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Hundeforum Der Hund
KleinEmma

Doku ARD über Qualzuchten

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Ich habe vor 2-3 Jahren mal einen Bericht gesehen, bei dem der Züchter von (ich meine es waren) Englischen Bulldoggen verzweifelt versucht hat wieder normalere und gesündere Formen in den Hund zu bekommen. Um das zu erreichen hat er versucht mit dem Rassezuchtverein für Englische Bulldoggen auf einen Nenner zu kommen. Er wollte, wie in dem Beitrag bei den Möpsen, eine gesunde , langnasige, sportliche Rasse einkreuzen um dann auf die Dauer den alten schlag der Bulldogge wieder zu erreichen. Diese Hunde hatten Schnautzen und waren beweglich. Der wurde schwer bedroht und beschimpft. Das wollte kein Züchter hören. Die wurden hoch aggressiv. Letztendlich ist er aus dem VDH ausgetreten und hat angefangen seine Hunde eben ohne Papiere, aber dafür gesund zu züchten. Er meinte, die Rasse an sich würde er einfach lieben, aber nicht um diesen Preis.

 

Verrückt, daß Menschen, die angeblich ihre Hunde lieben, völlig uneinsichtig sind, obwohl bei den meisten Rassen jeder Laie sieht wie es den Tieren geht. Und noch verrückter, dass diese Menschen zum Teil sogar so agressiv werden, dass sie Andere bedrohen, nur weil sie versuchen im Sinne der Tiere etwas zu verbessern. :wall:

 

(Der Bericht ist schon lange her. Wenn Jemand den auch gesehen hat, und ich nicht alles ganz korrekt wieder gegeben haben sollte, korrigiert mich gerne :))

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Es gibt viele gute Gründe, aus dem VDH auszutreten. Das ist einer davon. Ich kenne das in live und in Farbe, nicht nur aus dem TV. Fusselchen ist ein Versuch, mit importierten Hunden wieder gesündere, beweglichere, anatomisch korrekte Huskies in Deutschland zu etablieren. Der Versuch ist gescheitert, die Züchterin wurde im Laufe der Jahre immer wieder mit übelsten Schmutzkampagnen konfrontiert (ist vielleicht auch nicht die einfachste Person, aber ich kann vieles von dem, was sie sagt sehr gut nachvollziehen!). Das Ende vom Lied war (Kurzfassung), dass Fussels ganzer Wurf wegen persönlicher Befindlichkeiten keine Papiere bekam und blieb fast geschlossen bei der Züchterin (neben Fussel wurde nur eine Hündin noch in Europa verkauft, die nachträglich FCI-Papiere bekam und zwei der Welpen gingen später zurück zum Partner-Kennel in den USA - die restlichen vier blieben da, weil sie keine Lust hatte, die ohne Papiere zum Dumpingpreis zu verkaufen). Das alles aus keinem anderen Grund, als dass man sich auf irgendeiner persönlichen Ebene in dem Zuchtverein nicht einig war. An den Hunden war wirklich null auszusetzen, die Eltern haben Zuchtzulassungen und z.T. Titel. Solange sich an diesem System nichts ändert, wird es beim VDH auch keine gesünderen Hunde geben.

Ich kann natürlich nicht für alle angeschlossenen Zuchtvereine sprechen, aber ich weiß zumindest, dass in einigen Bereichen beim VDH mehr Schein als Sein ist, auch bei den Rassen, die einem nicht sofort bei "Qualzucht" einfallen.

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@Ivy Ohne offizielle Zuchtpapiere von irgendeinem anerkannten Verband gehört der Hund nicht zur Rasse xy, oder verstehe ich das falsch? Das heißt, die Hunde wären so viel wert wie Mischlinge? Gibt es Aktivitäten, die den Huskies dann verschlossen wären? Schlittenhunderennen z.B.? Wieso züchtet kaum jemand ganz ohne Papiere? @Kibu hat ein Beispiel dafür genannt.

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@Laikas Ja, so ist es. Es gibt inzwischen viele Rennen, auf denen auch Nordische ohne Papiere zugelassen sind, die fahren dann aber in einer extra Klasse. U.a. ein Grund, warum ich unbedingt für Fussel auch noch nachträglich Papier beantragt habe (über viele Hürden geht das, sofern die Abstammung dokumentiert ist) - hier in meiner Gegend treibt sich in besagter Klasse jemand herum, mit dessen Hunden ich nie und nimmer auf dem Trail zusammentreffen will. Die beißen wie bekloppt um sich und der Besitzer findet das auch noch toll.

Es gibt auch noch ein paar Rennen, wo wirklich nur Hunde mit Papier zugelassen sind. Man macht das der Vergleichbarkeit wegen - wenn man Sibse und Alaskaner gegeneinander antreten lässt, die unter Umständen auch mal relativ sibirisch aussehen können, aber anatomisch doch recht unterschiedlich sind und einen anderen Stoffwechsel haben - kann man die Rennergebnisse nicht vergleichen. Und was bei Hunden ohne Papier mal mitgemischt hat (könnte eben z.B. auch Alaksaner sein), weiß ja niemand. Ich finde das ok und auch, dass Züchter ihre Hunde gern bei Rennen testen, ob sie zu dem in der Lage sind, was sie können sollten. Wobei die heimischen Matschrennen eigentlich immer Sprintrennen sind, die mit dem eigentlichen Zuchtziel der Sibirier nicht viel zu tun haben. Wir fahren die ja auch, aber ich sehe das nicht so eng und weiß ja, dass die für sowas eigentlich nicht gezüchtet wurden... Hauptsache, wir kommen heil wieder ins Ziel. Ich hab aber auch keine Zuchtambitionen mit meinen Hunden. Interessant wird es dann bei den Mitteldistanzen. Langdistanz sehe ich eher kritisch - da ist auch wieder zu viel Ehrgeiz im Spiel und ich finde, kein Hund muss wirklich 1000 Meilen laufen können - damit macht man irgendwann auch den gesündesten Hund mit den besten züchterischen Voraussetzungen kaputt. So 200-400 km reichen vollkommen, um zu sehen, ob ein Hund gute Arbeit macht oder nicht. Eine Arbeitsprüfung für Sibirier gibt es meines Wissens nach bei uns in Deutschland nicht, in anderen Ländern aber schon, z.B. in Norwegen.

 

Ich kenne eine gute Züchterin, die ähnliche Ziele verfolgt, wie seinerzeit bei Fussel und Puschel verfolgt wurde und die züchtet - soweit ich weiß - inzwischen seit Jahren ohne VDH-Papier, weil sie auf das ganze Gemauschel keinen Bock mehr hat. Die fährt aber auch so gut wie keine Rennen mehr und wenn doch, dann in solchen Klassen, wo es eh nicht viel Konkurrenz gibt (10 Hunde bis open), da muss man sich dann auch eher selten vor Schnappis auf dem Trail fürchten. Ich habe zumindest den Eindruck, dass die, die große Gespanne fahren, ihre Fifis im Griff haben. Im Gegensatz zu dem Proleten, dem ich versuche mit dem Papier aus dem Weg zu gehen.

Diese Einteilung gibt's übrigens mal wieder nur in unseren Gefilden. Die Amis, mit denen ich so über Hunderennen schreibe, wundern sich immer, was wir für tausend Klassen haben. Natürlich gewinnt da mit seinen Sibiriern auch niemand einen Blumentopf auf Kurzsstreckenrennen, wenn Alaskaner mitlaufen, aber das erwartet auch keiner. Die Zeiten kann man natürlich trotzdem mit den anderen Sibirier-Teams vergleichen (ginge hier selbstverständlich auch, aber ohne Aussicht auf einen Pokal fährt ja hier kaum einer los.. ^^).

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Es ist irgendwie die Frage nach Huhn und Ei.

Jemand der eine Plattnase will kauft halt dann nicht im VDH.

Macht den VDH nicht besser  aber ich glaube tatsächlich verändern wird sich nur  etwas wenn der Konsument sein  Verhalten ändert. 

Wenn man bedenkt das nur 25% im VDH gezüchtet sind....

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vor 5 Minuten schrieb black jack:

Es ist irgendwie die Frage nach Huhn und Ei.

 

Ist der VDH nicht in der Genesis notiert? Ich glaube, Tag 2 oder so. Jedenfalls ziemlich am Anfang. :P 

 

so weit

Maico

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Damit hätten  wir die  Erklärung, ist ja damamls manches nicht  so ganz  ideal gelaufen  😉.

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