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Hundeforum Der Hund
Kanae

Ab wann nicht mehr belohnen? Nur mit bekannten Kommandos arbeiten?

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Hallo :)
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob der Titel meine Frage wirklich gut beschreibt.. Also erkläre ich mich mal: 

Wenn ich mit meinem Hund spazierengehe, bleibt er gerne mal zurück und schnüffelt noch, geht manchmal auch ein ganzes Stück weit einen anderen Weg entlang, um dann mit Vollgas wieder zu mir gerannt zu kommen, also er geht nicht verloren, ich warte auch nicht auf ihn, sondern gehe weiter. Wenn er aber Richtung Parkausgang geht oder sonst irgendwo lang, was eher ungünstig ist, dann spreche ich ihn an, es ist aber nicht der Rückruf, sondern sein Name (mit Fragezeichen hinten dran, nicht als Befehl). Oder ein "Wir gehen hier lang" oder "Falsche Richtung" oder etwas in der Art. Manchmal kommt er dann, manchmal steht er auch nur und guckt mich an. Wenn mir das zu lange dauert, dann kommt einmal der Rückruf und er kommt sofort. Jetzt hat mir eine Freundin gesagt, ich sollte ihn nicht mehr belohnen, wenn ich ihn vorher schon gerufen habe, weil er ja die ersten Male nicht gehört hat. Aber auf den Rückruf hat er ja sofort reagiert und sein Name soll bloß seine Aufmerksamkeit erregen, genauso wie die anderen Sachen, die ich sage, einfach weil es meistens nicht nötig ist, dass er in dem Moment sofort und schnellstmöglich kommt, er soll bloß sehen, dass ich woanders langgehe und dann nachkommen.

Ist es generell schlecht, dass ich nicht nur mit Befehlen, die er kennt arbeite? "Wir gehen hier lang" kennt er inzwischen, aber es ist kein Kommando in dem Sinne, dass er umgehend reagieren soll. Sollte ich ihn dann nicht mehr belohnen, obwohl der Rückruf ja gut geklappt hat? Ich will ihn auch nicht "taub" machen für das, was ich sage, er soll dann aber auch nur gucken und merken, dass ich weggehe. Oder ist das unsinnig und gleich der Rückruf wär besser? 

Für Antworten wär ich dankbar :)

 

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Ich finde, das klingt ziemlich gut wie du das machst.

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Ich würde ihn weiter belohnen für den "echten" Rückruf. Der ist wichtig und der sollte auch sitzen. "Wir gehen hier lang" ist ja kein echter Rückruf und solange es für dich okay ist, wenn deine Bitte auch mal in Frage gestellt wird (was ich gut finde), würde ich den Rückruf auch aufheben für die wirklich wichtigen Situationen und da wäre Belohnung wichtig, so dass es sich für ihn in jedem Fall lohnt sofort zu dir zu kommen. 

 

Für mich klingt die Interaktion zwischen dir und deinem Hund sehr schön und vertrauensvoll. Du scheinst darauf zu vertrauen, dass er nicht abhanden kommt wenn er mal irgendwo abbiegt und er kann darauf vertrauen, dass du ihm rechtzeitig bescheid sagst, dass es jetzt woanders lang geht. Und selbst das darf der dann auch mal hinterfragen, wenn er einfach stehen bleibt. Umso schöner ist es dann doch, wenn er die Ernsthaftigkeit des echten Rückrufes versteht und dann auch sofort kommt. Dafür soll er ruhig belohnt werden. Ich finde, du machst das richtig so, wie du es jetzt machst. 

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Ich bin ja jemand, der wartet bis der Hund fertig ist mit Schnüffeln.

Das ist das Einzige, was ich bei euch ändern würde. Ansonsten finde ich, machst du das prima. 

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Ich würde grundsätzlich niemals nicht belohnen! Da macht man sich doch die ganze Motivation kaputt.....

Vor allem der Rückruf. Dr wird gefeiert! Ich will ja dass der immer gerne zu mir kommt!

Bau doch ein Distanz-Signal auf.... oder ein "Radius"-Signal. Bei uns gibt es beides  ersteres 2x.

Ein Signal für "Abstand nach vorne nicht weiter vergrößern" und eines für  "Abstand nach hinten nicht weiter vergrößern". (Ich musste das trennen..... das Stinktier ist oberpingelig bei sowas...) Wenn ich merke dass er wirklich wichtig interessiert schnüffelt mach ich langsamer oder warte kurz.

 

Ist es (")dringend(") kommt der Rückruf.

 

Dann gibt es noch ein "bleib da": freie Beweglichkeit bei einhalten eines Radius von ca 3m um mich herum. Für so Situationen wie dein Parkende.

 

Ich belohne grundsätzlich für mich/der Situation förderliche Handlungen meines Hundes.

Aber ich erwarte nicht dass er auf nicht aufgebaute/geübte "Anweisungen" immer reagiert. Das wäre unfair. Wenns klappt super und Belohnung. Wenns nicht klappt greife ich auf ein entsprechebdes bekanntes Signal zurück und belohne dessen erfolgreiche Umsetzung.

 

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Belohnung? In welcher Form?

 

Manchmal tut's auch ein Lob, ein paar liebe Worte und/oder ein lieber Blick. :wub:

 

Und gelobt wird IMHO generell viel zu wenig. ;)

Vieles erscheint einem als Hundehalter/in im Alltagstrott selbstverständlich und "nicht weiter erwähnenswert".

Nein, ist es nicht! Alles, was ein Hund (aus Sicht seines Menschen) gut/richtig macht, ist immer lobenswert!

 

vor 2 Stunden schrieb Kanae:

Jetzt hat mir eine Freundin gesagt,

 

Hat(te) die Freundin auch einen Hund?

- Wenn ja, gefällt dir, wie sie mit ihm umgeht/umging? Dann könnte man eventuell über einen Ratschlag nachdenken ... sonst sowieso nicht.

- Wenn nein, alle Ratschläge ignorieren und demonstrativ das Thema wechseln: "Was für Christbaumkugeln nimmst du dieses Jahr? Wieder Rote?"

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Vielleicht OT:

Belohnt ihr dann jeden 'gelungenen' Rückruf mit einem Keks?

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So wie du es machst, @Kanae finde ich genau richtig.

 

Ich belohne grundsätzlich bei Rückruf, aber auch, wenn er bei lässigeren Schlüsselwörtern kommt, auch dann, wenn er auf dem Weg trödelt und noch bisschen rumschnüffelt. Wirklich sofort kommen erwarte ich nur bei Rückruf.

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Ja! Rückruf = immer beste Belohnung (Futter, Spiel, etc.)!

Weil: soll auch im Notfall und in Stressituationen (Angst/Erregungszustand/ andere supetrolle Ablenkung....) klappen. D.h. die Motivation diesem Signal zu folgen soll enorm hoch sein! Und das gelingt nur mit 100% "Erfolgsaussicht" für den Hund auf was megatolles. 

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vor 20 Minuten schrieb denny:

Belohnt ihr dann jeden 'gelungenen' Rückruf mit einem Keks?

Ich lobe immer, außer Verhalten wird zu oft ohne von mir verlangt zu werden angeboten (Hüti-tütis steigern sich ja gerne rein). Belohnen tue ich wenn:

 

- ein nicht sicher erlerntes Kommando erkennbar (also korrekt oder auch nur im Ansatz) abgefragt werden konnte

- ein Rückruf mit mittelstarker bis starker Ablenkung geklappt hat

- nach dem Zufallsprinzip beim Abrufen immer mal wieder, auch wenn wenig oder keine Ablenkung da ist

- angebotenes Verhalten, wenn es das erste Mal in einer Weile oder in einem sinnvollen Kontext (zum Beispiel zurückkommen, wenn ein anderer Hund gerufen wurde) auftritt

 

Ich habe keine Superleckerlies mit (gelegentlich habe ich sogar gar nichts mit, weil ich es schlichtweg vergesse) aber ich belohne mehr Verhaltensweisen, wenn ich merke, dass der Hund keinen guten Tag zur Mitarbeit hat. 

vor 17 Minuten schrieb Lyris:

Ja! Rückruf = immer beste Belohnung (Futter, Spiel, etc.)!

Weil: soll auch im Notfall und in Stressituationen (Angst/Erregungszustand/ andere supetrolle Ablenkung....) klappen. D.h. die Motivation diesem Signal zu folgen soll enorm hoch sein! Und das gelingt nur mit 100% "Erfolgsaussicht" für den Hund auf was megatolles. 

Hier ist die Ansprache  an sich schon Motivation. zumindest für die kleine, dem Dicken muss man auch jedes Mal einen Keks geben, sonst glaubt er man hat nichts dabei und geht alleine spazieren. 

 

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