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Hundeforum Der Hund
Myrja86

Alleine bleiben - pure Verzweiflung

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Hallo. Ich denke, dieses Thema wird sicher oft besprochen, also entschuldigt, falls es schon einen Thread gibt. 

Meine Hündin Christie ist eine 3-jährige Mischlingsdame aus dem Tierschutz. Sie lebt seit Februar 2018 bei uns. Nur zur Vollständigkeit: Sie ist in etwa eine Mischung aus Husky und Schäferhund. Generell ist sie eher ängstlich, was sich aber nur noch selten zeigt. 

Unser großes Problem ist das Alleine bleiben. Wir haben schon länger daran gearbeitet und fühlen uns noch immer nicht richtig wohl, zumal auch kaum Fortschritte zu erkennen sind. Wenn sie alleine sein soll, liegt sie an der Haustür und fängt nach kurzer Zeit an herumzulaufen und zu jaulen. Also kam die Trainerin auf die Idee, dass sie eingesperrt in ihrer Box (ist ihr Rückzugsort) bleiben soll. Das funktioniert nach nun ca. einem halben Jahr für rund 8:30 Minuten. Vielleicht bin ich auch zu ungeduldig, aber 1. finde ich die Dauer nicht berauschend und 2. gefällt mir der Gedanke nicht, dass sie eingesperrt ist. 

Hat vielleicht jemand noch eine Idee? Sollte ich mal mit ihr zum Tierarzt deswegen (wurde mir geraten, aber weiß nicht so recht, was der daran ändern will)? Helfen Bachblüten oder diese Beruhigungssprays zur Unterstützung?

 

Ich würde mich echt freuen, wenn jemand helfen könnte. 20 Minuten könnten schon helfen, damit ich schnell in den Laden rennen kann, ohne jemanden zum Aufpassen zu finden :)

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Hör bitte auf, deinen Hund in einen Käfig zu sperren. Vor allem, wenn du nicht zuhause bist. Das ist Tierquälerei und die "Trainerin" sollte sich schämen, für so eine Empfehlung Geld zu nehmen. 

 

 

Zum alleine bleiben können dir sicher andere besser helfen, aber das ist einfach keine Lösung. 

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Hinsichtlich der Box schließe ich mich @Lique an.

 

Kannst du ansonsten mal beschreiben, was ihr schon alles probiert habt? Also welche Trainingsschritte, Ablenkung (z.B. Spielzeug, laufender Fernseher), Rituale,...  
 

Es gibt ja verschiedene Möglichkeiten, es dem Hund leicht(er) zu machen und was einem Hund hilft, bringt beim nächsten vielleicht gar nix. Und es gibt auch einfach Hunde, die können gar nicht alleine bleiben und „lernen“ es auch nicht - auch diese Möglichkeit besteht... 


Hunde sind da sehr individuell, darum sind alle Infos und Details von dir hilfreich. Meine Hündin kann z.B. problemlos alleine bleiben - außer es ist dunkel, dann geht es gar nicht (muss man aber auch erstmal drauf kommen).

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Vielen Dank für eure Antworten. 

Wir haben leider wenig Möglichkeit, sie auf einen Bereich zu begrenzen, da unser Haus sehr offene gestaltet ist. Aber dennoch haben wir versucht, dass sie im Schlafzimmer bleibt. Da jault und bellt sie. 

Hell oder dunkel macht keinen Unterschied. Wir haben ihr Musik vorgespielt, den TV angelassen, nen Hörbuch selber eingesprochen und abgespielt. Das alles hat nichts gebracht. 

Ansonsten gehen wir grundsätzlich vorher lange Gassi, da sie eh viel Bewegung fordert. Trainingsschritte waren sowohl mit als auch ohne Box immer gleich. Zunächst Schlüssel holen und Jacke, Schuhe anziehen, ohne raus zu gehen. Dann mit Öffnen der Tür, ohne raus zu gehen. Dann mit raus gehen, aber direkt wieder rein kommen. Als das funktioniert hat, haben wir die Abstände jede Woche um 30 Sekunden gesteigert, bis wir bei den 8:30 Minuten waren. Aber nun ist eben einfach Schluss bei ihr 🤷‍♀️

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Vielleicht ein Ritual mit Spielzeug einführen?

 

Bei unserer Hündin machen wir es so, dass sie so einen befüllbaren Ball bekommt, wo sie dann Leckerlies „rauskullern“ kann, manchmal bekommt sie noch nen gefüllten Kong oder zugefaltete Papprollen mit was drin oder irgendein Intelligenzspielzeug.
 

Der Kullerball ist dabei aber die Konstante - den gibt es nur, wenn wir sie allein lassen, aber dann auch wirklich immer!
 

Das hat den Effekt, dass unsere Hündin bereits beim Befüllen des Balls weiß, dass sie gleich allein gelassen wird, und zugleich freut sie sich auf den Ball. Und sie ist dann erstmal eine Weile damit beschäftigt. Ist der Ball (und was sie - je nach Abwesenheitsdauer noch bekommen hat) leer, legt sie sich schlafen.

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Ein Grund warum ihr nicht weiter kommt, kann die nagative Erfahrung mit der Box sein.

Die gehört auf den Müll, oder als Transportbox ins Auto. 

Ansonsten gibt es überhaupt keinen einzigen Grund einen Hund in eine Box zu sperren, es ist zudem auch noch tierschutzrelevant.

 

Euer Hund hat Trennungsangst, also Streß und wurde damit in die Box gesperrt. 

Das ist doch Wahnsinn. Wo soll die arme Maus denn hin mit ihrer Angst, wenn sie sich noch nicht mal bewegen kann.

Das macht alles noch viel schlimmer.

Ihr habt leider eine Trainerin erwischt, die die Berufsbezeichnung nicht verdient und keinen Cent wert ist.

 

Also lasst die Box verschwinden und dann müsst ihr wieder sehr kleinschnittig von vorne anfangen!

Das wird wahrscheinlich lange dauern und es gibt auch Hunde, die niemals alleine bleiben können..

 

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Also ganz verschwinden lassen kann ich die Box auch nicht, da sie sich immer dahin zurück zieht, wenn sie müde ist oder einfach auch nur ihre Ruhe will. Kam mir bisher nicht so vor, als sei die Box negativ behaftet (die ist sonst aber auch immer offen). 

Mein Mann hat es tatsächlich auch mal versucht, ihr einen Kong mit ihrem liebsten Käse und Leckerlis zu befüllen, meinte er, dass sie den völlig ignoriert hat, sobald sie alleine war. Aber ich werde es nochmal versuchen. 

Wie gesagt finde ich die Trainerin auch nicht so dolle. Es schien zu Beginn gut zu sein, da wir auch Erfolge auf anderen Gebieten hatten und sie Rettungshunde für das DrK ausbildet. Wir dachten naiv, dass da nix schief laufen kann. So irrt man sich eben 

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Der erste Schritt wäre heraus zu finden ob sie an Trennungsangst oder Isolationsangst leidet. Der Unterschied ist der, dass sie bei Trennungsangst leidet, sobald ihr (oder auch nur einer von euch) weg seid, egal ob noch jemand bei ihr ist den sie sonst auch kennt und mag.

Isolationsangst ist einfach nur die Angst, ganz alleine zu sein.

Sollte sie an Isolationsangst leiden, Herzlichen Glückwunsch. Das ist viel einfacher trainierbar.

 

Trennungsangst ist dagegen eine Qual, ich bin mit meinem Hund seit 2 Jahren dran und wir machen für einen Schritt vorwärts drei Schritte zurück.

Es gibt viele Wege es dem Hund ein wenig einfacher zu machen, aber trotzdem ist und bleibt es eine Sache die sich lange hinzieht. Und leider gibt es hier sehr viele Hunde die man nie wirklich entspannt zurück lassen kann.

 

Egal welcher der Ängste euer Hund hat, ihr müsst erst mal sicherstellen, dass der Hund nie alleine ist. Denn auch bei Trennungsangst hilft eine anwesende Person, dass sich der Hund nicht in seiner Angst verliert.

 

Beruhigungsspray hab ich auch versucht. Das Zeug stinkt nur nach Alkohol und hat bei meinem Hund nur Ekel ausgelöst.

Konditionierte Entspannung wäre auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung. Dass kann Musik sein oder ein Halstuch mit Duft.

Das muss aber sauber aufgebaut sein und erst beim allein sein angewendet werden wenn der Hund wirklich vorher darauf reagiert.

 

Ich habe schon gelesen dass das bei euch nicht funktioniert, aber eine Begrenzung ist für viele Hunde eine Erleichterung. Aber bitte keine Box!

Ich habe mein Zimmer mit einem Kindergitter begrenzt. Dann war der erste Schritt den Hund im Zimmer zu lassen und einfach das Gitter hinter sich zu zu machen. Ich saß stundelang in der Küche gegenüber. Erst wenn der Hund schafft sich zu entspannen während du räumlich getrennt bist, kannst du einen Schritt weiter gehen und üben dass du kurz zur Haustür raus gehst. Dieser Schritt dass mein Hund entspannt im Zimmer lag während ich 2m entfernt war hat ein halbes Jahr gedauert. Du siehst, Trennungsangst ist etwas ganz empfindliches.

 

Ich hoffe dass ihr einen unkomplizierteren Fall habt als ich. Ich wünsche euch viel Geduld!

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Vielen Dank, das baut mich ein wenig auf 😊 

Sie leidet nicht merklich, wenn einer von uns weg ist. Wir sind immer abwechselnd nicht zu Hause, sodass immer jemand bei ihr ist und sie es auch kennt, dass wir seltener zu 3. den ganzen Tag da sind. Auch beim Schwiegervater ist sie sehr gerne. Ich werde heute mal schauen, ob ich ein so großes Babygitter finde, um eine Grenze zu schaffen und fange wieder von vorne an. 

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Erstmal: haben auch so einen schwierigen Fall ;) 

 

Zur Box: bitte nicht einsperren. Warum sollte der Hund dadurch lernen, alleine sein zu können? Die Box muss deshalb ja nicht weg: einfach nur immer offen lassen :) 

 

Zitat

Mein Mann hat es tatsächlich auch mal versucht, ihr einen Kong mit ihrem liebsten Käse und Leckerlis zu befüllen, meinte er, dass sie den völlig ignoriert hat, sobald sie alleine war.
 

ist hier auch so. Hab das nach einigen Versuchen bleiben lassen. Wird sogar schon ignoriert bevor man alleine lässt - die Aufbruchstimmung ist zu stark als Trigger. 
 

Was ich jetzt versuche: Hund wird dann allein gelassen, wenn er sich eh gerade selbst zurück gezogen hat, es ihm sozusagen „in den Kram passt“ ;) (führt zu positivem Erlebnis). Dabei löse ich bewusst Trigger wie Schlüssel nehmen, Schuhe und Jacke anziehen etc aus. Das habe ich davor auch ein paar Mal gezielt trainiert (idealerweise macht man das ja gaaaanz oft aber wie es halt im Alltag so ist ...aber auch kleine Dinge bleiben in Hundehirnen nicht völlig wirkungslos :) ).  Und er bleibt dann nur ganz kurz allein (viel Selbstbeherrschung von meiner Seite, es nicht zu überreizen. Manchmal sind es nur wenige Sekunden und lieber zu kurz als zu lang) denn Ziel ist, dass er nicht mal aufsteht und nachschaut.
 

Ich ziehe auch nicht immer das komplette Triggerprozedere durch sondern versuche einen nach dem anderen abzubauen: zb. Schlüssel war Nr.1 - inzwischen rennt Hund nicht mehr jedes Mal aufgeregt in den Flur, wenn er den Schlüssel hört. Er rennt mir auch nicht mehr jedes Mal nach, wenn ich durch den Flur gehe, denn: die Sorge, dass ich gehe ist geringer geworden. Schlüssel bedeutet jetzt nur noch „die ist in wenigen Sekunden wieder da“. Also interessiert es ihn auch nicht mehr, ob ich in den Flur gehe um den Schlüssel zu nehmen. Ich hoffe, dass ich mich verständlich ausdrücken konnte :) 
 

mein Denkansatz bei all dem: Hund hat Problem, alleine zu bleiben und das akzeptiere ich erst mal. Die Trigger lösen diese Angst sofort aus, der Hund kriegt „Panik“ und in Panik kommt er nicht zur Ruhe. Wird keine „Panik“ ausgelöst, bleibt der Hund souveräner und je souveräner er bleibt umso entspannter kann er mit der Situation umgehen. So ungefähr ;) 

 

vielleicht ist etwas Hilfreiches dabei :) 

 

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