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Hundeforum Der Hund
LabMilo

Nach der Zehenamputation

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Hallo zusammen,

letztes Jahr ist durch ein Unfall der 3. Zehen gebrochen. In der Tierklinik sagte man uns, dass man den Zehen nur schwer wieder reparieren kann, daher wurde ien Ampuation vorgeschlagen. Auf meine Frage ob das den Hund beeiträchtigt (weil es ein großer Hund ist) wurde mir gesagt das es keinerlei Auswirkungen auf den Hund haben wird.

Das ganze ist jetzt knapp ein Jahr her. Die Wund eist verheilt und sieht soweit gut aus.

 

Jetzt das Problem: der Hund lahmt auf unebenem Boden wie Kies, sehr rauem Beton oder steinigen Wegen. Er läuft nur auf Wiese klar. Wir haben zwar Hundeschuhe gekauft, halten das aber für keine dauerhafte Lösung, da viele Hundeschuhe teilweise wund machen, wenn sie zu lange getragen werden..

Wir waren selbstverständlich ncohmal in der Klinik und liesen das ganze nochmal Röntgen; ohne Befund, sieht alles gut aus.

 

Seine Ballen sind an dieser Pfote besonders rau und auch sehr rissig. Wir cremen dann regelmäßig mit Pfotensalbe ein bis die Risse sich wieder schließen.

 

Hat jemand ähnliche Erfahrungen oder Tipps?
Liebe Grüße

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Ich kannte auch einen größeren Hund (knappe 40kg) dem hinten eine äußere Zehe amputiert wurde.

Er lief im Alter dann sehr schlecht da er die Pfote jahrelang nicht mehr 100% belasten konnte und dadurch vorne diagonal überlastet hat.

 

Probiert es vielleicht mal mit den Booties von Uwe Radant (das 500er Material) diese Schuhe beeinträchtigen die Hunde in der Regel nicht so sehr

beim laufen da sie sehr anschmiegsam sind, aber trotzdem vor unangenehmen Untergründen schützen.

Einer meiner Hunde musste nach einem Unfall jahrelang auch fast täglich Schuh tragen, mit diesem Modell war das kein Problem.

 

Übrigens wurde meiner Bekannten damals auch gesagt das würde nichts ausmachen wenn eine Zehe fehlt... stimmte aber leider gar nicht.

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Danke für die Antwort 🙂

 

Ich finde es sehr schade, dass einem als Hundebesitzer von Fachleuten zugesagt wird, dass der Hund keine Einschräkungen hat und es dann noch so ist.
Wir verlassen und ja auf die Fachkentnisse. Aber vermutlich war es der einfachere Weg den Zehen zu amputieren, statt diesen fragilen Knochen zu reperieren..

Diese Schueh werde ich mir mal ansehen, vielen Dank 🙂

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Hat man Euch denn nicht empfohlen, den Zeh mit Draht zu richten oä?

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Nein, es kam der Anruf aus der Klinik als sie gerötgt hatten.
Der Knochen sei gebrochen, was sie machen sollen amputieren oder richten, das richten sei jedoch schwer da die Knochen sehr klein sind.

Außerdem wurde gesagt, dass der Knochen nach einem Bruch häufig direkt hinter der Bruchstelle wieder bricht und er mir keine garantie geben kann, das der Knochen gut zusammen wächst wir dann wieder operieren müssen.

Auf meine Frage was er mir rät sagte er, er würde amputieren, da der Hund am schnellsten wieder normal laufen kann.

Wenn er den Bruch verdrahtet hätte würde der Hund mit 8 Wochen im Gibs und dannach Verband laufen müssen.

 

Unser Hund war noch kein Jahr alt, als es passiert ist, daher ist es Schade das man so Beraten wurde, gerade in dem Alter hätte man alles tun müssen um den Zeh dran lassen zu können.

Natürlich fühle ich mich mitschuldig, weil ich der Entscheidung des Tierarztes beigepflichet habe und ihm gelaubt habe das es das beste sei..

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@LabMilo Bei unserem Hund war es auch passiert, als er erst ein halbes Jahr alt war. Der äußere kleine Zeh war gebrochen. Wir haben die TÄ gefragt, was sie machen würde, wenn es ihr Hund wäre. Sie sagte, sie könne das nicht selbst operieren und sie würde ihren Hund einer sehr guten Chirurgin anvertrauen. Das haben wir dann auch umgesetzt. Der Gips blieb, glaube ich 6 Wochen dran. Das Ruhigstellen war bei einem so jungen Hund eine Herausforderung. Aber wenn das weitere Leben dafür schmerzfrei ist, ist das schnell vergessen. Obwohl nach 3 Monaten eine weitere Operation nötig war, um den Draht zu entfernen. 

Fühl Dich nicht schuldig, Du hast es nicht besser gewusst. Vielleicht hast Du Dich am Telefon auch unter Druck gefühlt, schnell eine Entscheidung treffen zu müssen? Vielleicht nimmst Du das für eventuelle weitere Fälle mit, dass Du in Zweifelsfällen bei solch schwerwiegenden Folgen eine Zweitmeinung einholst?

Ich würde jetzt einen guten Osteopathen oder Physiotherapeuten aufsuchen. Es ist bestimmt möglich, Deinem Hund zu helfen. Gute Besserung!!

 

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Normalerweise haben Hunde nach der Amputation eines Zehes ( ist ja meist der Endknochen vor dem Gelenk) keine Probleme.

Es gibt 2 Möglichkeiten zur OP:

1. Man öffnet die Hauttasche vom Zehnagel her, klappt diese Haut um, entfernt den Knochen und vernäht etwas oberhalb der Achse.

2. Man öffnet direkt am Gelenk und entfernt von dort. Hierbei wird jedoch ein Teil des Ballens mit entfernt, was später zu Problemen führen KANN. Warum ? Weil der Hund nun nicht mehr nur auf dem Ballen sondern zum Teil an der Spitze des Zehs auf Fleisch läuft.

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Ich hatte jetzt 2 Hunde mit amputierten Zehen. Einmal vorn und einmal hinten. Beide waren über 11 Jahre alt, eimal weil eine Enzündung im Zeh nicht heilte nach mehreren Runden mit AB und einmal wegen einem Tumor. Beide hatten keine Probleme deswegen. Deshalb würde ich jetzt nicht pauschal sagen die Hunde haben da Probleme und ihr wurdet falsch beraten.

 

In eurem Fall würde ich auch einen Schuh von Radant probieren und vielleicht mal jemanden von Physio oder Osteo drauf schauen lassen. Vielleicht ist nur die Narbe an einer ungünstigen Stelle und noch empfindlich.

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Meinem Ersten musste auch ein Zeh amputiert werden, nachdem eine Entzündung nicht ausheilen wollte: vorne links außen, der "kleine Finger".

Ist gut und schnell verheilt und hat im Alltag wirklich keine Probleme gemacht.

 

Meine Hunde "müssen" ja immer mit mir paddeln ... Beim Stehen/Gehen an Deck merkte man aber, dass die stützende Wirkung des äußeren Zehs fehlte, der Hund war nicht mehr so standsicher, war sich aber dessen bewusst und konnte es ausgleichen. Sowas war dann etwas schwieriger:

 

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Danke für eure Antworten.

Ich denke auch, dass nicht alle Hunde Probleme damit haben. Es war einfach nur in unserem Fall sehr schade da der Hund zu dem Zeitpunkt noch kein Jahr alt war und in diesem alter die Knochen noch sehr gut zuammen wachsen können. Ich hätte mir gewünscht, dass man eher ermutigt wird bei einem so jungen Hund zu versuchen ihm ein "normales Leben" zu ermöglichen.

 

Danke für den Tipp mit dem Ostheo / Ortho, wir überlegen, ob wir einen Schuh anpassen sollen bei pfafftier.de.

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