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Hundeforum Der Hund
Fiona01

Entwurmung bei Hund und Katze: Wir müssen leider nochmal drüber reden!

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Auch erwähnen sollte man vielleicht, dass das menschliche Immunsystem je nach genetischer Disposition auch selber den Wurm erfolgreich bekämpft.

Dass sowas auch mit Madenwürmern geht, habe ich als Erwachsene schon am eigenen Körper erfahren, wurmfrei ohne Medikation (waren die IgE doch zu etwas gut).

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für mich liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte ...

Die Wurmgefahren völlig zu verharmlosen und alle Chemie zu verteufeln finde ich nicht richtig,

aber zu sagen eine ggf. monatliche Entwurmung würde auch auf Dauer nichts schaden finde ich ebenso fragwürdig.

(Nimmt man dann noch die empfohlene regelmäßige Zeckenprophylaxe dazu ... und das ganze ein Hundeleben lang, ist das schon ganz schön happig!)

 

 

Ich entwurme meine erwachsene Hunde meist drei mal im Jahr, meine Hunde fressen aber auch keine Mäuse und sind aufgrund des Jagdtriebes eh viel an der Leine bzw. habe ich sie stets im Blick. (und kleine Kinder sind auch nicht mehr im Haus...)

 

Bei Bedarf/Verdacht gebe ich auch mal Kotproben ab.

Bei Kotproben ist es wichtig wirklich an drei Tagen zu sammeln, um zumindest die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen dass ein Befall auch erkannt wird.

 

 

 

 

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vor 7 Stunden schrieb DerOlleHansen:

Weil es Menschen mit einem "Geltungstrieb" und "Sendungsbewusstsein" gibt.

Und Tierärzte leben von den Behandlungen - nicht vom Däumchendrehen.

Also tut man als Veterinär gut daran, immer wieder Gründe für einen (kostenpflichtigen) Besuch beim Tierarzt zu propagieren

 

Wenn deine Schlussfolgerung zuträfe, würde  ein einigermaßen cleverer und geschäftstüchtiger TA dann nicht sinnvollerweise teurere Behandlungen und Medikamente propagieren?

Als ein paar Wurmpillen...Ich bin nicht der Meinung dass es keine (Tier)mediziner gibt, die weniger auf das Wohl ihrer Patienten als auf ihren Kontostand bedacht sind.

Natürlich gibt es die. Die gibt es in jedem Beruf, insbesondere bei den Selbständigen. Aber generalisieren würde ich diese Erkenntnis ganz sicher nicht. Das wäre mir dann doch zu simpel.

 

Dass ein gestandener TA seinen "Geltungstrieb" und sein "Sendungsbewusstsein" vor dem Hintergrund von Wurmkuren auslebt, ist wenig plausibel.

Auf dieser Denkschiene könnte man jedem Profi, der Artikel zu seinem Fachgebiet verfasst, den Vorwurf machen, dass er dies ja nur für sein Ego täte.

 

Haltet mich ruhig für naiv, wenn ich für mich den Schluss ziehe, dass Menschen mit einer fundierten Ausbildung zu "ihren" Themen mehr Expertise haben, als ihre weitestgehend fachfremden Kritiker, deren Credo "das" Internet mit seiner Vielfalt an Infos ist. Infos, die wiederum Sachverstand erfordern um adäquat beurteilt zu werden.

 

Wo bitte wird denn dieses "veterinärmedizinische Turbo Studium angeboten", auf dessen Basis so gerne in Hundeforen argumentiert und Fachleute im Schnelldurchgang verurteilt werden?

 

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vor 10 Minuten schrieb Renegade:

Haltet mich ruhig für naiv, wenn ich für mich den Schluss ziehe, dass Menschen mit einer fundierten Ausbildung zu "ihren" Themen mehr Expertise haben, als ihre weitestgehend fachfremden Kritiker, deren Credo "das" Internet mit seiner Vielfalt an Infos ist. Infos, die wiederum Sachverstand erfordern um adäquat beurteilt zu werden

Ich weiss von mehreren Leuten (aus dem engsten Familienkreis), die nicht mehr leben wuerden, hätten sie sich an diese Devise gehalten. Kritikfähigkeit und Horizonterweiterung halte ich immer für besser.

Beim Artikel muss man den Wohnort des Tieraztes miteinbeziehen, das ist eine gefährdete Region. So gefährdet allerdings, dass Fuchskot in Sandkästen wohl die größere Gefahr darstellt.

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vor 1 Minute schrieb gebemeinensenfdazu:

Ich weiss von mehreren Leuten (aus dem engsten Familienkreis), die nicht mehr leben wuerden, hätten sie sich an diese Devise gehalten. Kritikfähigkeit und Horizonterweiterung halte ich immer für besser.

 

 

Das bezweifle ich nicht.

Meine Kritik bezieht sich auf die Dauernörgler und notorischen Besserwisser, die bei bestimmten Stichworten rot sehen und ihr Endlosband abspielen.

Mit "Kritikfähigkeit und Horizonterweiterung" hat dies, wenn überhaupt, nur am alleräussersten Rande zu tun.

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@Renegade meine TÄ hat auch ein abgeschlossenes Studium und somit eine fundierte Ausbildung, trotzdem sieht sie das Thema Entwurmen ganz anders als Rückert.

 

Diese Panikmache in dem Artikel gefällt mir nicht. Angst vor den tausend Wurmeiern auf dem Sofa oder im Bett zu schüren finde ich maßlos übertrieben. Die Wahrscheinlichkeit sich einen Fuchsbandwurm einzufangen ist absolut minimal und andere Würmer sind vielleicht eklig aber nicht gefährlich. Ich habe jahrelang kranke Katzen von diversen Bauern aufgenommen. Da sah ich die Gefahr mir einen Fuchsbandwurm zu holen als deutlich größer an und habe mich auch ausgiebig mit dem Thema beschäftigt. 

 

Rückert schreibt es  kann die nächste Infektion schon 4 Wochen nach der Entwurmung wieder da sein. Als Konsequenz jeden Monat zu entwurmen hat sehr wohl negative Folgen für den Hund. Mein erster Hund hatte das (bevor er bei mir einzog) hinter sich und einige Zeit mit massiven Durchfällen zu kämpfen.

 

Ich stimme Rückert aber zu, dass die Hygienemaßnahmen der Menschen beim Umgang mit ihren Tieren sehr leichtsinnig sind. Da lege ich durchaus Wert drauf indem ich z.B. nie mit den Fingern esse wenn ich vorher die Hunde gestreichelt hatte.   

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Ich  bestreite einfach  Fakten  nicht, welche  Konsequenzen  ich  daraus zieh ist  ja meine  Entscheidung. 

Deshalb  verstehe ich  die  Aufregung auch  nicht. 

 

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@Zenta Dass es bei der Einstellung von ausgewiesenen Fachleuten gewissen Themen gegenüber auch Unterschiede gibt, ist doch okay.

Wichtig ist, ob und auf welcher Basis man die Begründungen für ihre jeweilige Meinung nachvollziehen kann.

Ich sehe nichts Schlimmes darin. wenn man als Mediziner auch den schlimmstmöglichen Fall zu Bewusstsein bringt.

Das ist meiner Ansicht nach keine Panikmache, sondern Pflicht.

Ich kann sehr wohl den Gedanken nachvollziehen, den Rückert mit dem Schwinden der Hygiene Schranke zwischen Mensch und Tier formuliert.

Wir halten uns  immer mal in Ferienhäusern oder Hotels auf. Und ich bin froh, wenn wir Enya mitbringen dürfen. Ich muß allerdings auch zugeben, dass mich manchmal ein leises Grauen beschleicht bei der Vorstellung welches Tier von welchen Hardcore Impf- und Parasitenprophlaxe Verweigerern vor uns auf Sofas, Sesseln, Betten gelegen haben mögen.

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Ehrlich gesagt halte ich die Hygieneschranke zwischen Tieren und Menschen heute für weitaus höher als in vergangenen Zeiten. Kaum einer von uns arbeitet im Viehstall, jagt... Zudem haben wir eine ausgesprochen ausgeprägte Grundhygiene spätestens mit der Erfindung der Waschmaschine und des Staubsaugers.

Natürlich meilenweit von einem schwäbischen Treppenhaus und einem OP entfernt, aber insgesamt doch recht hoch.

 

Ich empfinde ehrlich gesagt auch weitaus weniger das Bedürfnis meines Hände nach einem Rumse-Knuddeln zu waschen als z.B. nach einem Tag an meinem Arbeitsplatz. Guess why... 

 

Natürlich isses letztlich persönliche Ermessenfrage, wie oft man entwurmt. Hier z.B. liegt es bei 1x bis 2x im Jahr. Und nach offenkundlichem Bedarf. Deswegen unterstelle ich nicht jedem TA, der häufigere Intervalle vorschlägt perfide Geldgeilheit und Hörigkeit einer angeblichen Pharmamafia. (Lustigerweise hat mein TA mal eine Zeit direkt für die Pharmazie gearbeitet, bevor er sich selbstständig machte.)

 

so weit

Maico

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vor 48 Minuten schrieb Renegade:

Wenn deine Schlussfolgerung zuträfe, würde  ein einigermaßen cleverer und geschäftstüchtiger TA dann nicht sinnvollerweise teurere Behandlungen und Medikamente propagieren?

 

So ist es. Beispiel: Mein 1. Hund hatte eine Art Warze auf dem Rücken. Behandlung bei einem "Bauern-Tierarzt" auf dem Lande (bin auf Empfehlung extra hingefahren). Habe eine kleine Portion Salbe bekommen, dieses "Ding " trocknete dadurch innerhalb einer Woche aus und fiel ab. Alles gut. Kosten: unglaubliche 2 Euro für die Salbe, Das Gespräch hat ca. 1 Minute gedauert.

Im folgenden Jahr bekam der Hund wieder so etwas, mitten auf dem Rücken. Der alte Tierarzt war inzwischen im Ruhestand. Eine neue Tierklinik hatte in meiner Nachbarschaft eröffnet. Die Behandlung wurde künstlich in die Länge gezogen, dramatisiert und endete in einer OP mit Laboruntersuchung von Gewebeproben. Der Hund lief den ganzen Sommer mit einem kahlgeschorenen Rechteck auf dem Rücken (20 x 20 cm, das "Ding" war erbsengroß) herum. Laborbefunde allesamt negativ. Kosten: 400 Euro.

Seither höre ich von Hundehaltern, die in diese Klinik gehen, ähnliche Geschichten. Erstaunlicherweise ist das Wartezimmer trotzdem stets voll.

Die Mitarbeiter halten Vorträge, schreiben in den lokalen Zeitungen und propagieren teuere Diagnostik und reichliche Impfungen auf der Website - die Werbetrommel wird also fleißig gerührt.

 

Ich habe einen anderen "Tierarzt meines Vertrauens" gefunden und fahre gerne 40 Minuten mit dem Bus, statt 5 Minuten zu Fuß zu der Klinik zu gehen.

Dieser Tierarzt bespricht mit mir alle Behandlungsoptionen, nennt mit Vor-/Nachteile und Risiken und fragt dann nach meiner Entscheidung. Auf eine Gegenfrage, wie er entscheiden würde, kommt stets eine gut abgewogene Antwort, die er immer als seine persönliche, subjektive Meinung darstellt.

Fachartikel zu bestimmten Themen, die er für relevant hält, hängen unaufdringlich am schwarzen Brett im Wartezimmer.

Erste Maßnahme beim Wechsel zu diesem Tierarzt: Alle Impfungen auf das zu den Impfstoffen passende Intervall reduzieren. Das hat meine laufenden Tierarztkosten sofort drastisch gesenkt.

 

vor einer Stunde schrieb Renegade:

Dass ein gestandener TA seinen "Geltungstrieb" und sein "Sendungsbewusstsein" vor dem Hintergrund von Wurmkuren auslebt, ist wenig plausibel.

Auf dieser Denkschiene könnte man jedem Profi, der Artikel zu seinem Fachgebiet verfasst, den Vorwurf machen, dass er dies ja nur für sein Ego täte.

 

Und warum schreiben wir alle hier? Bei dem Einen oder der Anderen ist die eigentliche Motivation deutlich herauszulesen.

Ginge es nur um Informationen, würde das Lesen reichen.

 

 

Ein Studium ändert Wissen und Können eines Menschen, aber nicht seine Charaktereigenschaften.

 

vor einer Stunde schrieb Renegade:

Wenn deine Schlussfolgerung zuträfe, würde  ein einigermaßen cleverer und geschäftstüchtiger TA dann nicht sinnvollerweise teurere Behandlungen und Medikamente propagieren?

 

Einige Tierärzte machen das auch - nachweislich aufgrund einer "Kooperation" mit einer Pharmafirma.

Und warum kann man bei vielen Tierärzten Hundefutter kaufen? Die hier angebotenen Sorten müssen so teuer sein, dass eine lohnenswerte Provision für den Tierarzt enthalten sein kann. "Vom Tierarzt empfohlen" hat hier wenig mit Produktqualität zu tun. Schon immer galt: Es reicht ein mittelmäßiges Produkt, aber man braucht ein erstklassiges Marketing.

 

Dann gibt es noch "redaktionelle Beiträge", gerne in Fachzeitschriften, das sind reine Werbetexte, die erst als solche zu erkennen sind, wenn man sich mit der geschäftlichen Situation des Autors beschäftigt. 

 

Aus diesen und vielen weiteren Gründen hat Herr Mey meistens recht:

 

 

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