ist, befürchte dennoch, dass ich das in den nächsten 3 Wochen, die mir noch zur Verfügung stehen, nicht hinbekomme, ihn auch mal 5 Stunden allein zu lassen. Das Arbeiten mit der Box gestaltet sich schwierig. Er bleibt einfach nicht gern drin und wenn sie geschlossen ist, versucht er sie sofort zu zerlegen. Nun aber meine eigentliche Frage: Bei uns gibt es einen Hunde(kinder)garten, der eine Ganztagesbetreuung anbietet. Das Rudel besteht aus großen und kleinen Hunden. Für mich stellt das eine echte Alternative dar, die ich vielleicht fürs erste Jahr und täglich für ca. 5h in Anspruch nehmen würde. Was meint Ihr dazu? Was habt Ihr für Erfahrungen gemacht?

Ein Gedanke noch; da ja im Hundegarten den ganzen Tag Hallilgalli ist (bis auf die Ruhezeiten), versprechen die Betreiber einen entspannteren Hund. Ist es aber dem für später doch angestrebten Alleinsein in der Wohnung zuträglich, wenn der Hund jetzt das Gegenteil, nämlich action, als vormittags alltäglich gesetzt versteht? Der Betreiber des Hundegartens antwortete mir darauf wie folgt: "

Bei ihrem Zweifel, ob er mit Tagesstättenerfahrung noch weniger gern allein bleibt, muss ich etwas schmunzeln. Das ist typisch Menschendenke 🙂 Wenn Artus gelernt hat, wo sein zu Hause ist, dass dort alles entspannt und sicher ist, wird er auch allein zurecht kommen, nur noch nicht im heranwachsen. Das bringt die Zeit und die Konsequenz der gesamten Familie. Heisst also ein bisschen Arbeit, nicht am Hund sondern für ihn."

Für den ein oder anderen Rat wäre ich sehr dankbar.

Mit besten Grüßen

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Ich finde so Hundetagesstätten gut.

5h in den nächsten 3 Wochen sind kaum zu schaffen, vor allem nicht 5 Tage pro Woche.

Wenn du den Hund dennoch so lange allein lässt, wird er es es kaum lernen entspannt zuhause zu bleiben.

 

In der HuTa ist auch nicht pausenlos Action, aber er fühlt sich nicht verlassen und lernt das Alleinebleiben trotzdem.

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Hallo und willkommen im Forum.

 

Allein bleiben muss sorgfältig und geduldig erarbeitet werden. In nur 3 weiteren Wochen wirst du es nicht schaffen, dass dein Hund ruhig und zufrieden zu Hause bleibt.

Allein aufgrund seines Alters ist er seelisch dazu nicht in der Lage.

 

Die Antwort von dem Huta-Betreiber ist schon zutreffend, zumal ausgeglichene Hunde sich den äußeren Umständen gut anpassen.

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Unsere Hündin ist mit 4 Monaten das erste Mal in eine Hunde-Kita (ja, die nennen sich so) gegangen und fand es super. Wir haben uns mit ihr bei verschiedenen hundesittern und Einrichtungen vorgestellt und haben ihr 45 Minuten gegeben um sich einzugewöhnen während wir mit den Betreibern gesprochen haben. 

 

Sie hat sich in der chaotischsten und am wenigsten "artgerechten" Einrichtung am wohlsten gefühlt, und da sie ja da bleiben sollte und nicht wir, haben wir uns nach ihr gerichtet. 

 

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Huta ist auf jeden Fall besser als länger alleine bleiben, als er schon aushält.

Üben muss man natürlich weiterhin.

 

Wo hast du den Hund denn her ?

Jeder seriöse Züchter oder seriöse Tierschutz-Vermittler hätte dich aufklären können, dass man einen so jungen Hund normalerweise nicht innerhalb weniger Wochen bereits fünf Stunden alleine lassen kann und du folglich einen Plan B brauchst.

Auch in Welpenbüchern kann man das normalerweise so nachlesen.

Du hast dich doch sicher im Vorfeld informiert ?

 

Fass das bitte nicht als Vorwurf oder Angriff auf !

Nach Jahrzehnten im Tierschutz und den ewig gleichen Geschichten täglich/wöchentlich fühle ich mich einfach etwas betriebsblind und kann diese eklatanten Informationslücken, denen man laufend bei Neuhundehaltern begegnet nicht mehr so recht nachvollziehen.

Dank Internet war es noch nie so einfach an Informationen zu kommen - oder verwirrt die Fülle mehr, als dass sie hilft ?

Mich interessiert wie man Anfängern im vor  dem Hundekauf besser helfen kann.

 

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Ich habe mich sehr gründlich bereits vorab informiert und habe den Hund von einem bekannten Züchter. Ich kenne allerdings eben auch Fälle von Welpen in ähnlichem Alter, die eben durch akribische Arbeit mit der Box sehr wohl innerhalb kürzester Zeit zum Alleinsein gebracht wurden. Mein Hund wird dadurch allerdings sehr unzufrieden/unglückich und ich möchte uns beide nicht weiter unter Druck setzen. Das mit dem Hundekindergarten steht für mich insofern bereits fest. Das Alleinsein übe ich dennoch mit ihm so 1 bis 3 mal am Tag für ne halbe Stunde, mal länger, mal kürzer..Für mich war halt eben nur die Frage, ob da eine Bespaßung in der Hundetagesstätte eben kontraproduktiv wirken könnte.

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5 Stunden sind in dem Alter viel verlangt und ich würde mal sagen, die meisten Hunde können das nach der Zeit noch nicht, was völlig normal ist. 
Hundekindergarten ist grundsätzlich okay, wenn es denn ein gut geführter ist. Mich würde da halt interessieren wie der Umgang mit den Hunden ist, die Hunde untereinander, wie wird erzieherisch von den Betreuern unterstützt etc.
Kann man da einen Probetag machen um zu sehen, wie es deinem Welpen damit geht?
5 Stunden Halligalli würden jetzt für mein Verständnis nicht für einen entspannten Hund sorgen, sondern viel eher für einen hibbeligen, gestressten Hund der das dann womöglich auch einfordert und nur schlecht zur Ruhe kommt - langfristig gesehen, erstmal ist er sicher augenscheinlich k.o.
Ich wäre da sehr vorsichtig.
Wenn regelmäßig Ruhepausen während der Betreuungszeit sind und nur für bestimmte Zeit getobt wird, wäre das wieder bissl anders. Das sollte man alles bedenken und vorab klären. 
Nur ein ruhiger entspannter Hund kann auch mal gut allein bleiben und Entspannung muss ein junger Hund erst lernen. Das allein bleiben kann man ja dennoch parallel zur Betreuung üben, wenn man mal einkaufen geht, oder ins andere Zimmer, die Wohnung verlässt, nur das es den Vorteil hätte, dass man es langsam steigern kann. 
 

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So sehe ich das Ganze auch, schaue mir den Hundegarten am Donnerstag mal an.

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vor 5 Stunden schrieb stephan123:

....durch akribische Arbeit mit der Box sehr wohl innerhalb kürzester Zeit zum Alleinsein gebracht wurden.

Ist ja interessant....aber mit Sicherheit keine 5 Stunden, oder ???

Solche Exemplare sind mir noch nicht begegnet, aber ok, im Tierschutz landen vermutlich die, die derartige Methoden nicht klaglos ertragen...

 Und im Bekannten-/Freundeskreis hat noch keiner derartige Erziehungsversuche mit seinem Welpen gestartet.

 

Vielleicht noch ein Tipp am Rande:

Wenn der Kleine nach 25min das Jaulen anfängt, dann war die Aufgabe zu schwer und er hat eine schlechte Erfahrung gesammelt.

Das sollte nicht passieren, aber manchmal verschätzt man sich eben.

Ich würde dann lieber drei als zwei Schritte zurückgehen und eine Zeitspanne wählen, bei der ich ganz sicher bin, dass er diese aushalten kann.

Hiesse in deinem Fall: nicht eine halbe Stunde alleine lassen, sondern eher 10-15min, und wenn das gut geklappt hat, von da aus wieder langsam steigern.

 

Und nicht aus den Augen verlieren:

Es gibt Hunde, die resignieren statt zu revoltieren.

Deshalb ist genaue Beobachtung und Fingerspitzengefühl immer hilfreich.

Bei eigener Unsicherheit lieber mal jemand Erfahrenen draufschauen lassen.

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Am 29.7.2019 um 16:04 schrieb stephan123:

Das Arbeiten mit der Box gestaltet sich schwierig. Er bleibt einfach nicht gern drin und wenn sie geschlossen ist, versucht er sie sofort zu zerlegen. Nun aber meine eigentliche Frage: Bei uns gibt es einen Hunde(kinder)garten, der eine Ganztagesbetreuung anbietet. Das Rudel besteht aus großen und kleinen Hunden. Für mich stellt das eine echte Alternative dar, die ich vielleicht fürs erste Jahr und täglich für ca. 5h in Anspruch nehmen würde. Was meint Ihr dazu? Was habt Ihr für Erfahrungen gemacht?

 

Ich würd's auf jeden Fall mal ausprobieren mit dem Hundekindergarten..

Ansonsten mag ich Dich nur loben. Machste gut, soweit von hier zu beurteilen.

 

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