Jump to content
Hundeforum Der Hund
Myrja86

Alleine bleiben - pure Verzweiflung

Empfohlene Beiträge

In solchen Fällen kann es hilfreich sein, erst mal im Haus Trennung zu üben.

Das heißt: den Hund z.B. durch Kindergitter in einem Raum begrenzen, während Du Dich im Rest des Hauses (der Wohnung bewegst). Immer mal wieder an dem Raum des Hundes vorbeigehen, Leckerli da rein schmeißen, ihm etwas zum Kauen anbieten.
Erst wenn der Hund das gut kann und aushält, also noch Sichtkontakt zu Dir hat, sollte die nächste Stufe sein, dass Du mal aus der Sichtweite verschwindest. Das alles ohne große Aufregung und ohne besondere Aufmerksamkeit auf den Hund. Wenn er zu Beginn schon ein Problem damit hat, solltest Du erst mit ihm zusammen in diesem Raum sein, er soll lernen, zu entspannen, dann verlässt Du mal für Sekunden den Raum und gehst gleich wieder rein. 
Wenn dieses Programm sauber aufgebaut wird, kann man als nächstes die Auslösesignale üben, d.h. Jacke anziehen, Schlüssel, Tasche nehmen, etc. ohne tatsächlich das Haus zu verlassen. Erst wenn der Hund nicht mehr auf die Auslöser reagiert, kann man mit dem eigentlichen Training zum Alleinsein des Hundes beginnen.

Es gibt ein paar gute Arbeitsbücher dazu, James O´Heare: Trennungsangst beim Hund oder Nicole Wilde: Lass mich nicht allein.
Vielleicht hast Du Lust, Dir da mal etwas anzulesen?
Ich wünsche Dir viel Erfolg, es lohnt sich, das kleinschrittig zu üben, natürlich ohne den Hund in eine Box einzusperren, das haben ja andere schon geschrieben.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 3 Minuten schrieb Myrja86:

Ja, wir haben eine Kamera, die ist echt praktisch. 

Das ungute Gefühl habe ich tatsächlich immer und kann es auch nicht so wirklich abschalten bzw. habe ich für mich hier keine Strategie. Ich weiß auch, dass es kontraproduktiv ist, aber irgendwie will es nicht so recht klappen 

Beim Training ein ungutes Gefühl zu haben, ist aber gar nicht nötig. 

Du machst dich fertig, gehst raus, schaust auf dem Smartphone, was sie macht und am besten gehst du bevor sie unruhig wird wieder rein. Da wirst du ja Erfahrungswerte haben, du schreibst z. B. was von 8,5 Minuten.

Deswegen würde ich jetzt wieder ein paar Schritte zurückgehen.

Klappen z. B. 3 Minuten wirklich gut, dann wird kleinstschrittig wieder gesteigert und selbstverständlich ohne geschlossene Box 😉

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Habt ihr mal probiert, dass nicht ihr von der Familie als letztes geht, sondern eine dem Hund unbekannte Person? 

Dann müsst ihr, wenn ihr weggeht kein schlechtes Gefühl haben (was der Hund  natürlich merkt) es ist ja jemand da, dann kann diese Person auch gehen, ohne schlechtes Gewissen

Das alles Videoüberwacht

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor einer Stunde schrieb Nebelfrei:

Habt ihr mal probiert, dass nicht ihr von der Familie als letztes geht, sondern eine dem Hund unbekannte Person? 

Dann müsst ihr, wenn ihr weggeht kein schlechtes Gefühl haben (was der Hund  natürlich merkt) es ist ja jemand da, dann kann diese Person auch gehen, ohne schlechtes Gewissen

Das alles Videoüberwacht

Das ist ja ein interessanter Vorschlag! Man merkt definitiv einen Unterschied, ob wir zusammen gehen oder nacheinander. Im Übrigen klappt es auch nicht besser mit einem 2. Hund, der sonst alleine bleiben kann. Die beiden haben einfach durchgebellt. 

Das mit dem Fremden probiere ich aus. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hm Uschi hatte bei ihren Vorbesitzern (nr2 oder 3) staffgroße Löcher in Türen (sie wurde ins Bad gesperrt) genagt und den Laminat um die Türen großflächig entfernt, es sah aus wie nach einem Bombeneinschlag... Bei ihr war es aber wohl mehr Isolationsangst, wir haben kleinschrittig wie beim Welpen angefangen, und dann Katzen angeschafft womit das Problem sehr schnell sehr viel besser wurde- sie hat bei mir nur einmal eine Tür angenagt als diese verschlossen war -> Türen mussten alle offen bleiben im Haus (bis ins hohe Alter).

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 8 Minuten schrieb pixelstall:

Hm Uschi hatte bei ihren Vorbesitzern (nr2 oder 3) staffgroße Löcher in Türen (sie wurde ins Bad gesperrt) genagt und den Laminat um die Türen großflächig entfernt, es sah aus wie nach einem Bombeneinschlag... Bei ihr war es aber wohl mehr Isolationsangst, wir haben kleinschrittig wie beim Welpen angefangen, und dann Katzen angeschafft womit das Problem sehr schnell sehr viel besser wurde- sie hat bei mir nur einmal eine Tür angenagt als diese verschlossen war -> Türen mussten alle offen bleiben im Haus (bis ins hohe Alter).

Kaputt gemacht hat Christie bei uns noch nie was. Sie ist dann außerhalb der Box nur sehr unruhig, läuft rum und jault. In der Box jault sie im Liegen, versucht aber nicht auszubrechen. 

 

Katze habe ich meinen Mann auch vorgeschlagen....Er ist dagegen 😜

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@Myrja86 Wenn du sagst, sie habe die Welpen geleitet... war das ein Wurf ohne Mutter, hat sie da evtl. Aufgaben übernommen, die sie nun weiterführt ? - die "Ängstlichkeit" fing an, als die Welpen nach und nach weggegeben wurden ? evtl. liegt hier der Hase im Pfeffer.

 

Dann wäre mein Ansatz struktureller Natur und mal zu schauen, wo sie diese Aufgaben übernimmt, ohne daß du es vielleicht bemerkst. Stichwort Rollentausch. Schaut sie nach euch, oder ihr mehr nach ihr z.B. vielleicht kann man sie da etwas entlasten, indem man ihr vermittelt daß ihr auf euch selbst aufpassen könnt und auf sie sowiso.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Die Mutter hat die Welpen wohl in eine Höhle geschleppt und starb selber außerhalb. Christie wurde als Rudelführerin bezeichnet, was ich zuerst nicht glauben wollte. Nachdem ich sie mit Hundekumpels gesehen habe, kann ich es mir aber durchaus vorstellen. 

 

Wir müssen definitiv mehr nach ihr schauen. Bestes Beispiel: Gerade erst heute sind wir einer Gruppe Wildschweinen im Wald begegnet. Mein Hund hat sich heldenhaft hinter mir versteckt und hat gezittert 😋

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@Myrja86 Vielleicht könnt ihr ein paar Tips bekommen, wie ihr das auch für sie evtl. noch "spürbarer" macht. (Ich weiß ja nicht wie ihr reagiert) Für den Hund sind das ja oft nur Nuancen wie er dich wahrnimmt und einschätzt. "Glaubt" sie, daß ihr sie beschützt bzw beschützen könnt, oder geratet ihr in ihrer Wahrnehmung gemeinsam in eine Katastrophe. Ich hoffe, das war verständlich.

 

Meine Hündin ist z.B auch extrem ängstlich (auch eine Mutterlose Aufzucht) , und es macht einen riesen Unterschied, welche Ausstrahlung ich mir "aussuche" - mache ich mich in für sie bedrohlichen Situationen auf eine maximal entspannte Art groß und werde langsamer -fast schlendernd und völlig unbeeindruckt vom Hund der da grade hinterm Zaun tobt- , wird sie auch ruhiger, als wenn ich mich "kampfbereit" mache, oder gar den vermeindlichen "Feind" beachte, oder noch fataler, sie anschaue - das verstehen einige Hunde u.U. als Aufforderung, sich zu "kümmern".

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hm, kann ich so gar nicht sagen. Ich werd es mal beobachten, aber macht Sinn für mich. Vielen Dank 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

  • Das könnte Dich auch interessieren

    • Verzweiflung mit 3 Chihuahuas... Nicht stubenrein, kläffen, hauen ab

      Hallo, bin komplett am Ende mit meiner Geduld, meinem Verständnis und so richtig am Verzweifeln.... Meine Hunde bringen mich zur Verzweiflung, weil sie ständig reinmachen, kleffen, abhauen und nicht folgen, sondern wenn, dann immer nur mit am Boden auf den Rücken legen und zittern vor Angst reagieren, schaut man dann weg, machen sie den nächsten Blödsinn... Hatte schon sehr viele Hunde verschiedenster Rassen, aber da waren noch nie solche Probleme, wie mit den Chihuahuas... Folgende Situation

      in Hundeerziehung & Probleme

    • Was haltet ihr von Pure Instinct?

      Hallo alle Miteinander,   ich habe letztens im Futterhaus, Futter von Pure Instinkt in der Hand gehabt. Es sah auf den ersten Blick ganz gut aus, hoher Fleischanteil, kein Getreide etc. Hab schon hier und da was gelesen würde dazu aber gerne eure Meinung haben. Wir bekommen Ende Juli einen Welpen der vorerst auch noch mit BARF und anderem gefüttert werden soll (wird von der Züchterin mitgegeben), da ich aber dauerhaft kein BARF füttern will schaue ich mich schonmal nach möglichen Futtersorten

      in Hundefutter

    • Pure Nature Trockenfutter

      Hallo ihr Lieben Ich bekomme am 2. Juli einen Retrievermixwelpen und überlege gerade, mit welchem Futter ich es mal probieren möchte. Momentan bekommt sie leider Pedigree, was ich sicher nicht weiter füttern werde. Ich habe mich dazu entschlossen, es erst mal mit Trockenfutter zu probieren. So weit bin ich also wenigstens schon mal. Ich komme aus Österreich und habe jetzt entdeckt, dass es PURE Nature Trockenfutter gibt, ein österreichisches Futter. Das kann man bestellen und anscheinend so

      in Hundefutter

    • Die pure Lust am Kläffen

      Hallo ihr Lieben, dies ist mein erster Beitrag hier in diesem Forum. Ich halte seit März eine Kleinspitzhündin namens Maya. Maya wird jetzt am 13. Juli sieben Monate alt und ist auch nicht mein erster Hund. Also, mein erster eigener schon- aber ich bin dennoch mit einem Familienhund (Münsterländer) groß geworden. Maya ist an und für sich ein ziemlicher Traumhund. Kann ein paar Grundkommandos, ist stubenrein, eine total liebe Begleitung in der Stadt, ein sportlicher Wirbelwind im Park... beim E

      in Junghunde

    • Neues Futter im Futterhaus - Pure Instinct

      Hallo, beim Futterhaus gibt es eine neue Sorte an Trockenfutter. Habe heute mal eine kleine Packung gekauft, um zu schauen, ob es meinem schmeckt und er es verträgt. Hier der Link zum dem Futter: http://www.futterhaus.de/angebote/unsere-marken/pure-instinct-hundefutter.html Habe die Sorte "Blue Lake" mit viel frischem Hühnerfleisch & Ente gekauft. Zusammensetzung: Hühnerfleisch (48%), Kartoffelstücke (25%), Entenmehl (12%), Geflügelprotein (hydroglysiert), Rübentrockenschnitzel (entzucke

      in Hundefutter

×
×
  • Neu erstellen...

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.