Jump to content
Hundeforum Der Hund
Fellknäuel30

Schwer erziehbare Hunde?

Empfohlene Beiträge

Ich hab es langsam satt.. Ich arbeite ehrenamtlich in einem Tierheim und kann nicht mehr sehen, wie manche Hunde nicht vermittelt werden können, weil sie als "schwer erziehbar" eingestuft werden.. Von Interessenten und Mitarbeitern.
In meinen Augen gibt es keine schwer erziehbaren Hunde, nur falsch erzogene! Aber mit Geduld kann man sie doch wieder zu den eigenen Wünschen erziehen.. Und solche Hunde haben dann schlechtere Chancen vermittelt zu werden, weil keiner sich ihnen annehmen will ..

Wie seht ihr das? Was kann getan werden um die Leute zum Mitnehmen dieser Tiere zu bewegen?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Halte ich für sehr naiv, die Einstellung.

 

Es gibt (oftmals rassebedingte) Charaktereigenschaften, die ich auch mit aller Geduld nicht aberzogen bekommen.

Die Basics wie Leineführigkeit, alleine bleiben, Stubenreinheit... ja das kriegt man immer irgendwie erzogen. Aber die Vorstellung, dass man mit ein wenig Geduld, ein wenig Liebe und viel positiver Bestätigung alles nach eigenen Wünschen "erzogen" bekommt, geht an der Realität vorbei.

 

Ich werde einem Jagdhund nicht das Jagen aberziehen, ich werde einem Gebrauchshund nicht das Wachen und Schützen aberziehen...

Für solche Hunde braucht man keine Traumtänzer, die glauben Hund ist Hund und alles ist Erziehungssache, für solche Hunde braucht man Menschen, die ihre Eigenarten erkennen, verstehen und damit umgehen können und nicht versuchen daran herumzuerziehen.

Es ist in meinen Augen der absolut falsche Weg, die Leute irgendwie dazu zu bewegen, solche Hunde zu nehmen und sich und auch vor allem den Hund ein Leben lang unglücklich zu machen, in dem man versucht, aus dem Tier etwas zu machen, was es von seiner Genetik her schon nicht ist.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 15 Minuten schrieb Fellknäuel30:

Aber mit Geduld kann man sie doch wieder zu den eigenen Wünschen erziehen..

 

Naja, es gibt schon grosse Unterschiede darin, wieviel 'Geduld' und/oder Können man braucht, um einen Hund soweit zu erziehen, dass ein stressfreies Zusammenleben möglich ist.

Das hängt auch von der Rasse ab.

Natürlich auch vom individuellen Charakter des Hundes und auch des Halters.

 

Ich persönlich hätte keine Lust, mich über längere Zeit auf die Erziehung zu konzentrieren. Deshalb habe ich eine Rasse bzw einen Rassemix gekauft, die (für mich) 'leicht' erziehbar ist. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Du schreibst, du arbeitest ehrenamtlich in diesem TH, @Fellknäuel30. Was machst du denn dort? Beschäftigst du dich mit den Hunden? Dann könntest du ja versuchen, diese Hunde, die dir so am Herzen liegen, vermittelbar zu machen, indem du an ihren Erziehungsdefiziten arbeitest. Das ist eigentlich der einzige Weg, den ich so auf Anhieb sehe. 

Und natürlich sind nicht alle Hunde gleich leicht erziehbar. Manche sind ja sprichwörtlich "selbsterziehend", und andere haben ihren eigenen Kopf oder halt, wie @Helfstynaschrieb, z.T. recht ausgeprägte u.U. rassebedingte Eigenschaften, die nicht zu jedem Menschen und nicht zu jedem Umfeld passen.

 

Man kann und sollte niemanden zur Aufnahme eines Hundes bewegen, den er nicht haben will, das bringt nichts. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@Fellknäuel30 was meinst du mit schwer erziehbar?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 4 Stunden schrieb Fellknäuel30:

wie manche Hunde nicht vermittelt werden können, weil sie als "schwer erziehbar" eingestuft werden.

 

Das wirft auch ein falsches Bild auf die Hunde! Es vermittelt auch den Eindruck, mit "Erziehung" bekäme man den Hund schon so "hingebogen", wie man ihn haben will.

Das ist aber IMHO ein völlig falscher Ansatz.

Besser wäre es, den aktuellen "Zustand" des Hundes möglichst sachlich zu beurteilen (sie die mal <hier> die Beschreibungen an, da wird "Klartext" geredet!) und dann jemanden zu finden, der sich darauf "einlässt". Jemand, der den Hund nicht "verbiegt", sondern, der ihm hilft. Klar, dazu gehört auch Erziehung! Aber wichtig ist es, herauszufinden, warum ein Hund als "schwer erziehbar" gilt. Was sind die Ursachen? Dazu muss man den Hund als erstes mal so annehmen, wie er bei der Vermittlung gerade ist. Nix da mit Sprüchen wie "Ach, das wird schon ...!" Nein, wird es so bestimmt nicht.

Sich auf einen Hund wirklich einzulassen, das können/wollen die wenigsten Leute leisten. Aber nur so haben vor allem "schwer erziehbare" Hunde eine echte Chance.

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Also meiner Emma würde ich schon manchmal das Prädikat :lol: "schwer erziehbar" umhängen: dickköpfig, manches Mal bis zur Starrsinnigkeit, eigenwillig - positiv kann man das auch selbstbewusst und willensstark nennen :lol::lol:, kurzum, sie ist ein toller Hund, der einfach nicht leicht zu erziehen ist, der mir aber immer zeigt, dass er mich respektiert und dass er liebevoll und manchmal mit einem Augenzwinkern meinen Erziehungsabsichten folgt, häufig sogar mit Erfolg. Fazit: Schwer erziehbare Hunde gibt es m.M. nach nicht, a b e r Menschen, die ihre Hunde nicht führen können.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 5 Stunden schrieb Fellknäuel30:

Aber mit Geduld kann man sie doch wieder zu den eigenen Wünschen erziehen..

 

... aus meiner Sicht ein völlig falscher Denkansatz.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor einer Stunde schrieb DerOlleHansen:

Besser wäre es, den aktuellen "Zustand" des Hundes möglichst sachlich zu beurteilen (sie die mal <hier> die Beschreibungen an, da wird "Klartext" geredet!)

 

Die Beschreibungen finde ich super, da kann man sich die Hundepersönlichkeit gut vorstellen.

 

Was da wohl über meinen Hund geschrieben würde? Neugierig bis aufdringlich, dabei immer freundlich. Unerschrocken und sehr willensstark, fürchtet sich vor nichts. Wenn er an der Schlepp eine Richtung einschlagen möchte, die man nicht will, sollte man gute Standfestigkeit haben, kann sonst sein, dass man keine andere Wahl hat, als ihm zu folgen. Katzen hat er (zum Fressen) gern. Haus und Garten versteht er lautstark gegen jeden (möglichen) Eindringling zu verteidigen.

 

Er ist aber sehr anhänglich, kommt im Freilauf meist sogar, wenn man ihn ruft. Wenn er doch anderes vorhat, bleibt er in Sichtweite und guckt immer mal wieder, dass er Frauchen nicht aus Versehen verliert. 🤩

 

Kurzum, ein absolut liebenswertes Kerlchen. 😍

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 3 Minuten schrieb sibylle49:

 

... aus meiner Sicht ein völlig falscher Denkansatz.

Nun, der Satz stimmt schon, wenn die Wünsche der Hunde mit "eigenen Wünschen" gemeint sind. Sogar Hunde, die in erlernter Hilflosigkeit gefangen wurden, können wieder lernen, eigenen Wünschen nachzugehen...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

  • Das könnte Dich auch interessieren

    • Es ist an der Zeit, ich weiß es aber es fällt so schwer..

      Hallo.. (Achtung lange Geschichte) Ich habe meinen Hund jetzt 13 Jahre lang.. ich liebe ihn als wär er mein zweites Kind.   Angefangen hat unser Leidensweg, als er vor 3 Jahren einen Giftköder gefressen hat. Bis dato war er topfit, ist täglich mehrere Stunden mit dem Fahrad mitgelaufen und und und.. hatte eben seine Flausen wie Schnauzer eben so sind.  Ab dem Moment aber ging es nur noch Bergab. 3 Tage und 2 Nächte kämpften sie in der Tierklinik um sein Leben - erfolgreich e

      in Kummerkasten

    • Welpe zu schwer (und groß)?

      Hallo,   ich habe hier als Einstieg im Forum gleich eine Frage, die mich zunehmend beschäftigt. Boomer (Golden Retriever/Rottweiler Mischling) wiegt mit seinen 13 Wochen inzwischen 16,7 kg. Ich muss dazu sagen, dass er überhaupt nicht dick oder unförmig ist. Wenn ich aber nach Gewicht und Alter bei Welpen im Internet suche, finde ich nicht mal annähernd diese Gewichtsklasse. Mache mir langsam Sorgen. Mit 10 Wochen waren wir beim Tierarzt und da hatte er 12,5 kg. Aber der

      in Hundewelpen

    • Demenz beim Hund ist schwer zu erkennen

      Klick mich   Eigentlich scheue ich mich etwas davor, solche Themen online zu stellen, weil über dem Wort Demenz schnell das Damoklasschwert schwebt.  Dabei sind unsere Hunde im Alter, seien sie auch dement,  besonders hilfebedürftig und liebenswert.  Halt zum Teil ein wenig besonders, oder was meint ihr?  Bisher bei vier Hunden, hatte ich nur einen Hund dabei, der Ansätze von Demenz zeigte.  Einmal am frühen Morgen, als ich ins Wohnzimmer kam, stand er dort auf dem Tisch.  Dr

      in Hunde im Alter

    • Tierheim aixopluc: FLOK, 6 Jahre, Malteser - sein Besitzer erkrankte schwer

      FLOK: Bichon Maltais (Malteser), Geb.: 12.2010, Höhe: 29 cm, Gewicht: 5,5 kg   FLOK hatte mal ein Zuhause…bis sein Besitzer an Alzheimer erkrankte und sich nicht mehr um ihn kümmern konnte. In seiner Not gab er FLOK an einen Nachbarn. Doch wann immer sich die Möglichkeit ergab, lief FLOK zu seinem ehemaligen Zuhause zurück. Der Nachbar wusste sich nun keinen anderen Rat mehr, als ihn zu uns ins Tierheim zu bringen. FLOK ist ein freundlicher, eher ruhiger, aber geselliger Hund, der

      in Erfolgreiche Vermittlungen

    • Ist es so schwer Welpen los zu werden?

      Hi, ich entdecke immer wieder Anzeigen, wo Leute 8 Wochen alte Welpen verkaufen. Irgendwann sind die Welpen 10 Wochen alt und es sind noch welche da, der Preis fällt, dann sind die Welpen 12 Wochen alt und es sind noch welche da, der Preis fällt weiter.   Aktuell steht hier jemand mit englischen Bulldoggen drin, also eigentlich eine sehr beliebte Rasse. Angefangen haben sie mit 1000 Euro für 8 Wochen alte Welpen. Aktuell sind die Welpen 12 Wochen alt, es sind von 8 Welpen noch 3 da und der Pr

      in Hundezucht - Prägung - Sozialisierung

×
×
  • Neu erstellen...

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.