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Hundeforum Der Hund
Alanza

Frustration beim Gassi gehen

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Hallo ihr lieben,

 

ich wende mich an euch und erhoffe mir einige Tipps, was ich mit meinem 7 Monate alten Border Collie Rüden machen bzw. wie ich besser reagieren kann. 

 

Mein Problem ist folgendes, jedesmal wenn ihm beim Gassi gehen etwas nicht in den Kragen passt, versucht er mich zu korrigieren, indem er an mir hoch springt und mir in die Schuhe beißt, wahlweise auch beides nacheinander. Vermehrt wenn ich den Heimweg antrete und er merkt, jetzt gehts nach Hause oder er jemanden sieht, den er mag und ich einfach weiter gehe, weil ich gerade auch keine Lust habe mit den Leuten zu reden oder er jetzt da eben einfach nicht hin soll. 

 

Ich bin ja die letzte die sich keine Hilfe sucht, wenn ich wo nicht weiter komme. Wir sind auch bei einer sehr netten und kompetenten Trainerin. Sie meinte und zeigte es mir, weil er eben momentan gerne schnell aufdreht und dasselbe Verhalten an den Tag legt, wie ich handeln soll. Hinten am Geschirr halten und eben nicht beißen lassen, warten bis er ruhig wird und dann loslassen, etwas verlangen wie "Sitz", dann loben.  Nur, er hört einfach nicht auf. Ich versuche ruhig zubleiben, gelassen "Nein" zusagen aber das wird langsam wirklich schwer. Weil es mich einfach nervt und teilweise eben auch weh tut. Er gibt einfach nicht klein bei. Er steigert sich dann rein und sobald er ruhig ist, ich los lasse, fängt es von vorne an und er schnappt nach. Ich habe das Gefühl, ich mache irgendwas falsch. 

 

Ein anderer Trainer meinte, ich soll ihn am Halsband nieder drücken und durch das Halsband ein wenig die Luft abschnüren und warten bis er aufgibt. Das lehne ich allerdings ab. Ich würge meinen Hund nicht, nur damit er funktioniert. Das muss anderes auch gehen. 

 

Wir sind generell ein wenig im Trainingsrückstand, laut eines Vereins wo ich mal hinein geschnuppert habe aber nicht wieder hingehe, weil mir der Umgang mit den Hunden dort nicht gefällt.  Mir waren bisher eben andere Dinge wichtiger als "Fuß" und sind sie auch noch. Als Welpe hat er nur 5 bis 6 Stunden geschlafen, hatte Stress ohne ende und ist in der Wohnung herum gelaufen wie ein Zombie. Hat dann natürlich alle 20 Minuten rein gemacht. Mittlerweile haben wir das, durch Training gut im Griff. Er schläft seine 15 Stunden, meistens. Ist einigermaßen Stubenrein und entspannt auch mal zuhause. Funktioniert noch nicht immer aber immer öfter.  Wir arbeiten daran. 

 

 

Er ist natürlich gerade voll in der Pubertät und testet seine Grenzen aus, täglich. Ein Rotzfrecher kleiner Bursche, der vor Selbstvertrauen nur so trotzt. 

 

Ich erhoffe mir einige Tipps, vll auch Erfahrungsberichte wie es bei anderen, die ähnliche Probleme hatten abgelaufen ist.

 

lg

Alanza  

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@Alanza wau, da hast du ja Trainer erwischt....... sorry, rate eigentlich dazu, aber runter drücken und Luft abschneiden..... ich kommentiere es mal nicht, was ein nonsens.

 

Ich denke du bist auch nicht ruhig in der Szene, der Hund dreht auf, du wirst genervt, die Spirale dreht sich dann hoch.

 

Ist er geistig ausgelastet, Suchspiele, evtl. apportieren und Nasenarbeit.

 

Was macht er, wenn du ganz ruhig stehen bleibst und wenn er springen möchte, du dich weg drehst, wird er dann noch hibbeliger oder wird er irgendwabb ruhiger.

 

Grundsätzlich, alles was mit fest halten, drücken, ziehen oder was auch immer so empfohlen wird, ist nicht zu empfehlen.

Such die nette und colle Begeleiter, sowohl Hunde als auch Hundehalter, die Ruhe ausstrahlen und worasn sich dein Hund orientieren kann. In dem Alter testet er halt auch viel aus.

 

Woher kommst du? Evtl. kann dir hier auch einer direkt mal helfen.

 

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vor 2 Stunden schrieb Alanza:

Wir sind auch bei einer sehr netten und kompetenten Trainerin. Sie meinte und zeigte es mir, weil er eben momentan gerne schnell aufdreht und dasselbe Verhalten an den Tag legt, wie ich handeln soll. Hinten am Geschirr halten und eben nicht beißen lassen, warten bis er ruhig wird und dann loslassen, etwas verlangen wie "Sitz", dann loben.


@BVBTom Wobei ich diesen Ansatz nicht verkehrt finde. Aber der Trainer mit dem „runterdrücken...“ schlimm!

 

Zunächst einmal: Du hast einen pubertierenden Junghund - die drehen schnell mal auf. Und dann auch noch eine hochintelligente „Arbeitsrasse“. Border Collies wollen beschäftigt werden, sie sind eigenständige Problemlöser, könne also auch gut mal „um die Ecke denken“ und kombinieren.
 

Meine Tipps wären:

 

1. Entspann dich erstmal. Ein pubertierender und zugleich intelligenter junger Rüde muss am Rad drehen, das ist derzeit quasi seine Kernkompetenz. Nimm das ganze mit Humor. Und lass dich nicht von merkwürdigen Erwartungshaltungen irgendwelcher Gruppen („Hängt hinterher“) beeinflussen - so ein Quatsch. Je lockerer und entspannter du bist, desto größer sind schonmal die Chancen, dass dein Hund entspannen kann.

2. Gib ihm spielerische Aufgaben, sprich „Gib deinem kleinen Chaoten was anderes zu tun“, also Alternativverhalten. Idealerweise erkennst du frühzeitig, dass gleich wieder ein kleiner abraster kommt und gibst ihm direkt was anderes zu tun. Finde heraus, was ihm Spaß macht und wofür er sich begeistern lässt, z.B. Spuren verfolgen, Apportieren, Parcours laufen, Tricks lernen,...

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vor einer Stunde schrieb BVBTom:

@Alanza wau, da hast du ja Trainer erwischt....... sorry, rate eigentlich dazu, aber runter drücken und Luft abschneiden..... ich kommentiere es mal nicht, was ein nonsens.

 

Ich denke du bist auch nicht ruhig in der Szene, der Hund dreht auf, du wirst genervt, die Spirale dreht sich dann hoch.

 

Ist er geistig ausgelastet, Suchspiele, evtl. apportieren und Nasenarbeit.

 

Was macht er, wenn du ganz ruhig stehen bleibst und wenn er springen möchte, du dich weg drehst, wird er dann noch hibbeliger oder wird er irgendwabb ruhiger.

 

Grundsätzlich, alles was mit fest halten, drücken, ziehen oder was auch immer so empfohlen wird, ist nicht zu empfehlen.

Such die nette und colle Begeleiter, sowohl Hunde als auch Hundehalter, die Ruhe ausstrahlen und worasn sich dein Hund orientieren kann. In dem Alter testet er halt auch viel aus.

 

Woher kommst du? Evtl. kann dir hier auch einer direkt mal helfen.

 

 

Vielen Dank für deine Antwort! 

 

Ja, das mit dem Trainer war eine absolute Katastrophe...

 

Ich versuche ruhig zu bleiben, wirklich aber natürlich schaffe ich das nicht immer. Vor allem, wenn er mich um 3 Uhr morgens wach macht, ich mit ihm Pipi machen gehe und er mir danach gleich in die Schuhe beißt. Da würde ich ihn am liebsten 10 Meter weiter treten. Was ich natürlich nicht mache.

 

Geistig ist er ausgelastet, denke ich zumindest. Wir machen 1 mal die Woche Mantrailing (meistens) und andere Kopfsachen. Momentan Antigiftködertraining, Schnüffelspiele usw. dabei schau ich das es ausgewogen ist. Mindestens 1 Tag in der Woche ist Ruhetag. Ansonsten insgesamt über den Tag verteilt 1 - 1 1/2 Stunden Gassi. Je nachdem was die Woche auf dem Programm steht, ist mal weniger, mal mehr angesagt bzw. nur stupide Spazieren gehen oder auch mal was suchen, Tricks, Übungen.  1-2 die Woche mach ich "Gymnastik" mit ihm für je 10 Minuten. Das macht ihm recht Spaß und tut seinen Muskeln gut + macht müde. 

 

Wenn ich nur stehen bleibe, macht er einfach weiter. Zieht an meinen Schuhen, brummt, beißt mir löcher in die Jacke usw. spätestens wenn er mich blöde erwischt reagier ich dann natürlich, weil es auch weh tut.  

 

Nette, coole Begleiter ist so eine Sache, ich kenne leider keinen, der darauf passt. Er darf öfter mal mit den Hunden der Trainerin spielen. Aber das geht nur 2 mal im Monat. Die Hündin mit der er noch regelmäßig spielt, ist zwar ruhig aber lässt sich alles gefallen. Wirklich alles. Da muss ich dann immer dazwischen gehen und sagen es reicht. 

 

Die anderen puschen ihn immer extrem auf, egal was ich sage... 

 

Ich komm aus Oberösterreich, Linz. 

 

vor 8 Minuten schrieb Annali:


@BVBTom Wobei ich diesen Ansatz nicht verkehrt finde. Aber der Trainer mit dem „runterdrücken...“ schlimm!

 

Zunächst einmal: Du hast einen pubertierenden Junghund - die drehen schnell mal auf. Und dann auch noch eine hochintelligente „Arbeitsrasse“. Border Collies wollen beschäftigt werden, sie sind eigenständige Problemlöser, könne also auch gut mal „um die Ecke denken“ und kombinieren.
 

Meine Tipps wären:

 

1. Entspann dich erstmal. Ein pubertierender und zugleich intelligenter junger Rüde muss am Rad drehen, das ist derzeit quasi seine Kernkompetenz. Nimm das ganze mit Humor. Und lass dich nicht von merkwürdigen Erwartungshaltungen irgendwelcher Gruppen („Hängt hinterher“) beeinflussen - so ein Quatsch. Je lockerer und entspannter du bist, desto größer sind schonmal die Chancen, dass dein Hund entspannen kann.

2. Gib ihm spielerische Aufgaben, sprich „Gib deinem kleinen Chaoten was anderes zu tun“, also Alternativverhalten. Idealerweise erkennst du frühzeitig, dass gleich wieder ein kleiner abraster kommt und gibst ihm direkt was anderes zu tun. Finde heraus, was ihm Spaß macht und wofür er sich begeistern lässt, z.B. Spuren verfolgen, Apportieren, Parcours laufen, Tricks lernen,...

 

Der Ansatz ist so an sich auch nicht schlecht. Er wirft sich dann nur immer hin und dreht sich wie ein Krokodil.  

 

Ich versuche es mit Humor zu nehmen, ist aber oft schwer. 

 

Wir arbeiten viel mit Alternativverhalten, vor allem am Anfang, als er jedem Bewegungsreflex hinterher wollte. Ich werde das später mein Gassi gehen, gleich mal ausprobieren ob er sich einigermaßen ablenken lässt. 

 

 

Euch beiden vielen Dank für die antworten.  

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Wie beschäftigst du ihn denn auf den Spaziergängen und zu Hause? Für BC empfehle ich gerne den Versuch sie mit Treibball ein bisschen zu beschäftigen. 

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Unser Zweiter ist grad 6,5 Monate alt und wenn ich 1 Mal pro Woche das mache was du 6 Mal pro Woche machst, merke ich das noch zwei Tage später an etwas impulsiveren Verhalten. Also du machst vielleicht zu viel. Unser durchschnittlicher Tag sieht zur Zeit in etwa so aus: 15 Minuten Gassi an der Leine, 7 Minuten Spiel auf der Wiese, 7 Minuten Training und 7 Minuten Futtersuche. 

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vor 3 Stunden schrieb Alanza:

Wir sind auch bei einer sehr netten und kompetenten Trainerin. Sie meinte und zeigte es mir, weil er eben momentan gerne schnell aufdreht und dasselbe Verhalten an den Tag legt, wie ich handeln soll. Hinten am Geschirr halten und eben nicht beißen lassen, warten bis er ruhig wird und dann loslassen, etwas verlangen wie "Sitz", dann loben.  Nur, er hört einfach nicht auf. 

 

Finde ich wirklich keinen guten Ansatz, das ist körperliches Einwirken und Gewalt, ein "den Hund zur Ruhe zwingen" wollen. Ich würd da auch nicht aufhören und mich wehren.

 

vor 19 Minuten schrieb HansMueller:

Unser Zweiter ist grad 6,5 Monate alt und wenn ich 1 Mal pro Woche das mache was du 6 Mal pro Woche machst, merke ich das noch zwei Tage später an etwas impulsiveren Verhalten. Also du machst vielleicht zu viel. Unser durchschnittlicher Tag sieht zur Zeit in etwa so aus: 15 Minuten Gassi an der Leine, 7 Minuten Spiel auf der Wiese, 7 Minuten Training und 7 Minuten Futtersuche. 

 

Find ich sehr wenig, daß ist ja nichtmal eine Stunde Beschäftigung mit dem Hund. Ich find auch 1-11/2 Stunden Gassi am Tag recht wenig, klingt ein wenig danach als könnte es zu viel festes Programm und zu wenig Freizeit für den Hund sein.

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vor 3 Stunden schrieb Alanza:

Wir sind generell ein wenig im Trainingsrückstand,

 

Oh, gibt es da eine Norm? Welche EN ist das? 😆

 

(Sorry, konnte gerade nicht widerstehen. Lass Dir bloß nicht so einen Blödsinn erzählen!)

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vor einer Stunde schrieb Eifelkater:

Wie beschäftigst du ihn denn auf den Spaziergängen und zu Hause? Für BC empfehle ich gerne den Versuch sie mit Treibball ein bisschen zu beschäftigen. 

 

Wenn wir recht wenig Programm hatten, dann mit Suchspielen, Übungen ( zurzeit Freiablage, Target), ich verstecke Wurst an Bäumen, lass ihn über Baumstämme drüber laufen, Slalom, was mir so gerade zur Verfügung steht und passt. 

 

Zuhause ist eigentlich ruhe angesagt, allerdings machen wir die Gymnastik oft drinnen und auch Tricksen. Gerade bin ich dran ihm beizubringen Socken auszuziehen. Oder er darf mal an seinen Schnüffelteppich. 

 

Treibball hatte ich mich schon mal erkundigt, aber ich habe niemanden der das in der nähe anbietet. Jetzt probieren wir mal Longieren, mal sehen obs uns Spaß macht.

 

vor 56 Minuten schrieb HansMueller:

Unser Zweiter ist grad 6,5 Monate alt und wenn ich 1 Mal pro Woche das mache was du 6 Mal pro Woche machst, merke ich das noch zwei Tage später an etwas impulsiveren Verhalten. Also du machst vielleicht zu viel. Unser durchschnittlicher Tag sieht zur Zeit in etwa so aus: 15 Minuten Gassi an der Leine, 7 Minuten Spiel auf der Wiese, 7 Minuten Training und 7 Minuten Futtersuche. 

 

Wenn ich so wenig mache, explodiert er mir. Wir hatten vor Wochen weniger Programm und da ist er mir nur am Rad gedreht, jetzt schläft er entspannt daheim und ist generell und in den meisten Fällen angenehm ruhig. Ist Aufnahme fähiger und nicht hibbelig sondern nur motiviert. 

 

Ich mache ehrlich gesagt auch nicht soooo viel mit ihm. Muss ja auch arbeiten usw. 1 mal in der Woche eben Trailing, 1 Schnüffelspaß oder Antigiftköder bzw. beides. Das wars und ansonsten immer mal wieder einige Übungen über den Tag verteilt und den 1 Tag gar nichts. Kann auch mal sein das zwei Wochen gar keine Termine sind und wir nur daheim bzw. die Spaziergänge interessanter gestallten. 

 

vor 36 Minuten schrieb Zurimor:

 

Finde ich wirklich keinen guten Ansatz, das ist körperliches Einwirken und Gewalt, ein "den Hund zur Ruhe zwingen" wollen. Ich würd da auch nicht aufhören und mich wehren.

 

Nun, wenn du einen anderen Ansatz hast, nur her damit. Ich bin für jeden Gewaltfreien neuen Ansatz dankbar. Beißen, wie es ihm gefällt, lasse ich mich allerdings nicht. 

 

vor 36 Minuten schrieb Zurimor:

Ich find auch 1-11/2 Stunden Gassi am Tag recht wenig, klingt ein wenig danach als könnte es zu viel festes Programm und zu wenig Freizeit für den Hund sein.

 

Wenn ich jetzt mehr wie 1 - 1 1/2 Gassi gehe, kommt er mir nicht zur ruhe und verlangt immer mehr. Wenn wir wenig Programm hatten, gehen wir auch mal mehr aber das ist die Ausnahme. Was anderes ist es, wenn er älter ist, da gibts dann Ausflüge, Wochenenden, Urlaub usw. 

 

Das "Programm" ist spielerisch aufgebaut. Er kann nicht gut mit Druck umgehen, da macht er dicht. Also läuft alles recht entspannt ab. Es mag sich alles sehr strukturiert anhören, was es auch ist aber ich tue mir mit festen Zeiten einfacher. 

 

vor 22 Minuten schrieb KuK:

 

Oh, gibt es da eine Norm? Welche EN ist das? 😆

 

(Sorry, konnte gerade nicht widerstehen. Lass Dir bloß nicht so einen Blödsinn erzählen!)

 

Ich wusste das bis dato auch noch nicht :) Dachte eigentlich das mein Monster sein Leben lang Zeit hat Sachen zu lernen aber anscheinend gibt es für 'Fuß' und 'Sitz' eine Deadline. :D 

 

 

 

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vor 1 Stunde schrieb Alanza:

Nun, wenn du einen anderen Ansatz hast, nur her damit. Ich bin für jeden Gewaltfreien neuen Ansatz dankbar. Beißen, wie es ihm gefällt, lasse ich mich allerdings nicht. 

 

Stell dir mal vor, du möchtest jemandem was mitteilen und wirst körperlich daran gehindert. Würdest dann einfach ruhig sein? Ich finde der Hund ist da vollkommen im Recht sich dagegen zu wehren. Mich wundert's auch nicht, daß er, wenn er mal ruhig war danach weiter macht, an den Gründen für sein Verhalten hat sich ja nichts geändert, er wurde nur körperlich daran gehindert.

Zunächst einmal ist dein Hund 7 Monate alt und es ist völlig normal, daß sie in dem Alter mal überdrehen. Und meinen Ansatz wirst du wahrscheinlich nicht hören wollen.

 

Zitat

Mein Problem ist folgendes, jedesmal wenn ihm beim Gassi gehen etwas nicht in den Kragen passt, versucht er mich zu korrigieren, indem er an mir hoch springt und mir in die Schuhe beißt, wahlweise auch beides nacheinander. Vermehrt wenn ich den Heimweg antrete und er merkt, jetzt gehts nach Hause oder er jemanden sieht, den er mag und ich einfach weiter gehe, weil ich gerade auch keine Lust habe mit den Leuten zu reden oder er jetzt da eben einfach nicht hin soll. 

 

Mein Hund durfte in dem Alter zu anderen Hunden einfach hin, wenn nichts dagegen sprach. Wir haben da auch durchaus mal 10 Minuten gewartet, bis der Hund, der da am Horizont zu sehen war, mal vorbei kam. Wenn's jemand war, den sie mag, dann sowieso. In Arme beißen hatte sie auch drauf, ich hab ihr den Arm hingehalten und ins Maul geschoben anstatt ihn wegzuziehen. Gab ein paar Blessuren, dafür aber auch keinen Kampf mehr, denn sie durfte, was sie wollte, wenn's zu fest war gab's eben ein "Vorsichtig", funktioniert bis heute recht gut. Als Arm erlaubt war, kam der Ellbogen dran, gleiches Prinzip, einfach hinhalten. Sie hat dadurch gelernt, sie wird ernst genommen mit dem was sie will. Wenn sie heute mit sowas anfängt und ich keine Lust hab, kann ich ihr einfach "runter" oder "unten bleiben" sagen. Oder es wird einfach mal 'ne Runde gebalgt, kleinere Blessuren gehören für mich durchaus dazu wenn man mit Hunden interagiert, ist ja in der Regel auch keine Absicht vom Hund, sondern passiert halt schnell mal. Bei uns gilt das Prinzip ich tu was für dich, dafür tust du auch mal, was ich von dir will. Ist wohl eine Einstellungssache, die man auch so leben muß.

Madame kennt übrigens bis heute, mittlerweile gut 2 Jahre alt, kein "Nein" oder "Aus", ist ganz lustig, wenn fremde Leute ihr das an den Kopf schmeißen und sie gar nicht weiß, was die von ihr wollen. Sie kennt die Kommandos, die wir im Alltag brauchen und versteht so etliche Wörter, etwa "Käse" oder "Leberwurstbrot". ;)

 

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