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Hundeforum Der Hund
Fiona01

Andere Dynamik zu mehreren, oder in Gruppen?

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Hallo,

 

über Jahre habe ich Hunde zu Zweit gehalten, jetzt ist Minos allerdings seit einem Jahr Einzelhund. In der Vergangenheit hatten wir zwei Gegebenheiten, die ich doch interessant fand,  Minos und ich drehten die Abendrunde an einem Bauernhof vorbei, wo ein Hofhund lebt, der Minos schon seit die Hunde klein sind, kennt. Es hat zwischen den Beiden auch nie ein auffälliges Benehmen gegeben, die Hunde treffen sich, sagen kurz guten Tag und wir laufen weiter und das, wie gesagt, schon seit Jahren.

Kürzlich ging ich wieder den Weg an dem Bauernhof vorbei. Gegenüber, an einem Haus, wohnt jetzt aber scheinbar wohl ein Australian Sheperd Rüde, den wir noch nicht kannten. Als der Australian Sheperd uns sah (die Menschen, die bei ihm waren, waren in Gesprächen vertieft), waren Minos und der Bauernhofhund gerade dabei, sich wieder mal guten Tag zu sagen.  Der Sheperd setzte sich in Bewegung und kam auf uns zu und man konnte schon sehen, dass er klarstellen wollte, wer hier das sagen hat. ;) 

Und jetzt kehrte sich die Dynamik zwischen den Hunden nämlich insofern um, als dass sich der Bauernhofhund, der gerade noch guten Tag sagte, sich auf einmal mit dem Sheperd auf Minos stürzte.

 

Es war keine dramatische Situation, wirklich nur laut und die Rüden keiften sich an, aber wie gesagt, alleine mit Minos und dem Bauernhofhund war über Jahre nichts geschehen. Es geht mir also nicht um gut, oder böse, sondern darum, wie durch einen dritten, oder vierten, oder was auch immer dazu kommenden Hund sich eine Situation verändert. :) 

 

Eine andere Situation: Wir haben hier seit einiger Zeit eine Wiese, wo Freilandhühner herumlaufen, vorher war da nur ein Acker. Minos fand die Hühner zwar spannend, markierte auch ein paar Mal vor der Einzäunung, jagdlich interessierte ihn das alles aber weniger. Die Hühner sind mittlerweile auch so zahm, dass sie sich dem Zaun nähern und dort Löcher scharren. Jetzt gehen wir immer noch regelmäßig mit einem anderen Hund spazieren, so auch vor kurzem wieder und dann an diesen Hühnern vorbei. Kaum sah Minos dort ein Huhn, was ihn vorher ja überhaupt nicht interessierte, schaute er zu Milo herüber und machte einen Hopser in Richtung Huhn. Milo, jetzt aufmerksam gemacht, fand das dann auch spannend und, obwohl er vorher ruhig war, war jetzt sein Interesse geweckt. 

 

Zwei völlig unterschiedliche Alltagserlebnisse, aber jeweils mit anderer Dynamik - ich nenne das jetzt einfach mal so, weil mir kein anderer Begriff einfällt.

 

Kennt ihr das auch, dass sich Situationen mit zusätzlichem Hund auf einmal anders darstellen? Ich finde es auf jeden Fall interessant. :) 

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Jo,  kenn ich...

 

Zu Pflegestellenzeit  hatte  ich  teilweise 5-6 wechselnde Hunde hier und  bei  jedem  neuen Hund gab  es  solche  neue  Dynamiken.

 

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@piper1981  Welche ist bei dir da besonders hängen geblieben, magst du auch mal ein Beispiel erzählen? :) 

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Meine lässt sich eigentlich in "Angfriffsrudeldynamik" nicht reinziehen, wenn z:b: andere Hunde vom Besuchhund angebellt werden, interessiert sie das nicht gross, wenn sich Konflikte steigern, splittet sie. Gemeinsam Jagen würde sie gerne, aber das macht sie auch alleine. In Begleitung von anderen Hunden sind allerdings Kinder für sie viel erträglicher.

Insgesamt wirken sich mehr Hunde grundsätzlich positiv aus, wir sind allerdings mit Hunden unteregs, die wenn vielleicht eine Leinenaggression haben aber sonst keine Probleme.

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Sicherlich spielen da mehrere Interessen mit rein 1zu1 geht es nur um Beide, wenn ein dritter ins Spiel kommt, gibt es vielleicht auch demgegenüber was klar zu stellen - nicht selten ist dann der Dritte das "Opfer" - oder der Bauernhund hat von Minos eine andere Reaktion erwartet und deswegen mit eingegriffen (evtl. war er derselben Meinung wie der Shepherd), oder wollte dem Shepherd gegenüber was beweisen, oder hat die Chance genutzt wo er sich alleine nie getraut hat... usw das müsste man sich in Zeitlupe ansehen und die Konstellation kennen :)  

 

Wenn Alda und Uschi sich in der Wolle hatten, war es davon Abhängig, wer angefangen hat.

 

Einmal sind alle zusammen auf Uschi los (endete dann auch beim TA) da hatte Aldas Besitzer entgegen meiner Anweisung in meiner Abwesenheit Knochen IM Haus gegeben, Alda lag im engen Flur, tat nur schlafend und bewachte aber seinen Knochen, als ich nach Hause kam ich Uschi zu mir an ihm vorbeigerannt und hat nicht auf ihn geachtet... das war richtig übel (Alda war was das anging ziemlich drüber packte sie zwischen den Vorderbeinen und schleuderte die schreiende Uschi hin und her)

Die Kangalhündin und Baby konnte ich wegtreten und durch den engen Flur fernhalten - die wollten Uschi von hinten Packen und Alda (86cm/70kg)soweit fixieren, daß er Uschi loslies.

 

Normalerweise hielten sich die anderen aber raus, wenn die beiden sich hatten und das ging in allen anderen Fällen von Uschi aus. (Rückwärtsgang musste sie ja erst lernen) Aldas Reaktionen waren da aber auch angemessen allenfalls mal ein Loch, vielleicht war auch das Schreien von Uschi der Auslöser bei den anderen, die hatten die Ausgangssituation auch nicht mitbekommen. 

Wenn Bonita (8 Monate) auf andere/Uschi los ist, hat Alda mit Fokus auf Bonita gesplittet, obwohl die ihm gegenüber auch viel mehr Freiheiten hatte, als die anderen Hunde, da ging es dann meiner Einschätzung mehr um den Anspruch wer wen Maßregeln darf.

 

Soviel zur Dynamik, neben Strukturen und Ansprüchen und Status spielt sicherlich auch das Energielvel eine Rolle, ob es eine 1zu1 Kiste bleibt oder andere mitmischen.

 

Haku und Lotti lasse ich nicht zusammen mit anderen Hunden, zumindest nicht solange ich nur zwei Hände habe, um einzugreifen.

 

Die Beiden sind ja wie Tag und Nacht, Lotti mag keine Fremden, Haku möchte Hallo sagen (MIT ANLAUF!!) Da entwickelt sich natürlich GSD wenig Dynamik, aber man merkt immer mehr und öfter, daß Lotti sich zurücknimmt und Haku machen lässt, wenn beide einer Meinung sind - Gruselige Leute z.B. sobald Haku anschlägt -was sehr selten vorkommt- wendet Lotti sich betont ab und hat damit dann "nichts mehr zu tun" sie vergrößert dann den Abstand und möchte gerne weitergehen :D Wenn sie jetzt noch Hakus grundsätzlich freundlichen Bewertungen glaubt, geht der Plan auf. 

Haku hört, wenn Lotti dabei ist viel besser (Lotti spielt auch gerne Polizei) Lotti hört dafür schlechter und ignoriert mich auch mal gepflegt - die Anstifterei hat zum Glück aber aufgehört ( wie irre Losspacken und Leinensalat produzieren)  :P 

 

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Ich vermute, das ist jedem Hundehalter bekannt. Ein Beispiel von unseren Hunden fällt mir direkt ein. Lucky streunte gerne alleine herum, also ohne Menschen. Wir hatten ihn als Streuner zu uns geholt und diese Leidenschaft hatte er bis zu seinem Lebensende. Er nutzte Chancen, um flott abzuhauen und blieb dann über Stunden verschwunden.

Kimba dagegen war gar keine Streunerin und hatte überhaupt nicht den Gedanken ans Abhauen.

Es kam der Tag, an dem wir - wie üblich - morgens mit den Hunden gingen. Beide im Freilauf. Wir verpassten den Punkt, an dem Lucky abhauen wollte und er machte sich von dannen. Er hatte die Stärke, andere Hunde mitzureißen und das mit nur einem flüchtigen Blick. So lief Kimba mit ihm.

Erst nachts fanden wir die 2 wieder - im Nachbarsort, ca. 20 km lagen dazwischen. Kimba mit blutigen Pfoten, Lucky sehr vergnügt, unverletzt und happy.

Lucky riss auch andere Hunde mit, die sonst niemals abhauen würden. 

 

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Und Emma, sie schaut von selbst, dass sie bei uns bleibt ... aber bei mittlerweile drei Hunden lässt auch sie sich mitreißen. Die Hunde können ganz entspannt liegen, wenn einer dieser Hunde aufspringt, springt Emma sofort auch auf und läuft mit. 

 

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Wir erleben das auch bei unseren Treffen, an denen auch immer viele Hunde anwesend sind. Es können 10 Hunde friedlich miteinander umgehen, kommt ein Störenfried dazu, ist die Harmonie in der Gruppe tatsächlich gestört.

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Ja na klar.

Schlägt einer aus der Gruppe Alarm, geht Femo nach Vorne, auch wenn er sich vorher anders entschieden hatte. Er lässt sich regelrecht vorschicken. 

Ist ein Hund mit recht starkem Jagdtrieb dabei, der immer mal wieder ins Gebüsch springt, bleibt er selbst eher bei mir. Aber auch andersherum: Hat sonst kein Hund Interesse, geht er relativ weit weg. 

 

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vor 2 Stunden schrieb pixelstall:

Sicherlich spielen da mehrere Interessen mit rein 1zu1 geht es nur um Beide, wenn ein dritter ins Spiel kommt, gibt es vielleicht auch demgegenüber was klar zu stellen - nicht selten ist dann der Dritte das "Opfer" - oder der Bauernhund hat von Minos eine andere Reaktion erwartet und deswegen mit eingegriffen (evtl. war er derselben Meinung wie der Shepherd), oder wollte dem Shepherd gegenüber was beweisen, oder hat die Chance genutzt wo er sich alleine nie getraut hat... usw das müsste man sich in Zeitlupe ansehen und die Konstellation kennen :)  

 

 

 

Zumindest weiß ich von der Besitzerin des Bauernhofhundes, dass der Shepard und er sich kennen und auch respektieren, das hat sie mir später erzählt, nachdem sie ihren Hund "wegpflückte". ;) 

Die Aktion ging ja vom Shepherd aus und das war meiner Meinung nach eine Mischung von, dicker Hose und "mein Gebiet", woraufhin sich der Bauernhofhund dann anschloss. 

 

 

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Die Situation mit dem unterstützen des Angreifers hab ich auch mal erlebt. Wir waren 2 HH, deren Hunde sich von gelegentlichen Begegnungen kannten und nie ein Problem miteinander hatten. Es kam ein dritter, fremder, mit einem Boxer dazu, der angeleint war. Wir beiden Deppen überredeten den Boxerhalter, seinen auch abzuleinen, da für uns bis dahin keine Unstimmigkeit erkennbar war. Der Boxer ging, abgeleint, sofort auf den anderen Hund los, und mein Hunter hatte nichts besseres zu tun, als sich ihm anzuschließen. Also in dem Fall mit dem Fremden auf den Bekannten los zu gehen. Was mich damals völlig überraschte und auch schockierte. Für mich stellte es sich so dar, als habe er sich einfach auf die Seite des Stärkeren geschlagen.

 

Und Ronja, die ich zeitgleich mit Hunter hielt, vertrug sich alleine mit jedem Hund, ich hielt sie für völlig friedlich-freundlich, bis sie einmal miterlebte, wie Hunter, der mit den Jahren eine Unverträglichkeit mit anderen Rüden entwickelte, einen fremden Rüden anmachte. Da war sie mit Begeisterung dabei, und von da an konnte ich mehrfach beobachten, dass die auf solche Gelegenheiten geradezu wartete. Wenn sie einem fremden Hund zuerst begegnete, begrüßte sie ihn wie gehabt freundlich, wartete aber sichtlich auf Hunters Reaktion, wenn der sich näherte. Und wenn er den anderen anmachte, machte sie mit Hurra mit. Sie traute sich also alleine schlicht nicht. 

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@fritzthecat Sehr interessant, was du berichtest, dann stimmt das bei dir, deinem Hunter und Ronja ja auch überein. :) 

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