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Hundeforum Der Hund
Zurimor

Zughundesport - Bremsen im Notfall

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vor 3 Minuten schrieb Zurimor:

Komisch, ich meine mich zu erinnern, daß du schon öfter erwähnt hat, daß Hundehalter ihre Hunde bei sich halten sollten und nicht einfach zu anderen Hunden hinrennen lassen sollten. Für Hunde, die vor einen Dogscooter gespannt sind, gilt das dann plötzlich nicht mehr? Recht seltsame Einstellung.

Doch, das gilt. Natürlich. Aber dein Handeln ist unabhängig von der Recht- bzw. Schuldfrage. 

 

Gilt für normale Hundebegegnungen ja auch. Klar bin ich im Recht, wenn jemand ohne Absprache seinen Hund zu uns laufen lässt und Leinenzwang herrscht. Kann ich negative Folgen verhindern, sollte ich das dennoch tun. 

 

Heißt für mich: Rennt euch ein Hund rein, solltest du so gut wie möglich verhindern, dass ein Wesen zu Schaden kommt. 

Ist eine Vollbremsung nicht in jedem Fall sinnvoll, frag ich mich gerade?

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vor 8 Minuten schrieb Zurimor:

 

Komisch, ich meine mich zu erinnern, daß du schon öfter erwähnt hat, daß Hundehalter ihre Hunde bei sich halten sollten und nicht einfach zu anderen Hunden hinrennen lassen sollten. Für Hunde, die vor einen Dogscooter gespannt sind, gilt das dann plötzlich nicht mehr? Recht seltsame Einstellung.

 

Selbstverständlich bin ich dafür, dass andere das tun, sie tun es aber nicht und wenn ich mir das tausendmal wünsche 😉
Das gibt mir aber doch nicht das Recht, den Hund zu verletzten, was kann der für die Dummheit seiner Menschen?

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vor 12 Minuten schrieb Freefalling:

Ist eine Vollbremsung nicht in jedem Fall sinnvoll, frag ich mich gerade?

 

Ich denke nicht, denn der Hund vorm Scooter wird ja auch gebremst. Und wenn der sich gerade abdrücken will, vielleicht noch den Rücken gebogen hat, kann das vermutlich zu üblen Verletzungen führen, wenn der Hund in seinem Bewegungsablauf blockiert wird. Ich denke, daß dieses Thema bisher auch weitgehend übersehen wurde.

Ganz ehrlich, ich würde nicht Suhnas Gesundheit riskieren.

 

vor 25 Minuten schrieb benno0815:

Bei mir in der Umgebung sind auch des öfteren Zughundesportler unterwegs, diese fahren entsprechend vorausschauend und vorsichtig und kämen wohl nie auf die Idee, andere Hundebesitzer dafür anzumaulen, dass ihre Hunde auf sie zulaufen, damit ist immer zu rechnen.
Ich bleibe dabei, es obliegt Deiner Verantwortung, dieses Risiko in Deinem Sport mit einzukalkulieren und ich finde, es ist Dein Job, dass Du mit Deinem Sport niemand anderen gefährdest.

 

Deine Aussage. Warum sollte man nicht auf die Idee kommen, andere Hundehalter anzumaulen, wenn die doch bitte erstmal ihren Hund bei sich behalten sollen? Und erstmal obliegt es doch den Hundehaltern, ihren Hund bei sich zu behalten, bevor es mir obliegt ein Risiko einzukalkulieren. Da verschiebst du schon Verantwortlichkeiten. Ich finde, daß ein Hundehalter verantwortlich ist, dafür zu sorgen, daß sein Hund mir nicht vors Rad laufen kann. Genau so, wie ein Hundehalter dafür verantwortlich ist, daß sein Hund nicht einfach zu etwa einem angeleinten Hund hin rennt.

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vor 10 Minuten schrieb Shyruka:

Je nachdem wer dann "Schuld" hat (abgerissener Karabiner, wäre zum Beispiel nicht meine Schuld), käme dann natürlich noch die Kostenrechnung dazu.

 

Daher ist hier in Schläfrig-Holstein Hundehaftpflichtversicherung Pflicht.

Wegen eines gebrochenen Karabiners oder einer gerissenen Leine oder weil der Hund mir einfach die Leine aus der Hand reißt, können auch Verkehrsunfälle mit erheblichem Sachschaden und sogar schwere Verletzten (Vollbremsung > Airbag > doppelter Handgelenksbruch) entstehen.

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Hast du keinen Panikhaken? Das wäre doch genau die Situation, wo man sowas nutzen könnte.

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vor 2 Minuten schrieb DerOlleHansen:

 

Daher ist hier in Schläfrig-Holstein Hundehaftpflichtversicherung Pflicht.

Wegen eines gebrochenen Karabiners oder einer gerissenen Leine oder weil der Hund mir einfach die Leine aus der Hand reißt, können auch Verkehrsunfälle mit erheblichem Sachschaden und sogar schwere Verletzten (Vollbremsung > Airbag > doppelter Handgelenksbruch) entstehen.

Hier in Niedersachsen ebenso Pflicht. Und würde ich auch ohne Pflicht abschließen.Trotzdem müsste dann ja geklärt werden, welche Versicherung nun zahlt. Aber das ist ein anderes Thema.

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Ich scooter/bike ja selbst noch nicht lang und uns fehlt Routine. Aber ich kann mal schildern wie ich es handhabe:

- langsamer werden sobald ein "Hindernis"kommt; das kann ein entgegen kommender Radfahrer, Fußgänger oder Hund sein

- sehe ich das ein Hundehalter extra Rücksicht nimmt und seinen Hund zur Seite holt und an sehr kurzer Leine hält, dann Bremse ich weniger runter und bedanke mich (so mache ich es im übrigen auch aus der anderen Sicht, sprich wenn ich zu Fuß unterwegs bin und mir kommt nen Gespann entgegen oder überholt mich)

- kommt mir ein desinteressierter Hundehalter samt Hund entgegen, dann bremse ich stark runter, da ich dann immer damit rechne das der entgegen kommende Hund eben nicht desinteressiert ist oder auch meiner spontan auf die Idee kommen könnte das "weiter" zu ignorieren und mal gucken zu gehen (läufige Hündin, drohender Rüde würde das Gegenteil bewirken und ich muss mich auf nen Stop einstellen wegen Deeskalieren meines Rüden)

- Stop ist das wichtigste Kommando, dann stellt sich der Hund aufs bremsen ein und wird nicht komplett überrascht

- mein Hund kennt auch "Vorsicht" als Hinweis darauf das er aufmerksamer sein soll um ggf. selbst zu reagieren

- grundsätzlich halte ich lieber einmal mehr an als unnötiges Risiko einzugehen

- Sprint nur da wo es übersichtlich ist und keine Hindernisse/Gefahren zu erwarten sind (dazu zählt auch Wild, da reicht auch ein kurzer Schreckreiz ohne Jagdabsicht)

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vor 14 Minuten schrieb Freefalling:

Hast du keinen Panikhaken? Das wäre doch genau die Situation, wo man sowas nutzen könnte.

Wäre in der Situation nutzlos, ich müßte ja bremsen und gleichzeitig den Haken betätigen, hab aber nur zwei Hände für drei Dinge.

 

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vor 1 Minute schrieb Zurimor:

Wäre in der Situation nutzlos, ich müßte ja bremsen und gleichzeitig den Haken betätigen.

 

 Panikhaken aus dem Reitsport lösen sich durch einen Ruck automatisch (eigentlich sollen sie das nicht, aber sie tun es). Die muss man oft ersetzen, weil sie spätestens nach ein paar Jahren eine Tendenz zum Expodieren entwickeln, aber sonst sind die sehr hilfreich. 

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Panikhaken  - ich meine die oben abgebildeten.

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vor 19 Minuten schrieb Zurimor:

Dir ist dein Hund vermutlich auch näher als ein fremder Hund.

 

Na klar, darum schütze ich ihn auch vor Schaden an ihm und vor Schaden, den er anrichten könnte. In der Praxis bedeutet das, dass ich für jeden Weg mindestens 20% mehr Zeit einplane, weil ich am Wegrand stehenbleibe und warte, bis andere Hunde, kleine Kinder, Erwachsenen, die einen verunsicherten Eindruck machen, ... vorbeigegangen sind. Sind wir mit dem Rad unterwegs (geht nur ohne Leine - also auch nur dort, wo es ohne Leine geht), halte ich bei jeder Begegnung mit einem anderen Rad am Wegesrand, denn mein Hund neigt dazu, Anderen vor's Rad zu laufen.

Zügiges Vorankommen ist so nicht wirklich möglich. Stört mich aber nicht, ist eben so mit diesem Hund.

Soll/muss es schnell gehen, kommt er eben in den Korb am Rad. Hätte ich einen größeren Hund, der sich ebenso verhält, hätte ich einen Anhänger für's Rad.

 

Hätte ich einen Hund, der sich für Zugsport eignet, würde ich die gleiche Vorsicht walten lassen und lieber vor jeder unübersichtlichen Stelle auf Schritt-Tempo runterbremsen - auch wenn es weniger Spaß macht. Vor Menschen, Hunden und Wildtieren, die "plötzlich aus dem Gebüsch springen" (alles schon erlebt) ist niemand sicher - und dann übernehmen eben (wie schon oben geschrieben) Hormone und Instinkte das Handeln.

 

Wenn noch Zeit zum Überlegen ist, ob man den eigenen oder den fremden Hund gefährdet, dann ist auch Zeit zum Bremsen.

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