Jump to content
Hundeforum Der Hund
Scampolino2019

Rupturierte Gallenblase

Empfohlene Beiträge

Hallo in die Runde.....mein 9 jähriger Collierüde war eigentlich nie krank....das übliche mal "ne Erkältung"....mal ein Durchfall den wir nicht in den Griff bekamen, aber sonst war er höchstens zum Impfen beim TA.....und dann jetzt sowas.....vor 14 Tagen zeigte er sich das erste Mal komisch nachdem er morgens im wahrsten Sinne Galle erbrochen hatte....wollte er nachmittags ...oder konnte er kaum laufen.....sprich er ging gaaaaanz langsam, schnüffelte intensive und pieselte....aber alles in Zeitlupentempo...so das wir für eine Minirunde um den Häuserblock eine halbe Ewigkeit gebraucht haben....anschließende Ruhe und abends war er wieder fit...Waldrunde....Fressen usw...alles normal....am Folgetag alles okay...am Montag Morgen auch noch alles okay.....Mittags kam ich heim und er krümmte sich und konnte sich kaum noch rühren....hatte 40.5 Fieber und kam kaum die 3 Stufen vor dem Haus runter, setzte sofort ein Köttelchen ab und pieselte ohne ein Bein zu heben. Der Weg ging direkt in die Klinik, nach einer Blutabnahme wurde er auf einen Infekt hin behandelt....was soll man tun....das Fieber mußte runter er hatte offensichtlich einen Magen-Darm-Infekt. Sollte es in 2 Tage nicht deutlich besser sein müsste die große Schiene gefahren werden. Mittwochs waren wir wieder da.....Fieber stieg wieder an, inzwischen zeigte er deutlich Bauchschmerzen , ein Verdacht auf Bauchspeicheldrüsenentzündung stand im Raum, noch mal Blut und Ultraschall....und dann ging alles schnell.....Er hatte freie Flüssigkeit im Bauch und eine nicht auffindbare Gallenblase sprich sie war ruptiert / geplatzt....und einen Gallenstein....Am Abend noch Not-OP!  Es waren Tage des Bangens ob er es überhaupt schafft.Ich persönlich hatte noch nie von so etwas gehört! Nach 4 Tagen Klinik dürfte ich ihn letzte Woche Samstag wieder nach Hause holen. Weiteres Procedere  wie Blutabnahmen stehen an....im Moment sind die Leberwerte und insbesondere der Bilirubinwert noch sehr hoch.....Earl wurde 8 Jahre gebarft, wovon mir jetzt abgeraten wird, zumindest in der noch akuten Phase der Regenerierung der Leber, die ja jetzt die Aufgaben der Gallenblase übernehmen muß......Hier setze ich an.....Habt Ihr schon mal von einer "Ruptierten Gallenblase" gehört? Ich weiß von zwei Hunden ( die ich nicht persönlich kenne), die es nicht überlebt haben, aber schon in der Klinik verstorben sind! Ich habe mir in den letzten Tagen sehr den Kopf zerbrochen bezüglich des Futters um bloß alles richtig zu machen. Reines Barfen ist sehr Fleischlastig und das ist im Moment garnicht gut weil die Leber sich ja erholen muss. Fertigfutter in Form von Trofu hat Earl schon vor 9 Jahren verschmäht, deshalb bin ich zum Barfer geworden womit er ja auch gut gefahren ist. Da er in der Klinik jegliches Futter verschmähte habe ich erst mal "Döschen" geholt und ihn damit angefüttert, aber das ist ja garnicht so meins und ich finde es belastet auch die Organe viel mehr...er hatte sofort immensen Output was ich ja so garnicht kenne......Habe mich jetzt fürs Hühnerkochen entschieden mit viel Gemüse/Obstanteil und Kohlehydrate in Form von Kartoffeln, Reis oder Nudeln, sowie Hüttenkäse oder Quark. Mittwoch ist der nächste Blutabnahmetermin und dann wird auch entschieden ober ein weiteres Mittel für die Leber bekommen wird. Zur Klinikentlassung stand er noch unter starken Schmerzmitteln die wir ausgeschlichen haben und bei Bedarf noch geben können, sowie ein Lebermittel, was seit Freitag Abend auch beendet ist. Desweiteren bekommt er noch 

2 x täglich Antibiose wegen zweier Keime die er aufgrund der Peritonitis und der geplatzten Gallenblase hat. Gottseidank waren die Gallen-sowie Leberproben die eingeschickt wurden frei von bösen Veränderungen.....Vielleicht hat ja der ein oder andere etwas zu unserem heiklen Thema beizutragen......

UQ7ujJAGTfCCJW40UKYV8g.jpg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Oh je, da war knapp, gute schnelle Besserung. Milchprodukte sollen glaube ich die Leber entlasten, aber in dem Stadium würde ich nicht experimentieren, sondern gezielt eine Ernährungsberatung aufsuchen, einige (Uni-)Kliniken bieten so etwas an, wenn sich kein Facharzt finden sollte.

Vielleicht mag einer der Moderatorinnen noch den Titel in "Rupturiert" korrigieren, das finden dann mehr Leute.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Bei dem Tipp zu einer kompetenten Ernährungsberatung kann ich mich nur anschliessen!

Meine RR Hündin hatte mit ca. 10 Jahren Gallensteine. Diagnostiziert per Sonographie in Spanien.

Die deutschen TÄe, denen ich von der Diagnose erzählte, schauten mich alle merkwürdig an oder sagten gar nichts dazu. Eine sagte zu meiner Hündin:

Nanu, bist du ein Wüstenhund? Ich war durch die merkwürdigen Reaktionen so verunsichert, dass ich nicht weiter nachfragte. Blöd, ich weiss.

Auch im Netzt wurde ich nicht fündig... also keimte in mir der Verdacht, dass die Diagnose unzutreffend sein könnte.

Dennoch wandte ich mich an eine Ernährungsberatung, der allerdings dieses Krankheitsbild bei Hunden auch nicht vertraut war.

Sie riet mir zu einer Leberdiät und dazu, es mit Barf zu versuchen. Selma hatte vorher Trofu und Dose bekommen.

Ich fing also an zu barfen und - oh Wunder! - es tat Selma sichtlich gut.

Also machte ich weiter und gab auch Mariendistelpräparate, Teufelskralle oder ganz klein gehäckselte Löwenzahnblätter zum Fressen.

Genau kann ich es nicht mehr sagen, ist schon zu lange her.

 

Ich wünsche euch jedenfalls, dass dein schöner Collie das alles gut wegsteckt und würde nicht herumexperimentieren mit der Ernährung.

Die gehört in fachkundige Hände!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×
×
  • Neu erstellen...

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.