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Hundeforum Der Hund
Muffel06

Hund hat nach Person, die Ihn streicheln wollt, geschnappt

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Hallo, 

Ich bin der Jan und habe seit 3,5 Jahren einen Hund Namens Greta, einen Golden Retriever. 

Sie war von Anfang an, auch in der Hundeschule, immer eine sehr schüchterne und zurückhaltende Hündin. 

Wir haben Sie als Welpe bekommen, mit 12 Wochen. Nach gut einem Jahr entwickelte Sie eine starke Abneigung gegenüber Fremden. 

Sie fing meistens bei der Begegnung besonders auf engen Wegen, diese beim vorbeilaufen zu verbellen. 

 

Das Merkwürdige war, das es nie ein Ereignis gab, was dieses Verhalten ausgelöst haben könnte. 

Vielleicht ist es mir aber auch nur nicht aufgefallen. 

 

Zumindestens bin ich danach immer 2 mal die Woche in die Stadt gefahren um Sie an Menschen heran zu führen und habe Sie, wenn Leute kamen, immer durch einen Stock oder Leckerli abgelenkt. 

Zudem habe ich sie immer Sitz machen lassen. 

Dies hat seit dem gut funktioniert, Menschen hat Sie keine mehr angebellt. 

Schlussendlich konnte ich Sie immer frei laufen lassen und Sie hat die Leute zwar beobachte und etwas geschnüffelt, sonst geht Sie aber immer gerade aus daran vorbei. 

Sie ist trotzdem immer noch ein wenig nervös. 

Sie lässt sich nun auch von manchen Leuten streicheln, was zu Beginn überhaupt nicht möglich gewesen wäre. 

Wenn die Leute auf Sie zukommen, und Sie nicht gestreichelt werden will, bellt Sie einmal und geht weiter. 

Wenn die Leute sich knien und Sie rufen freut Sie sich immer. Nur wenn die Menschen von oben auf den Kopf greifen reagiert Sie mit dem Bellen. 

Ich finde diese Reaktion ok, oder ist dies problematisch? 

 

Nun waren wir heute Essen, Sie schlief seitlich hinter mir. 

Die Bedingungen „schnalzte“ und streichelte Sie von oben, wie es kommen musste natürlich am Kopf. 

Greta hat sich total erschrocken und schnappte nach der Hand, die Bedienung war total schokiert und fast traumatisiert. 

Sie hat hat die Hand aber nicht getroffen, es gab keine Verletzungen. 

 

Wie kann ich meine Hündin gegen solche Kontakte „abhärten“, oder ist dieses Verhalten normal?

 

Meiner Meinung nach ja, falls es Verletzungen gegeben hätte, hätte ich riesige Probleme gehabt. 

 

Normalerweise schaffe ich es auch immer den Leuten zu sagen, daß Sie nicht gestreichelt werden will, aber diesmal ging es einfach zu schnell. 

Sie war auch angeleint. 

 

Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen. 

 

Mit freundlichen Grüßen 

Jan 

 

 

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1. Würde ich in solchen Situationen den Hund sichern. Also sorge dafür dass du immer zwischen Hund und anderen Personen bist. Im Restaurant hättest du sie also an eine Wand legen können. So kannst du auch rechtzeitig eingreifen wenn mal wieder jemand meint deinen Hund anfassen zu müssen. Und wo es zu eng ist Maulkorb drauf.

2. Such dir einen Trainer der mit euch das Problem angeht

 

 

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Wenn mich jemand aus dem Schlaf hochschreckt schnappe ich auch. Ich finde die Reaktion deiner Hündin verständlich. 

Es  ist deine Aufgabe, sie vor solchen Erfahrungen zu schützen. Schirm sie ab, und vielleicht ist ein Restaurantbesuch für sie nicht das richtige. 

 

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Einer meiner Hunde durfte auch nicht beim schlafen gestört werden, er hat auch manchmal geschnappt, einfach weil er sich total erschreckt hat.

Ich finde das soweit "normal" und habe versucht solche Situationen zu vermeiden.

Und aus dem Schlaf heraus geschreckt denkt ein Hund halt nicht nach sondern reagiert einfach nur.

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vor einer Stunde schrieb Muffel06:

oder ist dieses Verhalten normal?

 

Ja, für einen menschenscheuen Hund finde ich das Verhalten völlig normal. Sie war eingezwängt, ohne Fluchtmöglichkeit, ohne die Chance zurückzuweichen -ihr blieb nichts anderes, als zu sagen, lass mich, Finger weg.

 

Der Nachteil von Golden Retrievern ist halt ihr Image: freundlich, kinderlieb, kuschelig, treu, süß. Es gibt tatsächlich viele, die so sind, bis hin zu bedenklicher Wehrlosigkeit, aber das ist ein anderes Thema.

 

Ich würde einen solchen Hund nicht in solch enge Räumlichkeiten bringen, eher zuhause lassen. Fremde konsequent fernhalten (hast du einen guten Abwehrspruch?) und tatsächlich über einen bequemen Maulkorb nachdenken, positiv antrainiert, der erschüttert das liebliche Goldie-Bild und macht die Leute zurückhaltender.

 

Sind ihre Eltern /Geschwister auch so?

 

 

 

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Zyra schnappt nach allem und jedem Fremden, der sie so angeht. Sie hasst fremde Menschen, sie hasst es von fremden Menschen angesprochen zu werden und vor allem gestreichelt zu werden - sie hasst Kinder und Kinderwagen und alles drum rum...

Ich weiss das und muss entsprechend reagieren und agieren. Ich muss sie sichern, darauf achten, dass sie, wenn sie angequatscht wird, zurück geholt wird, besänftigt wird und den "Quatschern" eben mitteilen, das sie es nicht mag. Die meisten verstehen das; und "nein", das muss nicht "trainiert" werden. Dein Hund spricht doch eine eindeutige Sprache!!!

Ps. Ich habe einen Collie. Das "Lassie" Image lässt hier herzlich grüssen. 

 

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@Juline Über die 6 Geschwister kann ich leider gar nichts sagen. 

Es gab nie ein Welpentreff oder so was in der Art. 

Als ich Greta als Welpe abgeholt habe waren alle bis auf Sie und eine Schwester verkauft. 

Die Schwester lag merkwürdigerweise wie erschossen in der Ecke, während Greta wild auf mich zu gerannt ist. 

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Also erstmal sehe ich es als Fehler der fremden Person. Hunde sind keine Kuscheltiere und man geht nicht ungefragt zu einem fremden Hund. ABER: das hilft leider nichts, denn es wird erwartet, dass Hunde souverän mit solchen Situationen umgehen und nicht schnappen. Denn genügend Menschen wissen obiges eben nicht. 

 

Wenn ich mir unsicher wäre, würde ich wohl einen guten Trainer hinzuziehen (ich denke gerade bei so einem Training ist positiv ganz wichtig sonst macht man es nur schlimmer). Maulkorb wäre für mich nur eine Alternative, wenn der Hund häufig ohne Vorwarnung wirklich versucht zu beißen. In diesem Fall klingt es aber für mich eher nach überraschten und warnendem Schnappen (aber auch da kann natürlich mal was passieren).

 

Wir achten eigentlich immer darauf, dass der Hund nicht ohne weiteres zugänglich ist für fremde Personen. Allein schon, damit ihn keiner versehentlich mit dem Fuß erwischt. 

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vor 10 Stunden schrieb Muffel06:

Wenn die Leute auf Sie zukommen, und Sie nicht gestreichelt werden will, bellt Sie einmal und geht weiter. 

Wenn die Leute sich knien und Sie rufen freut Sie sich immer. Nur wenn die Menschen von oben auf den Kopf greifen reagiert Sie mit dem Bellen.

Ich würde auch sagen, dass du da eher einen fremdenskeptischen Hund hast und das ist eigentlich das normale vorsichtige Canidenverhalten, auch wenn gerade bei Retrieverrassen erwartet wird, dass die unreflektiert alles umarmen sollen. Das ist nämlich nicht normales Verhalten und oft ist es auch so, dass den Hunden zwar unwohl ist, sie das aber gar nicht mehr adäquat kommunizieren können und dann aus dem Fiddlen (Herumalbern) nicht mehr herauskommen, was viele Leute dann als "Freude" missinterpretieren- dabei spult der Hund gerade die einzige Konfliktstrategie ab, die ihm da noch einfällt.

Von vorne oben findet sie doof, tatsächlich ist es auch eine körpersprachliche Drohgeste. bei Leuten, die sich hinhocken, hat sie aus Erfahrung gelernt, dass die das nicht machen, da kann man dann getrost fiddlen- die findet sie sicher deutlich besser, aber mit der Freude wäre ich vorsichtig. Mein Hund macht das auch, aber weil es eine gewinnbringendere Konfliktstrategie ist, als alle gleich sofort zu verscheuchen. Sie macht das aber nur bei fremden Leuten, die hundefreundlich sind, denen verzeiht sie auch ein vorneübergebeugtvonoben , Leute mit Abwehrhaltung werden je nach Ausprägung ignoriert, gemeldet oder verbellt.

 

Wie hier schon geschrieben wurde, würde ich auch der Hündin mehr beistehen, sie im öffentlichen Raum mehr abschirmen und auf ihr Bedürfnis mehr Rücksicht nehmen. Wenn sie sich darauf verlassen kann, dann nimmt sie ihre Umwelt deutlich unangespannter wahr.

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In solchen Fällen kann ich mich wirklich nur über den überaus törichten Menschen ärgern,

der aber auch so gar nicht begriffen hat, dass er es mit einem echten Lebewesen zu tun hat.

Du hast Deinem Hund Menschen ganz toll "schmackhaft" gemacht, wie ich finde.

Hast Dir viel Arbeit und viele gute Gedanken gemacht, aber jeden Holzkopf

kann man nicht in seine Überlegungen einkalkulieren.

 

Ich würde mich nicht ärgern, wenn mein Hund in solch einer Situation

muffig reagiert hätte. Höchstens über mich, dass ich nicht rechtzeitig

"lassen Sie bitte den Hund in Ruhe" gesagt hätte.

 

Mein roter Cattle Dog hat in einer fast identischen Situation ähnlich reagiert.

Und der war total nicht unsicher, und hat zackig meine Stiefmutter getackert.

Ich habe nicht mit dem Hund, aber mit meiner Stiefmutter gemeckert.

Würde ich heute noch genauso machen.

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