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Hundeforum Der Hund
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Kein Jagdtrieb bei (Wind-)Hunden - schön oder schade?

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Ich warte nie groß auf die Hunde, außer ich komme an eine sehr unübersichtliche Stelle wo sie mich tatsächlich verlieren könnten. Das beeinflusst die aber auch nicht groß, sie haben eh einen großen Radius und wissen ja in welche Richtung ich gegangen bin. 

 

Ich würde einem Hund ohne Jagdtrieb jetzt nicht gleich mit Interessenlosigkeit und dümmlichen hinterhertrotten gleichsetzen. 

 

Generell ist es mir relativ egal wieviel jagdtrieb ein Hund hat, man passt sich halt an, aber zur Zeit finde ich es schon sehr angenehm einen Hund mit viel wtp und einen anderen der langsam alt und gnädig wird zu haben. 

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Ich kann mir einen Spaziergang nur an der Leine gar nicht vorstellen bei meinen Hunden. Bis zum Wald müssen sie natürlich angeleint sein aber dann geht es sofort los und es wird ausgiebig getobt und die jagen sich wie wild...wenn ich denen das nicht bieten könnte, würden die mir zu Hause die Wände hoch gehen.

Sind halt beide noch sehr jung

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vor 1 Stunde schrieb KleinEmma:

Deinem Artikel kann ich nicht in allen Punkten zustimmen. Erstmal kann man auch Eigenschaften wie Konzentration und Kondition anders als durch Jagd fördern.

Erst einmal Danke das du meinen Artikel aufmerksam gelesen hast. Aus der Überschrift geht eigentlich schon hervor was ich mit meinem Artikel ausdrücken will " Welche Bedeutung hat die Arbeitsleistung zum Erhalt der Gesundheit und der körperlichen und mentalen Eigenschaften beim Windhund?"
Natürlich kann man Konzentration und Kondition auch ohne Jagd und für unsere Breiten ohne Rennbahn oder Coursing erreichen. Aber einerseits funktioniert das dann nur in Teilbereichen z.B. Konzentration mit Unterordnung, Spiele oder ähnliches, Kondition mit Radfahren, rennen lassen mit anderen Hunden wobei dabei aber nicht annähernd die Geschwindigkeit und Strecke erreicht wird wie beim jagen bzw auf der Rennbahn oder Coursing.
Also wird sich der "Windhund" mit der Zeit verändern, was schon passiert und meist nicht zum guten,  die Rassegruppe der Windhunde ist in ihrem Aussehen nach dem Grundsatz "Form follows function" entstanden. Wenn nun eine Funktion wegfällt hat das auch Einfluss auf andere Bereiche wie ich in meinem Artikel auch ausgeführt habe.
 

 

vor 2 Stunden schrieb KleinEmma:

Hier in Spanien gibt es sehr viele Galgos und Podencos und wie ich von Tierärzten weiß, gibt es da sehr viele Fälle von Knochenbrüchen. Das Gelände bei uns z.B. ist sehr steinig und hart, also sehr sehr uneben. Da hilft die beste Trittsicherheit und Geschicklichkeit manchmal nichts. Es ist ein komplett anderer Boden als z.B. in Deutschland. Zudem rutschen an Hängen oft die oberen Steine weg, wenn die Hunde darüber fetzen. Auch das führt manchmal zu üblen Verletzungen.

Natürlich können sich auch Windhunde in ihren Ursprungsländern verletzen wenn sie auf unwegsamen Gelände lauten / jagen müssen. Aber was würde wohl passieren wenn z.B. ein Greyhound der hier nur für die Ausstellung oder als Familienhund gehalten wird bei euch in Spanien jagen oder einfach nur in deinem beschriebenen Gelände laufen sollte? Das Verletzungsrisiko wäre schon in den ersten 5 Minuten um ein vielfaches höher als beim Galgo oder Podenco der damit aufgewachsen ist und gelernt hat damit umzugehen.

Wenn man nun, nur weil man immer und überall seinen Windhund ohne Leine laufen lassen will, versucht diesem die Jagdmotivation weg zu züchten hat das eben auch einfluss auf andere körperlichen und geistigen Eigenschaften, wie ich in meinem Artikel auch ausgeführt habe. So das diese Hunde erst nur noch wie Windhunde aussehen und später auch diesen sich verlieren wird so das es in einigen Generationen keine Windhunde in der heutigen Form mehr geben wird.

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@Tazi, an deinen Argumenten ist was dran. Im Grunde wäre es ja dann besser, dass Windhunde nur in Jägerhände abgegeben werden. Oder wie siehst du das? Das würde ja dann aber auch für andere Rassen gelten, also andere Jagdhundrassen, Hütehundrassen etc. 

 

Sobald wir Hunde "nur" als normale Begleiter halten - ist ja bei den meisten Rassen und deren Mixe mindestens eine Eigenschaft dabei, die bei dieser Form der Hundehaltung nicht willkommen ist.

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vor 2 Stunden schrieb KuK:

Schutzmotivation in der Ausprägung, wie sie Dobis, Schäfis & Co. zeigen, würde ich jetzt nicht unbedingt zu den ursprünglichen caniden Verhaltensweisen zählen

Caniden zeigen sehr hohe Schutzmotivation. Das war nach heutigem Kenntnisstand vermutlich ausschlaggebend, warum der Mensch Wölfe  ursprünglich domestizierte- zu ihrem eigenen Schutz, nicht zum gemeinsamen Jagen, dazu wurde erst danach selektiert.

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vor 32 Minuten schrieb Tazi:

Natürlich kann man Konzentration und Kondition auch ohne Jagd und für unsere Breiten ohne Rennbahn oder Coursing erreichen. Aber einerseits funktioniert das dann nur in Teilbereichen z.B. Konzentration mit Unterordnung, Spiele oder ähnliches, Kondition mit Radfahren, rennen lassen mit anderen Hunden wobei dabei aber nicht annähernd die Geschwindigkeit und Strecke erreicht wird wie beim jagen bzw auf der Rennbahn oder Coursing.
Also wird sich der "Windhund" mit der Zeit verändern, was schon passiert und meist nicht zum guten,  die Rassegruppe der Windhunde ist in ihrem Aussehen nach dem Grundsatz "Form follows function" entstanden. Wenn nun eine Funktion wegfällt hat das auch Einfluss auf andere Bereiche wie ich in meinem Artikel auch ausgeführt habe.

 

 

 

Ich denke, genau das ist das Problem bei vielen Jagdhunden die nicht (mehr) nur in Jägershände abgegeben werden:

wenn die Eigenschaften, die für eine erfolgreiche Jagd benötigt werden, keine - bzw. nur noch eine weniger wichtige - Rolle mehr spielen, verändert sich die Rasse - und das fast immer zum Negativen!

 

Denn werden Jagdhunde für die Arbeit/Jagd gezüchtet, ist das ein guter Schutz für die Gesundheit (physisch und mental!) der Rasse.

 

Ein Jagdhund aus gesunder Arbeitslinie, der zufällig einen weniger ausgeprägten Jagdtrieb hat, ist natürlich für einen Nicht-Jäger eine feine Sache!

Aber wenn Arbeitshunde nicht mehr vorrangig auf Leistung, sondern auf "Familientauglichkeit" gezüchtet werden, geht es mit der Rasse meist recht schnell bergab ...

 

 

 

 

 

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Ich würde ja gerne was zu dem Thema - ohne Leine schöner für den Hund oder doch mit? Schreiben aber das wäre irgendwie völlig OT 🤔

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Nur  wenn  ich alleine die Ausbildung  betrachtet weiß ich nicht was schlimmer ist  .

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Ich hätte das Thema  auch  extra abgetrennt @Wilde Meute seh das wie du.

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Was ein bisschen beim Thema etwas vernachläsigt wrd: es werden auch viele Galgos ausgesetzt, weil sie überscharf sind. Das kann ein Jäger genauso wenig brauchen, wie einen, der zuwenig beutemotiviert ist.

Wenn man zu sehr auf Leistung/Arbeit züchtet, kann man den Genpool genauso zu Lasten der Gesundheit verengen, wie wenn man eine Veranlagung wegzüchten will oder nur auf Schönheit züchtet. Am gesündesten für eine Rasse ist es, wenn auf Gesundheit bzw. Langlebigkeit gezüchtet wird, nur passiert das leider am wenigsten.

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