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Hundeforum Der Hund
Zurimor

Zughundesport - Bremsen im Notfall

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Mich würde mal interessieren, wie andere das Thema sehen. Ich würde ehrlich gesagt im Notfall nicht so heftig bremsen, daß ich Suhnas Gesundheit gefährde. Würde etwa ein Bremsen von 30 auf Null in <0,2 Sekunden ausschließen. Wenn ich deswegen dann einen anderen Hund anfahre tut mir das leid, ist aber nicht zu ändern, da ist mir Suhna dann doch näher als ein fremder Hund.

Würden andere die Gesundheit ihres Hundes gefährden, um andere vor Schaden zu bewahren?

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Mh wie schnell wirst du denn? Ich hätte Suhna jetzt auch eher als gemütliche Dauerläuferin eingeschätzt. Da sollte es mit dem richtigen Ruckdämpfer absolut kein Thema sein komplett runter zu bremsen. Ist das eine theoretische Situation? Man sollte halt eh so vorausschauend fahren dass es eigentlich gar nicht zu so einer Situation kommen muss. Richtig Gas geben kann man wenn keiner auf der Strecke ist. 

Es ist halt wie überall wo viele Interessen auf einmal sind, alle denken mit und so hat jeder Spaß an seiner Freizeitaktivität

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vor 8 Minuten schrieb Zurimor:

Wenn ich deswegen dann einen anderen Hund anfahre tut mir das leid, ist aber nicht zu ändern, da ist mir Suhna dann doch näher als ein fremder Hund.

Das finde ich schon ein starkes Stück, schließlich bist Du der, der hier andere gefährdet :huh:
Sollte ein Reiter das auch so machen und Dich und Deinen Hund über den Haufen reiten, weil ihr zufällig den selben Weg habt und der gerne gallopieren möchte?

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Also wirkliches Notfallbremsen wäre für mich eine instintive/intuitive Handlung - ohne groß nachzudenken. Ich glaube, da ist es natürlich dass man den eigenen Hund bzw. in diesem Fall sogar sich selbst schützt. Ich habe mal irgendeine Studie gelesen über Autofahrer, das lief darauf hinaus, dass ein Fahrer im absoluten Notfall, also dann wenn man nur noch reagiert, automatisch so lenkt, dass der eigene (Fahrer-)Platz sichersten ist. Darum ist auf der Rücksitzbank der Platz hinter dem Fahrer auch statistisch der sicherere. 

 

Zughundesport mache ich nun nicht, aber z.B. als Fahrradfahrer oder auch als Jogger gilt für mich das gleiche wie als Autofahrer: Vorausschauend fahren und gegenseitige Rücksichtnahme. Und (von meinem Fahrlehrer seinerzeit echt gepredigt): Immer mit dem Unvermögen anderer rechnen. Soll heißen: Ich würde immer versuchen eine Notfallsituation zu vermeiden. Das gilt für andere "Verkehrsteilnehmer" (also auch Fußgänger) und es gilt insbesondere für diejenigen, die naturgemäß mal unverschuldet unberechenbar handeln - damit meine ich Kinder und Tiere. Ich würde also - soweit möglich - frühzeitig Tempo rausnehmen, so unterwegs sein, dass mir ein Bremsen immer noch so möglich ist, dass niemand zu schaden kommt - ich nicht, mein Hund nicht und auch ein fremder Hund nicht. Das kann man natürlich nicht immer gewährleisten, aber Notfall ist für mich nur, wenn ein geplantes Handeln nicht mehr möglich ist, sondern ich nur noch reagiere. Und da ist es dann so wie es ist, da kann ich nicht anders als das irgendwer zu schaden kommt. Aber das könnte ich nicht "vorher planen" - würde ich auch gar nicht wollen.

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Ich würde jetzt generell (vielleicht da ich ursrpünglich aus dem Reitsport komme) immer so fahren, dass ich Rücksicht auf andere nehmen kann und möglichst keinen gefährde. Wenn man mit einer Kutsche in jemanden/etwas reinfährt sind in der Regel alle Beteiligten gefährdet (auch man selbst und das eigene Pferd..).

 

Und ich kenne mich mit Zughundesport ja so gar nicht aus, aber würde ein Hund, der gerade zieht, nicht trotzdem schon aus Eigeninitiative auf andere Hunde reagieren?

 

Wir haben hier im Wald eine, die mit einem Dogscooter unterwegs ist und die bremst immer schon runter und fährt langsam, wenn sie andere Hunde oder Menschen sieht. So wäre mein angestrebtes Handeln. Es gar nicht erst zu einer Notbremsung kommen lassen. 

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vor 16 Minuten schrieb benno0815:

Das finde ich schon ein starkes Stück, schließlich bist Du der, der hier andere gefährdet :huh:
Sollte ein Reiter das auch so machen und Dich und Deinen Hund über den Haufen reiten, weil ihr zufällig den selben Weg habt und der gerne gallopieren möchte?

Was bitte soll man machen, wenn einem plötzlich ein Hund vors Rad springt, weil der zu Suhna will? Da sind nur 2,5m Platz, so schnell kann man im Ernstfall doch

kaum reagieren ohne die Gesundheit des eigenen Hundes zu gefährden.

 

@sampower Ja, ist eine theoretische Frage. Madame kann, vor allem wenn's grad los geht, schon flott unterwegs sein. Vermutlich fehlt ihr da auch noch die Erfahrung von wegen Krafteinteilung. ;)

Ist mir allerdings auch schon zweimal passiert bei bisher vielleicht 6 Ausfahrten, daß mir ein Hund direkt vors Rad springt, einmal beim Seminar ohne jede Erfahrung, da kam uns ein älterer Herr mit größerem Hund an der Leine entgegen, etliche Meter hinter dem tippelte dann ein kleiner Hund am Wegrand entlang, kaum zu sehen und rannte dann aber zu Madame hin und mir vors Rad (wäre übrigens so ein Beispiel, wo man schlecht vorausschauend handeln kann, was man nicht sieht, auf das kann man auch nicht reagieren). Und heute mit den zwei Hundehaltern, die uns schon von Weitem haben ankommen sehen, sich aber nicht um den Hund gekümmert haben, der mir dann vors Rad sprang. Fand ich dann doch recht ärgerlich.

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Dann halte am besten einfach an wenn du siehst dass der Hund nicht ran genommen wird. Es schadet nicht dass Suhna zwischendurch stoppen kann, auch wenn sie weiter möchte. Lernt man auch auf den Better-Mushing Seminaren. Und du umgehst das Problem dass du abrupt abbremsen müsstest.

Ja, eigentlich wäre es nett wenn die Leute ihre Hunde unter Kontrolle haben, aber da änderst du nichts dran. Also das Beste draus machen.

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vor 1 Minute schrieb Zurimor:

Und heute mit den zwei Hundehaltern, die uns schon von Weitem haben ankommen sehen, sich aber nicht um den Hund gekümmert haben, der mir dann vors Rad sprang. Fand ich dann doch recht ärgerlich.


Das meine ich mit „Mit dem Unvermögen anderer rechnen“ - wenn die dich schon von weitem haben kommen sehen, dann hast du sie auch gesehen. Und damit ist für mich die Verantwortung auch wieder ein Stück weit bei dir - allein weil du in dieser Konstellation „der Stärkere“ bist. 

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Auch wenn es außerhalb des Straßenverkehrs stattfindet, kann man wohl die Grundregel der StVO auch hier voraussetzen:

 

Zitat

§ 1 Grundregeln
(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.

(2) Wer am Verkehr teilnimmt, hat sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder, mehr als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

  • ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht
  • sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet [...]

Nur bei "Behinderung" oder "Belästigung" gibt es geringe Zugeständnisse.

 

 

Zitat

§ 3 Geschwindigkeit
(1) Wer ein Fahrzeug führt, darf nur so schnell fahren, dass das Fahrzeug ständig beherrscht wird. Die Geschwindigkeit ist insbesondere den [...] Sicht- und Wetterverhältnissen sowie den persönlichen Fähigkeiten [...] anzupassen. [...] Es darf nur so schnell gefahren werden, dass innerhalb der übersehbaren Strecke gehalten werden kann. [...]

(2a) Wer ein Fahrzeug führt, muss sich gegenüber Kindern, hilfsbedürftigen und älteren Menschen, insbesondere durch Verminderung der Fahrgeschwindigkeit und durch Bremsbereitschaft, so verhalten, dass eine Gefährdung dieser Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist.

 

  • nur so schnell [...], dass das Fahrzeug ständig beherrscht wird
  • nur so schnell [...], dass innerhalb der übersehbaren Strecke gehalten werden kann

Der "Notfall" kann also eigentlich gar nicht eintreten, denn es heißt lange vorher: Tempo verringern.

Ja, "Rücksicht" heißt oft auch "Verzicht". Das macht aber nichts, denn man erwartet das ja auch von den Mitmenschen, basiert also auf Gegenseitigkeit.

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@Annali Öhm, ich hab den Hund nur deshalb nicht über den Haufen gefahren, weil ich damit gerechnet habe. Aber man muß es doch auch gar nicht erst dazu kommen lassen,wäre ja zeit genug gewesen mal den Hund ran zu holen und im Zweifelsfall anzuleinen.

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