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Hundeforum Der Hund
coney

Wir wissen nicht mehr weiter...

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Hallo zusammen,

 

kurze Vorstellung meinerseits und unser Problem.

 

Wir sind eine dreiköpfige Familie mit einem 3-jährigen Sohn und wohnen in einem EFH auf dem Land.

 

Vor ziemlich genau einem Jahr haben wir uns einen 12 Wochen alten Labrador Rüden von einem Züchter gekauft. Er hat ihn uns damals als mittelaktiv und eher defensiv beschrieben, natürlich im Kontext eines Labrador.

Ich bin der Meinung wir haben uns im Vorhinein ausführlich damit auseinenandergesetzt, was es bedeutet sich einen Hund anzuschaffen, zumal meine Frau und ich beide in "Hundefamilien" aufgewachsen sind.

 

Die ersten Wochen waren anstrengend und hart, wie es sein soll, wenn man einen Welpen im Haus hat, hat aber alles soweit hingehauen.

 

In den letzten sechs Monaten haben wir aber ein (für uns) echtes Problem bekommen. Zuhause ist er ein lieber braver Hund. Lässt sich vom Kind alles gefallen, hört auf seine Kommandos, zerbeißt nichts, schläft gut, kann ohne Probleme für ein paar Stunden daheim bleiben...

 

Die Probleme gehen aber los, sobald wir irgendwo anders sind..

Unsere tägliche Gassirunde ist eine absolute Qual. Buddy hängt nur in der Leine, schnüffelt ohne Unterlass, markiert alle 5 Meter und wenn sich ein anderer Hund nähert ist er überhaupt nicht mehr zu halten. Er möchte dann nichts böses, sondern einfach nur spielen glaub ich, kennt aber auch dann kein Maß und Ziel. Soll heißen, wenn wir ihn mit anderen Hunden spielen lassen, erkennt er in keinster Weise, wenn der andere Hund nicht mehr will, sondern macht immer weiter.

Leinenführigkeit haben wir über Wochen probiert mit zuerst anhalten und weitergehen wenn er uns anschaut, danach mit umdrehen und weiter und das wirklich konsequent. Keinerlei Erfolg. Auch auf zurechtweisen oder zurückziehen reagiert er nicht, das scheint ihm alles egal.

Im Urlaub waren wir auf einer Ranch, auf der viele andere Hunde waren. Unserer war der einzige, der eigentlich immer angeleint bleiben musste, weil er nicht mehr zu bändigen war bei anderen Hunden, in die Zimmer, Küche usw. gelaufen ist und ein Rückruf sowieso ausgeschlossen war.

Bei einer kleinen Tour in die Berge saßen wir im Biergarten mit ein paar anderen Hunden, da winselt und zieht er in einer Tour unter unserem Tisch, dass es einem echt unangenehm wird.

Auch Spaziergänge durch die Stadt sind eine reine Qual und nur mit Geschirr überhaupt möglich, da er sich am Halsband wahrscheinlich irgendwann selbst strangulieren würde, weil er so dermaßen zieht.

 

In der Hundeschule ist es dasselbe, dass er sich auf nichts konzentrieren kann, nur bellt und zieht. Die Trainerin mahnt uns zur Geduld, aber ehrlich gesagt wirkt síe da auch ein wenig ratlos. Wie eigentlich jeder, mit dem wir so zu tun haben.. Es kommt dann immer gleich, ja der is ja noch jung... wie alt? 12 Monate.. ok, das kenn ich SO nicht.

 

Worauf ich eigentlich hinauswill.. und das fällt mir einfach schwer zu schreiben.. Ich glaube wir haben versagt. Wir haben die Erziehung nicht ordentlich hinbekommen, haben kein Gespür für den Hund und entfernen uns damit immer weiter von ihm. Dazu kommt, dass meine Frau und ich darunter psychisch und physisch leiden. Ich hatte bereits einen Anriss im Bizepsansatz von seinen Leinenspringaktivitäten.

Ich hab einfach das Gefühl wir arbeiten uns auf.. wir sind ständig gestresst, streiten uns oft, sind schlecht gelaunt, immer im Zusammenhang mit einer Erfahrung mit Buddy draußen. Wir waren gerade eine Woche glücklich im Urlaub, als der Hund bei den Schwiegereltern war. Ich habe Angst, dass wir nicht nur uns das Leben sehr sehr schwer machen, sondern auch Buddy. Ich bin mir sicher, dass er ein toller Hund ist, aber ich bin mir einfach nicht mehr sicher, ob wir ihm ein tolles Leben bieten können. Ich weiß nicht wie ichs rüberbringen soll.. ich schätze auch, dass der Großteil hier mein Jammern nicht verstehen wird, aber ich brauch gerade auch keinen Trost, sondern ehrliche Antworten..

 

Können wir nicht mit Hunden umgehen? Haben wir uns falsch eingeschätzt? Übertreibe ich? Was haben wir für Möglichkeiten?

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Herzlichen Glückwunsch, Sie haben ein Pubertier!

Das ist beim Hund nicht viel anders als bei Menschen. Erwartet in der Zeit einfach keinen „funktionierenden“ Hund. Das soll nicht heißen, dass Ihr alles schleifen lassen und abwarten sollt. Aber macht Euch klar, dass er es nicht böse meint, sondern schlicht nicht anders kann. 

Es liest sich so, als sei das Hauptproblem der Umgang mit anderen Hunden (oder auch nur deren Markierungen). Das wird schon wieder. 

Wenn Ihr Euch davon stressen lasst, macht Ihr es damit nur schlimmer, also nehmt es einfach mit Humor. Situationen, in denen Ihr vor Scham Boden versinken wollt, lassen sich doch wahrscheinlich größtenteils vermeiden (zumal er ja alleine bleiben kann).

Zusammen mit Eurer Trainerin solltet Ihr darauf achten, dass sich keine blöden Angewohnheiten im direkten Umgang mit anderen Hunden (vor allem Rüden) einschleichen. Lasst ihn lieber nicht auf „Opfer“ los sondern verabredet Euch vielleicht gezielt mit souveränen reiferen Hunden, wenn Ihr die Möglichkeit dazu habt. 

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Mensch liest sich das verkrampft und fremdgesteuert. Schmeisst mal die ganze Erwartungshaltung und das "was sollen nur die ganzen Leute über uns denken" weg.

 

Eure Gestresstheit überträgt sich auf den Hund und der kommt gar nicht mehr raus aus dem Fiddlen, da das ganz rassetypisch die einzige Konfliktstrategie ist, die ihm bleibt.

Wann hat der Hund Freilauf?

Wo, wann und wie lange geht ihr Gassi? Wie ist euer Tagesablauf?

Ist er ständig Fremdhundekontakt ausgesetzt?

Hat er einen souveränen Kumpel? Habt ihr souveräne Hundehaltekumpel?

Wenn ihr welche habt, dann probiert es mal mit denen.

Euer Hund ist normal, er reagiert einfach gerade auf Stress. Guckt, dass ihr längere Spaziergänge in reizärmerer Kulisse macht, mal in Begleitung, mal ohne,mehr Lob, mehr positive Verstärkung, nicht ständig maßregeln, das stresst nur weiter. Etwas Dummy Arbeit und Spurensuche in dieser reizaren Gegend macht konzentrierter und selbstbewusster - auch euch, macht das schrittweise und überfordert ihn nicht, wenn er nicht aufnahmefähig ist. Bei Hundebegegenung mit Zeigen und Benennen arbeiten. Hundsichtung loben und mit Futter bestätigen."Warte". Mit anderem Hundehalter verständigen und wenn Kontakt erlaubt ist ableinen. Herausnehmen aus der Situation, wenn er den anderen nicht kapiert. Wenn Kontakt nicht erlaubt ist "Schade, der will nicht." Futter belohnung, Sperrspielzeug auspacken und spielen.

Generell hilft es, ein Entspannungssignal zu konditionieren, das nimmt den Stress und macht den Hund wieder aufnahmefähig. Es ist nicht ganz unwahrscheinlich, dass er gar nicht soviele Hundekontakte braucht.

Für die Leine besorgt euch einen Rückdämpfer, das entlastet alle Beteiligten, wenn der Stress zu groß werden sollte.

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Das sollte Zerrspielzeug heißen!

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Zitat

@coneyWorauf ich eigentlich hinauswill.. und das fällt mir einfach schwer zu schreiben.. Ich glaube wir haben versagt.

 

Ach, es tut mir wirklich leid, dass Ihr so empfindet und ich kann gut nachvollziehen,

dass Euer Zusammenleben gerade etwas leidet.

 

Unter den Rüden gibt es mitunter wahre Testosteron-Bündel,

die wirklich sehr anstrengend sind. Mit 12 Monaten könnt Ihr den Hund aber durchaus

mit Suchspielen und Tricks beschäftigen. Vielleicht im Garten ganz ohne Ablenkung.

Wenn Euer Hund stets bis an die Ohren voller Energie steckt und alle positiven Erfahrungen mit

anderen Hunden besetzt sind, wird es immer total schwierig überhaupt an den Hund ranzukommen.

Deshalb wäre es gut, wenn Ihr einige Sachen mit dem Hund  macht,

auf die er sich auch freut.

Erfahrungsgemäß sind Retriever eher verfressen, das kann man für viele Spiele sehr gut einsetzen.

 

Ein wenig befremdet bin ich von der Hundeschule, denn ganz so furchtbar selten sind

pubertierende Super-Nervensägen nicht.

 

Ich finde auch, genau wie @gebemeinensenfdazu ,dass ein sozial kompetenter, richtig erwachsener Hund

Eurem Jüngling hin-und-wieder zeigen sollte, wie weit man gehen darf und wie weit nicht.

Meinem Spinner hat es sehr gut getan, dass er von einer Hündin, AmStaff X Malinois,

die Regeln sehr entschieden erklärt bekommen hat. Deren sicheres Verhalten hat er

kopiert und übernommen.

 

Hey, diese Phase hatten, so denke ich, alle Hundehalter mal!

Ihr bekommt das hin.

Ich wünsche schon mal viel Erfolg!!!!

 

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Wir haben oder hatten genau das selbe Problem, liest sich wie meine Geschichte.

Mein Lagotto Rüde ist inzwischen 14 Monate alt. Wir haben allerdings wenig Hundeerfahrung als Ausgangssituation.

Wenn ich bedenke dass ich früher jedes Mal wenn ich eine „ unerzogenen „ Hund gesehen habe gedacht habe „ Puh, was wäre mal mit erziehen“ und genauso ein Exemplar habe ich nun trotz großer Anstrengung daheim. Am Anfang und auch zwischendurch habe ich gedacht wir schaffen das nicht, ich muß ihn wieder hergeben. Jetzt schön langsam sieht man kleine Erfolge, nur kleine aber es ändert sich. Ich habe sogar die Hundeschule wieder aufgegeben da wir beide so gestresst waren dass dort absolut nichts möglich war.

Er und ich waren jedesmal völlig mit den Nerven runter, alle anderen Hunde konnten alles nur er kam aus dem Jaulen und Bellen nicht heraus und hatte einen völlig gestressten Blick und machte obwohl er viel davon konnte bzw. kann dort absolut nicht mit.

Er springt jetzt nicht mehr jeden Menschen an, nur mehr ab und zu, es ärgert mich gewaltig aber es wird......ist einfach furchtbar anstrengend immer die Umgebung im Auge zu behalten wenn er frei läuft.

Er prescht nicht mehr voll Karacho auf den Hund zu sondern geht vorsichtig hin um zu schnuppern.

Ich erlaube keinen Hundekontakt an der Leine sondern nur dort wo er freilaufen kann.

Er macht Theater weil er zu jedem Hund hinwill, das muß sich noch ändern, ich bestimme ob er darf oder nicht, in Absprache mit dem anderen Hundehalter.

Leinenführigkeit ist furchtbar, er zieht als gäbe es kein Morgen. Ich habe alle Tips die ich kenne versucht, habe sogar geglaubt er versteht einfach nicht was ich will. Lustig ist nur er kann es und versteht mich auch da er sich wenn er brav geht sogar per Blick Lob oder auch mal ein Leckerlie von mir abholt.

Ich würde sagen haltet durch und arbeitet weiter, ihr seid nicht alleine es wird besser.

Vergesst was andere denken könnten, es ist nicht wichtig.

Ihr kriegt das hin. Wenn ihr negativ denkt spürt euer Hund das und dann geht vieles noch schwerer.

 

lg Petra mit Simba

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Was für ein Geschirr habt ihr?

Wie beschäftigt ihr ihn körperlich und geistig draussen?

Ihr habt einen Arbeitshund. Der sollte draussen tatsächlich etwas mehr gefordert werden, sowohl körperlich als auch geistig. Dem ist "normales" Gassigehen schlicht nicht in die Wiege gelegt. Rausgehen bedeutet zumindest einmal am Tag tatsächlich " arbeiten". Das kann körperliche Auslastung sein, gerne in Kombination mit dem 2 Bein. wie zum Beispiel Canicross ( mit und ohne Leine) aber auch geistige Auslastung in Form von Grundgehorsam, Suchspielen und Tricks. 

 

Wenn er zu viel Leinen Aktivität bei Fremdhundsichtung zeigt: Gebt den Hunden mehr Abstand. Ich nehme meinen (18 Monate) mittlerweile je nach Hund zwischen 5-20 m an die Seite, lasse ihn absitzen und die anderen vorbeigehen. Mein Rüde will lange nicht mehr mit jedem Spielen, gerade Rüden die gerade im etwa selben Alter sind, will er eher eins "auf die Fresse hauen".  Er ist von klein auf (eigentlich) super sozialisiert, allerdings gerade immens Hormon gesteuert.  

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Ich stutze über „läßt sich vom Kind alles gefallen.“

Wie meint ihr das? Hat er einen ruhigen Platz im Haus, an dem ihn niemand stört, auch das Kind nicht? Sonst könnte es auch sein, daß er unter Dauerspannung steht, und sich das unterwegs entlädt. 

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@coney eine sehr schlechte Spirale jetzt.

 

Hund testet altersgemäß aus, ihr zweifelt an euch selber anstatt Selbstsicherheit auszustrahlen und die Themen eurem Partner zu zeigen, verlasst euch evtl. Zu viel auf andere Aussagen, habt keine Lust mehr, das gilt es zu verändern.

 

sucht euch selbstsichere HH und Hunde, geht gemeinsam Runden lasst die Hunde in den Freilauf. Er lernt gerade viel und testet natürlich aus, wie weit er gehen kann, bei euch, beim Gassi gehen, bei anderen Hunden.

 

Das Problem, ihr werdet wahrscheinlich auch viel meckern wenn was nicht klappt und weniger loben wenn was gut funktioniert, ihr seid ja immer angespannt. Versucht das zu verändern.

 

Aus welcher Region kommt ihr, evtl. Evtl. Findet ihr hier jemanden, der mal ein paar Runden mit euch geht. Die Hunde untereinander bei Runden zeigen sich oft viel mehr, als es ein Mensch von aussen machen konnte.

 

Bleibt bitte am Ball, das wird, ihr braucht nur positive Partner, menschlich und hündisch, ihr habt nicht versagt, ihr braucht nur etwas Unterstutzung 

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vor 21 Stunden schrieb KuK:

Zusammen mit Eurer Trainerin solltet Ihr darauf achten, dass sich keine blöden Angewohnheiten im direkten Umgang mit anderen Hunden (vor allem Rüden) einschleichen. Lasst ihn lieber nicht auf „Opfer“ los sondern verabredet Euch vielleicht gezielt mit souveränen reiferen Hunden, wenn Ihr die Möglichkeit dazu habt. 

Wir haben in der Bekanntschaft einen gut erzogenen Schäferhund, auf den Buddy bereits "gehört" hat bei ein paar Treffen zuvor. Das werden wir direkt wieder in Angriff nehmen. Lernen Hunde von solchen Treffen dauerhaft, oder ändert sich das Verhalten dann nur kurzfristig in der Gegenwart der anderen?

 

vor 19 Stunden schrieb gebemeinensenfdazu:

Eure Gestresstheit überträgt sich auf den Hund und der kommt gar nicht mehr raus aus dem Fiddlen, da das ganz rassetypisch die einzige Konfliktstrategie ist, die ihm bleibt.

Wann hat der Hund Freilauf?

Wo, wann und wie lange geht ihr Gassi? Wie ist euer Tagesablauf?

Ist er ständig Fremdhundekontakt ausgesetzt?

Euer Hund ist normal, er reagiert einfach gerade auf Stress. Guckt, dass ihr längere Spaziergänge in reizärmerer Kulisse macht, mal in Begleitung, mal ohne,mehr Lob, mehr positive Verstärkung, nicht ständig maßregeln, das stresst nur weiter. Etwas Dummy Arbeit und Spurensuche in dieser reizaren Gegend macht konzentrierter und selbstbewusster - auch euch, macht das schrittweise und überfordert ihn nicht, wenn er nicht aufnahmefähig ist. Bei Hundebegegenung mit Zeigen und Benennen arbeiten. Hundsichtung loben und mit Futter bestätigen."Warte". Mit anderem Hundehalter verständigen und wenn Kontakt erlaubt ist ableinen. Herausnehmen aus der Situation, wenn er den anderen nicht kapiert. Wenn Kontakt nicht erlaubt ist "Schade, der will nicht." Futter belohnung, Sperrspielzeug auspacken und spielen.

Generell hilft es, ein Entspannungssignal zu konditionieren, das nimmt den Stress und macht den Hund wieder aufnahmefähig. Es ist nicht ganz unwahrscheinlich, dass er gar nicht soviele Hundekontakte braucht.

Für die Leine besorgt euch einen Rückdämpfer, das entlastet alle Beteiligten, wenn der Stress zu groß werden sollte.

Freilauf tagsüber immer wieder auf unserem 800qm Grundstück und auf unserer Gassirunde, wenn wir über die Felder laufen (Wobei ich mir da nicht so sicher bin, ob das so gut ist, da der Rückruf draußen nicht wirklich gut funktioniert und ich mir den nicht kaputt machen will. Wäre hier Schleppleine besser?)

Gassi geht bei uns vor dem Haus durch eine kleine Ortschaft und dann querfeldein ca. 60 Minuten zu keiner gleichen Uhrzeit. Mal vormittags, mal abends, je nachdem wie es bei uns reinpasst. Ansonsten bekommt er früh und abends sein Futter und wir probieren es zwischendurch mit Kong, verstecken, Kommandos in reizarmer Umgebung daheim.. da klappt das auch alles super.

Fremdhundekontakt selten auf der Gassirunde. Unser Nachbar gegenüber hat eine alte Labradordame, bereits mit Schlaganfall, seitdem sieht er sie häufiger nur noch durch den Zaun. Auf die reagiert er aber dann nicht übertrieben aufgeregt, eher auf die Besitzer, weil er weiß dass es Leckerlis gibt ;)

Ich hatte gerade die Überlegung, ob es nicht auch sinnvoll ist, immer wieder wo neues Gassi zu gehen, um ihn daran zu gewöhnen, oder ist das dann eher kontraproduktiv?

 

Wie funktioniert so ein Entspannungssignal?

Rückdämpfer klingt sehr gut, danke!

vor 19 Stunden schrieb KäptnKörk:

Unter den Rüden gibt es mitunter wahre Testosteron-Bündel,

die wirklich sehr anstrengend sind. Mit 12 Monaten könnt Ihr den Hund aber durchaus

mit Suchspielen und Tricks beschäftigen. Vielleicht im Garten ganz ohne Ablenkung.

Wenn Euer Hund stets bis an die Ohren voller Energie steckt und alle positiven Erfahrungen mit

anderen Hunden besetzt sind, wird es immer total schwierig überhaupt an den Hund ranzukommen.

 

Hey, diese Phase hatten, so denke ich, alle Hundehalter mal!

Ihr bekommt das hin.

Ich wünsche schon mal viel Erfolg!!!!

 

 

Im Haus und im Garten klappen Suchspiele echt super.. Tricks haben wir jetzt noch nicht wirklich probiert..

Wo ich euch jetzt so lese glaube ich auch, dass wir hier viel mehr Abwechslung und Forderung reinbringen können und müssen. Hier sind wir zu nachlässig!

 

Danke noch für die aufmunternden Worte!

 

vor 18 Stunden schrieb Bonanza:

Wenn ich bedenke dass ich früher jedes Mal wenn ich eine „ unerzogenen „ Hund gesehen habe gedacht habe „ Puh, was wäre mal mit erziehen“ und genauso ein Exemplar habe ich nun trotz großer Anstrengung daheim. Am Anfang und auch zwischendurch habe ich gedacht wir schaffen das nicht, ich muß ihn wieder hergeben. Jetzt schön langsam sieht man kleine Erfolge, nur kleine aber es ändert sich. Ich habe sogar die Hundeschule wieder aufgegeben da wir beide so gestresst waren dass dort absolut nichts möglich war.

Er und ich waren jedesmal völlig mit den Nerven runter, alle anderen Hunde konnten alles nur er kam aus dem Jaulen und Bellen nicht heraus und hatte einen völlig gestressten Blick und machte obwohl er viel davon konnte bzw. kann dort absolut nicht mit.

 

Ich habe alle Tips die ich kenne versucht, habe sogar geglaubt er versteht einfach nicht was ich will. Lustig ist nur er kann es und versteht mich auch da er sich wenn er brav geht sogar per Blick Lob oder auch mal ein Leckerlie von mir abholt.

 

Ich würde sagen haltet durch und arbeitet weiter, ihr seid nicht alleine es wird besser.

Vergesst was andere denken könnten, es ist nicht wichtig.

Ihr kriegt das hin. Wenn ihr negativ denkt spürt euer Hund das und dann geht vieles noch schwerer.

 

Du sprichst mir aus der Seele, die Beschreibung könnte auch von mir so kommen:D

Schön zu hören, dass eine Besserung wohl noch möglich ist ;)

 

vor 17 Stunden schrieb Eifelkater:

Was für ein Geschirr habt ihr?

Wie beschäftigt ihr ihn körperlich und geistig draussen?

Ihr habt einen Arbeitshund. Der sollte draussen tatsächlich etwas mehr gefordert werden, sowohl körperlich als auch geistig. Dem ist "normales" Gassigehen schlicht nicht in die Wiege gelegt. Rausgehen bedeutet zumindest einmal am Tag tatsächlich " arbeiten". Das kann körperliche Auslastung sein, gerne in Kombination mit dem 2 Bein. wie zum Beispiel Canicross ( mit und ohne Leine) aber auch geistige Auslastung in Form von Grundgehorsam, Suchspielen und Tricks. 

 

Wenn er zu viel Leinen Aktivität bei Fremdhundsichtung zeigt: Gebt den Hunden mehr Abstand. Ich nehme meinen (18 Monate) mittlerweile je nach Hund zwischen 5-20 m an die Seite, lasse ihn absitzen und die anderen vorbeigehen. Mein Rüde will lange nicht mehr mit jedem Spielen, gerade Rüden die gerade im etwa selben Alter sind, will er eher eins "auf die Fresse hauen".  Er ist von klein auf (eigentlich) super sozialisiert, allerdings gerade immens Hormon gesteuert.  

 

Von rabbitgoo No-Pull Hundegeschirr heißt das.

Körperlich eben nur durch 60 Minuten normales Gassigehen und Ball schmeißen im Garten, geistrig probieren wir es mit Suchspielen, aber wohl einfach deutlich zu wenig.

Canicross klingt sehr sehr interessant, kann ich mir aber bei Buddy noch kaum vorstellen, da er ja überall stehen bleiben und schnüffeln muss, klappt das dann auch irgendwie?

 

Wenn das platztechnisch möglich ist, versuchen wir das mit dem Abstand auch, aber eher mit 20-30 Meter. Danach ist er allerdings völlig auf die Spur von dem anderen Hund fixiert, schnüffelt seinen Weg "zurück" und lässt sich kaum noch ansprechen.

 

vor 17 Stunden schrieb Siobhan:

Ich stutze über „läßt sich vom Kind alles gefallen.“

Wie meint ihr das? Hat er einen ruhigen Platz im Haus, an dem ihn niemand stört, auch das Kind nicht? Sonst könnte es auch sein, daß er unter Dauerspannung steht, und sich das unterwegs entlädt. 

 

Ja, er hat definitiv seine Orte, wo er entspannen kann und in Ruhe gelassen wird. Unser kleiner tobt auch nicht die ganze Zeit auf ihm rum und weiß auch (mit unserer Hilfe ;)), dass er ihn in Ruhe lassen muss, wenn er aufsteht und geht.

Ich meinte nur grundsätzlich, dass er super lieb zu Kindern ist und da nicht schnappt oder sonst irgendwie völlig überdreht wäre.

 

vor 13 Stunden schrieb BVBTom:

@coney eine sehr schlechte Spirale jetzt.

 

Hund testet altersgemäß aus, ihr zweifelt an euch selber anstatt Selbstsicherheit auszustrahlen und die Themen eurem Partner zu zeigen, verlasst euch evtl. Zu viel auf andere Aussagen, habt keine Lust mehr, das gilt es zu verändern.

 

sucht euch selbstsichere HH und Hunde, geht gemeinsam Runden lasst die Hunde in den Freilauf. Er lernt gerade viel und testet natürlich aus, wie weit er gehen kann, bei euch, beim Gassi gehen, bei anderen Hunden.

 

Das Problem, ihr werdet wahrscheinlich auch viel meckern wenn was nicht klappt und weniger loben wenn was gut funktioniert, ihr seid ja immer angespannt. Versucht das zu verändern.

 

Aus welcher Region kommt ihr, evtl. Evtl. Findet ihr hier jemanden, der mal ein paar Runden mit euch geht. Die Hunde untereinander bei Runden zeigen sich oft viel mehr, als es ein Mensch von aussen machen konnte.

 

Bleibt bitte am Ball, das wird, ihr braucht nur positive Partner, menschlich und hündisch, ihr habt nicht versagt, ihr braucht nur etwas Unterstutzung 

 

Vielen Dank für die aufbauenden Worte.. wie bereits erwähnt werden wir das mit den anderen Hunden gleich mal angehen. Auch werden wir versuchen ihn geistig deutlich mehr fordern. Er ist ja ein wirklich intelligenter Hund, vielleicht fehlt ihm da einfach etwas.

Wie du sagst, wir sind immer angespannt. Das hat mich auch zum Nachdenken gebracht.. es sind ja vor allem die Gassirunden, die uns so stressen. Zuhause mit ihm zu Suchen klappt super und macht uns daher ja auch mega Spaß.

Ich glaube wir verkrampfen uns zu sehr aufs Gassi gehen um das zu lernen und vergessen dabei viel andere Arbeit, die uns eventuell weiterbringen würde.

 

 

Vielen herzlichen Dank euch allen für die wahnsinnig ausführlichen und helfenden Worte, das hat mir bereits viel neuen Mut gegeben!! Und ich freue mich jetzt bereits eure ganzen Tipps daheim umsetzen zu können!

 

Jetzt mach ich vielleicht noch ein weiteres, sehr heikles Thema auf, nur um zu hören wie ihr so dazu steht.

Kastration. Zuerst wollten wir das eigentlich gar nicht.. Da dieses Machogehabe Schnüffeln, Markieren, mit den Pfoten scharren und jetzt zuhause auch Bett besteigen extrem zunimmt denken wir doch wieder darüber nach.

Kann man das damit wirklich einbremsen, aber vor allem sollte man das? Sind 14 Monate zu jung?

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