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Hundeforum Der Hund
Anna12345

Erwachsen werden?

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Hallöchen da draußen,

 

Ich habe einen mittlerweile 2.3 Jahre alten Labrador Rüden. Bis vor ca. Drei vier Wochen war bei uns auch alles in Butter.  Im Moment kommt es mir allerdings vor als wäre carlo wieder in die Kindheit zurück gefallen. Es gibt momentan Tage an denen er alles was ich sage in frage stellt. Ich sage sitzt Carlo dreht sich rum und schnuppert im Gras. Ich sage nein wir essen keinen Apfel Carlo geht ein paar Meter mit mir dreht sich rum und geht zu dem Apfel usw. Das mögen vielleicht nur banale Dinge sein dennoch nerven sie mich und ich würde gerne wissen was mit ihm los ist. Ich kann ihn ja nicht den ganzen Tag schimpfen. Was aber im Moment irgendwie an manchen Tagen der Fall ist. Kennt von euch jemand sowas? Ist es vielleicht normal in dem Alter das so eine Phase nochmal Eintritt? Und wenn ja wie verhalte ich mich da am besten? Wie sind eure Erfahrungen? Achso Carlo ist kastriert (musste damals getan werden da sich die hoden nicht richtig entwickelt haben) glg Anna 

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Halli Hallo,

 

ich würde sagen: Ist normal. Meine Hündin wird im Januar 7 Jahre und hat auch immer mal wieder solche Phasen. Manchmal ist es nur ein Tag, manchmal eine ganze Woche. 

 

Ich mache dagegen gar nichts, weil es sich immer wieder einpendelt und ihre Ohren dann wieder sehr gut funktionieren :D 

 

 

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An manchen Tagen haben Hunde einfach nur Suppe im Kopf. Ich würde da einfach normal weiterleben, gegebenfalls freilauf etwas einschränken, wenn etwas partout nicht klappen will. Schimpfen würde ich mir eh sparen, weil ich darin noch nie einen Sinn gesehen habe.

 

Off-Topic: Wenn man Mensch-Halter-Gespanne anschaut, die oft schimpfen, stellt man fest, dass das fast schon eine Art Routine oder Ritual ist. Es sind immer die selben Sachen, der Hund lässt es sowieso nicht bleiben, und der Mensch schimpft nur um für sich selbst ein besseres gefühl zu haben "weil er ja was gemacht hat", gegen das unerwünschte Verhalten. Bringen tut das in den meisten Fällen genau gar nichts. (Wer kennt sie nicht, die die ihren Hund immer im Freilauf haben und den hier machen: "Hasso! Hasso Komm her! Hasso Bei Fuß hab ich gesagt! Na jetzt hört's aber jawohl mal auf! Fuß JETZT!")

Alternativ, unerwünschtes Verhalten ignorieren/ihn ggf davon abhalten, indem man eben den Radio einschränkt und ganz viel loben, wenn er für sich selbst entscheidet, dass das Objekt der Begierde doch nicht so interessant ist. Da reicht auch ein Blick zu dir, der nicht länger als eine halbe Sekunde dauert. Das sind dann eben die Anfänge.

 

Sollte sich das Verhalten des Hundes aber noch 2 Wochen nicht legen, oder gar verschlimmern, würde ich mal einen Tierarzt zu Rate ziehen und die Blutwerte checken lassen, ob mit der Schilddrüse udn allem anderen alles in Ordnung ist. Das kann nämlich auch ganz viel verändern.

 

 

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vor 1 Stunde schrieb Anna12345:

dennoch nerven sie mich

 

vor 1 Stunde schrieb Anna12345:

Ich kann ihn ja nicht den ganzen Tag schimpfen. Was aber im Moment irgendwie an manchen Tagen der Fall ist.

 

Was genau die Ursache dafür ist, dass sich der Hund aus Gehorsam und Kooperation ausklinkt, kann ich nicht aus der Ferne sagen.

Was ich aber sagen kann: mit Geduld, Einfühlungsvermögen, Wecken der Motivation und einer guten Portion Humor holst du ihn leichter zu dir zurück als mit "Schimpfen" :)

Arbeite mit ihm, nicht gegen ihn.

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Ich will es nicht zu kompliziert machen,

aber für die Bildung des männlichen Hormons Testoteron sind nicht

nur die Hoden, sondern unter anderem auch die Nebennieren und die Hirnanhangdrüse zuständig.

Anzunehmen, dass ein Hund nach einer Kastration völlig asexuell sei,

ist einfach falsch. Fast jeder langjährige Hundehalter hat mindestens einen kastrierten Rüden kennengelernt,

der durchaus versucht bei heißen Hündinnen aufzureiten.

 

Ich denke, dass Dein Hund in einer späten Phase der Pubertät gelandet ist.

 

Ich reihe mich bei den Foris, die Humor, Geduld, Langmut und Verständnis als Mittel der Wahl

genannt haben, ein.

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Nach meiner Erfahrung braucht's, bis die Hunde ca. 8 Jahre alt sind, immer mal wieder “Nachhilfestunden“. Die Beziehung schleift sich ein und nach und nach dann ganz leicht auch etwas ab.

Man wird etwas nachlässiger, weniger aufmerksam. Ein schlauer Hund merkt das natürlich, wird lustloser.

Also lohnt es das eigene Lobe-Verhalten zu überprüfen, die Motivation etwas aufzufrischen und mal wieder genauer hinzusehen, ob der Auftrag so ausgeführt wird, wie es ursprünglich mal gelernt wurde.

Irgendwann , eben so ab 8 werden meine Hunde dann meist zu Selbstläufern und man kann das Zusammensein einfach nur noch geniessen.

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