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Hundeforum Der Hund
Myrja86

Alleine bleiben - pure Verzweiflung

Empfohlene Beiträge

vor 20 Minuten schrieb sampower:

Noch etwas, was uns hilft: Kann sie denn im Auto alleine bleiben?

Nuka hat am Anfang im Auto genau das gleiche Verhalten gezeigt wie zuhause, aber dadurch dass ich ihn immer überall mit hin genommen habe wurde das Auto ganz schnell zu unserer "Zwischendurch-Lösung". Damit konnte ich wenigstens wieder einkaufen gehen ohne dass der Hund leidete

 

Im Auto ist es gar kein Problem. Schnell in den Laden rein, schnell raus geht. Problem ist hier eher, dass wir relativ ländlich wohnen. Da sind schon viele selbsternannte Sheriffs unterwegs. Das geht so weit, dass ich beim Üben auch ein Schild an die Haustür hängen muss, damit bitte niemand die Polizei ruft, falls ich gerade außer Sicht bin. Kann ich natürlich auch für das Auto machen, vllt werd ich dann weniger belästigt 😬, daher hab ich es eigentlich versucht zu vermeiden. 

Danke für den Tipp

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Oh das ist ärgerlich. Aber bei dem Wetter ist ja keine Gefahr für den Hund. Ich würde es trotzdem machen wenn sie ansonsten alleine bleiben müsste. Ich weiß aus leidvoller Erfahrung dass eine Minute über dem Zeitpunkt wo der Hund das alleine bleiben noch ausgehalten hat reicht, um im Training wieder ein ganzes Stück zurück zu rutschen

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vor 2 Stunden schrieb Renegade:

Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass man das problemlose Alleinbleiben antrainieren könnte, wie Sitz oder Platz.

 

:danke Daher: einfach mit den ständigen Versuchen aufhören! Das ist Stress pur für den Hund!

Stresshormone brauchen mehrere Tage, bevor sie im Körper abgebaut werden. In dieser Erholungszeit ist weiterer Stress (also weitere Übungen zum Alleinbleiben) unbedingt zu vermeiden, sonst ist schnell der sprichwörtliche letzte Tropfen erreicht, der das Fass zum überlaufen bringt!

 

Ich habe so einen Hund hier: Bei seiner Vorbesitzerin zu oft zu lange allein geblieben, bevor sie sich dazu durchgerungen hat, den Hund abzugeben, hat er einen "Knacks" bekommen.

Allein bleiben geht schlichtweg nicht. Fertig.

Ich habe es anfangs natürlich probiert, es zu trainieren aber es geht bei diesem Hund nicht. Ich musste ihn trotzdem am Anfang 2 oder 3 mal für mehrer Stunden allein lassen - katastrophal! Wie mir die Nachbarn (denen ich vorher bescheid gesagt hatte) berichteten, fing mein Hund nach 10 Minuten an zu bellen - ohne Pause! 

 

Zum Glück kann ich den Hund jetzt immer mitnehmen. Aber wenn ich Lebensmittel einkaufen gehe, muss der Hund ja vor dem Laden warten. Nun hat zum Glück auch der 2. Supermarkt, in dem ich kaufe, neu gebaut und es gibt jetzt auch hier viele große Fenster bis zum Boden, durch die der Hund ins Geschäft schauen kann. Ich kann ab und zu durch das Fenster mit meinem Hund kommunizieren (habe von Anfang an mit Handzeichen gearbeitet) Ich bemühe mich, die Abstände so kurz zu halten, dass der Hund noch nicht bellt und kann ihn mit Gesten loben bzw. ihn beruhigen, wenn er doch schon bellt.

Den ersten Supermarkt kennt er nun nach 4 Jahren(!) und er hat verstanden, dass ich drinnen "Futter" besorge (er schnüffelt ausgiebig am Einkaufswagen und riecht natürlich auch seine Tüte mit Leckerlis, von denen er sofort etwas bekommt) und dass ich garantiert immer wieder zu ihm zurück komme. Vor diesem Laden bellt er überhaupt nicht mehr.

Beim 2. Laden habe ich jetzt mit dem Chef gesprochen: ich darf den Hund im gläsernen Vorraum warten lassen, dort gibt es auch die Möglichkeit, ihn abseits vom Besucherstrom festzubinden. Bin schon gespannt auf den nächsten Einkauf, ich denke, es wird dem Hund das Warten sehr erleichtern. Außerdem sitzt er dort warm und trocken bzw. im Sommer kühl und schattig. Dass ich beim Einkaufen nicht trödele, ist ja klar.

 

Zurück zu dem Zitat von @Renegade: ich habe das Alleinsein vor dem Supermarkt mit meinem Hund nicht trainiert. Zwangsläufig habe ich ihn der Situation immer wieder aussetzen müssen und er ist von sich aus nach 4 Jahren zu der Erkenntnis gelangt, dass er das Warten vor dem Laden Nr.1 ertragen kann. Ich bin sehr zuverlässig, dass er das auch schnell auf Laden Nr.2 übertragen wird.

Nun könnte man argumentieren, das waren jedesmal Übungssituationen, also habe ich doch trainiert. Das sehe ich aber anders. Dinge wie seinen Ball zu mir bringen (damit ich ihn mit Leckerlis fülle) oder "sitz" und neben mir warten, bis ein Auto, ein Radfahrer, ein anderen Hund, ... an uns vorbei sind, haben wir "klassisch" trainiert und der ganze Ablauf und der Übungsfortschritt waren völlig anders als beim Warten zuhause oder vor dem Laden.

 

Dieses Üben des Alleinbleibens habe ich für wenige Minuten auch zuhause geübt. Müll rausbringen oder zum Briefkasten gehen ist jetzt kein Problem. Aber ich habe es nicht, wie immer empfohlen wird, "kleinschrittig" mit immer längeren Intervallen probiert, sondern ich habe den Hund zunächst immer mitgenommen. Bei Müll sieht er ja die Mülltüte in meiner Hand und kann lernen, was dann passieren wird. Das hat er anfangs auch beobachtet, Türen blieben offen, er konnte mir stets folgen. Irgendwann war das aber langweilig und es war absolut sicher, dass ich wiederkomme. Macht man hier den Fehler, mal eine Mülltüte mitzunehmen, wenn man sowieso das Haus (für längere Zeit) verlässt, macht man sich unverlässlich: Mülltüte bedeutet dann nicht mehr 100%ig, dass man sofort wiederkommt. Ab und zu nehme ich den Müll mit raus, wenn ich mit dem Hund rausgehe; das ist natürlich kein Problem.

Zum Briefkasten gehen ist schwieriger, denn der Hund kann nicht erkennen, was ich vorhabe - und es gibt keinen festen Ablauf, den er lernen könnte; ich gehe nicht immer zur gleichen Zeit, in der gleichen Situation (z.B. immer nach dem Frühstück) zum Briefkasten. Anfangs wartete mein Hund auf halber Treppe, dort konnte er mich noch sehen, bzw. am Briefkasten klappern hören. Inzwischen wartet er nur noch vor der Wohnungstür, dort sieht er mich zwar nicht, aber er kann mich hören. Wenn er merkt, dass ich auf dem Rückweg bin, geht er inzwischen in sein Körbchen zurück, bevor ich wieder da bin.

Mein Hund hat also selber entschieden, dass er auf mich warten will.

Zumindest diesem Hund scheint die Möglichkeit der Entscheidung wichtig zu sein. In meinem ruhigen Viertel kann ich diesen Hund eigentlich immer "offline" mitnehmen - so auch zum Bäcker. Dort steht die Tür immer offen, wenn geöffnet ist, er könnte mir also in den Laden folgen. Aber er hält sich an das einmalig(!) erteilte Verbot, hineinzukommen. Direkt vor/neben der Tür wartet er auf mich. Theoretisch könnte er alles andere tun: nach Hause laufen, zu anderen Hunden, die vorbeigehen, ... aber er wartet, brav und ohne zu bellen. Nur als beim letzten Besuch Regen einsetzte, hat er 20 cm im Laden auf der Fußmatte Schutz gesucht, das hat auch der Inhaber toleriert.

 

Zur "Fremdbetreuung": Ich habe meinen Hund mal einen ganzen Tag zu einer Bekannten gebracht, die hat zwei Hunde und die Drei sind "beste Kumpels", spielen super miteinander und teilen Futternäpfe, Spielsachen und Schlafplätze. Trotzdem war der Tag ohne mich soviel Stress für meinen Hund, dass er am Abend einen zusätzlichen epileptischen Anfall bekam.

Bei einem gesunden Hund hätte Mensch das nicht bemerkt.

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vor 27 Minuten schrieb sampower:

Noch etwas, was uns hilft: Kann sie denn im Auto alleine bleiben?

Nuka hat am Anfang im Auto genau das gleiche Verhalten gezeigt wie zuhause, aber dadurch dass ich ihn immer überall mit hin genommen habe wurde das Auto ganz schnell zu unserer "Zwischendurch-Lösung". Damit konnte ich wenigstens wieder einkaufen gehen ohne dass der Hund leidete

 

Als unsere Hunde noch recht jung waren, habe ich diese Autolösung auch genutzt. Eben weil ich vermeiden wollte, dass die Duldsamkeit unseres Hundes in puncto Alleinbleiben nicht überreizt wurde. Hat immer zuverlässig geklappt.

Aber für die Box-Puristen: ist das Auto nicht einfach nur eine kleine Box?

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vor 14 Minuten schrieb Renegade:

Aber für die Box-Puristen: ist das Auto nicht einfach nur eine kleine Box?

 

Finde ich nicht. Dann dürfte man mit dem Hund nicht mal mehr in den Urlaub fahren.

Und es soll ja nur eine Übergangslösung sein. Spätestens im Frühjahr wird es wieder zu warm

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vor 5 Minuten schrieb Renegade:

ist das Auto nicht einfach nur eine kleine Box?

 

Kommt drauf an, wie der Hund darauf reagiert. Bei meinem ersten Hund hatte ich noch ein Auto - bzw. der Hund hatte dann ein Auto und ich durfte auch mitfahren ...

Daher hat das prima als "rollende Hundehütte" geklappt. Die Rückbank hatte so einen Durchlass für Skier, sodass der Hund auch in die "Kofferraum-Höhle" konnte. Nur der Fahrersitz war tabu, daher hatte der kniehohe Terrier auch reichlich Bewegungsfreiheit und freie Platzwahl auf den Sitzen oder am Boden. Ich konnte Schiebedach (bei Regen auf Kipp) und die Seitenscheiben geöffnet lassen (das Auto hatte eine besondere Diebstahlsicherung), sodass es nie zu heiß wurde, zumal ich immer im Schatten geparkt habe. Ich habe es mal ausprobiert, der Hund hätte es auch geschafft, durch die Fenster ins Auto zu springen, theoretisch hätte er also auch mal "ins Gebüsch" gehen können.

Dieser Hund hat sich in "seinem" Auto absolut wohl gefühlt und einfach viel geschlafen. Wenn er länger warten musste, habe ich zwischendurch nach ihm gesehen - da schlief er oft tief und fest und ich habe mich wieder weg geschlichen.

 

Ach ja ... warum diese Auto-Lösung? Anfangs konnte der Hund super allein zu Hause bleiben. Dann hat sich eine Nachbarin einen Hund zugelegt und gefragt, ob sie meinen Hund mittags mitnehmen soll, wenn sie 2 Stunden mit ihrem Hund geht. Also bekam sie einen Schlüssel. Eines Abends war mein Hund nicht da. Er war natürlich nebenan und die Nachbarin erklärte, sie habe den Hund zu sich geholt, weil er nach dem Spaziergang gejault hat, als sie ihn wieder nach Hause brachte. Von da an konnte/wollte der Hund nicht mehr allein bleiben - jaulen hatte ja Wirkung gezeigt und dieser Hund hat alles extrem schnell gelernt.

Wären wir beiden Menschen schlau und hundeerfahren gewesen, hätten wir es gar nicht zu diesem Problem kommen lassen: Mein Hund hätte grundsätzlich nach dem Spaziergang bei meiner Nachbarin bleiben sollen. Wäre für sie auch gar kein Problem gewesen.

 

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Ich schließe mich @Renegade und @DerOlleHansen an: ein Hund kann nicht auf alleine bleiben trainiert werden. Aber ich denke, dass ein Hund lernen kann, mit der Situation souveräner umzugehen :) 
 

Deshalb: WANN wird der Hund unruhig? WELCHE trigger gibt es? Und WIE lassen diese sich „positiv“ besetzen? Ich kann inzwischen bei unserem Hund regelmäßig auf Socken und ohne Jacke aber mit Schlüssel kurz vor die Tür. Und erst ab jetzt könnte ich versuchen, die Zeit SEKUNDENWEISE zu verlängern. Bringt mir aber wenig weil ich bevorzuge mit Schuhen und Jacke dauerhaft rauszugehen ;) Also erst mal nächster Step: Schuhe :) 

 

ob mein Weg funktioniert sei dahingestellt aber zumindest gibt es erste kleine Erfolge :) es ist ja letztlich nichts anderes als das übliche „Training“ nur eben sehr kleinschrittig an das Aufregungslevel des Hundes angepasst.

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vor 6 Stunden schrieb Myrja86:

Wie gesagt finde ich die Trainerin auch nicht so dolle.

 

Schon der Ansatz eines leichtesten Zweifels ist Grund genug, sofort den/die Trainer/in vor die Tür zu setzen!

 

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vor 6 Stunden schrieb Myrja86:

und sie Rettungshunde für das DrK ausbildet.

 

Mag ja sein, dass sie das wirklich gut kann. Aber was hat das mit eurem Hund zu tun?

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vor 15 Minuten schrieb DerOlleHansen:

 

Schon der Ansatz eines leichtesten Zweifels ist Grund genug, sofort den/die Trainer/in vor die Tür zu setzen!

 

Ich befürchte, dass ich dann ohne Trainer leben müsste, denn irgendwas werd ich wohl immer finden 😅 So schrecklich viel Auswahl habe ich da auch nicht, hier gibt es einfach kaum Hundeschulen bzw Trainer, die ins Haus kommen. 

 

vor 16 Minuten schrieb DerOlleHansen:

 

Mag ja sein, dass sie das wirklich gut kann. Aber was hat das mit eurem Hund zu tun?

Zumindest zeigt es, dass sie etwas gelernt und Erfahrung hat und uns einen Trainerschein zeigen konnte. Das Glück hatten wir leider nicht bei allen Angeboten. 

 

Aber nochmal vielen Dank für die rege Diskussion, ein paar Tipps konnte ich schon für mich mitnehmen. 

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