Jump to content
Hundeforum Der Hund
Gast

Australian Shepherd anschaffen

Empfohlene Beiträge

Erstmal zu mir:

Ich bin 18, studiere zurzeit und habe meine Eltern nach 10 Jahren überzeugen können, dass ich mir einen Hund anschaffen darf. Ich bin Montags und Dienstags den ganzen Tag zuhause, meine Mutter ist Freitags zuhause. Donnerstags wäre der Hund für ca. 4 Stunden alleine. Jetzt zum Knackpunkt: Mittwochs ist die gesamte Familie im Regelfall für 8 Stunden außer Haus. Geplant ist außerdem, dass der Hund in meinen Semesterferien einziehen soll, damit ich mich zumindest die ersten 6 Wochen ganz dem Hund widmen kann.

Jetzt zur eigentlichen Frage:

Denkt ihr es wäre dennoch möglich einen Aussie zu halten? Ich habe mich über die Jahre sehr viel mit Hunden beschäftigt, einige Bücher gelesen und ich habe verschiedene Pflegehunde die teilweise auch für mehrere Wochen bei mir leben. Ich denke persönlich, dass ich einem Aussie gerecht werden kann und diese Rasse das richtige für mich ist. Ich wollte schon immer einen aktiven und schlauen Hund haben, dem ich die bescheuertsten Tricks beibringen kann und der für Hundesport zu begeistern ist. Ich habe außerdem kein Problem damit auch mal härter durchzugreifen und konsequent zu sein. So gerne ich auch den ganzen Tag mit meinem Hund kuscheln würde, bin ich der Meinung, dass dieser den Menschen stets untergeordnet sein muss und in absolut jedem Zeitpunkt auf den Menschen hören muss. Dennoch wäre er mein Ersthund und ich bin hin und her gerissen, ob ich das alles alleine hinbekommen werde (aufgrund der zahlreichen Horrorstorys im Internet über Aussies).

Zudem interessiert es mich sehr wie viel Beschäftigung der Aussie nun wirklich braucht? Im Internet findet man Angaben von einer bis sechs Stunden am Tag.

Wie sieht bei euch eine typische Woche mit einem Aussie aus?

Was muss man bei einem Welpenkauf beachten?

Wann ist das Wichtigste was man in der Erziehung beachten muss? (Ruhe beibringen, durchgehend Konsequent sein, ...)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo und erstmal Willkommen im Forum,

 

das was du mit dem Hund machen möchtest, kannst du mit vielen Rassen machen. Ich würde den Aussie beiseite schieben, es ist einfach kein Anfängerhund. Die meisten neigen zur Sozialunverträglichkeit und sind kleine A-löcher :D

Das Problem bei Aussies ist meiner Meinung, dass man ihnen unheimlich schnell was beibringen kann. Im Umkehrschluss sind auch ganz schnell Fehler eingeschlichen die sich vielleicht nicht mehr so einfach ausbügeln lassen. Zudem denken die drei Schritte Vorraus.

 

Warum möchtest du einen Welpen? Wäre ein junger Hund aus dem Tierschutz nicht etwas für dich?

 

Zu den 8 Stunden außer Haus- ich finde es zu viel. Ja es ist nur ein Tag, aber gerade dann sollte es ja gut möglich sein ihn irgendwo unter zu bringen der mit ihm raus geht.

 

Und das mit dem unterordnen verwerfe gleich mal wieder. Hunde sind keine Maschinen und keinen bösartigen Tierchen die die Macht ergreifen wollen. Am besten du liest dir mal aktuelle Literatur dazu durch.

Ansonsten denke ich ein aktiver Hund hätte viel Spaß mit dir :)

Bedenke aber dass ein Hund, egal welcher Rasse nicht dauerbeschäftigt werden darf, nur weil er aktiv oder als besonders klug gilt. Eine gute Ausgewogenheit aus Aktion und Ruhe ist hier der richtige Weg.

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@sampower Danke für deine Meinung.

wir hatten uns zunächst nach älteren Hunden im Tierschutz umgeschaut allerdings nichts gefunden. Zudem haben uns alle davon abgeraten, gerade bei so einer sensiblen Rasse. Ein weiterer Vorteil wäre zu dem dass man einen Welpen eben genau so erziehen kann wie man es dann im Alltag braucht (Auto fahren, alleine bleiben, etc.) 

Mit den 8 Stunden: Natürlich kümmern wir uns an diesem Tag darum dass er sich wenigsten einmal entleeren kann und im Zweifelsfall auch um eine Hundebetreuung. 
das mit der Unterordnung kam wahrscheinlich bösartiger rum als ich es meine. Ich wollte damit lediglich deutlich machen dass ich mir über den sturkopf des Aussies im Klaren bin und deswegen konsequent genug sein kann um diesen zu erziehen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ja einen Aussie aus dem Tierschutz würde ich auch nicht nehmen, das ist meistens schon was schief gegangen. Ich dachte aber eher rassenunabhängig.

Ich würde mich mal bei ehrlichen Quellen über den Aussie informieren. Ich will die Rasse gar nicht schlecht reden, aber es sind eben keine einfachen Hunde und damit meine ich nicht dass sie stur sind. Ich habe selbst fünf Jahre eine Aussiehündin gehabt und kann sie einfach nicht als den Anfängerhund empfehlen, als der er gerne beschrieben wird.

Rassebeschreibungen sind meist völlig für den Popo. Nehmen wir mal "meine" Rasse, den Lapinporokoira. In allen Rassebeschreibungen steht dass er bei der Arbeit zum bellen neigt. Dass ist sowas von untertrieben dass man darüber laut lachen muss. Ich kenne keinen Hund der sich lieber reden hört.

Hol dir lieber Meinungen ein die auch was taugen und die neben den positiven Seiten einer Rasse auch ihre Probleme erzählen.

 

Einen erwachsenen Hund kann man genauso erziehen wie einen Welpen, es wird unheimlich unterschätzt wie anpassungsfähig Hunde sind - ihr ganzes Leben lang.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Welpen  kann man aber  auch  prima  Selbstverziehen 😂.

Sie sind  anstrengend und und.....

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Meine Ex-Nachbarn haben auch gesagt, es soll ein Welpe sein, weil man den erziehen kann etc.

Mein Hund ist sicher nicht permanent gehorsam und untergeordnet (etwas, dass ich persönlich aber auch auf keinen Fall haben möchte), aber für den Nachbarshund hat es solange wir dort waren noch immer locker gereicht. Nach dem was ich dort gesehen habe, finde ich persönlich es angenehmer, mit erwachsenen Hunden zu arbeiten. Deshalb würde ich am Ende sagen "Geschmacksache", aber eben nicht, dass es objektiv leichter / angenehmer ist aus einem Welpen einen "vernünftigen" Hund zu machen.

 

Anfängerhund ist ja immer ein heißes Diskussionsthema. Ich persönlich setzte den Australian Sheperd in die Top 3 der Rassen, die ich mir nicht zutraue. Die Mehrheit derer, die ich in Hobbyhänden getroffen habe, war ...schwierig, überdreht, hatte Probleme mit Reizen umzugehen...

 

Meinen Hund würde man vielleicht auch nicht zwingend als Anfängerhund bezeichnen, wenn auch aus völlig anderen Gründen. Aber ich kannte die Rasse, die mit drin ist wirklich sehr gut. Ich hab drei Jahre jeden Tag mit so einem Exemplar verbracht, das kann einem auch kein Buch ersetzen. Gerade bei so einer anspruchsvollen und "einfach zu versauenden" Rasse würde ich, so du denn dabei bleiben möchtest, versuchen so viel Zeit wie mit so vielen verschiedenen Rassevertretern wie möglich zu verbringen. 

 

Das alles natürlich vor dem Hintergrund, dass ich selbst keinen Australian Sheperd habe, das sind nur so meine Gedanken.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@Lique Danke für den Kommentar. Bei meinen Pflegehunden ist auch ein Aussie-Mix dabei daher bin ich erst auf die Rasse gekommen. Ich hab mich einfach so sehr in den Charakter dieser Tiere verliebt, mit all ihren Eigenheiten. Klar ist das nicht der einfachste Hund. Nur ist es wirklich so viel einfacher mit einer anderen Rasse? Die verschiedensten Quellen berichten von Schwierigkeiten wie fehlende Frustrationstoleranz, etc. 
Wenn man sich über all diese Probleme die häufig auftreten und von Beginn an Übungen in der Erziehung einbaut, müsste man das dann nicht hinbekommen? Ich hoffe sehr dass das nicht zu naiv gedacht ist aber der eigene Aussie ist schon sehr sehr lange mein Traum und ich würde jede Minute in ihn investieren um einen ausgeglichenen Hund aus ihm zu machen. Zudem kann man sich ja jederzeit Hilfe holen, beraten lassen, etc. Oder nicht.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich bin (wieder) mal Spielverderberin...

Wollen deine Eltern wirklich einen Hund, oder haben sie einfach den Widerstand aufgegeben?

Ich weiss schon, dass es hier diverse tolle junge Hundehalterinnen gibt, aber ich kenne es eben vor allem so, dass die Eltern den Hund 'erben', weil die jungen Hundehalter dann ausziehen, allein zuwenig Zeit haben, keine Hundeerlaubnis in der WG/Wohnung, der Freund ejne Allergie... hat, ins Ausland gehen.

 

Es stimmt schon, dass ein junger Hund noch keine böse Vorgeschichte hat, und man ihn deshalb allein erziehen kann, allerdings ist man auch für alle Fehler allein verantwortlich, und die macht man, vor allem beim ersten Hund.

Ich habe nicht so Vorbehalte beim Aussie, allerdings sind sie halt wirklich sehr energiegeladen und bestimmt nicht die allereinfachsten Hunde.

 

Wir hatten (ausser Wega) auch immer erwachsene Hunde mit verschiedender Vergangenheit, und am Ende waren alle ähnlich, sehr anpassungsfähig halt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@NebelfreiWie gesagt ich will schon sehr sehr sehr lange einen Hund. Das Problem war immer nur mein Vater. dieser wurde allerdings mittlerweile Gondel gesamten Familie und den Pflegehunden die sowieso täglich ein und aus gehen, überzeugt. Also nein das ist definitiv keine leichtfertige Entscheidung gewesen und meinen Hund würde ich niemals bei meinen Eltern lassen:) der bleibt schön bei mir.

Ja der Aussie ist nicht ganz einfach, dessen bin ich mir bewusst und gerade als Ersthundehalter natürlich immer auf der Suche nach Rat und Tat um diese Hürde bestmöglich zu meistern.
 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 4 Minuten schrieb Laliluuuuu:

@Lique Danke für den Kommentar. Bei meinen Pflegehunden ist auch ein Aussie-Mix dabei daher bin ich erst auf die Rasse gekommen. Ich hab mich einfach so sehr in den Charakter dieser Tiere verliebt, mit all ihren Eigenheiten. Klar ist das nicht der einfachste Hund. Nur ist es wirklich so viel einfacher mit einer anderen Rasse? Die verschiedensten Quellen berichten von Schwierigkeiten wie fehlende Frustrationstoleranz, etc. 

 

 

ich bin großer Hütehund-Fan und hatte zwei Welpen /Junghunde. Einmal so einen polnischen wuscheligen, einmal einen Multimix aus Rumänien. Nach der ersten Hündin haben meine Eltern einen Terrier-Mix aus Griechenland aufgenommen, und während er so seine Macken hat, ist er im Alltag deutlich leichter zu managen. Er ist einfach deutlich berechenbarer, gibt nicht immer 100% (das klingt immer so toll in der Rassebeschreibung, wenn da steht " Die Hunde sind immer bereit, 150% zu geben!" aber es ist ein konstanter Kampf sie auf 80 oder 90 % runter zu fahren) und kommt von sich aus zur Ruhe. 

 

Zitat

Wenn man sich über all diese Probleme die häufig auftreten und von Beginn an Übungen in der Erziehung einbaut, müsste man das dann nicht hinbekommen? Ich hoffe sehr dass das nicht zu naiv gedacht ist aber der eigene Aussie ist schon sehr sehr lange mein Traum und ich würde jede Minute in ihn investieren um einen ausgeglichenen Hund aus ihm zu machen. Zudem kann man sich ja jederzeit Hilfe holen, beraten lassen, etc. Oder nicht.

Unausgeglichenheit und "mentale Instabilität" (um es Mal zu umschreiben) ist nichts, was man mit ein paar gut gemeinten Übungen in der Welpenzeit ab erzieht. Das bleibt. Ich habe den Hund ab und zu ins Büro mitgenommen, und gelegentlich ging das wunderbar. Freundlicher, ruhiger Hund, absolut unauffällig. Aber dann steht beim nächsten Mal der Schreibtisch anders. Oder der Hund hat zwei Stunden vorher eine Katze gesehen. Es nieselt. Der Kollege rührt den Kaffee zu laut um. Und der Hund ist ein Nervenbündel. 

 

Hütehunde sind tolle Hunde, keine Frage. Aber mit dem Bonus der Unverträglichkeit und den typischen Moderasse-Problemen würde ich dir empfehlen, im Tierschutz nach "was ähnliches, aber nicht ganz so" zu suchen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Gast
Dieses Thema wurde für weitere Antworten geschlossen.

  • Das könnte Dich auch interessieren

    • Wie seht Ihr Australian Cattle Dogs??

      Hallo,   ich bin an Hütehunde gewöhnt, und habe sicher eine ganz andere Sicht auf die Hüterassen, als viele andere Hundehalter. Mich inetressiert aber sehr, wie Ihr diese Rassen, besonders die im Moment von mir bevorzugten ACDs seht, be- oder ver-urteilt, einfach das lesen zu können, was Ihr über diese Rasse zu einem Freund sagen würdet.   Vor langer Zeit war ich völlig erstaunt, wie manche Menschen Border Collies gesehen haben, war doch mei

      in Hüte- & Treibhunde

    • Tierheim Gießen: Nana, Miniatur-Australian-Shepherd - eine echte Frohnatur

      Miniatur-Australian-Shepherd Nana kam zusammen mit weiteren Hunden über das Veterinär-Amt zu uns. Obwohl man sagen kann, dass es den Hunden an vielem gemangelt hat, zeigt Nanas aktuelle Körperfülle, dass es bei ihr zumindest kein fehlendes Futter gab. Nana ist eine echte Frohnatur und uns Menschen sehr zugetan. Sie kuschelt für ihr Leben gerne und würde sich sehr über eine eigene Familie freuen. Bei dieser sollte sie dringend weiter abspecken (natürlich langsam). Nana wartet schon gesp

      in Erfolgreiche Vermittlungen

    • Tierheim Gießen: Pongo, Miniatur-Australian-Shepherd  - wurde mit anderen Hunden beschlagnahmt

      Miniatur-Australian-Shepherd Pongo kam zusammen mit weiteren Hunden über das Veterinär-Amt zu uns. Pongo war der ängstlichste der Gruppe. Ganz langsam hat er nun zarte Bande des Vertrauens zu seinen Pflegern geknüpft und seine Freundin Gidget an Mut inzwischen überholt. Vertraute Personen spielt er inzwischen an und ist dann eine echte Frohnatur und liebt es gemeinsam zu kuscheln. Bei Fremden ist er jedoch noch etwas schüchtern und braucht Zeit und gute Worte, um Vertrauen aufzubauen.

      in Hunde suchen ein Zuhause

    • Irgendwie schlechter Ruf von Australian Shepherds :-/

      Also ich habe jetzt eine 6 Monate alte Aussie Hündin, und sie ist mein ganzer Stolz. Für meinen ersten Hund, finde ich ist sie bis jetzt richtig toll gelungen... - bis auf ein paar kleine pubertäre Aussetzer Was mich allerdings manchmal ziemlich aufregt, sind die Reaktionen von manchen Menschen die mir mit Unverständins entgegentreten weil ich mir einen Aussie geholt habe. Es heißt dann immer, "oh mein Gott, wie soll man dem denn gerecht werden", "der braucht ja den ganzen Tag Beschäftigung

      in Hüte- & Treibhunde

    • Größe und Gewicht von euren Australian Shepherd's

      Hallo ihr Lieben Mich würde mal interessieren wie groß und schwer eure Aussie's sind? Diaz ist ca. 57cm (glaube ich ) hoch und wiegt etwa 24kg. Liebe Grüße

      in Hüte- & Treibhunde

×
×
  • Neu erstellen...

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.