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Hundeforum Der Hund
Waldelfe

Enddarmvorfall Rektumprolaps Analprolaps

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Hallo zusammen,

nachdem wir im Januar ja unsere geliebte Hündin Amy erlösen mussten, ist nun unser zweiter Hund ernsthaft krank.

Cielo, Rüde kastriert, 11 Jahre

Es hat alles angefangen als er nachts zweimal Atemnot hatte und wir dachten sein Herzproblem (Mitralklappeninsuffizienz) sei schlimmer geworden.

In der Tierklinik wo er zum Herzultraschall hingeht, wurde zunächst vom Herzen her nichts Auffälluges gefunden dass die Verschlechterung erklären würde.

Beim Röntgen der Lunge wurden Veränderungen (Masse) festgestellt und auf Krebs getippt.

Da es ihm sonst gut geht, haben wir uns vorerst gegen eine Behandlung (OP) entschieden.

Unsere Haustierärztin, die zufällig einen solchen "Anfall" miterlebt hat, meinte dass es definitiv nicht von der Lunge kommt, sondern eher nach verstopfter Nase oÄ sich anhört. Lymphknoten waren bzw sind auch geschwollen.

Also bekam er ein Erkältungssirup und Schmerzmittel. Damit ging das Atemproblem weg.

Dafür bekam er dann Probleme beim Kot absetzen: 1. Haufen normal, dann fing er an alle paar Meter kleine Haufen bishin zu Schleim rauszudrücken und nachdem er 2 Tage mehrfach stark gepresst hat, hatte er einen Darmvorfall.

Der ließ sich nicht einfach wieder zurückschieben.

Also wieder Klinik.

Dort bestätigte sich meine Diagnose.

Auch die Ärzte konnten den Darm nicht einfach so zurück verlagern.

Der Darm sollte in Narkose zurückverlagert und eine Naht (für eine Woche) gemacht werden.

Zusätzlich wollten sie ein Ultraschall machen um nach möglichen Ursachen zu schauen.

Ergebnis: Darm hat sich unter Narkose selbst wieder eingezogen. Es wurde dann auch keine Naht gemacht. ??

Beim Ultraschall wurden Veränderungen in der Milz, der Niere und an allen Lymphknoten entdeckt. 

Feinnadelpunktion um den Verdacht auf Lymphknotenkrebs zu bestätigen.

Das Ergebnis steht noch aus.

 

So, nun wissen wir dass unser Erspartes weg ist und unser Hund Krebs hat.

Nur... nach jedem Stuhlgang drückt s jetzt den Darm raus. Die letzten Tage war s nicht so viel und ging dann auch wieder zurück.

Heute hat er 2x hintereinander Kot (normal, kein Durchfall) abgesetzt und jetzt ist der Zustand wieder wie am Wochenende vor dem Gang zur Tierklinik. 

Ich hab versucht den Darm wieder zurückverlagern- keine Chance. Er drückt es die ganze Zeit wieder raus und es tut ihm auch weh, blutet. 

Im Netz finde ich nicht wirklich was dazu.

Ich bin grad am Verzweifeln!

Hab morgen einen wichtigen Termin, da ich hochschwanger bin und langsam bzw sicher gehr jetzt auch das Geld aus (Hat knapp 2000 Euro gekostet kurz mal).

Ich hoffe jetzt dass es vielleicht heute Nacht beim Schlafen sich wieder zurückzieht.

Ich kann doch jetzt nicht alle paar Tage in die TK fahren und den herzkranken Hund in Narkose legen lassen??

Als ich gefragt hab, was man da jetzt machen kann ubd dass das Problem ja sicher wieder auftritt wenn s einmal passiert ist, meinte die Ärztin nur man müsse halt heraus finden woher das starke Pressen kam bzw. Sie hat sich mehr auf die Krebsdiagnose bezogen.

Wer hat Erfahrungen mit solchen Problemen?

 

 

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Ich würde in der Klinik anrufen und dort genau diese Frage stellen, wenn das telefonisch nicht zu klären ist und / oder du es nach Anweisung nicht schaffst, den Darm zurückzubringen, im Notfall doch hinfahren.

 

Ansonsten könnte ich mir vorstellen, dass sich das Ganze durch weicheren Kot bessert? Z.B. Laktulose in`s Futter macht recht weichen Kot --> nachfragen.

Ist nur eine Idee, Erfahrung habe ich damit nicht.

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Habt ihr eine Diagnose für den Darm? Also eine Darmspiegelung machen lassen? Der drückt sich ja nicht komplett grundlos jedes Mal raus und lässt sich nur schwer zurückschieben. Vielleicht bildet sich auch bereits im Darm ein Geschwür, auch wenn ich das für euch nicht hoffen will.

Sollte er also noch einmal in Narkose gelegt werden müssen, würde ich zuerst die Spiegelung machen lassen wollen.

Stelle ich mir ehrlich gesagt für den Hund echt unangenehm vor, wenn das so aussieht. Das ist ja auch empfindlich.

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vor einer Stunde schrieb Shyruka:

Habt ihr eine Diagnose für den Darm? Also eine Darmspiegelung machen lassen? Der drückt sich ja nicht komplett grundlos jedes Mal raus und lässt sich nur schwer zurückschieben. Vielleicht bildet sich auch bereits im Darm ein Geschwür, auch wenn ich das für euch nicht hoffen will.

Sollte er also noch einmal in Narkose gelegt werden müssen, würde ich zuerst die Spiegelung machen lassen wollen.

Stelle ich mir ehrlich gesagt für den Hund echt unangenehm vor, wenn das so aussieht. Das ist ja auch empfindlich.

Es wurde "nichts auffälliges gefunden" 

Glaub aber dass sie nur abgetastet haben. Sonst hätten sie mir die Spiegelung ja in Rechnung gestellt.

Ultraschall u Röntgen wurde gemacht.

Ich verstehe auch nicht wirklich warum sie da nicht besser drauf eingegangen sind. Es kam mir eher so vor wie "jetzt ist er ja wieder drin" und "der Hund hat wahrscheinlich Krebs-Chemo ja oder nein?"

Dass sein aktuelles Problem aber der Darm ist, wurde irgendwie übergangen sobald es behoben war.b🤷‍♀️

Ich finde zu dieser Problematik auch kaum etwas im Netz. Vorallem ohne massiven Durchfall oder Verstopfung im Vorfeld.

Ich muss dazu sagen dass Cielo seit vielen Jahren ab und zu diesen Pressdrang- also beim Gassi plötzlich alle paar Meter was rausdrücken- gezeigt hat (vielleicht 1-2x im halben Jahr).

Dabei war dann immer eine leichte Ausstülpung zu sehen. Die hat sich aber sofort nach Absetzen von Kot zurückgezogen.

Das hab ich in der TK aber auch gesagt.

Vielleicht ist es eine angeborene Schwäche oder so?

 

 

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Er hat jetzt geschlafen- wollte zu mir ins Bett- das macht er sonst nicht...

Gerade hat er angefangen sich abzuschlecken und als ich geschaut hab, war der Darm wieder vollständig zurück gezogen. 🙏

Ich bin sehr erleichtert, da ich momentan echt nicht mehr die Kraft hab, mir den ganzen Tag in der TK um die Ohren zu schlagen und morgen eben auch einen wichtigen Termin wegen der Entbindung hab.

Ich werde aber mal meine Haustierärztin konsultieren und Cielo bekommt seit heute Abend Nassfutter.

1. Weil er heute sein Trockenfutter komplett verweigert hat (Leckerli und Hafermilch über s Futter hat er genommen)

2. Weil ich auch die Idee hatte dass weichere Kot helfen könnte

 

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vor 39 Minuten schrieb Waldelfe:

Ich finde zu dieser Problematik auch kaum etwas im Netz. Vorallem ohne massiven Durchfall oder Verstopfung im Vorfeld.

Ich hab die Sachen auch mal in Bezug auf den Menschen gegoogelt und ein bisschen was gefunden, folgt aber gegen Ende des Beitrags.

Erst einmal wollte ich dir das hier zeigen:

Zitat

"Der Tierarzt empfiehlt Malvenblatt-Tee, mit dem die entzündete Haut des Afters regelmäßig abgetupft und desinfiziert werden soll. Wichtig ist auch, dass der Kot der Katze weich wird, da das Herauspressen von hartem Stuhl den After reizt. Es sollte deshalb auf Trockenfutter verzichtet werden und das Nassfutter mit etwas Öl oder Sahne weicher gemacht werde."

Das Zitat ist von hier: https://www.hunde-aktuell.de/thema/wer-hat-erfahrung-mit-analprolaps-beim-hund.9965/

Fand ich jetzt sehr interessant für dich, weil du ja eben Trockenfutter fütterst. Vielleicht ist sein Magen diesbezüglich einfach nicht mehr gut genug in der Lage, so dass er harten Stuhl bekommt und er kräftiger drücken muss. Auf Dauer würde so das Gewebe ja auch leiden und vielleicht sogar etwas ausleiern. Gerade Öl finde ich da sehr gut, Sahne habe ich zumindest unseren Kitten nach Tierarztabsprache gegeben, als wir mehrtägige Verstopfungen hatten, dannach gings ganz fix, aber ohne Durchfall :)

 

Bezüglich der Erkenntnisse beim Menschen, bin ich auf folgende Gründe für einen Prolaps gestoßen:

- Hämmoriden

- chronische Verstopfungen

- Beckenbodenschwäche

- Analverkehr

 

Letzteres scheint mir zwar arg unwahrscheinlich, aber ich glaube ihr hattet noch einen zweiten Rüden, oder? Wenn der ggf mal aufreitet, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass das auch zu soetwas führen könnte. Das scheint mir aber arg utopisch, unwahrscheinlich und undenkbar.

 

Hämmoriden stehen oben, weil ich die mit am wahrscheinlichsten halte. Hätte aber auch einer Klinik auffallen müssen. Darauf könntest du aber deine TÄ auch ansprechen, wenn du hingehst, das herauszufinden, scheint mir nicht so schwierig :)

 

Beckenbodentraining wird ein bisschen schwierig bei einem Hund und ob diese "Erkrankung" anatomisch Möglich ist, weiß ich auch nicht. Hab es aber trotzdem mal aufgeführt, weil du ja schriebst, dass er ab und zu Pressdrang hat.

 

In jedem Fall freue ich mich für dich und ihn für diese Nacht, dass alles wieder da ist, wo es hingehört. Und ich hoffe, dass das mit dem weichen Futter auch nicht wiederkommt. Meine Daumen sind gedrückt!

Natürlich auch für euren Termin ;)

 

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Sie hatten eine zweite Hündin und ich mag mich auch mitfreuen und hoffe das eswirklich nur Hämorrhoiden wegen Verstopfungsneigung sind , mit Nassfutter der Darm dort bleibt, wo er hingehört und dass der Hund noch ganz lange beschwerdefrei bleibt.

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Mir fallen noch Flohsamenschalen ein, mit etwas Wasser zum Futter sollten die auch helfen den Kot weicher zu machen, sofern er genügend trinkt.

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vor 6 Stunden schrieb Shyruka:

Ich hab die Sachen auch mal in Bezug auf den Menschen gegoogelt und ein bisschen was gefunden, folgt aber gegen Ende des Beitrags.

Erst einmal wollte ich dir das hier zeigen:

Das Zitat ist von hier: https://www.hunde-aktuell.de/thema/wer-hat-erfahrung-mit-analprolaps-beim-hund.9965/

Fand ich jetzt sehr interessant für dich, weil du ja eben Trockenfutter fütterst. Vielleicht ist sein Magen diesbezüglich einfach nicht mehr gut genug in der Lage, so dass er harten Stuhl bekommt und er kräftiger drücken muss. Auf Dauer würde so das Gewebe ja auch leiden und vielleicht sogar etwas ausleiern. Gerade Öl finde ich da sehr gut, Sahne habe ich zumindest unseren Kitten nach Tierarztabsprache gegeben, als wir mehrtägige Verstopfungen hatten, dannach gings ganz fix, aber ohne Durchfall :)

 

Danke für deine Recherche-das mit dem Malventee und dem Nassfutter hatte ich auch gelesen.

Er bekommt ja jetzt seit gestern auch nass und wenn es nur ist, damit er wieder etwas frisst... mal sehen ob es sich auch positiv auf die Verdauung auswirkt.

vor 6 Stunden schrieb Shyruka:

Bezüglich der Erkenntnisse beim Menschen, bin ich auf folgende Gründe für einen Prolaps gestoßen:

- Hämmoriden

- chronische Verstopfungen

- Beckenbodenschwäche

- Analverkehr

 

Letzteres scheint mir zwar arg unwahrscheinlich, aber ich glaube ihr hattet noch einen zweiten Rüden, oder? Wenn der ggf mal aufreitet, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass das auch zu soetwas führen könnte. Das scheint mir aber arg utopisch, unwahrscheinlich und undenkbar.

 

Hämmoriden stehen oben, weil ich die mit am wahrscheinlichsten halte. Hätte aber auch einer Klinik auffallen müssen. Darauf könntest du aber deine TÄ auch ansprechen, wenn du hingehst, das herauszufinden, scheint mir nicht so schwierig :)

 

Beckenbodentraining wird ein bisschen schwierig bei einem Hund und ob diese "Erkrankung" anatomisch Möglich ist, weiß ich auch nicht. Hab es aber trotzdem mal aufgeführt, weil du ja schriebst, dass er ab und zu Pressdrang hat.

 

In jedem Fall freue ich mich für dich und ihn für diese Nacht, dass alles wieder da ist, wo es hingehört. Und ich hoffe, dass das mit dem weichen Futter auch nicht wiederkommt. Meine Daumen sind gedrückt!

Natürlich auch für euren Termin ;)

 

Auch die Ursachenforschung aus der Humanmedizin hab ich mir zu Gemüte geführt, zumal ich ja eine medizinische Ausbildung habe und in 15 Jahren Arbeit mit geriatrischem Klientel so einige Darmvorfälle gesehen und auch schon repositioniert habe.

Da wir eine Hündin noch haben schließe ich letzteren Grund aus.

Hämmoriden gibt es wohl beim Hund nicht (hatte ich auch irgendwo gelesen) und die hätte man sicher un der Klinik festgestellt.

Und chron. Verstopfung...naja, er macht ja jeden Tag brav nach 10 Min seinen Haufen, manchmal abends auch n zweiten. Geformt aber nicht steinhart.

Bliebe noch der Beckenboden (weshalb sich meine Erfahrung bei Menschen auch ausschließlich auf Frauen beschränkt-früher hatten die ja meist mehr als 3 Geburten).

Da er dieses Pressen ja schon seit Jahren ab und zu mal gezeigt hat, tippe ich auf etwas in der Art.

Etwas angeborenes, was mit dem Alter eben schlechter wird bzw. ausleiert.

 

Bin jetzt erst mal froh dass alles wieder ist wo es hin gehört und mal sehen wie es sich entwickelt. Auch mit der Krebsdiagnose natürlich.

Danke nochmal für s "mithirnen"!

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