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Hundeforum Der Hund
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Daumenkralle entfernen lassen?

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Unser Kamikaze Dalmi Enya schafft es immer mal wieder, sich die Daumenkralle(n) beim Spiel oder beim Herumrennen so zu verletzten, dass diese heftig bluten und ordentlich Zeit brauchen, bis sie wieder in Ordnung sind. Bis zum nächsten Mal....Oft ist es für sie dann auch schmerzhaft, den TA zur Begutachtung der Verletzung an die Pfote zu lassen, also bekäme sie im Zweifelsfall eine Sedierung, bevor man die Schwere der Verletzung beurteilen und sie versorgen könnte.

Dieses Mal hat sie sich die Kralle längs so eingerissen, dass ein Mini Spalt entstanden ist. TA war keiner greifbar, also liessen wir Enya erst einmal in Ruhe. Das war vor ca. 10 Tagen.

Am Tag 1 und 2 bekam sie Metacam wegen des Schmerzes, sie leckt die verletzte Kralle und deren Umgebung gründlichst ab. Bisher hat sich keine Schwellung, Fieber oder Entzündung bemerkbar gemacht. Wir sind zuversichtlich, dass es dieses Mal ohne Wundversorgung gehen wird, sehen aber skeptisch in die Zukunft.

 

Ich bin nun am Überlegen, ob es dem Problem gerecht würde, die Daumenkrallen vorsorglich operativ entfernen zu lassen.

Hat damit jemand unter euch Erfahrung oder kann etwas zu evtl. Vor- und Nachteilen dieses Eingriffs sagen?

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... puh... ob ab oder nicht bin/wäre ich ebenso unschlüssig....

 

..... was mir aber einfällt: es gibt Bandagen für das Vorderbeinchen mit Daumenkrallenpolster. Wäre doch einen Versuch wert, falls ihr nicht schon sowas habt und es nix gebracht hat.....

 

Beispiel: http://www.zwergis-welt.de/html/bandagen.html

 

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Wenn sie sich öfters daran verletzt... hmm. Man schnippelt bedeutendere Organe auch ohne grosses Trara weg. 

 

so weit

Maico

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Ich finde nicht ganz unwichtig, dass Enya ggf. eine Sedierung für die Behandlung beim TA braucht. Wenn das häufiger vorkommt ... ist ja auch ne Belastung.

 

Bei Linnie käme noch hinzu, dass Tierarztbesuche sie massiv stressen, das wäre für mich glaube ich ausschlaggebend pro Kralle entfernen lassen, ich versuche ihre tierarztbesuche auf ein Minimum zu beschränken. Ich weiß nicht, wie Enya da so drauf ist.

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Ich würde es bei Ferun nicht machen.

Ich sehe ja, wie oft sie die Daumenkrallen braucht. Z.B in Kurven bei hoher Geschwindigkeit und beim festhalten von Leckereien.

Wenn ich sehe wieviel Gras und Erde, nach flitzerunden an den Daumenkrallen hängt, werden sie da ja anscheinend auch benötigt. 

Anfangs hat sich Ferun ja auch oft verletzt , meist an den Bremsballen. 

Dafür hab ich dann Bandagen gekauft, mittlerweile nutze ich sie nicht mehr.

Ferun wird wohl ruhiger.😂

Valentina kam ja ohne Daumenkrallen hier an und ich sehe einen deutlichen Unterschied. Valentina kommt bei hohem Tempo, sehr schlecht um die Kurven und rutscht öfter weg oder fällt gar um. 

 

 

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@Ferun Oh, das wusste ich nicht, dass die Daumenkrallen so wichtig sind. Mir war überhaupt nicht bewusst, dass Linnie die tatsächlich „sinnvoll“ einsetzt. Gras und Erde pule ich aber oft aus ihren Daumenkrallen und dachte immer, das sind halt Schmutzfänger 🙈 Aber dann kommt das Gras wohl bei ihr auch vom Haken schlagen bei ihren bekloppten 5 Minuten.

 

Aber wenn Enya sie sich so oft verletzt, dann können die Dinger bei ihr wiederum ihre Funktion nicht ordentlich erfüllen - warum auch immer.

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Ich glaube da kommt es auf den Hund an, Lotti benutzt die Daumenkralle für alles mögliche - sie hat da sogar einen kleinen Ballen dran und kann die bewegen, Max mit seinen Dackelbeinen benutzt die garnicht, der patscht nur platt mit seinen Füßen - könnte bei ihm auch an der Fehlstellung liegen und der Beinlänge... bei dem wäre das kein Problem, Lotti würde ich doch einen sehr funktionalen Teil nehmen... ich würde dann eher Bandagieren, mache ich bei Lotti ja auch wenn nötig.

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Zitat

Nach ihren Beobachtungen hat der Daumen eine ganz wesentliche Funktion: Läuft der Hund schnell, berührt die Daumen-kralle den Boden. Läuft der Hund eine Kurve, gräbt sich die Kralle in den Boden und ver-hindert ein Verdrehen des Fußes.Einem daumenamputierten Hund fehlt dieses stabilisierende Element, und über die Jahre kann es zu Arthrosen im Karpalgelenk kom-men, aber auch, so Prof. Dr. Zink, zu Ellbo-gen-, Schulter- und Zehenverletzungen. Ihrer Meinung nach ist es besser, das Risiko einer Verletzung in Kauf zu nehmen, als den Hunden präventiv die Daumen zu entfernen.
http://www.elvenlight.de/assets/applets/Daumenkralle.pdf

Mal abgesehen davon, dass eine Daumenkralle durchaus einen Nutzen hat. Eine Amputation einer Gliedmaße birgt immer die Gefahr einer Athrose, Phantomschmerz und gerade bei Daumenkrallen und Afterkrallen geht mit der Amputation oft eine nicht endenwollende Entzündung einher.
Ohne medizinische Indikation ist übrigens eine Amputation sogar verboten.
Ich würde auf gar keinen Fall eine Daumenkralle entfernen lassen, dann lieber Bandagen benutzen und eine peinlich genaue Krallenpflege.

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Ich hab eine mit und eine ohne Daumenkrallen. Beim Laufen sehe ich zwar Unterschiede, aber die liegen gewiss nicht an den Krallen, sondern daran, dass Fussel schon vom Körperbau her eine schwebende Elfe ist und Chicci her so die Marke Bulldozer (im Vergleich zu Fussel! ^^).

Fussel hat sich die sch*** Daumenkrallen auch alle naselang abgerissen. Beim ersten Mal, wir standen natürlich mitten im Wald, bin ich noch fast umgekippt und war selber ganz blass um die Nase, weil es so saumäßig geblutet hat. Die TÄ musste noch einen Rest der Kralle rausziehen - ohne Sedierung! Armes Fusselchen. Nicht schön. (Irgendeine Art von Narkose hätte sie natürlich kriegen können, aber meine alte TÄ hatte da von einer ihrer Hündinnen schon umfangreiche Erfahrungen, die war nämlich auch so eine Expertin im Krallenausreißen - allerdings an den Zehen. Und sie meinte, Narkose ist immer doof, gerade bei solchen "Kleinigkeiten", also versuchte sie es mit meiner Zustimmung ohne. Normal ist da wirklich eine Betäubung fällig. Ich glaube, es gab immerhin Eisspray.)

Die nächsten Male hat sie sich die "glücklicherweise" immer ganz rausgerissen. Blutete auch schlimm, aber zumindest musste die TÄ ihr nicht nochmal wehtun. Ich hab ehrlich auch lange überlegt, ob ich ihr die fiesen blöden Teile amputieren lasse. Meine anderen Hunde hatte damit nie Probleme, aber es gibt offenbar immer mal welche, wo das vorkommt. Die Krallen wachsen auch so doof, dass man sie kaum richtig gut kurz halten kann (da fängt nämlich dann schon wieder der belebte Teil an und den kann ich ja nicht einfach mit abschneiden). Für Fussel hat sich das jetzt einfach mit dem Alter erledigt. Die ist zwar immer noch gut drauf, aber macht mit ihren neun Jahren jetzt einfach nicht mehr ganz so viele Faxen wie früher. Zum Glück hatten wir also lange keine Krallenabrisse mehr.
 

 

vor 50 Minuten schrieb benno0815:

Mal abgesehen davon, dass eine Daumenkralle durchaus einen Nutzen hat. Eine Amputation einer Gliedmaße birgt immer die Gefahr einer Athrose, Phantomschmerz und gerade bei Daumenkrallen und Afterkrallen geht mit der Amputation oft eine nicht endenwollende Entzündung einher.
Ohne medizinische Indikation ist übrigens eine Amputation sogar verboten.
Ich würde auf gar keinen Fall eine Daumenkralle entfernen lassen, dann lieber Bandagen benutzen und eine peinlich genaue Krallenpflege.


Ich möchte zu bedenken geben, dass auch permanentes Ausreißen der Kralle im dümmsten Fall zu ekligen Entzündungen führen kann. Üblicherweise passiert das halt, wenn man sonstwo im Dreck unterwegs ist und kein Tierarzt in der Nähe. Das war damals meine Überlegung, ich war kurz davor, einen Termin beim TA zu machen.

Ständiges Abreißen sieht mit Sicherheit auch jeder Tierarzt als medizinische Indikation. Unsere TÄ hätte das gemacht, denn sie hat ja gesehen, wie oft ich mit dem Turbofusselchen da war.

Chicci kam auch schon ohne Daumenkrallen, die werden in den USA standardmäßig bei allen Schlittenhunden entfernt, wenn sie erst ein paar Tage alt sind. Muss man jetzt nicht gut finden, wird da aber halt so gemacht. Hunde mit Daumenkrallen gibts da keine. Jedenfalls nicht bei den Sportlern, eben wegen der Verletzungsgefahr (und weil sich die Booties besser anziehen lassen.. meinen zumindest manche).

Ich dachte auch immer, die Däumchen sind schon wichtig, weil meine anderen Hunde die auch zum Festhalten von Dingen benutzt haben... aber ich sehe da bei Chicci null Einschränkungen, die macht alles genauso wie die Hunde mit den Krallen. Sie schleckt auch nicht, humpelt nicht oder verhält sich sonst irgendwie auffällig, als wenn ihr an den Pfoten irgendwas wehtun würde.

Ich würde das Ganze einfach mal mit einem vernünftigen Tierarzt besprechen. Falls es nicht der Stammtierarzt ist, dann auf jeden Fall die Behandlungsunterlagen von den ganzen letzten Krallenausrissen mitnehmen, so dass man was in der Hand hat und keiner meint, man denkt sich das aus.

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@Ivy In dem Fall würde ich in Erwägung ziehen, dauerhaft Bandagen oder Tapes tragen zu lassen.
Klar ist in diesem Fall eine mediz. Indikation gegeben, ich schrieb es auch nur, weil es offenbar Leute gibt, die das schon mal prophylaktisch machen wollen 😉
Mir wäre das Athroserisiko und auch die Möglichkeit von Phantomschmerzen zu hoch, aber das muss jeder selbst entscheiden.
Sikari ist ja auch so ein Daumenkrallenkandidat, aber *klopfaufholz* in diesem Jahr sind wir bisher ungeschoren davon gekommen.
 

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